16. Januar 2005
Verliebtsein ist auf Dauer viel zu anstrengend. Das sagt Prof. Manfred Hassebrauck, Sozialpsychologe und Beziehungsforscher an der Bergischen Universität Wuppertal im Interview mit der Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau.
„Das ist ungefähr so, also ob jeden Tag Weihnachten wäre oder man immer Urlaub hätte“, erklärt er sich das Phänomen. Partner sollten deshalb das Nachlassen des Verliebtseins nicht als Indikator dafür sehen, dass in der Beziehung etwas falsch läuft.
Nach etwa drei Jahren sind bei den meisten Paaren die heftigsten Verliebtheitsgefühle abgeklungen. „Und an diese Stelle muss etwas Neues treten“, sagt Hassebrauck.
Das allerwichtigste, um eine Beziehung alltagstauglich zu machen, sei Vertrauen. Schwächen zeigen dürfen und nicht mehr den tollen Typen oder die tolle Frau mimen müssen – das entschädigt für das schwindende Gefühl permanenter Verliebtheit.
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