1. Juni 2011
Als Standbild des Zeus zu Olympia bezeichnet man die Zeusstatue des Phidias. Sie gehört zu den sieben Weltwundern.
Bei dem Standbild des Zeus handelt es sich um eine Kolossalstatue des altgriechischen Göttervaters, die zu den sieben antiken Weltwundern gezählt wird. Sie stand im Zeustempel von Olympia.
Erbaut wurde das Standbild des Zeus von dem griechischen Bildhauer Phidias (um 500–430 v. Chr.) ab 438 v. Chr. Von dem Reiseschriftsteller Pausanias (115–180 n. Chr.) ist eine Beschreibung der Figur geliefert worden. So war die Statue des Zeus mehr als 12 Meter hoch und hatte eine äußere Verkleidung mit Ebenholz, Elfenbein und Gold. Außerdem zierten Edelsteine und farbiges gegossenes Glas das Standbild, das über ein inneres Gerüst aus Gips, Eisen und Holz verfügte. Gezeigt wurde der Göttervater sitzend auf seinem Thron als alter und weiser Mann. Der Sockel, auf dem die Zeusstatue stand, war ein Meter hoch, zehn Meter tief und 6,65 Meter breit. Der westliche Teil des Zeustempels wurde von der Statue ausgefüllt, sodass die imposante Figur das ganze Heiligtum beherrschte.
Der Zeustempel, in dem sich die Statue befand, wurde im Jahr 456 v. Chr. in Olympia fertig gestellt. Etwa achtzehn Jahre später begann Phidias mit dem Bau der Statue und arbeitete bis zum Ende seines Lebens daran. Das Standbild des Zeus galt als sein größtes Meisterwerk und war zugleich auch seine letzte Arbeit. Zuvor hatte Phidias schon die Statue der Athene auf der Athener Akropolis erbaut. Allerdings wurde Phidias nach Beendigung seiner Arbeit exekutiert, da man ihm vorwarf, sich widerrechtlich Gold und Elfenbein, das für den Bau der Statue verwendet wurde, angeeignet zu haben.
Das Standbild des Zeus gefiel jedoch nicht nur den Griechen, sondern auch den Römern. So versuchte der römische Kaiser Caligula (12–41 n. Chr.) im Jahre 40 n. Chr. vergeblich die Statue nach Rom bringen zu lassen. Um 360 n. Chr. gelang es den Römern jedoch, die kolossale Statue nach Konstantinopel zu schaffen. Mehr als hundert Jahre später, 475 n. Chr., wurde sie dort Opfer eines Feuers, sodass sie wie fast alle anderen antiken Weltwunder verloren ging. Dagegen können die Überreste des Zeustempels sowie Phidias Werkstatt in Olympia noch heute besichtigt werden.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
13.04.11 | |
![]() | STATUEN & SKULPTUREN |
15.03.11 | |
![]() | STATUEN & SKULPTUREN |
23.01.11 | |
![]() | STATUEN & SKULPTUREN |
13.12.10 | |
![]() | STATUEN & SKULPTUREN |
27.10.10 | |
![]() | STATUEN & SKULPTUREN |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Statuen & Skulpturen Forum


Laokoon, das Gero-Kruzifix, der Dreikönigsschrein von Nikolaus von Verdun, Donatellos David, Michelangelos Sklav...