2. Oktober 2009
Haben Sie Probleme in der Ehe, die Sie nicht mehr alleine oder gemeinsam mit Ihrem Partner lösen können? Dann kann es hilfreich sein, eine Eheberatungsstelle aufzusuchen. Gemeinsam mit einem erfahrenen Therapeuten ist es mit Sicherheit einfacher, gewisse Probleme zu analysieren, verbalisieren und auch geeignete Lösungsansätze dafür zu finden. Doch wie finden Sie die richtige Eheberatungsstelle?
Angebote gibt es viele, und mit Sicherheit ist auch für Sie und Ihren Partner das richtige dabei. Schauen Sie einmal in den Anzeigenteil Ihrer Zeitung oder Ihres Wochenblatts. Viele Eheberatungsstellen haben dort inseriert. Städtische Einrichtungen arbeiten meist kostengünstiger, manchmal sogar ehrenamtlich. Über deren Verfügbarkeit können Sie sich auf dem Rathaus oder bei anderen sozialen Einrichtungen in Ihrer Stadt erkundigen. Wenn Sie ein gläubiger Mensch sind und einen guten Kontakt zur Kirchengemeinde pflegen, so werden Sie vielleicht lieber eine kirchlich organisierte Eheberatung in Anspruch nehmen wollen. Diese kirchlichen Angebote stehen übrigens auch weniger aktiven Mitgliedern der Gemeinschaft meist offen.
Möchten Sie, dass möglichst niemand aus Ihrem Bekanntenkreis etwas von Ihren Eheproblemen mitbekommt, dann können Sie auch etwas anonymer vorgehen und eine Eheberatungsstelle in der nächst größeren Stadt aufsuchen. Viele niedergelassene Psychologen oder Psychotherapeuten bieten zudem Eheberatungen an. Eine neue Form der Beratung gibt es inzwischen von so genannten Beziehungscoaches und Mediatoren. Alle diese Fachleute sorgen in erster Linie dafür, dass die meist fest gefahrene Kommunikation zwischen zwei Partnern wieder in Schwung kommt. Dies ist ein erster Schritt auf einem langen Weg in die richtige Richtung.
Wählen Sie aber die Eheberatungsstelle nicht nur nach Ihren eigenen Bedürfnissen aus, sondern denken Sie auch an Ihren Partner. Ist er der Sache gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen, so können Sie die Auswahl einer geeigneten Beratungsstelle auch zusammen treffen. Lassen Sie sich hier ganz von Ihren Gefühlen leiten. Sie müssen Ihrer Kontaktperson später vertrauen können und sich ihr öffnen. Häufig jedoch kommt es vor, dass einem der Partner oder auch beiden die für die Eheberatung zuständige Person nicht sympathisch ist. Solche subjektiven Gefühle lassen sich häufig nicht erklären, sollten aber Ernst genommen werden. Haben Sie gleich zu Anfang ein ungutes Gefühl, so sprechen Sie dieses offen aber höflich aus. Ein erfahrener Therapeut weiß damit umzugehen und ist für Ihre Ehrlichkeit dankbar.
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