30. November 2010
Bulgarien ist ein sehr beliebtes, da vor allem recht günstiges Reiseland. Egal ob Badeurlaub am Sonnen- oder Goldstrand oder Kultururlaub in den Metropolen des Landes - Bulgarien bietet für jeden Urlaubstyp etwas. Auch Naturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten; eines der Highlights im Land sind die Batscho-Kiro-Höhlen. Diese Höhlen befinden sich etwa 300 Meter entfernt vom Drjanover Kloster, ebenfalls einem beliebten Ausflugsziel in Bulgarien.
Bereits im Jahr 1890 wurde die Höhle durch Professor Jurtschin erstmals erforscht, im Jahr 1937 arbeitete eine englische Expedition unter Leitung der Amerikanerin Doroti Garat in den Höhlen. Diese machten auch eine gewaltige Entdeckung: sie fanden in der Höhle ein Bärenskelett, welches immerhin drei Meter groß war. Der Schädel dieses Skeletts kann noch heute im Britischen Museum besichtigt werden.
In den Jahren von 1971 bis 1976 wurde die Höhle erneut erforscht, diesmal durch bulgarische und polnische Expediteure. Diese fanden unter anderem Messer und andere Werkzeuge aus dem Zeitalter des Paläolithikum und sind ein Beweis dafür, dass hier bereits vor etwa 40-70.000 Jahren vor Christus Menschen lebten.
Im Jahre 1962 wurden die Batscho-Kiro-Höhlen als Natursehenswürdigkeit deklariert. Zu dieser Zeit wurde in der Höhle eigens für die Besucher eine Beleuchtung angebracht, welche im Jahr 2002 umfassend modernisiert wurde.
In der Höhle selbst können Touristen ein weit verzweigtes Netz aus Gängen und Galerien entdecken - die Gesamtlänge dieser Gänge beträgt immerhin 3.600 Meter. Besucher können allerdings nur etwa 700 Meter davon erkunden; dies natürlich auch nur unter sachkundiger Führung.
In der Gunst der Besucher ganz weit oben steht der sogenannte Regensaal. Dieser wird so genannt, weil die hier befindlichen Stalaktiten einem versteinerten Regen stark ähneln. Den Stalagmiten, die von der schneeweißen Decke dieses Saals herunterhängen, wurden interessante Namen wie "Bäreneisbahn" oder auch "Die Quallen" gegeben.
Bei einer Führung durch die Batscho-Kiro-Höhlen wird man ebenso am "Saal der Seen" vorbeikommen. Dieser erhielt seinen Namen daher, weil sich am Boden mehrere ausgetrocknete Seen befinden.
"Der Adler", "Der Teig", "Der Springbrunnen", "Die Wirbelsäule", "Der versteinerte Wald" und "Die Schwiegermutterzunge" sind weitere interessante Naturphänomene in der Batscho-Kiro-Höhle.
Die Höhle kann das ganze Jahr über von Touristen besucht werden.
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