Anfangs hängt der Liebeshimmel sprichwörtlich voller Geigen und die rosarote Brille geht mit den Schmetterlingen im Bauch einher. Doch früher oder später beginnt es in einer Beziehung dann zu kriseln und oftmals wird schneller wieder Schluss gemacht als man zu Beginn zusammenkam. Sechs erprobte Liebesweisheiten können jedoch mit etwas gutem Willen die Beziehung gesund und aufrechterhalten, denn trennen kann jeder, aber sich zusammenraufen und die Liebe bewahren, zeugt erst von tiefen Gefühlen und menschlicher Reife.
Wenn man jemanden neu kennenlernt, dann möchte man natürlicherweise nur seine Schokoladenseiten zeigen. Was an und für sich nicht verkehrt ist, doch verstellen sollte man sich auch in den Anfängen einer Beziehung lieber nicht.
Morgens fröhlich aus dem Bett zu hüpfen, obwohl man ein ausgemachter Morgenmuffel ist, bringt genauso wenig als stets seine negativen Eigenschaften zu verbergen. Die hat übrigens jeder und kommt es soweit, dass man zum Paar wird, fliegt das Verstellungs-Theater doch auf und plötzlich herrscht die Krise.
Ehrlichkeit von Beginn an sollte folglich die Devise heißen, um ein erschreckendes Erwachen zu vermeiden und die Basis der Beziehung aufzubauen.
In keiner Beziehung wird ständig nur eitel Sonnenschein herrschen. Sobald zwei Menschen aufeinandertreffen, kommen unterschiedliche Ansichten und Meinungen zutage und das ist auch gut so. Sich über gewisse Dinge oder Anlässe zu streiten, ist somit ganz normal, allerdings sollte man in einer Beziehung richtig streiten.
Alte Geschichten in einem neuen Konflikt aufzuwärmen zerstört ebenso sehr eine Liebe als auch den anderen unter der Gürtellinie mit bösen Worten zu treffen. Sich darauf zu besinnen auf einer sachlichen Ebene den Streit auszutragen und nie ohne Versöhnung ins Bett zu gehen, sollte deshalb auf der Prioritätenliste der Beziehung ganz weit oben stehen.
Kompromisse stellen in einer Beziehung eine sehr gute und vor allem wichtige Basis dar. Sich um das Fernsehprogramm zu streiten, ist eigentlich doch nicht nötig, denn entweder einer verzichtet heute und der andere dann eben morgen, man schafft einen zweiten Fernseher an oder noch besser man lässt die Flimmerkiste aus und unternimmt etwas gemeinsam.
Auch in vielen anderen Bereichen gibt es genügende Lösungen, um es nicht zu einem kleinlichen Streit kommen zu lassen, der durchaus vieles an Gefühl zerstören kann. Ist hierbei das Durchsetzen des eigenen Dickkopfes dieses wirklich wert?
Kein Mensch möchte gerne auf Schritt und Tritt kontrolliert werden! Vertrauen ist das Fundament einer jeden Beziehung und bedeutet folglich dem anderen seine Freiheiten zu lassen. Sich seiner selbst sicher zu sein, hilft dabei keine großen Eifersuchtsszenen hinzulegen, wenn der geliebte Partner abends alleine weg will.
Zudem: Wenn eine Beziehung nicht mehr in ihren Grundzügen stimmt, dann hilft auch die größte Kontrolle nichts mehr, denn möchte ein anderer Mensch sich lieber mit einem anderen und somit neuen Partner umgeben, wird keine Kontrolle dieser Welt ihn davon abhalten können.
Am Anfang einer Beziehung erzählt man sich Stunde um Stunde aus dem Leben, plant, diskutiert, lacht und redet über alles was einen bewegt. Mit der Zeit reduziert sich das Reden, was nicht nur traurig ist, sondern vor allem oft auch unterschwellige Konflikte unter den Teppich kehren lässt.
Diese sammeln sich an und explodieren irgendwann ähnlich wie ein Vulkan und da der Partner eigentlich von allem nichts mitbekommen hat, fühlt er sich dann bei solch einem Ausbruch regelrecht erschlagen. Lernen Sie kleine und große Probleme ebenso gleich anzusprechen als auch die Wünsche, die man hegt und besonders auch in einer Verbindung zum Partner stehen (gemeinsamer Urlaub, mehr in der Freizeit unternehmen oder mehr Sex).
Ob beide Partner berufstätig sind oder sich einer Zuhause um Kinder, Oma, Hund und Katze kümmert - als Paar bleibt manchmal die gemeinsame Zeit recht auf der Strecke. Hat man dann endlich diese gemeinsame Zeit miteinander, wird oft über alltägliche Probleme, die dumme Nachbarin oder der despotische Chef gesprochen. Negative Gefühle sind hierbei Gang und Gäbe und dass dann nicht gerade eine liebevolle, zärtliche Stimmung aufkommen kann, ist vollkommen verständlich.
Vermeiden Sie in solchen kostbaren Momenten lieber derartige Themen und genießen Sie aneinander! Träumen Sie sich gemeinsam weg, fragen Sie wie es dem anderen geht und was er gerne tun würde und lassen Sie die unangenehmen Lebensbestandteile für einen anderen Zeitpunkt offen.
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