Die eigene Familie hat häufig einen großen Einfluss auf die Partnerschaft. Das muss aber nicht immer die sprichwörtlich "böse Schwiegermutter" sein, die eine glückliche Beziehung auseinanderbringen kann.
Eine Beziehung kann noch so glücklich sein, wenn die Familie von ihr oder ihm nicht mit der neuen Partnerin oder dem neuen Partner zufrieden ist, so wirft dies ein negatives Licht auf die Partnerschaft. Beide müssen sich dann schon sehr lieben und fest zueinander halten, dass ihnen dies nichts anhaben kann.
Besonders schlimm ist es natürlich, wenn man nah bei den eigenen Eltern wohnt, so bekommen diese natürlich mehr vom eigenen Leben mit als wenn hunderte von Kilometern dazwischenliegen.
Gibt es bei jedem Treffen Streit, so fühlt sich der Partner bei den "Schwiegereltern in spe" natürlich auch nicht wohl. Auch zu Hause wird dieser Streit wieder Gesprächsthema sein.
Unabhängig davon verhält man sich in einer Partnerschaft häufig aber auch so, wie es die eigenen Eltern vorgelebt haben. Kinder aus Scheidungsfamilien lassen sich später ebenfalls häufig scheiden. Wer jedoch in einer intakten Familie aufwachsen konnte, neigt auch später in der eigenen Partnerschaft nicht sofort dazu, den Schlussstrich zu ziehen.
Männer oder Frauen, deren Eltern sich scheiden ließen, als sie noch ein Kind waren, tun sich später statistisch gesehen auch relativ schwer, sich lebenslang auf einen einzigen Partner einzulassen. Sie wechseln häufiger den bzw. die Partner(-in).
Umgekehrt gibt es aber auch Männer und Frauen, die es genau anders als die Eltern machen möchten und sich keinesfalls sofort scheiden lassen würden, so wie es die Eltern getan haben.
Die Kindheit hat in jedem Fall einen positiven bzw. negativen Einfluss auf das spätere Leben eines Menschen. Wurde ein Kind regelmäßig geschlagen oder missbraucht, so wird der Erwachsene auch später in der Partnerschaft Angst davor haben.
Diese Angst kann jedoch überwunden werden, wenn beide Partner offen zueinander sind und dieses Probleme – vielleicht mit professioneller Hilfe – angehen. Gerade weil man vielleicht nicht so aufwachsen konnte, wie man es gewollt hätte, können diese Menschen auch sehr gut an sich arbeiten und den eigenen Kindern die Kindheit bieten, die sie sich auch für sich selbst gewünscht hätten.
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