23. Dezember 2006
Wir Deutschen leben in einer Kultur mangelnder Kritik, klagt der Oldenburger Diplom-Psychologe Dr. Matthias Probandt in der Apotheken Umschau. „Seien Sie jedem dankbar, dass er sich die Zeit nimmt, sich mit Ihnen auseinanderzusetzen“, rät der Familien- und Paartherapeut.
Viele Menschen versagen sich im täglichen Leben Kritik auf Kränkungen gerade durch nahe stehende Personen immer wieder, um eine vermeintliche Harmonie nicht zu stören. Irgendwann, manchmal erst nach Jahren kann eine Kleinigkeit der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Die Kritik kommt impulsiv, verletzend, verallgemeinernd – und nicht selten irreparabel. „Kritik muss zeitnah nach dem Vorfall erfolgen. Vor allem aber muss sie konkret und sachlich sein“, rät Probandt deshalb.
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