Ist es Verzweiflung, als Mann eine Frau mit Kindern zu nehmen?

Gast
Julchen

Mein Bruder ist schon seit etlichen Jahren Single und meint, dass er mit seinen 42 Jahren inzwischen zu alt für eine neue Beziehung sei. Frauen, die für ihn in Frage kämen, sind gebunden und haben Kinder, sagt er, und liegt damit ja auch richtig. Er ist aber auch der Ansicht, dass zu Beginn einer Beziehung der Mann an erster Stelle zu stehen hat, was bei einer Frau mit Kindern nur beschränkt möglich ist. Ferner spielt auch der Erzeuger der Kinder bezüglich des Sorgerechtes und regelmäßiger Kontakte im Leben der Frau zumeist noch eine große Rolle, was seiner Meinung nach der neuen Beziehung ebenfalls nicht guttut. Wenn mein Bruder eine Beziehung eingehen würde, dann nur wenn er sich die Liebe der Frau mit niemandem teilen müsste. Ich habe schon oft versucht, ihn umzustimmen, aber er hält an seiner Überzeugung fest, dass er lieber den Rest seines Lebens allein bleiben würde als sich mit einer Frau allerletzter Wahl (also mit Kindern) abspeisen zu lassen. Denn das, sagt er, wäre keine Liebe, sondern die pure Verzweiflung. Aber wie denkt ihr darüber?

Mitglied Rice ist offline - zuletzt online Gestern um 21:29 Uhr
Rice
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Nein das ist es nicht!

Ganz ehrlich, mit der Einstellung die dein Bruder hat ist es auch besser für die Frauenwelt wenn er Single bleibt.

In meinen Augen ist diese Denkweise einfach purer Egoismus. Er braucht anscheinend eine Frau die sich nur auf ihn fokussiert und ihn am Besten noch umsorgt. Ist ihm auch schon mal in den Kopf gekommen, dass auch Frauen ohne Kinder sich nicht nur allein auf ihren Partner konzentrieren will? Zudem ist die Liebe die man zu seinen Kindern hat eine ganz andere als die die man zu seinem Partner hat. Da muss keiner teilen, sonst müsste es ja tausende vernachlässigte Männer geben die mit Müttern eine Beziehung führen.

Gast
Larifari

Also ein Kollege von mir ist seit Frühjahr mit einer Frau zusammen, die bereits vier Kinder aus 3 verschiedenen Beziehungen hat, 4 und 3 Jahre sowie Zwillinge von 1½ Jahren. Dazu noch zwei Hunde. Vor dieser Beziehung war mein Kollege vital und fröhlich, niemals krank und das blühende Leben, jetzt ist er regelmäßig krankgeschrieben, dauermüde, komplett wesensverändert und sieht aus wie in den Sarg zu legen. Wären es seine eigenen Kinder, hätte er wenigstens allmählich in diese Situation hereinwachsen können. Auch wenn er erst Mitte 30 ist, diese Beziehung überfordert ihn psychisch und physisch massiv und entzieht ihm immer mehr Lebensenergie, was wir alle mit Sorge beobachten. Aber helfen kann man ihm nicht, schließlich hat er es sich so herausgesucht.

Mitglied Nina1987 ist offline - zuletzt online am 23.10.20 um 20:32 Uhr
Nina1987
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Das ist ein Thema, bei dem man schnell die Moralkeule schwingt, ohne sich selbst in die Situation hineinversetzen zu können.

Natürlich hat eine Frau ihre Vergangenheit und wenn es mit dem Vater der Kinder nicht mehr funktioniert hat, dann ist eben auch mal eine Mutter von einem oder mehrerer Kinder auf der Suche.

Trotzdem: Ich würde genau so bei einem alleinstehenden Vater denken, was der Grund dafür ist, dass er alleine ist, mich fragen, wie viel Einfluss die Mutter der Kinder noch nimmt, etc.

Anders sieht das natürlich bei dem tragischen Fall aus, dass ein Elternteil verstorben ist.

Mitglied Rice ist offline - zuletzt online Gestern um 21:29 Uhr
Rice
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Ich denke, dass sich nur Menschen mit einem geringen Selbstbewusstsein Gedanken wegen der Ex-Partner machen. Es gibt schließlich Gründe warum es der Ex ist. Auch die Einflussnahme der Ex-Partner halte ich für überbewertet. Sicherlich sind sie in gewissem Maße noch präsent, aber doch nur um Kontakt zu ihren Kindern zu halten. Mit der eigentlichen Familie haben sie jedoch nichts mehr zu tun.

Ich denke nicht, dass Mütter die allerletzte Wahl sind. Ein selbstbewusster Mann kann damit sehr gut zurecht kommen. Mein Freund ist da das beste Beispiel, er ist glücklich mit seiner Rolle und kommt mit der Situation bestens zurecht. Zudem kann man auch mal die Vorteile sehen: Wir haben einmal im Monat ein komplettes Wochenende nur für uns weil die Kinder bei ihren Vätern sind. Das wäre nicht möglich wenn mein Partner der Vater wäre.

Gast
Wölkchen

Wenn sich jemand, ganz gleich welchen Geschlechts, auf einen Partner mit Kind(ern) einlässt, so ist das für meine Begriffe immer eine Beziehung zweiter Wahl. Klingt gemein, ist aber meine Meinung. Wenn "Altlasten" im Spiel sind, ist das immer ein Dorn, der die Qualität der Beziehung beeinträchtigt, so meine Erfahrung. Ab einem gewissen Alter (so ab 30) sollte sich eigentlich jeder darüber im Klaren sein, dass eine Liebe ohne derartige Einschränkungen nicht mehr möglich ist, denn dafür muss man jung sein. Man muss im fortgeschrittenen Alter also notgedrungen die Entscheidung fällen, sich auf eine Beziehung mit Einschränkungen einzulassen oder allein zu bleiben. Was nun letztendlich besser ist, muss jeder für sich selbst herausfinden.

Gast
Lumpi

Egal ob Mann oder Frau, es sollte immer darauf geachtet werden, sich niemals unter Wert zu verkaufen!

Mitglied Rice ist offline - zuletzt online Gestern um 21:29 Uhr
Rice
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Jedem das Seine. Für den Einen ist eine Beziehung zu einer Frau mit Kindern eine Einschränkung für den Anderen eine Bereicherung. Es kommt immer auf die individuelle Sicht der Dinge und auch die eigene Einstellung zu dem Thema an.

Gast
Fussel

@Rice

Treffender kann man diese Frage nicht beantworten!

Gast
Karl-Heinz

Es kann durchaus zu spät sein für die Liebe

Solange man jung ist, stehen einem erstmal alle Möglichkeiten offen und niemand wird sich um eine Frau mit Kind reißen. Während die Jahre aber nur so dahinrasen, bleiben aber kaum noch andere Optionen, und so werden Kinder halt irgendwann zähneknirschend hingenommen. Schließlich gibt es kaum eine undankbarere Aufgabe als fremde Kinder aufziehen zu müssen, nur um einmal im Leben ein wenig weibliche Aufmerksamkeit zu bekommen. So ein Deal ist nach meiner Meinung wirklich Verzweiflung und hat nichts mehr mit Liebe zu tun

Gast
Gast

Muss auch welche geben, die sich auf so was einlassen, aber für mich wär das nichts. Erinnert mich an Reste essen, die andere übrig ließen.

Gast
Benny

Auch wenn mein Eintrag hier vermutlich gelöscht wird muss ich sagen das einfach jeder für sich selber entscheiden sollte, ich würde mich nicht drauf einlassen

Gast
Foxxx

Wer zu spät kommt, muss mit dem vorliebnehmen, was andere übrig ließen. Oder er lässt es halt bleiben. Das ist einfach eine Tatsache, die nicht zu ändern ist.

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Rice
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Der eine denkt halt, dass alleinerziehende Mütter der übriggebliebene Rest ist, ich sehe da eher starke Frauen die sich nicht verzweifelt an Männer klammern die es nicht wert sind. Für mich sind sie einfach in der Lage selbstständig und aus eigener Kraft für sich und ihre Kinder zu sorgen und das kann auch ein Gewinn für einen Mann sein. Denn bei solch einer Frau kann er sich wenigstens sicher sein dass sie sich nicht aus finanziellen Gründen an ihn klammert und sich von ihm aushalten lässt. Zudem ist es bei weitem nicht so dass diese Frauen "übrig gelassen" wurden. Ob man es glaubt oder nicht: Viele Frauen entscheiden sich selbst den Erzeuger ihrer Kinder zu verlassen wenn die Beziehung nicht mehr funktioniert. Sie bleiben nicht übrig sondern gehen ihren Weg und erlauben es sich glücklich zu sein.

Gast
Gast

@Rice

Endlich mal ein wahres Wort! Alleinerziehende Frauen sind stark und selbstbewusst. Meist waren sie es, welche den ersten Schritt zur Trennung eingeleitet haben, um sich für ein ungebundenes Leben zu entscheiden. Männer sollten das gefälligst akzeptieren und haben nicht das geringste Recht, sich in das Leben solcher Frauen einzumischen.

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Rice
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@Gast

Ich danke dir für deinen Beitrag, denn ich finde es wirklich schlimm wie hier über alleinerziehende Mütter geschrieben. Weder sind sie übrig geblieben noch mit Resteessen zu vergleichen. Es steht jedem frei ob er sich eine Frau mit Kindern als Partnerin vorstellen kann, aber solche Aussagen sind respektlos. Es sollte sich jeder der hier solche Aussagen trifft mal fragen ob er es gut finden würde wenn über die eigene Mutter so geurteilt wird. Alleinerziehende sind gleichwertige Menschen wie jeder Andere auch und dementsprechend zu behandeln. Zudem sollte man einfach mal darüber nachdenken was sie tagtäglich leisten und sich hinterfragen ob man selbst überhaupt in der Lage dazu wäre.

Jedem steht seine eigene Meinung zu, wie ich bereits erwähnte liegt das auch in der individuellen Sichtweise und Einstellung dazu. Jedoch sollte man doch in der Lage sein etwas Respekt an den Tag zu legen, ich nehme an den erwartet ihr auch euch selbst gegenüber.

Gast
Crispy

Es hat schon seinen Grund, dass sich immer mehr Mütter absichtlich für ein selbstbestimmtes Leben allein mit ihren Kindern entscheiden. Wenn dies einem Mann unwichtig erscheint und er dennoch eine Beziehung mit einer alleinerziehenden Frau eingehen möchte, stellt er sich selbst ein Zeugnis beklagenswerter Einfalt, Ignoranz und Selbstüberschätzung aus. Die selbstbewusste, eigenständige Frau braucht keinen Mann an ihrer Seite, der in ihrem ohnehin schon ausgefüllten Leben ja nur eine zusätzliche Belastung wäre. Der intelligente, selbstbewusste Mann von heute erkennt und respektiert dies.

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Rice
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@Crispy

Liebe und eine Beziehung sind nie eine Belastung! Ich bin selbst eine der Frauen die nicht in einer Partnerschaft mit dem jeweiligen Vater meiner Kinder lebt sondern mit einem neuen Partner. Mein Partner ist weder einfältig noch leidet er an Selbstüberschätzung! Er ist absolut intelligent und selbstbewusst und eine Bereicherung für mein Leben und auch das meiner Söhne. Ist wirklich respektlos so von Männern zu reden die sich auf eine Beziehung zu einer Frau mit Kindern einlassen. Meiner Erfahrung nach sind diese Männer stärker als so manch andere Geschlechtsgenossen und gehen nicht egoistisch durchs Leben. Ich denke zudem nicht, dass Alleinerziehende (ob Mütter oder Väter) es verdient haben zur Einsamkeit und Lieblosigkeit verdammt zu sein nur weil es mit dem anderen Elternteil nicht geklappt hat. Die Beziehung zu einem Partner ist schließlich nicht mit der zu den Kindern zu vergleichen.

Gast
Ultimo

Je mehr Kinder, umso besser die Frau!

Mag man mich auch einen egoistischen, verzweifelten Einfaltspinsel nennen, aber ich würde sogar sehr gern eine Frau mit Kindern nehmen. Ich sehe das sogar so, dass der Erfahrungsschatz einer Frau als Mutter umso höher ist, je mehr Kinder sie hat. Denn solche Frauen sind bezüglich ihrer häuslichen Pflichten sehr versiert, was für jeden Mann mit immensen Vorteilen einhergeht. Leider erkennen das nur wenige Männer…

Gast
Cranberry

Bloß Finger weg!

Dass alleinerziehende Frauen in ihrer Lebensplanung irgendwie versagt haben müssen, ist eigentlich logisch. Man(n) muss also wirklich schon sehr verzweifelt sein, im sich mit so einer gescheiterten Existenz einzulassen, die auch noch einen Haufen quengelnde Bagage mit sich herumschleppt.

Mitglied Rice ist offline - zuletzt online Gestern um 21:29 Uhr
Rice
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Aha, Alleinerziehende haben also in ihrer Lebensplanung versagt? Der war echt "gut". Meiner Meinung nach ist eher das Gegenteil der Fall. Alleinerziehende haben ihre Lebensplanung voll im Griff. Wie sonst sollten sie dieser Aufgabe gewachsen sein?!

Manche Aussagen hier wirken echt so als wären die Schreiber ein wenig frustriert und müssten mal Dampf ablassen. Vielleicht sollte man erstmal das eigene Leben überdenken bevor man anfängt die Lebensweise anderer Menschen anzugreifen.

Gast
Corinna

Hohes Konfliktpotenzial

Sorry, aber wenn Männer Abstand von alleinerziehenden Frauen halten, kann ich das selbst als Frau inzwischen einigermaßen nachvollziehen. Meine beiden Söhne aus erster Ehe waren sieben und neun Jahre alt, als mein neuer Lebenspartner bei uns einzog. Von Anfang an waren sie auf Konfrontationskurs mit ihrem Stiefvater, obwohl er die beiden sehr ins Herz geschlossen hatte. Er erfüllte ihnen so manchen Wunsch, organisierte Geburtstagspartys, schrieb und illustrierte sogar Gutenachtgeschichten für sie und richtete ihre Zimmer auf das Liebevollste ein. Doch anstatt ihn wenigstens ein bisschen zu achten, redeten meine beiden Söhne nicht einmal mit ihm, motzten höchstens herum, missachteten bzw. zerstörten seine Geschenke und knallten ihm regelmäßig vor der Nase die Türen zu. Trotz seiner schier unermüdlichen Geduld war es ihm praktisch unmöglich, den beiden irgendetwas recht zu machen. So ging das mehr als drei Jahre, und zur Eskalation kam es schließlich in unserem ersten gemeinsamen Urlaub, als mein Jüngster demonstrativ vor unseren Augen ein Glas Cola über dem Notebook seines Stiefvaters ausgoss, worüber sich mein Großer kaputtlachte. Das war schließlich auch der Auslöser, dass wir zwei uns trennten und ich nun wieder allein mit meinen beiden Kindern lebe. Die Buben sind wie ausgewechselt, denn offenbar haben sie sich in der Anwesenheit meines neuen Lebenspartners nicht wohl gefühlt und ich bin wieder allein für sie da. Und da aus Kindern irgendwann Leute werden, kann ich mich ja eventuell wieder an eine Partnerschaft heranwagen, wenn die beiden einmal aus dem Haus sind.

Mitglied Rice ist offline - zuletzt online Gestern um 21:29 Uhr
Rice
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@Corinna

Was hast du eigentlich gegen das Verhalten deiner Kinder unternommen. Ganz ehrlich, ich würde sowas nicht durchgehen lassen. Das ist total respektlos nicht nur deinem ehemaligen Partner gegenüber sonder auch dir gegenüber. Wenn sie dich als Mutter respektieren dann respektieren sie auch deine Entscheidungen. Du bist ja schließlich nicht nur Mutter sondern auch Frau. Allerdings muss ich auch sagen dass, meiner Meinung nach, ein neuer Partner nicht automatisch gleich Stiefvater ist. Er ist in erster Linie der Partner der Mutter und in wie weit die Kinder ihn als Stiefvater ansehen sollten sie doch selbst entscheiden, sie dahin zu bedrängen geht häufig schief. Auch denke ich, dass es nicht viel bringt sie mit Geschenken u.a. zu überhäufen, dadurch baut sich weder Respekt auf, noch kann man Liebe erkaufen.

Du schreibst dass deine Kinder jetzt, nach der Trennung, wie ausgewechselt sind. Das ist eigentlich völlig verständlich, sie haben ja schließlich ihren Willen bekommen und dich jetzt wieder ganz für sich allein. Ich liebe meine Kinder ja auch über alles, aber das würde ich mir nicht bieten lassen. Ich bin schließlich nicht ihr Besitz und habe auch ein Recht darauf glücklich zu sein und das jetzt und nicht erst wenn sie außer Haus sind, dann kann es nämlich zu spät sein.

Gast
Strawberry

Nicht die Männer sind verzweifelt, sondern die Frauen!

Viele Männer verzichten doch inzwischen aus purer Bequemlichkeit darauf, eine eigene Familie zu gründen und suchen sich stattdessen lieber eine Frau, die bereits Kinder hat, um sich in deren gemachtes Nest zu setzen. Frauen, die aus so was hereinfallen, können einem nur leid tun! Und wehe der armen Frau, wenn der Mann dann auch noch einen auf krank macht! So viel männlichen Egoismus in Kauf zu nehmen spricht für pure Verzweiflung. Aber eine Frau mit Kindern ist ausgelastet genug und braucht nicht noch einen zusätzlichen Schmarotzer in ihr Leben zu holen.

Gast
Lummerland

Sollte gut überlegt sein

Das Scheitern einer Beziehung (Ausnahme: Tod eines Elternteiles) ist immer auch ein Versagen! Und wenn gar noch Kinder daraus hervorgegangen sind, so sind diese ausnahmslos die Leidtragenden. Das muss man sich immer vor Augen halten, wenn man eine Beziehung zu jemandem mit Kindern eingeht, uns es sollte sehr, sehr gut überlegt sein.

Mitglied Shaya ist offline - zuletzt online am 18.02.19 um 09:29 Uhr
Shaya
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Ganz schön heftig, was man hier lesen muss. Eine gescheiterte Beziehung ist menschlich und heißt nicht, dass der Mensch insgesamt gescheitert ist oder auch nur einen Fehler gemacht haben muss. Und selbst wenn die alleinerziehende Mutter einen Fehler gemacht hat, kann es doch auch sein dass sie daraus gelernt hat.

Und ob man mit einer Frau mit Kindern zusammen sein will oder nicht ist natürlich eine ganz normale Frage, die sich jeder selbst beantworten soll. Aber Verzweiflung ist das sicher nicht. Man sollte als Mann nicht erwarten dass die Frau nur darauf wartet dass ein Mann kommt um zu ihrem Lebensmittelpunkt zu werden. Hoffentlich hat die Frau auch vorher ein eigenes Leben. Wenn es nicht Kinder sind, ist es vielleicht der Job, oder ein Hobby, oder ein soziales Projekt, oder ein Haustier, oder Freunde, oder Religion, oder oder oder. Das ist doch etwas arg vereinfacht sowas an Kindern festzumachen. Ich jedenfalls freue mich wenn ich wen kennen lerne, der ein erfülltes eigenes Leben hat.

Aber wenn der Mann, um den es hier eigentlich geht, keine Frau mit Kindern will, dann halt nicht. Muss er nicht. Er bevorzugt das Singledasein, kann er doch auch.

Mitglied Rice ist offline - zuletzt online Gestern um 21:29 Uhr
Rice
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@Shaya

Das hast du toll formuliert. Schön dass es hier ein aktives Mitglied mehr gibt.

Mitglied Shaya ist offline - zuletzt online am 18.02.19 um 09:29 Uhr
Shaya
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@Rice Danke. Man liest sich hoffentlich. ;)

Gast
Cooky

Singlefrauen, die einen Partner suchen, finden diesen meist schnell, egal ob mit Kindern oder ohne. Männer sollten sich immer im Klaren sein, dass alleinstehende Frauen sich zumeist ganz bewusst für dieses selbständige Dasein ohne Partner entschieden haben, nur leider gibt es immer wieder diese ignoranten, egoistischen Idioten, die das nicht begreifen wollen und sich in das Leben solcher Frauen hineinzudrängen versuchen.

Mitglied Rice ist offline - zuletzt online Gestern um 21:29 Uhr
Rice
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@Cooky und den Rest deiner "Glaubensbrüder"

...wenn diese intoleranten Beiträge nicht alle aus einer "Gemeinschaft" stammen.

Wie frustriert muss man eigentlich sein um in der Lage zu sein hier immer wieder Menschen wegen ihrer Art zu leben anzugreifen und sogar noch zu beleidigen?! Nur weil man selbst vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht hat muss man sie nicht auf Andere projizieren. Jedem ist es selbst überlassen für welche Lebensweise man sich entscheidet und das hat man zu respektieren. Wir leben im 21. Jahrhundert und Patchwork gehört zum Alltag. Wer es sich für sich selbst nicht vorstellen kann braucht auch so nicht leben. Jedoch sollte man Abstand davon nehmen deswegen beleidigend und respektlos gegenüber denen zu werden die sich für dieses Leben entschieden haben. Ihr wollt doch auch, dass eure Lebensweise respektiert wird.

Gast
Picobello

Wär ich mir echt zu schade für

Mich mit verzogenen Bälgern herumärgern, die nicht mal die eigenen sind? Nur um mit einer Frau zusammen zu sein? Nee, ich danke schön, da lieber auf ewig Single!

Gast
Outdoor

Andersrum wird ein Schuh draus!

Eigentlich sind es doch die Frauen, die sich aus lauter Frust über ihr verkorkstes Leben einen Mann ranholen, weil sie mit der Erziehung der lieben Kleinen allein nicht mehr fertig werden.

Mitglied Rice ist offline - zuletzt online Gestern um 21:29 Uhr
Rice
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@Outdoor

Genau und ältere Singles suchen sich nur einen neuen Partner damit sie sich ihr Gebiss und die Gehhilfe teilen können. Falls du das nicht erkannt hast, das ist Sarkasmus.

Ganz ehrlich hab selten eine fragwürdigere (nennen wir es mal so, was Anderes kann ich hier nicht schreiben) Begründung für Patchwork gelesen als die deine. So klingen Menschen, die sich wundern wenn sie im Alter allein da stehen und niemanden für den Lebensabend gefunden haben.

Gast
Mačka

Man sollte es tolerieren, wenn Menschen ein selbstbestimmtes Leben ohne Abhängigkeit von einem Partner führen möchten, egal ob mit oder ohne Kinder und egal in welchem Alter!

Mitglied Rice ist offline - zuletzt online Gestern um 21:29 Uhr
Rice
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Genauso sollte man auch tolerieren wenn sich jemand für das Gegenteil entscheidet und hier nicht laufend unter die Gürtellinie gehen nur weil man es sich selbst nicht vorstellen kann.

Gast
reingeschaut

@Rice

Natürlich muten hier einige Anschauungen ziemlich radikal und intolerant an, man sollte sich also davon keinesfalls leiten oder gar provozieren lassen. Doch auch von der Norm abweichende Auffassungen haben ihre Existenzberechtigung. Außerdem muss bedacht werden, dass viele Menschen in unserer Gesellschaft von ihrem Leben sehr enttäuscht und verbittert sind. Es ist traurige Realität, dass das speziell in fortgeschrittenem Alter vielfach zu einer allgemeinen Ablehnung gegenüber all jenen Menschen führt, welche auch nur scheinbar mehr Glück in ihrem Leben hatten.

Mitglied Rice ist offline - zuletzt online Gestern um 21:29 Uhr
Rice
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@reingeschaut

Da gebe ich dir vollkommen recht. Auch ich bin der Meinung, dass auch solche Ansichten ihre Existenzberichtigung haben und jeder darf seine eigene Meinung vertreten. Allerdings finde ich die Art und Weise wie es hier geschieht einfach respektlos. Man muss doch nicht andere Menschen beleidigen nur weil man ihren Lebensstil nicht mag. Ich kann es nicht nachvollziehen warum man andere Menschen als Sandsack benutzt um seinen Frust loszuwerden. Keiner kann irgendwas dafür wenn der Andere frustriert vom Leben ist.

Du hast wahrscheinlich recht, dass ich mich irgendwo davon provozieren lasse, aber mir fällt es schwer solche Dinge einfach reaktionslos stehen zu lassen, weil ich es einfach unfair finde.

Wir alle haben unser Päckchen zu tragen. Wo kämen wir hin wenn wir das Alle an Anderen ablassen würden. Ich finde es halt wirklich schlimm wenn hier alleinerziehende Mütter, ihre Kinder und auch deren Partner beleidigt werden. Ich denke, dass diese Menschen auch so schon genug zu kämpfen haben und es nicht verdienen, dass man hier so auf ihnen rumhackt und keiner sagt etwas dagegen.

Ich verstehe, dass viele Menschen frustriert sind, aber ich verstehe es nicht wenn sie deswegen aus der Anonymität andere Menschen dafür verantwortlich machen und angreifen.

Gast
ProFamily

Das Wohl der Kinder muss an 1. Stelle stehen!

Wechselnde Partnerschaften des erziehenden Elternteils sind mit dem Kindeswohl absolut unvereinbar, denn Kinder brauchen Beständigkeit und Geborgenheit. Außerdem befindet man sich selbst dann bereits in einem Alter, wo es ohnehin zu spät ist, um noch einmal beziehungstechnisch voll durchzustarten. Da ist es allemal besser, sich nach einer Trennung allein um die Kinder zu kümmern, als ihnen ein Leben unter ständig wechselnden Verhältnissen zuzumuten.

Gast
Up & Down

@ProFamily

Also das ist doch Unsinn. Nicht dass Kinder Geborgenheit brauchen und ihr Wohl an erster Stelle stehen soll oder so, aber für ihre geistige Entwicklung ist es total wichtig, so viele Menschen wie möglich um sich rum zu haben. Ansonsten verkümmern sie schnell zu geistigem Dünnpfiff, der es mit Hängen und Würgen in die Sonderschule schafft. Gut für Kinder sind Großfamilien, und wenn ständig neue Partner in das Leben des Elternteils, das die Kinder aufzieht, eintreten, ist das auch okay. Wollte das nur mal los werden, aber da drum ging es in dieser Frage eigentlich nicht.

Gast
E. Bartwo

Sollte jeder selbst entscheiden

Also eigentlich ist es doch vollkommen logisch, dass sich Männer, denen am Erhalt eigener Gene gelegen ist, nicht gern mit Müttern fremder Kinder einlassen. Andererseits muss aber auch gesagt werden, dass kinderlose Frauen mit fortschreitendem Alter immer schwieriger zu finden sind. Die Männer sind also irgendwann entweder derart verzweifelt, dass sie ein Leben mit einer Mutter von Kindern, die nicht die eigenen sind, klaglos in Kauf nehmen, oder aber sie haben Mumm genug, die Herausforderungen des Lebens allein zu bewältigen. Die Entscheidung liegt letztlich bei jedem selbst.

Gast
¿

Patchwork ist asozial

Was geht nur in all den Leuten vor, die ohne auch nur im Geringsten darüber nachzudenken Kinder in die Welt setzen, Ihnen aber kein solides Milieu bieten können? Unweigerlich fragt man sich da, warum Enthaltsamkeit vor der Ehe in unserer Gesellschaft so wenig Unterstützung findet. Zumindest sollte man wenigstens einige Jahre zusammenleben, um die Stabilität der bestehenden Beziehung zu festigen. Sofern dies funktioniert, kann eine Heirat in Betracht gezogen werden, und erst dann sollte man an Kinder denken. Alles andere ist asozial und einfach unverantwortlich.

Gast
Pomodoro

Sorry, aber hier verwechselst du wohl was. Nur weil Patchwork typisch für die unteren Bevölkerungsschichten ist, hat das doch nicht gleich was mit asozial zu tun. Außerdem entscheiden sich viele Menschen fürs Alleinbleiben, wenn es für eine neue Partnerschaft bereits zu spät ist.

Mitglied Kodi ist offline - zuletzt online am 02.09.19 um 16:38 Uhr
Kodi
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Ich versuche mal was dazu beizutragen

Ich habe und stecke quasi in beiden Situationen. Ich bin jemand der verlassen wurde, weil die nette Dame damals meinte, verlorene Zeit wieder nachzuholen und mit Anfang 30 und zwei Kindern dann meinte am Wochenende die Discos unsicher zu machen, während ich auf die Kinder aufgepasst habe. Das endete dann mit einer Nachricht, in der sie einer Freundin gestand "Wenn das Geld nicht wäre, wäre ich schon lange weg". Heute weiß ich, dass sie mir damals sogar fremd gegangen ist. Egal, Schnee von vorgestern. Aber ich kann daher den Frust mancher Männer verstehen. Auch ich war in der Zeit frustriert und hätte Ihr alles mögliche an den Hals gewünscht.

Heute stecke ich in einer Beziehung, wo meine Partnerin ein Kind mit in die Beziehung bringt. Ich habe damit kein Problem oder fühle mich benachteiligt oder sogar Vernachlässigt. Alles ist super. Der Kleine von akzeptiert mich voll und ganz, aber auch weil ich ihn auf mich hab zugehen lassen und nicht versucht habe, ihn mit irgendwelchen Geschenken zu beeinflussen. Heute bringt der kleine Kerl (4 Jahre) mir sogar Blumen mit und sagt mir dass er mich lieb hat.

Man kann in so einer Beziehung natürlich viele Fehler machen, aber der größte Fehler ist es wohl sich so einer Beziehung völlig zu versagen. Natürlich respektiere ich auch, dass es Männer gibt, die sich so einer Beziehung nicht aussetzen wollen. Wenn man Anfang 20 ist, ist das auch keine Problem. Ist man aber schon Mitte 30 oder Älter, sollte man mal drüber nachdenken, ob man selber überhaupt beziehungsfähig ist.

Abgesehen davon, ist es Fakt, dass man in einer Beziehung zu einer Frau mit Kind/Kindern, nicht einer von vielen ist, die geliebt werden, sondern es ist eine andere Art von Liebe die man zu den Kindern hat. Was man tatsächlich einbüßt, ist vielleicht die gemeinsame Zeit. Aber ersten, passiert das auch wenn man dann mal eigene Kinder hat und zweitens, kann man dann die gemeinsame Zeit einfach intensiver genießen. Zusätzlich hat es sogar den Vorteil, dass man auch mal Tage für sich als Paar allein hat, diesen Vorzug kann man nicht unbedingt genießen, wenn es dann die eigenen Kinder sind.

Aber wie mit allen Themen ist es wohl auch hier so, dass es nicht möglich ist, es allen recht zu machen.

Mitglied Tom79 ist offline - zuletzt online am 13.08.19 um 19:54 Uhr
Tom79
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Das Eltern sich trennen, oder aus anderen Schicksalsgründen plötzlich in die Rolle eines Alleinerziehenden schlüpfen, kann zig verschiedene Ursachen haben. Es soll auch Menschen geben, die auf biologischen Wege keine Kinder gebären bzw zeugen können.

Aber all diesen Menschen möglicherweise eine Verzweifelungstat zu unterstellen, nur weil sie einen Partner mit bereits vorhandenen Kindern auswählen, ist irgendwie eine rücksichtslose Unterstellung.

Viele hätten gerne Kinder und können nicht. Viele Menschen trennen sich nicht ungewollt. Sich neu verlieben zu dürfen, ist natürlich und normal. Warum sollte dies aus Verzweiflung geschehen, nur weil bereits Kinder bei einem von beiden vorhanden sind? Wo die Liebe hinfällt, sollten solche Fragestellungen keine Rolle spielen.

Mir wäre es egal, ob Kinder bei einem neuen Partner bereits vorhanden sind, oder nicht. Wenn welche vorhanden sind, würde ich diese selbstverständlich mit in die neue Beziehung als einen wesentlichen Bestandteil aufnehmen und es als Bereicherung betrachten.

Gast
Bling

Kinder hin, Kinder her, aber wer nicht bis etwa 30 in festen Händen ist, kann ohnehin nur als beziehungsunfähig bezeichnet werden. Und von solchen Menschen sollte man doch besser die Finger lassen, sofern man sich nicht unbedingt ins Unglück stürzen möchte.

Mitglied Tom79 ist offline - zuletzt online am 13.08.19 um 19:54 Uhr
Tom79
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Teile ich nicht. Wenn ein Partner mit 30...40...50 plötzlich verstirbt und der verwitwete Partner deswegen ein paar Jahre allein lebt bis er/sie wieder eine neue Beziehung eingehen möchte, ist er/sie deshalb gleich sein bisheriges Leben lang beziehungsunfähig gewesen?

Nicht immer gleich davon ausgehen, dass alle Menschen die in paar Jahre allein gelebt haben, dies wegen einer persönlichen Unfähigkeit, Beziehungen eingehen zu können, getan haben.

Die Gründe partnerlos zu sein sind doch im Allgemeinen sehr vielfältig und nicht selten Schicksalsbehaftet.

Meiner Tante war vor einigen Jahren der Ehemann verstorben. Sie hat fast 6 Jahre allein gelebt und hat diese Zeit gebraucht, mit dem Schicksal klar zu kommen. Mittlerweile lebt sie mit einem neuen Partner zusammen, dessen Ehefrau ebenfalls vor vielen Jahren an Krebs verstorben war. Beide haben definitiv nicht aus Verzweiflung gehandelt, geschweige denn waren sie vorher Beziehungsunfähig. Das jeweilige durchlebte Schicksal hat sie am Ende zusammen gebracht. Nicht aus Verzweiflung, sondern mit neuem Mut das weitere Leben nicht allein verbringen zu wollen.

Mitglied Rice ist offline - zuletzt online Gestern um 21:29 Uhr
Rice
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Kann mich der Ausführung von "Tom79" nur anschließen. Möchte noch anfügen, dass es auch genug Menschen gibt die aus gewalttätigen Beziehungen geflohen sind oder von ihren Partnern betrogen wurden. Diese Menschen sind weder Schuld am Scheitern der Partnerschaft noch beziehungsunfähig. Nur weil hier anscheinend einige User in diesem Thread scheinbar selbst nicht in der Lage sind eine Beziehung zu führen müssen sie ihre eigenen Erlebnisse noch lange nicht auf Andere projizieren.

Mitglied Henndrick ist offline - zuletzt online am 06.09.20 um 14:31 Uhr
Henndrick
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Jeder hat sein eigenes Vorleben und nur weil eine Frau Alleinerziehend ist kann man doch nicht sagen das es eine gescheiterte Existenz ist so ein quatsch. Im Gegenteil ich habe große Achtung vor diesen Frauen wenn sie ihr Leben mit Kind alleine meistern. Wer das nicht respektieren kann sollte wirklich Single bleiben. Beziehungen können manchmal zerbrechen und eine Ehe scheitern aus verschiedenen Gründen. Es gibt aber eben auch Männer so wie auch Frauen die sich ein Leben in einer Beziehung nicht vorstellen können da hat ja jeder seine eigene Einstellung zum Leben und das ist auch gut so. Nur über andere zu meckern die nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen finde ich einfach gesagt nur doof .

Mitglied Rice ist offline - zuletzt online Gestern um 21:29 Uhr
Rice
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@Henndrick

Wieder einmal toller Beitrag von dir. Finde es toll, dass sich hier auch generell mal Männer gemeldet haben die auch ein anderes Bild zu diesem Thema mit einbringen und nicht nur "radikale" Angriffe hier zu lesen sind. Jeder kann sein Leben so verbringen wie er möchte, aber KEINER hat das Recht eine andere Lebensweise anzugreifen!

Gast
Hallo!

Es ist schon beschämend genug…

…wenn alleinerziehende Frauen von ihren Partnern benutzt, beschmutzt und schließlich wie Müll weggeworfen wurden! Aber dass hier auch noch auf die rücksichtsloseste Art und Weise auf ihnen herumgehackt wird, ist einfach nur würdelos und inakzeptabel!

Mitglied Kodi ist offline - zuletzt online am 02.09.19 um 16:38 Uhr
Kodi
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Nicht nur Frauen gehen, weil es zuviel wird!

Man sollte das Ganze vielleicht auch mal von der anderen Seite sehen. Auch der Mann kann sich von einer Frau trennen, wenn es einfach nicht mehr funktioniert. Ich war in meiner letzten Beziehung gut 8 Jahre mit einer Frau zusammen, die zum Schluss immer extremer wurde. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon zwei Kinder aus der Ehe davor. Das habe ich ihr von Anfang an direkt klar gemacht. War anscheinend nie ein Problem für sie, wurde aber immer mehr zum Streitfaktor.

Am Ende hat sie zu Hause nahezu nichts mehr gemacht außer am Wochenende dann mal die Wäsche zu waschen, und wirklich auch nur zu waschen und hing nur noch vor dem Computer ab. Als mein Sohn dann zu mir gezogen ist, wurde das alles noch viel schlimmer. Als sie dann anfing sich über meinen Sohn auszulassen und noch weniger zu tun zu Hause, habe ich letztendlich einen Schlussstrich gezogen. Zudem war sie sehr Streitsüchtig und auch dabei nie damit aufhören können, immer nochmal nachzusetzen. Auch die Warnung, dass es so nicht weiter geht und ich irgendwann dann auch mal genötigt wäre, das alles zu beenden, änderte nichts an ihrem Verhalten.

Auch als Mann muss man sich nicht alles gefallen lassen. Also zog ich die Reißleinen und beendete diese Ehe. Was ich damit sagen will ist, dass es viele verschiedene Gründe gibt, warum man eine Beziehung beenden kann und nicht immer liegt es dann an der Person die verlassen wird oder auch verlassen wurde. Nur weil man so nicht weiterleben will, heißt das noch lange nicht, dass man nicht fähig ist eine langfristige Beziehung führen zu können.

Egal warum jemand alleine lebt oder auch allein erzieht, bevor man darüber urteilt, sollte man immer erst einen Blick auf die Geschichte und die Hintergründe werfen. Aber so ist das eben. Jemanden zu verurteilen geht schnell, dass kostet ja keine Mühe. Aber es würde ja Mühe machen, sich mit den Hintergründen auseinander zu setzen. Ich war in meinem Leben 3 Mal verheiratet und bin auch leider genauso oft geschieden worden. Dass heißt aber noch lange nicht, dass ich nicht beziehungsfähig bin. Natürlich werde ich jetzt dafür verurteilt, mit Sicherheit, aber es würde sich ja auch keiner mit den Hintergründen auseinandersetzen wollen.

Die Leute die hier am lautesten schreien, dass diese Menschen nicht in der Lage sind eine Beziehung zu führen, nur weil sie in einem bestimmten Alter noch in keiner Beziehung sind, sind die Menschen, die entweder selber noch keine Ahnung vom Leben haben, oder selber nicht in der Lage sind eine langfristige Beziehung auf Augenhöhe mit dem Partner/in führen zu können. Diese Aussage ist bewusst so provokant, aber spiegelt dasselbe Niveau wieder, wie die Aussage, dass eben Menschen die allein erziehend sind, auch nicht in der Lage dazu sind eine Beziehung aufrecht zu erhalten. Einfach mal drüber nachdenken.

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