12. Mai 2009
Von Tanja Tasci
Die Hochzeitsnacht soll die Nacht der Nächte und somit ein unvergessliches Erlebnis sein. Doch durch psychischen Druck wird die Hochzeitsnacht häufig nicht zu dem Erlebnis, von dem viele träumen.

Die Hochzeitsnacht hat eine lange Tradition und auch heute noch möchten Brautpaare, dass die Hochzeitsnacht etwas ganz besonderes wird. Ein unvergessliches Erlebnis zwischen Mann und Frau, mit viel Romantik und besonderem Ambiente. Doch die Hochzeitsnacht ist nicht mehr was sie früher war, denn durch die heutige Freizügigkeit hat auch die Hochzeitsnacht viel von ihrem besonderen Flair verloren und häufig ist es gerade die Hochzeitsnacht, wo vieles schief läuft.
Der Mythos um die Hochzeitsnacht stammt noch aus der Zeit, als es darum ging, dass eine Frau vor der Ehe keinen Geschlechtsverkehr haben durfte. Für die gesamte Familie des Bräutigams war deshalb die Hochzeitsnacht wichtig um zu sehen, dass das neue Familienmitglied auch wirklich bei der Eheschließung noch Jungfrau war. Auch die Familie der Braut wartete auf die Hochzeitsnacht, denn wenn ein junges Mädchen keine Jungfrau mehr bei der Eheschließung war, dann brachte dies Schande über die gesamte Familie. Am Morgen nach der Hochzeitsnacht überprüften die Familien das Ergebnis an Hand des Bettlackens auf dem die frisch Vermählten die Hochzeitsnacht verbracht haben und hatten so eine scheinbare Gewissheit über die Jungfräulichkeit der frisch gebackenen Ehefrau. Gab es auf dem Lacken keine Blutflecken durch die Entjungferung, konnte der Ehemann die Ehe annullieren. Auch heute noch gibt es diese Tradition in einzelnen Ländern, sodass als Ehefrau nur eine Jungfrau in Frage kommt. Selbst scheinbar moderne Länder wie die Türkei halten noch an dem Ritual der Hochzeitsnacht fest um die Jungfräulichkeit der Braut nachzuweisen.
In Deutschland ist wohl kaum mehr eine Braut Jungfrau, denn vor der Eheschließung leben die meisten Paare bereits mehrere Monate oder sogar Jahre zusammen. Die Hochzeitsnacht sollte allerdings für viele Paare trotz vieler gemeinsam verbrachter Nächte etwas besonderes sein. Häufig macht allerdings der Alkoholgenuss während der Hochzeitsfeier schon etwas benommen und die Nacht der Nächte steht unter einem schlechten Stern. Auch der psychische Druck, den viele Hochzeitspaare aufbauen, weil sie die Hochzeitsnacht gerne zu einem besonderen Erlebnis machen möchten, spielte eine große Rolle und kann dazu führen, dass gerade in der Hochzeitnacht aus dem Liebesspiel nichts wird.
Wer wirklich ein unvergessliche Hochzeitsnacht verleben möchte, der sollte auf die Vertrautheit setzen die sich über die Zeit des Zusammenseins entwickelt hat. Wer locker in die Hochzeitsnacht geht, der schafft es auch sich fallen zu lassen und dann steht einem unvergesslichen Liebesspiel auch nichts entgegen, denn schließlich ist die Hochzeitsnacht ein Zusammenspiel der Partner wie es schon häufiger vorgekommen ist und nur das Ambiente hat sich eventuell verändert, da viele Paare ihre Hochzeitsnacht in einer romantischen Hotelsuite verbringen möchten und dort ihre Vermählung krönen möchten durch ein unvergessliches Liebesspiel.
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