Für manche kommt das Erkennen überraschend, andere sehen beim Entstehen nahezu machtlos zu und wieder andere sind alarmiert und suchen nach einer Lösung: Die Rede ist von dem Erkennen von Problemen in der Partnerschaft.

Im Laufe einer langjährigen Beziehung kann man als Paar an einen Punkt geraten, an dem man so manches in Frage stellt. Gedanken in Richtung: Versteht mich mein Partner eigentlich? Hört er mir zu? Findet er mich attraktiv? Ist es gut, dass ich so lange keine Lust auf Zärtlichkeit mit meinem Partner habe? Kann ich mir ein Leben mit meinem Partner vorstellen?
Warum stören mich immer mehr Dinge an meinem Partner? Warum kann ich ihm gegenüber nicht mehr ich selbst sein? Warum kommt es immer zu einem Streit, wenn wir miteinander über vermeintlich oberflächliche Themen reden? Warum bin ich nicht mehr gerne mit meinem Partner alleine? Warum freue ich mich, wenn mein Partner abends ohne mich ausgehen will? Warum geistern mit so viele negative Gedanken durch den Kopf? Warum fühle ich mich im Zusammensein mit meinem Partner nicht mehr fröhlich, glücklich, gehalten, leicht und frei?
Warum führe ich immer öfter Gespräche mit meinen Freundinnen und Freunden über meine Probleme in der Partnerschaft? Warum fühle ich mich freier, wenn ich alleine bin? Warum vergleiche ich meinen Partner mit anderen Menschen, die ich attraktiv finde? Warum beginne ich mir mehr und mehr ein Leben ohne meinen Partner vorzustellen?
Alle diese Fragen sind normal und dürfen von Ihnen gestellt werden. Um sich diese Fragen zu stellen, müssen Sie allerdings schon seit längerem nicht mehr glücklich in Ihrer Beziehung sein oder dies erst langsam realisieren. Es ist kein gutes Anzeichen für eine gesunde Beziehung, wenn Sie solche Fragen in sich tragen.
Es ist wichtig, dass Sie sich auf die Fragen und die damit verbundenen Gedanken einlassen, auch wenn es Ihnen mit Recht Angst macht. Eine Beziehung wächst und entwickelt sich nicht von selbst. Genauso wenig endet eine Beziehung von selbst, wenn es sich anfänglich um eine Beziehung handelte, die auf Vertrauen, miteinander reden und einander verstehen beruhte.
In jeder Beziehung gibt es Anzeichen im Miteinander, die in einem bestimmte Gefühle auslösen und einem somit deutlich machen, dass in der Beziehung Probleme existieren. Lassen Sie die Menge der Fragen und die Gedanken nicht noch größer werden, sondern setzen Sie sich stattdessen mit der Realität auseinander und klären Sie für sich, wie stark Sie sind, sich selbst mit dem Thema der Beziehung zu konfrontieren.
Schätzen Sie dann ab, inwiefern Ihr Partner von seinem Alltag her belastbar ist und, ob Sie Ihn jetzt mit einem ernsten Beziehungsgespräch konfrontieren können. Es ist nur fair, dass Sie mit dem Gespräch zum derzeitigen Zustand Ihrer Beziehung auch auf die Kapazitäten Ihres Partners Rücksicht nehmen. Sie beide sind Partner, auch in dem aktuellen Fall der vermeintlichen Beziehungskrise. Eine Beziehungskrise muss nicht zusätzlich erschwert und verkompliziert werden. Vielmehr geht es um einen guten Zeitpunkt, in dem beide Partner Zeit füreinander haben und einander zuhören können.
Finden Sie einen Weg, Ihre Gefühle zu formulieren und die Probleme aus Ihrer Sicht so vorab zu formulieren, dass Sie Ihren Partner im Erstgespräch nicht verletzen, weil Sie sich unvorsichtig oder zu emotional angreifend ausgedrückt haben. Vermeiden Sie zum Beispiel Sätze, die in die Richtung "Du machst immer ..." gehen.
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15.05.13 | |
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02.05.13 | |
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26.01.13 | |
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08.01.13 | |
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