Neuer Partner und die Angst vor Sex - Typische Probleme und Lösungstipps

Wenn man einen tollen Mann oder eine tolle Frau kennengelernt hat, möchte man natürlich nichts falsch machen. Doch je mehr man sich verkrampft, desto unnatürlich wird das Kennenlernen. Die Angst vor Sex mit einem neuen Partner ist weit verbreitet und stellt somit ein typisches Problem dar. Doch dieses kann man mit einigen Tipps angehen. Lesen Sie, welche Sorgen man vor dem ersten Mal mit dem neuen Partner haben könnte, und wie man diese Ängste loswird.

Welche Sorgen man vor dem ersten Mal mit dem neuen Partner haben könnte - über die Angst, enttäuscht zu werden, etwas falsch zu machen, nicht zu gefallen und Nähe zuzulassen

Die letzte Partnerschaft ist vielleicht schon ein wenig her und man hat das Gefühl, dass man in körperlichen Liebesdingen etwas aus der Übung ist. Eigentlich fühlt sich alles richtig an, trotzdem hat man anfangs Angst vor zu viel Nähe. Man möchte ja auch nicht wieder enttäuscht werden, so wie dies vielleicht zuletzt der Fall war.

Man wird vorsichtiger und versucht, alles vorher abzuchecken, um sich den Liebeskummer zu ersparen. Ständig hat man Angst, irgendetwas falsch zu machen oder ihm bzw. ihr mit irgendwelchen Äußerungen nicht zu gefallen.

Am besten setzt man sich nicht unter Druck, geht das Kennenlernen möglichst entspannt an und lässt alles auf sich zukommen. Wenn der Partner oder die Partnerin der/die Richtige ist, wird er/sie so viel Einfühlungsvermögen haben, dass er/sie weiß, wie weit man gehen kann.

Doch warum hat man eigentlich Angst vor der (neuen) Liebe?

Angst vor der Liebe: Mögliche Ursachen

Geht man eine neue Liebe ein, betritt man damit gleichzeitig in unbekanntes Terrain vor. Der Mensch ist mit einer Art Schutzmechanismus ausgestattet, welcher ihn davon abbringen soll, irgendwann verletzt zu werden.

Auf diese Weise fühlt man sich etwas sicherer, allerdings hat dies zur Folge, dass man sich sehr schwer damit tut, die Nähe zu einem anderen Menschen zuzulassen. Man geht so gesehen ein Risiko ein, ist verletzlich und angreifbar.

Den wenigsten Menschen ist bewusst, wie sehr man sich von seiner Vergangenheit beeinflussen lässt, wenn man eine neue Partnerschaft mit jemandem eingeht. Es kann alte Verhaltensmuster und sogar Kindeserinnerungen geben, die zu Misstrauen unbekannten Menschen gegenüber führen.

Auch die mangelnde Selbstliebe ist ein bedeutender Faktor. Wer sich selbst einredet, er sei es nicht wert, geliebt zu werden, wird sich auch gegen jede mögliche Chance sträuben. Die innere Stimme eines Menschen kann in so einer Situation sehr laut werden und einen zusammen mit kritischen Gedanken übermannen.

Es gibt Menschen, die in den positiven Dingen - in diesem Fall eine mögliche neue Liebe, die sich gut anfühlt und einen glücklich macht - auch stets die negativen Seiten. Denn das, was einem gut tut, kann auch irgendwann dazu führen, dass es das genaue Gegenteil bewirkt. Und so zögert man.

Die Sorge, der Partner könnte einen mehr oder weniger stark lieben, als man selbst ihn liebt, ist ein weiterer Punkt. Die Angst, die Gefühle könnten sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln, werden zum ständigen Begleiter. Dabei ist Liebe in den wenigsten Fällen wirklich ausbalanciert; immer wieder kommt es vor, dass die Zuneigung füreinander unterschiedlich ausfällt.

Die Angst, die eigenen Gefühle könnten nicht im selben Masse erwidert werden, kann sehr lähmend sein
Die Angst, die eigenen Gefühle könnten nicht im selben Masse erwidert werden, kann sehr lähmend sein

Doch wie sie sich die Gefühle tatsächlich entwickeln, wird man nicht herausfinden, wenn man sich darüber sorgt. Und sich letztendlich nicht auf diese Beziehung einlassen.

Es gibt viele Herausforderungen, denen sich eine Beziehung hier und da stellen muss. Dies ist normal und kein Grund, es nicht mit einer neuen Liebe zu probieren.

Dafür ist es jedoch sehr wichtig, die Ängste, einen beschäftigen, zu kennen und herauszufinden, in welcher Art und Weise sie Einfluss auf das eigene Verhalten nehmen können. Denn dadurch lernt man sich selbst erst richtig kennen und kann der Partnerschaft eine Chance geben.

Welche Ängste und Sorgen einen beim Kennenlernen eines neuen Partners beschäftigen können, darauf gehen wir im Folgenden etwas genauer ein...

Die Angst, enttäuscht zu werden

Der letzte Partner hat einen selbst massiv enttäuscht. Selbst wenn man meint, dass man dies verkraftet hat, ist doch ein wenig von der Enttäuschung zurückgeblieben.

Wenn die Vergangenheit einen einholt

In die letzte Beziehung hat man emotional alles investiert, was man geben kann. Aus welchem Grund auch immer wurde man vom Partner verlassen und massiv enttäuscht. Die erste Zeit trauert man der Beziehung natürlich extrem nach, doch irgendwann haben die meisten die Trauer überwunden und sind bereit für ein neues Kennenlernen.

Zuerst unterhält man sich noch zwanglos, vereinbart ein weiteres Treffen. Doch spätestens dann kommt die Enttäuschung von der letzten Beziehung wieder hoch. Was ist, wenn er/sie mich genauso sitzen lässt?

Ein zwangloses Kennenlernen ist nach einer Enttäuschung umso schwieriger
Ein zwangloses Kennenlernen ist nach einer Enttäuschung umso schwieriger

Tipps, wie man die negativen Gefühle überwinden kann

Man sollte sich aber nicht zu sehr in seine negativen Gefühle stürzen, sondern dem neuen Partner eine Chance geben. Nur so kann man feststellen, ob es der Partner/die Partnerin fürs Leben sein könnte oder nicht.

Man kann seine Ängste nur überwinden, indem man sich ihnen stellt und so natürlich in Kauf nimmt, dass man vielleicht wieder enttäuscht wird. Eine Garantie kann niemand geben, dass eine Beziehung ein Leben lang hält.

Und vielleicht hat man nicht nur selbst Angst vor Enttäuschung, vielleicht hat der Partner die gleichen Erfahrungen gemacht und ebenso die Befürchtung, erneut enttäuscht zu werden? In jedem Fall sollte man mit dem Partner über die Gefühle sprechen, so kann er das Verhalten auch besser verstehen.

Fazit

Je misstrauischer man dem Partner gegenüber ist, desto eher ist die Beziehung zum Scheitern verurteilt. So schlimm eine Enttäuschung auch ist, man muss sie in Kauf nehmen, wenn man wieder glücklich werden will.

Die Angst, etwas falsch zu machen

Gerade wenn die letzte Beziehung schon ein wenig her ist, hat man beim Kennenlernen große Angst, etwas falsch zu machen. Wann küsst man sich, soll Sex gleich am ersten Abend stattfinden, und trifft man sich am besten zuerst an einem neutralen Ort oder in der eigenen Wohnung?

Endlich hat man wieder Schmetterlinge im Bauch und ist glücklich. Natürlich möchte man dann alles richtig machen und in kein Fettnäpfchen treten. Doch je verkrampfter man ist, desto anstrengender wird das Kennenlernen.

Tipps, um entspannt zu bleiben

Wenn man den Partner und seine Wünsche vor dem erstem Mal etwas kennenlernt kann nix schief laufen
Wenn man den Partner und seine Wünsche vor dem erstem Mal etwas kennenlernt kann man nix falsch machen

Auch wenn die letzte Beziehung vielleicht schon etwas zurückliegt, so hat man sicher nichts verlernt. Außerdem gibt es auch keinen richtigen oder falschen Sex, sollten dies die Bedenken sein.

Jeder mag etwas anderes und bevor man intim wird, sollte man die Zeit nutzen und ausführlich miteinander sprechen. So hört man doch schon ganz gut heraus, was sich der andere von der Beziehung und der Sexualität wünscht.

Will man noch nicht gleich beim ersten Treffen mit ihm/ihr ins Bett, so bewahrt man sich am besten vor einer Enttäuschung, wenn man das Thema offen anspricht. So kann der Partner sicher besser damit umgehen und auf die Ängste eingehen.

Auf das Bauchgefühl achten

Wo man sich trifft, wann man zum ersten Mal küsst - für all diese Dinge gibt es keinen Leitfaden. Man sollte einfach intuitiv entscheiden, was sich richtig anfühlt und einfach auf sein Gefühl vertrauen. Nur Mut, vielleicht geht es dem Partner ja genauso.

Die Angst, nicht zu gefallen

Vielleicht gefall ich ihm/ihr gar nicht mehr, wenn er/sie mich nackt sieht? Solche oder ähnliche Fragen sollte man sich gar nicht stellen, weil der Partner einen mit anderen Augen sieht.

Niemand ist perfekt

Keiner wird jünger und so sollte man sich aufgrund der ersten Fältchen, einigen Speckröllchen oder wegen eines nicht mehr ganz straffen Busens auch nicht schämen. Trotzdem hat man gerade vor dem ersten Sex mit dem neuen Partner Angst davor, seinen nicht (mehr) perfekten Körper präsentieren zu müssen.

Doch eigentlich sollte man sich darüber gar nicht so viele Gedanken machen. Wenn Liebe im Spiel ist, wird es ihn/sie nicht wirklich stören, wenn ein paar Fältchen zu sehen oder ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen sind. Außerdem ist er/sie sicherlich auch nicht perfekt.

Sich selbst akzeptieren

Wer mit seinem Körper nicht zufrieden ist oder Angst hat, dem Partner nicht zu gefallen, der sollte als allererstes seinen Körper so akzeptieren, wie er ist. Nur wenn man zufrieden mit dem eigenen Körper ist, strahlt man dies auch dem Partner gegenüber aus.

Wenn der Partner wirklich liebt, dann wird er keinen perfekten Körper verlangen. Wichtig wird ihm oder ihr nur sein, dass er/sie sich nicht für seinen Körper schämt und es deshalb jedes Mal unschöne Szenen gibt, wenn es zu Zärtlichkeiten kommt.

Die ewige Angst, nicht zu gefallen
Die ewige Angst, nicht zu gefallen

Tipps für mehr Selbstbewusstsein

Um sein Selbstbewusstsein dahingehend aufzubauen, kann man zum Treffen etwas anziehen, in dem man sich absolut wohlfühlt. Dies muss keineswegs besonders aufreizend sein. Je besser man sich selbst gefällt, desto besser gefällt man auch dem Partner/der Partnerin.

Die Angst vor Nähe

Wer vielleicht jahrelang Single war (glücklich oder unglücklich), der hat in einer neuen Beziehung anfangs Angst vor Nähe. Was kann man dagegen tun?

Wenn Nähe beunruhigend wirkt

Man findet einen Mann/eine Frau einfach ganz toll und möchte ihn/sie unbedingt kennenlernen. Man verabredet sich auf einen Kaffee und trifft sich anschließend noch in seiner Wohnung. Man unterhält sich super und dann ist sie da, die Situation, vor der viele Frischverliebten Angst haben: Man kommt sich näher.

Wer längere Zeit Single war, dem wird es wohl genauso gehen wie jemandem, der viele Jahre verheiratet war: Wenn man einen neuen Partner kennenlernt, ist man anfangs meist noch nicht so vertraut und locker miteinander, dass man so einfach Nähe zulassen kann.

Man hat Angst davor, etwas falsch zu machen. Vielleicht stellt er/sie sich den Sex ganz anders vor? Hat man etwa schon alles verlernt?

Diese Gedanken gehören dazu, wenn man frischverliebt ist. Und sie sind sogar wichtig.

Nichts überstürzen

Nur wenn man Angst hat, Nähe zuzulassen, weil man vielleicht etwas falsch machen könnte, bedeutet einem der andere doch etwas mehr. Und das ist ja absolut positiv. Der eine kann Nähe relativ schnell zulassen, der andere braucht ein wenig länger.

Jeder sollte sich die Zeit nehmen, die er braucht. Auch der Partner wird das verstehen, wenn man das Thema anspricht. Eine Beziehung kann durchaus auch langsam wachsen. Warum muss man gleich am ersten Abend ins Bett?

Wenn man Angst vor körperlicher oder emotionaler Nähe hat, dann kann man doch auch erst einmal mit Kuscheln anfangen. Hat man irgendwann so viel Nähe und Vertrauen entwickelt, wie man selbst braucht, dann ergibt sich alles von ganz allein.

Keinesfalls sollte man diese Nähe zulassen, wenn man selbst noch gar nicht bereit dafür ist. Drängt der Mann/die Frau zu körperlicher Nähe, dann ist es vielleicht nicht die/der Richtige. Wenn er/sie es ernst meint, wird die Zeit keine Rolle spielen.

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Quellenangaben
  • happy feet © Tomasz Trojanowski - www.fotolia.de
  • Portrait of unhappy young couple in bedroom © vgstudio - www.fotolia.de
  • Portrait of woman and man looking at each other outside © pressmaster - www.fotolia.de
  • Overhead View Of Young Couple In Bed © Monkey Business - www.fotolia.de
  • Make up, Gesichtspflege © Udo Kroener - www.fotolia.de

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