4. November 2011
Von Marco Stephan
Noch vor wenigen Jahren war es relativ einfach, einen Ex-Geliebten auf Abstand zu halten und aus der eigenen Privatsphäre herauszuhalten. Doch dank Facebook und anderen sozialen Online-Netzwerken kann das zu einem ziemlich komplexen Unterfangen werden.

Nicht immer endet eine Beziehung einvernehmlich und nicht immer weiß der Zurückgewiesene mit den Schmerz konstruktiv umzugehen. Das Cyber-Stalking von Ex-Geliebten kann sich auf das saloppe Kommentare auf Ihrer Profil-Seite beschränken, jedoch aber auch soweit gehen, dass er immer dort aufkrezt, wo Sie auch gerade sind. Schlicht einfach, weil er durch Facebook immer Ihren Aufenthaltsort kennt. Im Folgenden einige Tipps, wie Sie einen Cyber-Stalker loswerden können.
Rufen Sie Ihren Ex an oder schreiben Sie ihn eine E-Mail, in der Sie ihn höflich und freundlich darum bitten, von weiteren Kontaktaufnahmen abzusehen. Sagen Sie ihm, dass Sie ihn sehr geschätzt haben und seinen Trennungsschmerz nachempfinden können, aber einfach keine Zukunft in einer Beziehung – freundschaftlicher wie romantischer Natur – sehen. Nicht selten führt eine freundschaftliche Aussprache zum Seelenfrieden.
Wenn ein Gespräch nicht zum gewünschten Erfolgt führt, sollten Sie ihn wann immer es technisch möglich ist, blocken. Egal auf welchen Online-Plattformen Sie sich bewegen, versuchen Sie die Nutzereinstellungen so einzustellen, dass er Ihre Einträge und Fotos nicht sehen kann.
Hinsichtlich der Privatsphäre gelten im Internet die gleichen Regeln wie in der realen Welt auch. Wenn Sie nicht wollen, dass bestimmte Menschen gewisse Dinge über Sie wissen, dann halten Sie sich einfach bedeckt. Sie müssen nicht jeden Ihrer Schritte in Facebook oder Twitter dokumentieren. Machen Sie sich bewusst, dass Ihr Ex auch über ein Benutzerkonto eines gemeinsamen Freundes Einsicht auf Ihre Einträge haben kann. Wenn Sie Ihren Freunden unbedingt mitteilen wollen, wie toll der neue Italiener am Stadtpark ist, dann warten Sie damit, bis Sie das Restaurant wieder verlassen haben. So geben Sie Ihren Aufenthaltsort nicht konstant preis.
Wenn Sie mit Ihrem Ex eine langjährige Beziehung geführt haben, ist es wahrscheinlich, dass Sie ihm Ihr Passwort einmal verraten haben oder er Sie schlicht so gut kennt, dass er von selbst auf das Passwort kommen kann. Mit dem Ende der Beziehung sollten Sie daher auch wichtige Passwörter ändern, die keinen Bezug zu Ihrer alten Liebe haben.
In extremen Fällen kann es nötig sein, sich den verschmähten Liebhaber mit Hilfe eines Anwalts oder gar der Polizei vom Leibe zu halten. Wenn Ihnen die ganze Angelegenheit mehr und mehr Angst macht, sollten Sie nicht zögern, die Behörden einzuschalten oder rechtlichen Beistand um Rat zu fragen.
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