22. August 2007
Manche Bräuche halten sich hartnäckig über Jahrhunderte hinweg. Einer ist der voreheliche Brauch des Junggesellenabschieds, der bereits im antiken Griechenland Verwendung fand.
In der heutigen Zeit variieren die Bräuche zwar mitunter von Land zu Land, so wird mancherorts Polterabend, in anderen Ländern der Junggesellenabschied gefeiert. Ersterer wird in Deutschland bevorzugt; hier treffen sich Verwandte und Freunde, um den Abschied vom unverheirateten Dasein zu feiern. Da sich bei diesen Feiern alle Altersgruppen zusammenfinden, werden Aktionen, Spiele und die unterschiedlichen Partyeinlagen nicht allzu wild und ausartend gestaltet. Hier mischen sich die Geschlechter - im Gegensatz zu einem Junggesellenabend.
Bei diesen Feiern, die oftmals von den jeweiligen Trauzeugen ausgerichtet werden und sich auf Brautleute, engste Freunde und Trauzeugen als Gäste beschränken, wird strikt nach Männlein und Weiblein getrennt, und dementsprechend gestalten sich auch oftmals die Abläufe und Themen der Feiern. Zunächst galt eine solche Feier lediglich als der Männerriege zugehörig, mittlerweile hat sie sich aber emanzipiert und wird auch für die Braut ausgerichtet.
Unterschiedliche Länder, unterschiedliche Feiern – während sich der Junggesellenabschied in Deutschland oft auf einen Abend oder ein Wochenende beschränkt, so kann sich diese Zeitspanne beispielsweise in England auf einige Tage mehr ausdehnen. Man zieht durch die Bars, sucht Cafés oder Restaurants auf oder veranstaltet eine Feier zu Hause – natürlich nur, wenn der zukünftige Partner nicht zugegen ist.
Eines der Grundthemen ist die letzte Möglichkeit auf einen so genannten Tabubruch, da diesem mit dem Eheversprechen abgeschworen wird. Beinahe schon zum Standard ist der Auftritt eines Strippers oder einer Stripperin geworden, doch auch andere Attraktionen werden gewählt. Dazu kommen eine Reihe von Aktionen oder Spielchen mit Mutprobencharakter, denen sich der baldige Ehepartner unterziehen muss. Männer sammeln Unterschriften und Küsse von Frauen auf T-Shirt und Wange, Frauen stürmen die Herrentoiletten. Letztlich darf auch der Alkohol nicht fehlen, wobei dieser – gerade in Verbindung mit Spielen in der Öffentlichkeit – nicht übertrieben werden sollte.
Zu einer tollen "Hochzeitsvorbereitung" und dem damit meist verbundenen "Junggesell(inn)en Abschied" gehört mittlerweile schon traditionell de...
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29.03.11 | |
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