Trennung Forum
Auszeit Ehe nach 15 Jahren Partnerschaft
Seit März 1994 sind meine Frau und ich zusammen. Meine Frau war damals 17, ich 21 Jahre alt. Meine Frau war damals in der Ausbildung zur Erzieherin und ich war als Facharbeiter tätig. In den kommenden Jahren beendete meine Frau ihre Ausbildung und ich bildete mich weiter.
Gemeinsam bezogen wir 1997 unsere erste gemeinsame Wohnung. Wir haben uns seither beruflich weiter entwickelt und verdienen beide gut.
In dieser Wohnung wohnten wir allerdings nur 11 Monate. Dann zogen wir, auf Wunsch meiner Frau, in eine frei gewordene Wohnung im Mehrfamilienhaus meiner Schwiegereltern.
Damit begannen erste Unstimmigkeiten zwischen mir und meiner Frau. Meine Schwiegermutter kümmerte sich eigentlich um unseren ganzen Haushalt, während wir arbeiteten. Sie putzte Fenster und Wohnung, bügelte unsere Wäsche und das Abendessen sowie das Frühstück an den Wochenenden fanden fast ausschliesslich bei den Schwiegereltern statt. Die Mutter meine Frau mischte sich auch gerne in unsere Angelegenheiten ein oder beeinflusste durch ihre Meinung massgeblich.
Ein eigenes Leben, sich in einer eigenen Wohnung zu entwickeln, war nicht möglich, obwohl ich dies vor dem Umzug zur Bedingung machte.
Im Jahr 2000 liesen sich meine Eltern scheiden, was sich im Nachhinein auch als Belastung für unsere Beziehung heraus stellte.
Im Jahr 2003, ich war damals 31 und meine Frau 26 und wir waren bereits 9 Jahre zusammen entschieden wir uns Kinder zu bekommen. Bei mir wurde festgestellt, dass ohne künstliche Befruchtung eine Zeugung praktisch nicht möglich ist. Aufgrund unserer schnellen standesamtlichen Hochzeit erhielten wir noch eine staatliche Förderung zur künstlichen Befruchtung. Heiraten wollte ich sowieso, meine Frau sagte dies damals auch, was sie heute aber nicht mehr so sieht. Jedenfalls klappte der erste Versuch zur künstlichen Befruchtung und meine Frau war schwanger mit Zwillingen. Zu den Untersuchungen tagsüber (einfach 80km zur Praxis) konnte ich nicht immer mit, da mein Chef durch die Fehlzeiten bereits massiv mit Konsequenzen drohte. Meine Frau nimmt mir die Besuche ohne meine Teilnahme heute noch übel. Ebenfalls planten wir bereits unseren Einfamilien- Hausbau im kommenden Jahr auf meinem Grundstück, auf dem bereits meine Mutter in einem Einfamilienhaus wohnte.
Das Jahr 2004 wurde ein verrücktes Jahr. Meine Frau war schwanger, erhielt wegen Übelkeit täglich Infusionen und kümmerte sich um die kirchliche Hochzeit im Frühjahr. Ich kümmerte mich um den laufenden Hausbau, in welches wir zum Jahresende einzogen. Dies klappte auch alles. Wir wurden 2004 Eltern von gesunden Zwillingen und ich war noch immer sehr mit dem Hausbau beschäftigt. Die Probleme zwischen mir und meiner Frau nahmen zu. Das Verhältnis meiner Frau zu meiner Mutter wurde zunehmend schlechter. Die Fronten verhärteten sich zunehmend.
Im Jahr 2005 wechselte ich die Firma in eine sehr gute Stelle, was sich für mich als grosse Belastung herausstellte. Meine Frau war mit den Kindern in dieser Zeit zuhause.
2006 ging ich wieder in meine vorherige Firma zurück. Aber die Anspannungen zu Hause stiegen, statt nachzulassen. Meine Frau war voll gefordert mit den Kindern, ich forderte noch mehr Beteiligung von ihr im Haushalt. Hier eskalierten die Situationen. Meine Frau wollte oft shoppen, mir wuchs zuhause die Arbeit und das Chaos über den Kopf. Es kam vor, dass ich meine Frau am Arm schnappte um sie abzuhalten oder wenn sie einfach ging, den Putzeimer hinterherschüttete. Das schlimmste was ich tun konnte.
In den folgenden beiden Jahren trifteten wir zunehmend auseinander. Meine Frau begann 2007 wieder als Erzieherin zu arbeiten. Finanziell ging / geht es uns wirklich gut.
Dann der Schock im Mai 2008. Der Vater meiner Frau erkrankte unheilbar an Krebs und 4 Tage später bewies sich was ich schon eine Weile vermutete. Meine Frau betrog mich mit einem anderen Mann seit ca. 1,5 Jahren. In der Aussprache waren wir sehr offen, oft schon verletzend ehrlich. Wir gingen zur Eheberatung und fanden wieder mehr und mehr zueinander, schliefen auch wieder miteinander. Im Dezember 2008 wurde meine Frau mir gegenüber wieder zurückweisend und kalt. Sie wünschte sich eine Auszeit über mehrere Wochen, welche ich nicht zustimmte. Ich bin ca. alle 5 Wochen für eine Woche im Ausland und vermisse in dieser einen Wochen meine Frau und Kinder sehr. Dies diskutieren wir auch bei der Eheberatung. Meine Frau versicherte mir, dass sie sich mit dem anderen Mann nicht mehr treffe. Ich bin mir da fast, aber nicht ganz sicher. Sie möchte jetzt auf jeden Fall eine Auszeit / Trennung.
Mir wächst das Ganze über den Kopf! Ich kann vieles einfach nicht nachvollziehen und verstehen
Ich bitte um eueren Rat.
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