"Post Bridal Blues" - Merkmale, mögliche Ursachen und Tipps, um dagegen anzugehen

Schwarz-weiß Bild Frau hockt im dunklem leeren Zimmer an kahler Wand Depression Borderline Trauer

Wissenswertes zum Post Bridal Blues - wie er sich bemerkbar macht und wie man dagegen angehen kann - sowohl am Hochzeitstag selbst, als auch danach

Die Hochzeit soll den schönsten Tag im Leben des Paares darstellen. Doch immer häufiger treten in der Folge des Festes seelische Verstimmungen auf. Der "Post Bridal Blues" gilt unter Psychologen bereits als anerkannte Krankheit und als möglicher Beginn einer Depression. Daher ist es ratsam, schon die ersten Anzeichen zu erkennen.

Der Post Bridal Blues

Zunächst war das Phänomen weitgehend in den Vereinigten Staaten bekannt: Damen jedes Alters, die gerade eine Trauung hinter sich hatten, klagten über

Schnell war vom "Post Bridal Blues" die Rede – einem negativen seelischen Empfinden, das sich gerade nach dem erfolgreichen Ja-Wort einstellt. Gegenwärtig vermuten Forscher, dass rund jedes zehnte Ehepaar davon betroffen ist. Vorrangig erleiden dabei jedoch die Frauen den Kummer.

Auch der Zeitraum lässt sich genau eingrenzen: Im Regelfall vergehen zwischen der Hochzeit und dem Beginn der Niedergeschlagenheit nur wenige Tage. Beide Ereignisse stehen in einem engen kausalen Zusammenhang. Nicht selten werden die ersten Symptome bereits am Abend der Trauung wahrgenommen.

Die Niedergeschlagenheit steht in engem kausalen Zusammenhang mit der Hochzeit
Die Niedergeschlagenheit steht in engem kausalen Zusammenhang mit der Hochzeit

Mögliche Ursachen

Natürlich stellt die Hochzeit den Startschuss des gemeinsamen Lebens dar. Eine Phase, die nicht selten viele Jahrzehnte andauert und in trauter Gemeinsamkeit verbracht wird, bricht an.

Ein gemeinsamer Weg endet

Dennoch endet damit stets auch die Planung der Hochzeit oder das gegenseitige Zueinanderfinden. Viele Paare haben den vermeintlich schönsten Tag ihres Daseins über Monate hinweg akribisch vorbereitet.

Jede Art der Durchführung und jeder Termin wurde wiederholt besprochen, abgewogen und letztlich in die Tat umgesetzt. Das alles fällt nun weg.

Die großen Aufgaben, die das Leben in den vergangenen Wochen stellte, sie sind nun nicht mehr vorhanden. Darin wird ein häufiger Anlass des Post Bridal Blues gesehen.

Die Perfektion fehlt

Aber noch ein weiterer Grund lässt sich finden: Die Zeremonie wird in den meisten Fällen bis ins letzte Detail organisiert und soll so schön werden, wie das nur irgend möglich ist. Doch in den entscheidenden Stunden stellen gerade überkritische Betrachter manchen Makel fest:

  • Hier geraten zwei Gäste in Streit
  • dort schmeckt der Wein nicht und
  • der Caterer versäumt die vorher abgesprochenen Termine um wenige Minuten.

Es sind gerade die kleinen Dinge, die nun auf den ohnehin angespannten Nerven gravierende Narben hinterlassen und mancher Frau trotz des festlichen Abends einen mentalen Spießrutenlauf bereiten. Der schönste Tag des Lebens verläuft also nicht so, wie er zuvor gedanklich ausgemalt wurde.

Bereits kleine Missgeschicke während der Feier können Auslöser sein
Bereits kleine Missgeschicke während der Feier können Auslöser sein, da die Perfektion dadurch gestört wird

Tipps, um vorzubeugen

Bereits die Hochzeit an sich will gut überlegt sein, wenn derartige Stimmungsschwankungen vermieden werden sollen.

Planung und Verantwortung abgeben

Sofern die künftige Gattin erst am Abend vor der Trauung überlegt, ob ihr Partner auch tatsächlich der richtige Mann für ein langes und gemeinsames Leben ist, deutet das auf Versäumnisse im Vorfeld hin. Ebenso ist es ratsam, die Organisation nicht alleine in die Hände zu nehmen, sondern sich dabei von Freunden und der Familie helfen zu lassen. Je weniger sich die baldige Braut als einzige tragende Säule in dem ganzen Konstrukt der Planung ansieht, desto seltener wird sie anschließend auch von den Depressionen heimgesucht.

Das Fest genießen

Steht der große Tag unmittelbar bevor, sollten die Gegebenheiten genommen werden, wie sie eben gerade anfallen. Dass es auf einer umfangreichen und mehrere Stunden andauernden Party zu Unvorhergesehenem kommt, lässt sich nicht vermeiden.

Trotzdem darf das Paar versuchen, einfach mal die Last der Verantwortung abzulegen und sich nicht darum zu kümmern, ob die Feier auch tatsächlich jedem Gast gefällt oder ob der Wein bis in den letzten Tropfen hinein die perfekte Temperatur aufweist. Im Vordergrund steht ein viel größerer Anlass: Der gemeinsame Lebensweg zweier Menschen beginnt, die sich für alle Ewigkeit vereinen. Je besser daran gearbeitet wird, desto schöner kann jeder einzelne Tag der Beziehung gelingen und die Hochzeit damit zu einem wunderbaren Bestandteil der Erinnerung werden lassen.

Und danach?

Ist die Hochzeit vorbei, sind alle Dankeskarten verschickt worden und ist die Heirat nicht mehr das Gesprächsthema, gilt es, gegen das größer werdene Loch, in das man zu fallen droht, anzugehen. Zu diesem Zweck können bereits kleinere Ratschläge hilfreich sein:

  • So kann man sich beispielsweise ein neues Projekt suchen, etwas, das der Seele gut tut, zum Beispiel die Renovierung der Wohnung
  • Des Weiteren lassen sich nun kleinere Trips planen, die man am Wochenede macht, sofern es die Finanzen noch zulassen, natürlich
  • Kleine, wohltuende Rituale, wie etwa der regelmäßige Friseurbesuch oder der Wellnesstag mit einer Freundin oder auch allein helfen, depressiven Verstimmungen vorzubeugen
  • Ganz einfach: sich an den kleinen Dingen des Lebens erfreuen, und sei es nur der erste Sonnenstrahl, der sich nach einem verregneten Vormittag endlich zeigt
  • Und schließlich sollte man sich kurz einmal hinsetzen und sich klarmachen, dass man gerade seinen Traumpartner geheiratet hat und mit ihm in ein neues Leben starten kann, in welches man zahlreiche gemeinsame Pläne mit einbringt

Bei Heirat wird immer mehr von den Frauen der Nachname des Mannes angenommen

Hübsche Braut mit Schleier bei der Unterschrift im Standesamt
Beautiful bride sign up marriage certificate © bunglibu - www.fotolia.de

Von der Elternzeitschrift "Leben & Erziehen" haben die meisten der 2.300 befragten Frauen im Internet die Frage nach der Übernahme des Nachnamens des Mannes mit "ja" beantwortetet.

Von den an dieser Umfrage teilgenommenen Frauen, haben 75 Prozent den Nachnamen des Mannes übernommen, bzw. wollen diesen übernehmen, 10 Prozent wollen lieber einen Doppelnamen und weitere 10 Prozent ihren Mädchennamen behalten.

Von den befragten Männern wollen aber nur 6 Prozent den Nachnamen der Ehefrau übernehmen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Despair © Ella - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Lovers © Michael Svoboda - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Hochzeitskleid © yakimenkoanton - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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