Hoffnungslos verliebt - was tun?

Schmetterlinge im Bauch, Herzklopfen, schwitzige Hände: Eigentlich ein wunderschönes Gefühl, dieses Verliebtsein. Wäre da nicht die Traumfrau, der Traummann, die scheinbar so gar nichts von einem wissen wollen oder vergeben sind. Wer hoffnungslos verliebt ist, muss einen Weg finden, mit der Situation fertig zu werden und sich wieder entlieben, um glücklich zu werden. Lesen Sie, was Sie tun können, wenn Sie hoffnungslos verliebt sind; wir geben hilfreiche Tipps für diesen schwierigen Weg.

Der schwierige Weg des Entliebens - kann ein Mensch die Gefühle, die man für ihn empfindet, nicht erwidern, gilt es, mit der Situation fertig zu werden

Unterschiedliche Ausgangspunkte

Sich hoffnungslos zu verlieben, kann in unterschiedlichen Situationen passieren. So ist beispielsweise denkbar, dass es sich um einen Bekannten, Freund oder Arbeitskollegen handelt, einen Menschen, mit dem man häufig zu tun hat, dem man seine Liebe aber nicht gestehen möchte, weil man sich nicht traut.

Auch ist es möglich, dass es sich um einen Menschen handelt, den man nur vom Sehen kennt. Auch dieser wird nichts von den Liebesgefühlen wissen, einen möglicherweise noch nicht einmal wahrnehmen.

Hoffnungslos verliebt ist man in der Regel auch dann, wenn sich die besagte Person in einer festen Beziehung befindet. Es sei denn, ihm/ihr geht es genau so und er/sie ist unglücklich in seiner/ihrer Partnerschaft. Die letzte Situation ist besonders schwierig.

Verliebt in eine vergebene Person

Es ist heikel, etwas mit jemandem anzufangen, der an einen anderen Menschen gebunden ist. Die Ausgangslage ist immer unterschiedlich, doch weiß er/sie nichts von den Gefühlen und ist offensichtlich glücklich in seiner/ihrer Beziehung, sollte man sich zweimal überlegen, ihm/ihr seine Liebe zu gestehen.

Es kann auch vorkommen, dass die andere Person genauso fühlt. In diesem Fall sollte sie ihre Gefühlslage für sich klären und mit ihrem Partner sprechen. Ist die Partnerschaft unglücklich, sollte man eine Trennung in Erwägung ziehen.

Hierbei ist es ratsam, sich zunächst von seinem Schwarm zu distanzieren, damit er eine Entscheidung treffen kann. Kommt es zu einer Trennung, ist man schließlich mit ein Grund dafür - hier gilt es, nichts zu überstürzen und mit klarem Kopf zu handeln. Den dritten Menschen zu betrügen, ist immer der falsche Weg.

Kommt es jedoch zum Beziehungsaus, sollte man sich die Frage stellen, ob man wirklich auf dieser Grundlage in eine Partnerschaft starten möchte. Es könnte sein, dass man in die gleiche Situation gerät - was ist, wenn der Partner bzw. die Partnerin sich irgendwann wieder neu verliebt und man stehen gelassen wird? Hier hilft es mitunter auch, sich die früheren Beziehungen der Person anzuschauen.

Sich zu erkennen geben

Handelt es sich nicht um eine vergebene Person, sollte man zunächst einmal sichergehen, dass der andere einen überhaupt zur Kenntnis nehmen kann. Oftmals ergibt sich hoffnungslose Verliebtheit aus der Distanz - was zweierlei bedeutet: Zum einen ist es möglich, dass man einer wunderschönen, aber nicht unbedingt realistischen Illusion erliegt.

Wer sich beispielsweise in einen Menschen verliebt, den er einmal kurz gesehen hat, der kennt sein Gegenüber im Grunde genommen gar nicht. Die Verliebtheit bezieht sich daher auch nicht auf diesen Menschen selbst, sondern lediglich auf eine Vorstellung davon.

Ein näheres Kennenlernen ist also die einzige Möglichkeit um herauszufinden, ob man überhaupt zusammenpasst - und wie der andere die Sache so sieht. Womit wir beim zweiten Punkt wären: Denn nur wenn der andere weiß, dass wir existieren, kann er unsere Verliebtheit auch erwidern - oder eben nicht.

Ist die Lage tatsächlich hoffnungslos, gilt es, mit der Situation klarzukommen...

Die Schwierigkeit des Entliebens

Das "Projekt Kennenlernen" ist gründlich in die Hose gegangen, oder das Gegenüber zeigt deutliches Desinteresse? Dann beginnt der schmerzlichste Teil hoffnungsloser Verliebtheit: das Entlieben.

Die Gefühle äußern und verarbeiten

Der beinahe wichtigste Ratschlag liegt bereits darin, nicht an den eigenen Gedanken und Emotionen zugrunde zu gehen, diese sprichwörtlich nicht herunterzuschlucken und damit noch weitere psychische Probleme heraufzubeschwören. Sinnvoll ist es, das Gespräch zu suchen:

kennen in den meisten Fällen die Situationen, die der Leidtragende durchlebt. Ebenso wird es sich als wertvoll erweisen, die Gefühle zu notieren. Etwa in einem Tagebuch, in der Form von Kurzgeschichten oder Ähnlichem. Auf beiden Wegen kann der Prozess einer Verarbeitung des Negativen eingeleitet und die sehr hoch scheinende Hürde übersprungen werden.

Nicht verzweifeln

Viele Betroffene werten die Situation einer unglücklichen Liebe als persönliche Niederlage. So sei man zu unattraktiv, zu wenig vermögend oder zu ungebildet, um für die eine bestimmte Person interessant zu wirken.

Doch das ist falsch. Im Regelfall führen einfach ungünstige Umstände dazu, dass sich jemand nicht für einen interessiert oder/und sich anderweitig entschieden und einen Konkurrenten bevorzugt hat.

Das besagt zunächst einmal nichts über die eigenen Qualitäten und Fehler – in vielen Fällen ist es sogar so, dass der Schwarm gar nicht einmal wusste, dass ein Bekannter, Mitschüler oder Freund tiefere Gefühle für ihn hegte. Die unterschiedlichen Lebenswege kreuzen sich eben nicht immer, sondern laufen vielleicht nur parallel nebeneinanderher.

Die Augen öffnen

Wer sich über Wochen oder Monate hinweg in eine Person verliebt hat, wird damit einen wahren Tunnelblick ausprägen. Doch wird meist auch übersehen, dass man selbst vielleicht von anderen Menschen begehrt oder zumindest interessiert betrachtet wurde.

Gerade nach einer unglücklichen Sehnsucht bricht im Laufe der Zeit aber dieser enge Fokus auf und es werden wieder andere Einflüsse wahrgenommen. Nicht selten erkennt der Leidtragende erst in diesen Wochen, wer ihm wirklich wichtig ist – vielleicht ein Mitschüler oder Kollege, der immer für ihn da war und auch jetzt in der Lage ist, die Tränen zu trocknen.

Hinterherlaufen vermeiden

Tatsächlich wollen viele Menschen nicht wahrhaben, wie nötig dieser Prozess ist. Lieber machen sie sich weiter Hoffnungen - glauben, den anderen noch von sich überzeugen zu können. Dies ist für beide Seiten umso belastender: Der Verliebte setzt sich selbst permanent unter Stress und läuft einem Traum hinterher, der nicht wahr werden kann.

Und für den vermeintlichen Wunschpartner ist das Hinterherlaufen mindestens ebenso nervig, im schlimmsten Fall sogar bedrohlich. Und wer möchte das schon einem Menschen zumuten, den er sehr gern hat?

Emotionale Ketten lösen

In vielen Fällen war es ein Bestandteil der wochenlangen Sehnsucht, sich mit Fotos und Eindrücken der angebetenen Person zu umgeben, möglichst viel Zeit mit ihr zu verbringen oder in jeder freien Minute an sie zu denken. Ist eine Beziehung aber nicht möglich, so setzt im Regelfall nach einer bestimmten Dauer ein Prozess ein, um diese Ketten zu durchbrechen. Auch wenn es in der Stunde des größten Schmerzes nicht so scheint, das Lösen von der geliebten Person wird gelingen – jedenfalls dann, wenn der Betroffene sich nicht allzu fest an die Hoffnungen der vielleicht doch noch eintretenden Liebe klammert.

Ablenkung schaffen

In der ersten Phase der Entliebung ist Ablenkung sicherlich die beste Wahl.

  • Aktiv werden
  • neue Hobbys suchen
  • viel mit Freunden unternehmen

- all das kann helfen, das Leben mit neuen Inhalten zu füllen und somit nur noch wenig Platz zu lassen für die (unerwiderte) Verliebtheit. Wichtig: In dieser Phase sollte man seinem "Objekt der Begierde" möglichst nicht über den Weg laufen.

Selbstbewusstsein wieder aufbauen

Nach und nach fühlt man sich dann zunehmend selbständiger und bekommt Lust, neue Kontakte zu suchen. Das angekratzte Selbstbewusstsein - schließlich bekommt niemand gern einen Korb - wieder aufzubauen, ist ein schwieriger, aber unbedingt notwendiger Weg.

Einen eigenen Weg finden

Unzählige Dichter, Musiker und anderweitige Künstler haben in den letzten Jahrhunderten den Schmerz in ihren Werken verarbeitet. Wer mag, kann sich also gerne einmal ansehen, wie die unterschiedlichen Personen ihrerseits mit dem Leid umgegangen sind.

Dennoch muss jeder Zurückgelassene letztlich einen eigenen Weg finden, um den Kummer zu besiegen. Das kann einige Wochen oder sogar Monate andauern, mit Hilfe oder auch alleine gelingen sowie unterschiedliche Maßnahmen erfordern.

Alles, was eine Aufarbeitung des Erlebten beinhaltet, ist fördernd. Demgegenüber sollte ein allzu starkes Zurückziehen in die eigene Gefühlswelt vermieden werden. Nur wer sich aktiv mit dem Schmerz befasst, wird aus ihm lernen können.

Das eigene Selbstbild kritisch hinterfragen

Wer sich häufiger hoffnungslos verliebt, der sollte einmal das eigene Selbstbild hinterfragen - und sich überlegen, was eigentlich hinter dem Wunsch nach unerwiderter Liebe steckt. Häufig hat diese nämlich mit dem vermeintlichen Traumpartner viel weniger zu tun als mit dem eigenen Selbstwertgefühl.

Ein typisches Beispiel einer hoffnungslosen Liebe ist die zu einem Lehrer oder einem Schüler - in solch einem Fall bedarf es eines ganz speziellen Vorgehens...

Verliebt in den Lehrer oder Schüler - was tun?

Dass sich junge Mädchen in ihren Lehrer verlieben, kommt nicht selten vor. Wenn sich der Lehrer jedoch in seine Schülerin oder die Lehrerin in ihren Schüler verliebt, dann wird dies zum Tabuthema.

Wenn ein junges Mädchen plötzlich sehr auf ihre Kleidung achtet und stundenlang im Bad verschwindet, dann hat dies meist nur einen Grund: Sie ist verliebt. Genauso gibt es aber auch Jungen, die plötzlich sehr auf ihr Äußeres achten. In der Pubertät ist dies ganz normal, sofern das Objekt der Begierde etwa gleichaltrig ist.

Nicht so normal ist es hingegen, wenn das Mädchen oder der Junge in ihren Lehrer bzw. die Lehrerin verliebt sind. Noch schlimmer wird es, wenn sich die Lehrerin oder der Lehrer in ihren Schüler bzw. ihre Schülerin verlieben.

Konsequenzen einer Beziehung mit Schülern

Während Schwärmereien zwischen Schülern und Lehrern meist noch harmlos sind, ist eine Beziehung zwischen Lehrer und minderjährigem Schüler verboten. Dem Lehrer bzw. der Lehrerin droht sogar eine Gefängnisstrafe. Es handelt sich also keineswegs um eine Lappalie, wenn sich der Lehrer in seine Schülerin bzw. die Lehrerin in ihren Schüler verliebt und beide miteinander eine Beziehung eingehen.

Ratschläge für Eltern

Eltern, deren Kind sich in den Lehrer oder die Lehrerin verliebt hat, sollten sich erst einmal bewusst machen, dass die Verliebtheit im Teenageralter völlig normal ist. Die einen schwärmen für Popstars, die anderen himmeln ihren Lehrer an. Solange es eine harmlose Schwärmerei bleibt, müssen sich Eltern keine Sorgen machen.

Wie Sie reagieren sollten

Je belustigender die Eltern die Schwärmerei sehen, desto mehr wird sich ihr Kind zurückziehen, weil es sich nicht verstanden fühlt. Diese Art der Reaktion ist also völlig falsch.

Vorsichtig sollte man mit dem Kind Gespräche beginnen und ihm klarmachen, dass der Lehrer im Prinzip ein ganz normaler Mann bzw. die Lehrerin eine ganz normale Frau ist, die außerhalb der Schule ihr Privatleben – vielleicht sogar mit einem Partner – haben. Außerdem sollten Eltern auch erwähnen, dass der Lehrer bzw. die Lehrerin bestraft wird, wenn er bzw. sie eine Beziehung mit einem Schüler eingehen würde. Dies wissen nämlich viele Jugendliche nicht.

Ablenkung schaffen

Kinder, die sich in ihren Lehrer verliebt haben, brauchen Ablenkung und gleichaltrige Freunde. So können Eltern sie beispielsweise in einem Sportverein anmelden und den Kontakt zu anderen Jugendlichen dadurch fördern.

Ratschläge für betroffende Lehrer

Wesentlich schwieriger verhält es sich, wenn sich der Lehrer in die Schülerin bzw. die Lehrerin in ihren Schüler verliebt. Gerade wenn sie ihre Schüler täglich sehen, fällt es Lehrern oft schwer, mit ihren Gefühlen zurechtzukommen.

In diesem Fall können zu Beginn Sorgentelefone, die von unterschiedlichen Vereinen angeboten werden, Hilfe geben. Letztendlich sollte der Lehrer bzw. die Lehrerin aber darüber nachdenken, die Schule zu wechseln.

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  • man woman hands holding broken heart © Artsem Martysiuk - www.fotolia.de

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