12. Dezember 2011
In Apulien, das liegt im "Stiefelabsatz" von Italien, befindet sich auch eine Kleinstadt Gallipoli, wo man eine Altstadt wie in einem Museum vorfindet. In den kleinen Gassen stehen aus gelben Tuffstein gebaute Patrizierhäuser mit Gitterfenstern im arabischen Stil und viele Kirchen und Klosteranlagen, die mit Heiligenfiguren prächtig geschmückt sind. Manche Kirchen sind auch gut renoviert worden, wie beispielsweise die Kathedrale St. Agata.
Aber von dem einstigen Glanz aus der Zeit der spanischen Vizekönige ist nur noch wenig übrig geblieben. Viele der 21.000 Einwohner sind arbeitslos, denn es gibt im Ionischen Meer nur noch wenig Fische. Auch der Tourismus wird hier im Süden Italiens nicht groß geschrieben, so dass es hier nur wenige Restaurants gibt. Die Haupteinnahmequelle war früher einmal der Handel mit Olivenöl, denn jahrhundertelang war Gallipoli einer der wichtigsten Umschlaghäfen, so dass sich Handelsgesellschaften aus ganz Europa hier niedergelassen haben, wovon die adligen Großgrundbesitzer, aber auch die Hafenarbeiter und Ölmüller profitierten.
Wer also einmal bis in die Südspitze von Italien reisen möchte, der kann mit dem Flugzeug bis Bari oder Brindisi fliegen, von dort geht es dann weiter mit dem Mietwagen über Lecce in die Kleinstadt Gallipoli, wo man auch Übernachtungsmöglichkeiten findet.
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