6. Oktober 2009
Es kann lange dauern, bis man eine erfahrene Kränkung überwunden hat, oder bis einem eine verschuldete Kränkung vergeben wird. Manchmal sitzt der Stachel tief, und man würde am liebsten zurück nehmen, was man gesagt hat oder was vorgefallen ist. So manche Freundschaft oder frische Beziehung wurde schon jäh durch eine Kränkung beendet. Wie Sie es vermeiden können, den Partner zu kränken, und woran Sie arbeiten können, das verraten wir Ihnen hier.
Denken Sie immer daran: Eine Liebe ist ein Geschenk. Aber keines, das vom Himmel fällt, sondern eines, an dem Sie arbeiten müssen. Treten Sie Ihre Beziehung mit Füßen, so wird das in den meisten Fällen nicht lange gut gehen. Auch wenn diese auf den ersten Blick nicht unbedingt ersichtlich ist, aber einer der Grundpfeiler einer jeden erfolgreich funktionierenden Partnerschaft oder Freundschaft ist der gegenseitige Respekt.
Und genau der ist es auch, der uns ab einem gewissen Punkt in einem Streit davor zurück halten sollte, Dinge auszusprechen oder letzte Argumente vorzubringen, die den anderen schon allein wegen ihrer harten Wirkung zum Schweigen bringen. Die meisten Menschen sind nämlich im Austeilen viel besser als im Einstecken. Oftmals reicht die Sensibilität nur für sich selbst aus, nicht aber für den anderen. Daran können Sie arbeiten.
Wenn Sie wissen, dass Sie selbst dazu neigen, andere zu kränken, dann treffen Sie Vorsichtsmaßnahmen. Sie wissen doch genau, womit Sie Ihren Partner am meisten treffen können und wo seine ganz persönlich empfundenen Schwachpunkte liegen. Diese entstammen übrigens meist einem subjektiven Empfinden, werden also nur von der Person selbst als kritische Punkte empfunden, während die Umwelt sie als weitaus weniger gravierend einstuft. Machen Sie sich diese Punkte bei Ihrem Partner bewusst, und vermeiden Sie in einem Streit, diese Punkte zu berühren. Ein einfaches Beispiel: Nehmen wir an, Ihr Partner ist nicht besonders groß, empfindet sich selbst aber als deutlich zu klein. Dann sollten Sie in einem Streit darauf verzichten, ihn mit "Du aufgeblasener Gartenzwerg" zu betiteln. Gerade solche im Streit achtlos dahin gesagten Dinge können mehr kaputt machen, als so manch anderes triftiges Argument.
Zudem könnten Sie sich bemühen, Ihre Streitkultur so zu entwickeln, dass nur bis zu einer bestimmten Grenze gestritten wird. Droht ein Streit zu eskalieren, so ist es meistens besser, irgendwann den Rückzug anzutreten, als sich gegenseitig einfach alles an den Kopf zu werfen. Es hilft, das Gespräch auf einen späteren Zeitpunkt zu vertagen.
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Die Autorin geht dem Phänomen "was kränkt, macht krank" nach und erklärt anhand authentischer Fallbeispiele aus ...