Leben und Werke berühmter Maler

Hand mit Pinsel über einem Farbteller mit vielen vermischten Farben

Von Claude Monet bis Paul Cézanne - wir geben einen Überblick über den Lebenslauf sowie bedeutende Werke von weltbekannten Malern

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Malerei ist eine der großen bildenden Kunstrichtungen. Schon immer drückten Menschen ihre Gefühle in Bildern aus. Dabei verwendeten sie ganz unterschiedliche Techniken und Farben, sodass die Menschheit auf ein sehr reiches kulturelles Erbe in Form von herausragenden Gemälden von mittlerweile sehr berühmten Malern blickt. Bereits die Höhlenmalereien werden als Kunstwerke der Menschheit angesehen. Werfen Sie einen Blick auf das Leben und die Werke berühmter Maler.

Beginn der Malerei

Die frühen registrierten und belegten Kunstwerke der Menschheit sind Höhlenmalereien, die vor mehr als 35.000 Jahren entstanden. Sie zeigen meist Jagdszenen und Tiere und entstanden vor der letzten Eiszeit. Sehr alte Höhlenmalereien wurden in

gefunden. Aus dem Altertum sind vor allem

  • Grabmalereien
  • Totenbücher und
  • großflächige Fresken sowie
  • Einlegearbeiten

erhalten. Während der Antike werden Paläste, Tempel oder Kirchen mit Malereien verziert, die meist religiöse Motive zeigen.

Mittelalter und Neuzeit

Vor allem das Mittelalter bringt zahlreiche große Künstler hervor. Sie studieren Malerei an renommierten Kunstschulen oder Universitäten und entwickeln neue Stilrichtungen.

Dadurch entsteht eine Vielzahl imposanter Gemälde, die heute zu den wichtigsten Kunstwerken zählen. Die Maler selbst leben häufig in tiefer Armut und können sich nur durch Anstellungen bei reichen Familien oder durch die Gunst von Mäzenen erhalten.

Während des Mittelalters und der Neuzeit entstehen

  • großflächige sakrale Malereien in Kapellen und Kirchen
  • Fresken in Palästen und Schlössern sowie
  • Porträts von reichen Familien oder bedeutenden Persönlichkeiten.

Landschaften und Stillleben kennzeichnen die Opulenz des Barocks. Oft verewigen sich die Künstler dieser Ära auch in Selbstporträts. Vielfach werden die Leistungen der großen Maler dieser Zeit erst Jahrzehnte nach ihrem Tod gewürdigt.

Moderne Kunst

Mit dem Fortschritt der Technik verdrängt die Fotografie die Malerei mehr und mehr. Der Impressionismus und die abstrakte Malerei prägen die Neuzeit und von der Opulenz der mittelalterlichen Malerei nehmen die meisten Künstler Abstand. Ein minimalistischer Stil und Zurückhaltung im Ausdruck ist jetzt "en vogue".

Die großen Kunstwerke berühmter Maler sind heute in internationalen Ausstellungen und renommierten Museen für die Öffentlichkeit zugänglich, da sie der Menschheit immer zugänglich bleiben sollen. Auf dem Kunstmarkt werden einzelne Gemälde oder Zeichnungen zu Höchstpreisen gehandelt.

Welche Künstler sich mit ihren Werken einen international bekannten Namen machen konnten, zeigen wir im Folgenden.

Claude Monet

Claude Monet werden viele Werke des Impressionismus zugeschrieben. Bekannt sind vor allem seine Landschafts- und Blumenbilder.

Kindheit und Studium

Oscar Claude Monet wird am 14.11.1840 in Paris als Sohn eines Kolonialwarenhändlers geboren. Er verbringt seine Kindheit in Le Havre und besucht dort von 1851 bis 1857 die Schule, in der er Zeichenunterricht von Jaques Francois Orchard erhält. In dieser Zeit zeichnet Monet meist Karikaturen und verdient damit sein erstes Geld.

Nach Abschluss seiner Schulzeit geht er nach Paris und schreibt sich in die Academie Suisse ein. Später setzt er seine Studien an der Ecole des Beaux-Arts Paris fort. Die Frühwerke von Monet sind vom Realismus geprägt.

Ab 1862 studiert er im Atelier von Charles Gleyre. Er beschäftigt sich zu dieser Zeit mit dem Impressionismus und fokussiert sich auf die Perfektion von Licht- und Schattenspielen sowie die Bedeutung von Farben.

In dieser Zeit lernt er Camille Doncieux kennen. Sie ist Muse, ab 1865 seine Ehefrau und Mutter seiner Söhne Jean und Michel. Nach ihrem Tod im Jahr 1879 heiratet Claude Monet 1892 Alice, die mit ihm nach Giverny zieht und dort 1911 verstirbt.

Weiterer Lebenslauf und Tod

Im gehobenen Lebensalter widmet sich Claude Monet seinem Garten und fertigt zahlreiche Blumen- und Landschaftsbilder an. Sein Seerosen-Zyklus entsteht in den letzten Lebensjahren des Künstlers. Monet stirbt am 05.12.1926 in seinem Haus in Giverny.

Bedeutende Werke

Seine Zeichnungen und Ölbilder sind weltweit in Salons, Galerien und Museen ausgestellt. Zu den bedeutendsten Werken gehören unter anderem die Gemälde

  • "Sonnenaufgang"
  • "Camille im grünen Kleid"
  • "Frau mit Sonnenschirm" oder
  • "Sonnenblumenstrauß".

Die Werke von Claude Monet wurden lange verkannt und oft abgelehnt. Heute gilt er als einer der größten französischen Impressionisten.

Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci ist einer der wichtigsten Gelehrten des frühen Mittelalters. Der Wegbereiter der Renaissance hinterließ der Welt viele außergewöhnliche Werke, Studien und Bauten.

Kindheit und Studium

Leonardo da Vinci wird am 15.04.1452 im Dörfchen Anchiano, einem Ortsteil von Vinci, geboren. Seine Kindheit und Jugend verbringt er im nahen Florenz.

Sein Vater, ein erfolgreicher Notar, erwirkt dort die Aufnahme des talentierten Jungen in das Atelier von Andrea del Verrucchi. Leonardo verbringt in der Künstlerwerkstatt seine Lehrzeit und bleibt auch danach dort.

Im Jahr 1492 wird er in die Florenzer Malergilde aufgenommen und arbeitet u.a. mit Botticelli und Perugino zusammen. Leonardo da Vinci interessiert sich sehr früh für Technik, Naturwissenschaften und Philosophie. Um seinen Lebensunterhalt und Studien zu finanzieren, nimmt er Aufträge für Porträts und Marienbilder an.

Weiterer Lebenslauf und Tod

Ab 1482 tritt er in die Dienste der Mailänder Familie Sforza. Dort arbeitet er auch als Baumeister, Kirchenmaler und fertigt seine ersten Codices (Notizbücher) an, die er mit seinen Erkenntnissen zur Technik, Anatomie oder Farbenlehre füllt. Im Jahr 1502 kehrt er zurück in die Toskana und wird als Maler und Baumeister von Cesare Borgia verpflichtet.

Von Rom und dem Vatikan verkannt, zieht sich Leonarda da Vinci in den letzten Lebensjahren nach Frankreich zurück. Unter der Gunst des französischen Königs kann er auf Schloss Clos Luce in Amboise seine Studien und künstlerischen Werke weiterführen. Er stirbt am 02.05.1519.

Bedeutende Werke

Leonardo da Vinci hat eine Vielzahl von bedeutenden Werken hinterlassen. Neben Statuen, Bauwerken und wissenschaftlichen Schriften und Plänen werden ihm die wichtigsten Werke der Renaissance zugeordnet. Dazu gehöre die Ölgemälde

  • "Mona Lisa"
  • "Das Abendmahl"
  • "Dame mit Hermelin" oder
  • "Johannes der Täufer".

Neue Mona Lisa? Stammt entdecktes Portrait-Gemälde von Leonardo da Vinci?

Unbekanntes Frauen-Portraitbild könnte von Leonardo da Vinci stammen

Bild einer halbnackten Frau in goldenem Bilderrahmen
picture © olly - www.fotolia.de

Ein bislang noch unbekanntes Gemälde, es handelt sich dabei um ein Portrait einer Frau, soll möglicherweise, wie Wissenschaftler sagen, von dem großen Maler Leonardo da Vinci stammen. Auf diesem Gemälde entdeckten die Wissenschaftler Fingerabdrücke, die denen von Leonardo da Vinci, die man auf einem seiner frühen Werke, dem Gemälde St. Jerome, fand, ähnlich sind.

100 Millionen Euro Gemälde

Bei dem Gemälde handelt es sich um eine Kreidezeichnung auf Pergament und die abgebildete Frau trägt auch die Kleidung aus der damaligen Zeit. Im Jahr 1998 wurde das Bild bei einer Versteigerung als Werk aus dem 19. Jahrhundert für 19.000 Dollar verkauft. Der jetzige Besitzer ist der Kunstsammler Peter Silverman. Sollte das Gemälde echt sein, so läge der Wert bei etwa 100 Millionen Euro.

Eckdaten von Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci ist am 15. April 1452 geboren und starb am 2. Mai 1519 im Schloss Cloux bei Amboise. Er war Bildhauer, Baumeister, Naturforscher, Techniker und Maler, wobei zwei seiner berühmtesten Werke einmal das "Abendmahl" ist, was er 1495-1497 auf die Nordwand des Speisesaals (Refektoriums) der Dominikanerkirche Santa Maria delle Grazie in Mailand malte, und die "Mona Lisa", das wohl berühmteste Gemälde der Welt wurde zwischen 1503 und 1506 von Leonardo da Vinci in Öl auf Holz gemalt. Das Bild ist heute im Louvre in Paris und nur 77 mal 53 Zentimeter groß.

Ist ein Bild vom Trödelmarkt in Frankreich wirklich von Leonardo da Vinci gemalt worden?

Vor elf Jahren kauften drei Franzosen ein Bild auf einem Trödelmarkt in der Nähe von Montpellier. Das Bild zeigt eine Madonna mit zwei Kindern, vielleicht das Jesuskind und ein Engel, und nennt sich "Madonna von Laroque" und ist nicht wie normal auf Leinwand, sondern auf eine Holzplatte gemalt worden.

Nun untersuchen Experten das Bild, ob es vielleicht von einem Schüler Leonardo da Vincis oder gar von ihm selbst gemalt wurde. Bei den ersten Untersuchungen stellte man auch bei dieser Madonna ein gewisses Lächeln fest, wie bei der berühmten Mona Lisa.

Dieses Bild hat Leonardo da Vinci auf dünnem Pappelholz gemalt, ist nur 76,8 cm × 53 cm groß und wurde wahrscheinlich vom Frühjahr 1503 bis zum Sommer 1505 erstellt. Sollte die "Madonna von Laroque" tatsächlich von Leonardo da Vinci stammen, so wäre es etwa 100 Millionen Euro wert.

Was verbirgt sich hinter dem Lächeln der Mona Lisa?

Das Lächeln der Mona Lisa ist enträtselt

Der Maler Leonardo da Vinci wurde am 15. April 1452 geboren und starb am 2. Mai im Jahr 1519. Seine berühmtesten Werke sind einmal "Das letzte Abendmahl", das er in den Jahren zwischen 1495 und 1498 in einem Kloster in Mailand malte und seine "Mona Lisa". Dies ist ein Portrait, das Leonardo in den Jahren 1503–1506 erstellte und das Gemälde, so belegen die meisten Quellen dies, stellt die neapolitanische Hausfrau Monna Lisa del Giocondo, die Gattin des Francesco di Bartolommeo di Zanobi del Giocondo, dar.

Des Rätsels Lösung

Mit diesem Bild haben sich schon etliche Künstler und Psychologen beschäftigt, die das "Lächeln" näher interpretieren wollten. Jetzt will auch der österreichische Psychologe Florian Hutzler aus Salzburg das Lächeln näher erkannt haben, wobei er dafür eine Computersimulation benutzte. So lächelt die Mona Lisa ihren Betrachter, aufgrund der Maltechnik des Künstlers, nur an, wenn man ihr direkt in die Augen blickt, ansonsten nimmt das Gehirn des Betrachters das Gesicht als neutral an. Im Prinzip hatte diese These aber schon die Psychologin Margaret S. Livingstone vertreten.

Der Maler und sein Bild

Wer sich davon einmal selbst überzeugen will, der braucht nur nach Paris zu reisen, denn dort ist die Mona Lisa von Leonardo da Vinci im Louvre ausgestellt. Übrigens handelt es sich bei diesem Gemälde nur um ein kleines Bild in den Abmessungen 77 x 53 cm und während seines Lebens hat sich der Künstler auch nicht von dem Bild getrennt und es kam erst nach seinem Tod in den Besitz von Franz I. von Frankreich, der es für viertausend Goldflorin kaufte.

Das Rätsel um das Lächeln der "Mona Lisa" wurde jetzt teilweise gelöst

Dank Forschung konnten Forscher auf von da Vinci verwendete Maltechniken schließen

Pinsel voll mit Farbe liegen auf Malerei
Paints and brushes © vizafoto - www.fotolia.de

Das berühmte Lächeln der "Mona Lisa" von dem Maler Leonardo da Vinci haben jetzt französische Wissenschaftler zum Teil gelöst, aber es bleibt weiterhin ein Geheimnis.

Mittels des Verfahrens einer Röntgenfluoreszenzanalyse konnten die Wissenschaftler auf jeden Fall einiges zur Lösung beitragen. Der Maler Leonardo da Vinci, der auch Erfinder war, wurde am 15. April 1452 geboren und starb am 2. Mai 1519. Er hat seine Mona Lisa in vielen extrem dünnen Farbschichten mit einer Lasur erstellt. Diese Technik wird auch als "sfumato" bezeichnet.

Zusätzlich hat der Künstler für die Schattierungen Manganoxid benutzt. Im Louvre von Paris hängen neben der "Mona Lisa" auch weitere Bilder von Leonardo da Vinci, die die französischen Wissenschaftler ebenfalls unter die "Lupe" nahmen und dabei feststellten, dass einige sogar aus bis zu 30 Farbschichten bestehen. Ein weiteres berühmtes Bild von dem Maler ist das "Abendmahl", das sich als Wandbild im Speisesaal der Mönche der Kirche S. Maria delle Grazie Mailand befindet.

Dank da Vinci-Code - Wissenschaftlerin will Mona Lisa enttarnt haben

Mona Lisa heißt eigentlich Bianca Giovanna Sforza. Davon ist eine italienische Kunsthistorikerin überzeugt, die damit das Rätselraten um die Frau, welche Leonardo da Vinci auf seinem berühmten Gemälde porträtiert hat, für beendet hält.

Laut Carla Glori handelt es sich um eine Adelstochter aus dem norditalienischen Bobbio. Diese Annahme begründet sie mit dem entschlüsselten Code auf dem Bild im Pariser Louvre. Demnach steht darauf die Zahl 72 im Zusammenhang mit der Zerstörung einer Brücke über den Fluss Trebia bei Bobbio im Jahr 1472. Die Buchstaben S und G hält die Kunsthistorikerin für Teile der Initialen von Bianca Giovana Sforza.

Weil Bobbio im 16. Jahrhundert auch dank seiner Bibliothek als kulturelles Zentrum galt, habe Leonardo wohl die Stadt besucht, vermutet die Wissenschaftlerin. Das Bild selbst habe er dann aber vermutlich in Frankreich gemalt.

Viele Kunsthistoriker bleiben jedoch bei der bisherigen Annahme, wonach das Bild die Frau eines Florentiner Kaufmanns, Lisa del Gioconda, zeigt.

Gemälde des berühmten Leonardo da Vinci in einem Tresor einer Schweizer Bank aufgetaucht

Nahaufnahme offener Tresor, daraus scheint es in goldenem Licht
tresor © jufo - www.fotolia.de

Wie italienische Medien berichten hat man in einem Tresor in einer Schweizer Bank ein Gemälde des bekannten italienischen Malers Leonardo da Vinci entdeckt. Dabei soll es sich um ein Bild der Herzogin von Mantua, Isabella d'Este, handeln. Mittels der Radiokarbonmethode konnten Experten das Alter des Gemäldes einwandfrei in die Zeit des Künstlers festlegen. Zudem lassen sich auch typische Merkmale des Malers da Vinci erkennen, wie der Experte Carlo Pedretti erklärt.

Bisher 15 Gemälde Leonardo da Vinci zugeordnet, darunter Mona Lisa

Offiziell gibt es nur 15 Gemälde, die eindeutig Leonardo da Vinci geschaffen hat, so auch die berühmte Mona Lisa, die im Pariser Louvre hängt.

Leonardo da Vinci wurde am 15. April 1452 geboren und starb im Alter von 67 Jahren. Leonardo da Vinci war nicht nur ein Maler, sondern auch Bildhauer, Architekt und Erfinder. Neben der Mona Lisa ist auch seine Darstellung des "Letzten Abendmahls" weltbekannt. Bei diesem Werk handelt es sich um eine Wandmalereiaber nicht um ein Fresko, sondern um ein Bild in Tempera auf einer trockenen Gipswand Das Gemälde befindet sich in dem Refektorium der Kirche von Santa Maria delle Grazie in Mailand.

Michelangelo Buonarroti

Michelangelo Buonarroti gehört zu den wichtigsten Kunstschaffenden der Hochrenaissance. Er schuf weltberühmte Fresken und Statuen, u.a. die David-Statue.

Kindheit und Studium

Michelangelo Buonarroti ist weltweit als Michelangelo bekannt. Er wird am 06.03.1475 in Caprese als Sohn eines Stadtvogts geboren. Kurz danach zieht die Familie nach Florenz, lässt aber den Jungen in einer Pflegefamilie in Settignano zurück. Mit 13 Jahren beginnt Michelangelo Buonarroti eine Lehre bei Domenico Ghirlandaio und widmet sich dem Studium der Fresko-Kunst.

Er arbeitet unter anderem in der Kirche Santa Maria del Carmine. Nahezu zeitgleich studiert er an der Bildhauerschule der Medici Familie.

Nach Vollendung seiner ersten Studien geht er als 20-jähriger Eleve für ein Jahr nach Bologna und widmet sich intensiver der Bildhauerei. Ab 1496 arbeitet Michelangelo fünf Jahre lang in Rom. In dieser Zeit entstehen unter anderem die Pieta im Petersdom und die Statue "trunkener Bacchus".

Weiterer Lebenslauf und Tod

In den weiteren Jahren nimmt Michelangelo immer wieder Aufträge in Rom und Florenz an. Er arbeitet an

  • Fresken
  • Wandbildern und
  • Grabmälern hochgestellter Familien.

Zu den monumentalen Werken gehört das Wandgemälde "Schlacht von Anghiari", die Statue des David oder das Grabmonument des Julius. In den letzten Lebensjahren arbeitet der Künstler an den Grabmälern der Familie Medici.

Michelangelos Begeisterung für die Bildhauerei zieht sich durch sein gesamtes Leben. Als er am 18.02.1564 in Rom stirbt, hinterlässt er seinen Schülern zahlreiche unvollendete Werke und Pläne.

Bedeutende Werke

Sein größtes Werk ist die Ausgestaltung der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Michelangelos Deckenfresko und Frontwandgemälde gehören heute zu den berühmtesten Arbeiten weltweit.

Michelangelo: Das Gehirn in Gottes Kinn

Auch Kunstwerke, die seit Jahrhunderten Tag für Tag betrachtet werden, können noch Geheimnisse bergen. So entdeckten Forscher in den berühmten Deckengemälden Michelangelos in der sixtinischen Kapelle jetzt interessante Details, die in den letzten 500 Jahren niemandem aufgefallen sind. In erster Linie handelt es sich um anatomische Skizzen, die der italienische Künstler in den Figuren versteckt hat.

Der wohl interessanteste Fall ist eine gut getarnte Innenansicht eines menschlichen Gehirns, die Michelangelo in das Kinn Gottes hineingemalt hat. Experten vermuten sogar einen Ausdruck der Kritik darin, da die Kluft zwischen Wissenschaft und Religion zu Zeiten des Malers ein großes Thema war und auch seinen eigenen Weg prägte.

Wie kam ein Gemälde von Michelangelo nach Amerika?

Bislang unbekanntes Bild von Michelangelo entdeckt - Wert beläuft sich auf etwa 214 Millionen Euro

Im amerikanischen Bundesstaat New York wurde jetzt von Kunstexperten ein von seinem Besitzer jahrelang hinter einem Sofa verstecktes Gemälde als echt erklärt und bei dessen Maler handelt es sich um den italienischen Michelangelo, der von 1475 bis 1564 lebte und als Bildhauer und Maler zu höchstem Ruhm gelangte.

Seine bekanntesten Werke sind unter anderem der David und die Pieta, die im Petersdom zu sehen ist, aber weltberühmt sind auch die Malereien in der Sixtinischen Kapelle. Jetzt gibt es also noch ein weiteres, bisher unbekanntes Gemälde, das ebenfalls eine Pieta, die Muttergottes Maria hält den vom Kreuz genommenen Jesus in ihrem Schoß, als Ölgemälde darstellt.

So ist auch der Kunstexperte und Restaurator Antonio Forcellino der festen Überzeugung, dass das Bild echt sei, weil es auch noch nicht ganz vollendet ist.

Der Weg des Gemäldes bis in die USA

Die Vorfahren des heutigen Besitzers kamen aus Deutschland und auch in alten Dokumenten fanden sich Hinweise auf dieses Gemälde, so erwarb dieses zuerst eine deutsche Baronin, die es aber ihrer Hofdame vererbte. Und diese Hofdame war die Schwägerin des Urgroßvaters von Martin Kober, dem heutigen Besitzer, dessen Vorfahren 1883 in die USA auswanderten und das Bild mitnahmen.

Den Wert des Kunstwerkes schätzen Experten auf etwa auf 300 Millionen Dollar, das sind etwa 214 Millionen Euro. Jetzt befindet sich das Bild natürlich nicht mehr hinter dem Sofa, sondern sicher in einem Bankschließfach.

Pablo Picasso

Der Spanier Pablo Picasso ist einer der größten Kunstschaffenden der Gegenwart. Er gilt als Begründer der Stilrichtung "Kubismus" und ist ein renommierter Vertreter der modernen Malerei.

Kindheit und Studium

Pablo Picasso wird am 15.10.1881 in Málaga in Spanien geboren. Sein Vater, ein Kunstlehrer, fördert sein künstlerisches Talent seit frühester Kindheit und gibt ihm Zeichenunterricht.

Im Jahr 1895 wird er an der Kunstakademie "La Lonja" in Barcelona aufgenommen. Als 16-jähriger Eleve präsentiert er bereits zwei Jahre später eigene Werke in Barcelona und geht dort an die renommierte Akademie "San Fernando".

Im Jahr 1900 reist Picasso erstmalig nach Paris. Diese Reise kennzeichnet den Beginn der "Blauen Periode", die vier Jahre andauert. In dieser Zeit trauert Picasso über den Verlust seines besten Freundes Charles Casagemas und malt sehr viele schwermütige Bilder in Blautönen.

Ab 1905 beginnt die "Rosa Periode", die dem Künstler auch ersten finanziellen Erfolg beschert. Seine Werke sind von der ersten Liebe geprägt und zeigen durchweg freundliche Motive. Ein paar Jahre später widmet sich der Künstler mehr der Geometrie und gründet die Stilrichtung "Kubismus", die mehr abstrakt und streng erscheint.

Weiterer Lebenslauf und Tod

Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitet Picasso auch für das Theater. Er entwirft vorwiegend Bühnendekorationen und Kostüme.

Sein erster Sohn wird geboren. Er entstammt einer kurzen Ehe mit der Tänzerin Olga Koklava. Mit Marie Therese Walter bekommt der Künstler eine Tochter.

Er entdeckt nun den Surrealismus und modelliert auch Skulpturen und widmet sich der abstrakten Kunst und Fotografie. Seine Familie vergrößert sich durch zwei weitere Kinder mit der Malerin Francoise Gild.

Während des Zweiten Weltkrieges entsteht das Gemälde "La Guernica". Zu dieser Zeit ist Picasso bereits weltberühmt und seine Werke erzielen auf dem Kunstmarkt Höchstpreise.

Im Alter von 60 Jahren heiratet Pablo Picasso Jaqueline Roquet und bezieht ein Haus in Moujens in Frankreich, in dem er seinen Lebensabend verbringt. Er töpfert und malt.

Am 08.04.1973 stirbt Pablo Picasso im Alter von 92 Jahren in Moujens. Seine Grabstätte befindet sich im Schlossgarten von Vauvenargues.

Bedeutende Werke

Der Ausnahmekünstler hinterlässt der Nachwelt mehr als 50.000 Kunstwerke. Zu seinen herausragenden Arbeiten gehören

  • "Les Demoiselles D'Avignon"
  • "Le Reve"
  • "Don Quixote" und
  • das Symbol der Friedenstaube.

Ausstellung in London zeigt das größte Bild von dem Maler Pablo Picasso

10,40 Meter mal 11,70 Meter: größtes Picasso-Werk im Londoner Museum zu sehen

Braunes Schild auf dem in weißer Schrift Museum steht mit Pfeil nach rechts
In Richtung Museum © Lupico - www.fotolia.de

Eigens für die Aufführung des Balletts "Le Train Bleu", auf deutsch "Der blaue Zug", von der russischen Choreografin Bronislawa Nischinska, hatte der Maler Pablo Picasso im Jahr 1924 ein Bild entworfen, das anschließend von sieben anderen Künstlern fertiggestellt wurde, aber von dem Meister selber signiert wurde. Dieses Bild hat die enormen Abmessungen von 10,40 Meter mal 11,70 Meter und ist somit das größte Werk des Malers.

Erste Veröffentlichung des Werkes

Zu sehen wird es nun erstmals im Victorian and Albert Museum in London, die dieses Werk schon seit dem Jahr 1968 im Besitz haben, aber noch nie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben. Das Bild zeigt zwei Tänzerinnen und gehört jetzt zu einer Ausstellung über das russische Ballett aus den Jahren 1909 bis 1929. Beginn der Ausstellung ab dem 25. September 2010.

Übrigens ist der spanische Maler Pablo Picasso am 25. Oktober 1881 in Málaga in Spanien geboren und verstarb am 8. April 1973 in Mougins in Frankreich.

Das Victoria & Albert Museum befindet sich in der Nähe der U-Bahn-Station South Kensington in der Cromwell Road in London. Weitere Museen sind in der Nähe wie das Natural History Museum und das Science Museum.

Hat der Maler Pablo Picasso seinem Elektriker 270 Werke geschenkt?

Mysteriöser Picasso-Fund: 270 Bilder der Malers bei seinem Elektriker gefunden

Leinen-Bilderrahmen, weißer Hintergrund
Keilrahmen in Leinen © posterdeluxe - www.fotolia.de

Jetzt sind über 270, bislang unbekannte Werke des Malers Pablo Picasso, in Frankreich entdeckt worden. Ein 71-jähriger Mann, Pierre Le Guennec, der früher einmal im Haus von dem Künstler als Elektriker dessen Alarmanlagen installiert hatte, will diese Werke von Picasso und dessen Frau im Jahr 1973, kurz vor Picassos Tod, geschenkt bekommen haben.

Bilder im Wert von 60 Mio. Euro

Die Werke stammen aus der Zeit zwischen 1900 und 1923 und es handelt sich dabei um Bilder, Collagen und Skizzen, wobei alleine neun kubistische Collagen auf rund 40 Millionen Euro geschätzt werden. Zusätzlich befindet sich noch ein Aquarell aus der sogenannten "blauen" Schaffensphase des Künstlers dabei und auch Porträts von seiner ersten Frau Olga.

Alles zusammen hat einen Wert von über 60 Millionen Euro. Aufgeflogen ist der 71-jährige Pierre Le Guennec als er vom Sohn Picassos, Claude, ein Echtheitszertifikat haben wollte, doch dieser wandte sich an die Polizei, die dann Anfang Oktober den Mann verhaftete und die Bilder beschlagnahmte.

Laut Aussage vom Sohn, habe sein Vater niemals so viele Bilder verschenkt, so dass jetzt eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Diebstahl und Hehlerei erstattet wurde.

Angestellte von Pablo Picasso haben möglicherweise zahlreiche seiner Werke gestohlen

Ermittlungen wegen Diebstahl und Hehlerei gegen ehemalige Angestellte von Pablo Picasso

Hände eines Gefangenen halten sich an Gefängnis Gitter fest
imprisoned © Liv Friis-larsen - www.fotolia.de

Auch Jahre nach seinem Tod im Jahr 1973 macht der spanische Maler Pablo Picasso noch Schlagzeilen, aber nicht wegen seiner sagenumwobenen Kunstwerke sondern wegen zweier seiner Angestellten, die sich möglicherweise einige seiner Werke unter den Nagel gerissen haben.

Picasso schenkte Chauffeur einen Teil seiner Kunstwerke

Maurice Bresnu, der von 1967 bis 1973 Picassos privater Chauffeur war und ihm sehr nahe gestanden hat, hatte nach Picassos Ableben rund 200 seiner Kunstwerke in seinem Besitz. Einen Teil hat er von dem Künstler mit einer persönlichen Widmung geschenkt bekommen, der andere Teil jedoch besaß keine Widmung. Als auch Bresnu 1991 verstarb, vermachte er sein gesamtes Vermögen sowie die Kunstwerke seiner Ehefrau Jacqueline. Nach dem Ableben von Jacqueline im Jahr 2008 meldeten sich sechs vermeintliche Erben, obwohl das Ehepaar keine Kinder hatte.

Dazu gehörte auch Pierre Le Guennec, der Cousin von Picassos Ehefrau und ehemaligen Elektriker Picassos. Er selbst besaß bereits 271 Kunstwerke des Malers, die der Rentner eigenen Angaben zufolge allesamt von Picasso geschenkt bekommen haben will.

Familie erstattet Anzeige gegen ehemaligen Elektriker Picassos

Weil jedoch die restlichen Erben wegen angeblicher Hehlerei Anzeige gegen Le Guennec und seine Frau erstatteten und Le Guennec selbst angab, die Kunstwerke mysteriöserweise jahrelang in seiner Garage aufbewahrt zu haben, ohne dass sich dies an deren Zustand bemerkbar machte, wurde auch die Staatsanwaltschaft stutzig.

Sowohl in Bresnus als auch in Le Guennecs Fall laufen bereits die Ermittlungen wegen möglichen Diebstahls und Hehlerei.

Salvador Dali

Salvador Dali ist einer der bekanntesten Künstler des 20. Jahrhunderts. Besonders bemerkenswert ist die Vielzahl der Talente des spanischen Malers, Bildhauers und Schriftstellers.

Kindheit und Studium

Salvador Felipe Jacinto Dali i Domenech wird am 11.05.1904 als Sohn eines Notars in Figueres (Spanien) geboren. Er genießt eine strenge Erziehung, wird aber schon früh von seinem Vater in seinen künstlerischen Ambitionen unterstützt und beginnt mit zehn Jahren zu malen. Er erhält Unterricht an der städtischen Zeichenschule und stellt bereits vier Jahre später eigene Arbeiten in Figueres aus.

Im Jahr 1922 beendet Salvador Dali das Kolleg der Maristen mit dem Abitur und beginnt ein Kunststudium an der renommierten Academia San Fernando in Madrid, dem er sich bis 1926 widmet. In dieser Zeit verfasst er auch kunstkritische Schriften, schreibt Drehbücher und zeichnet Entwürfe für Bühnendekorationen. Dali ist ein begeisterter Anhänger von Sigmund Freund und engagiert sich auch politisch.

Weiterer Lebenslauf und Tod

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges verlässt Salvador Dali mit seiner Ehefrau Gala Europa und lebt acht Jahre in den USA. Dort schreibt er an einer Autobiografie, zeichnet Entwürfe für Schmuck und Kunstgegenstände und arbeitet als Illustrator für Walt Disney.

Ab 1948 wieder zurück in Spanien widmet sich Dali unterschiedlichen Stilrichtungen der Malerei. Er lebt einen opulenten Lebensstil und versammelt Anhänger um sich. Seinen Traum vom eigenen Museum erfüllt er sich mit dem Umbau und der Ausgestaltung des Teatro Museu in Figueres, das am 18.09.1974 eröffnet wird.

Der spanische König Juan Carlos erhebt Dali 1982 in den Adelsstand. Der Marques del Pubol verbringt seine letzten Lebensjahre auf Schloss Pubol und in wechselnden Krankenanstalten. Er leidet unter Parkinson und Verbrennungen.

Am 23.01.1989 stirbt Salvador Dali, einer der größten Künstler des 20. Jahrhunderts. Er wird einbalsamiert und in der Krypta seines Museums begraben.

Bedeutende Werke

Seine Kunstwerke, das Museum und die Häuser schenkt Salvador Dali dem spanischen Staat. Er hinterlässt Hunderte

  • Kunstgegenstände
  • Bilder
  • Grafiken, aber auch
  • Notizen
  • Entwürfe
  • Bücher und
  • Filme.

Zu seinen herausragenden Werken gehören

  • "Die brennende Giraffe"
  • "Die Beständigkeit der Erinnerung" oder
  • "The Face of War".

Vincent van Gogh

Vincent van Gogh gilt als Vorreiter der modernen Malerei. Der niederländische Autodidakt findet erst im letzten Lebensjahrzehnt intensiv zur Malerei und hinterlässt der Nachwelt ein imposantes Lebenswerk.

Kindheit und Studium

Vincent Willem van Gogh wird am 30.03.1853 im Dorf Zunder als Sohn eines Pfarrers geboren. Er besucht die örtliche Schule und wird später auf ein Internat in Zevenburgen sowie in Tilburg auf eine höhere Schule geschickt, wo er Sprach- und Zeichenunterricht erhält. Nach der Schule beginnt Van Gogh eine Ausbildung in der renommierten Kunsthandlung "Goupiel & Cie".

Weiterer Lebenslauf und Tod

Er arbeitet in Filialen in London und Paris. Im Jahr 1876 beendet er das Arbeitsverhältnis in Paris.

Er ist ein Suchender, der sich in unterschiedlichen Berufen versucht und in den folgenden Jahren von seinem Bruder finanziell unterstützt wird. Vincent van Gogh widmet sich dem Selbststudium der Malerei und reist nach Den Haag, Brüssel und Antwerpen. Erst 1885 kehrt er nach Paris zurück, fasziniert vom Impressionismus, der ihm neue Impulse gibt.

Van Gogh malt und zeichnet spontan und sehr ausdrucksvoll. Besonders die Farben Südfrankreichs inspirieren ihn zu neuen Werken. Er lebt in dieser Schaffensperiode im Haushalt seines Bruders in Auvers-sur-Oise, wo er am 29.07.1890 an einer selbst zugefügten Schussverletzung stirbt.

Bedeutende Werke

Während seines letzten Lebensjahrzehnts hat Vincent van Gogh rund 1.000 Zeichnungen und mehr als 850 imposante Gemälde angefertigt. In seinem Nachlass befinden sich auch zahlreiche Briefe an seinen Bruder. Zu den weltberühmten Werken von Vincent van Gogh gehören

  • die "Sonnenblumen"
  • die "Brücke bei Arles"
  • das "Nachtcafé" und
  • das "Getreidefeld mit Raben".

Briefe von Van Gogh im Internet verfügbar

Van Goghs Briefwechsel mit anderen Malern im Internet einsehbar

Nahaufnahme Füllerfeder auf altem Papier, alte Schrift
ancient letter and ink feath © OlgaLIS - www.fotolia.de

Auf der Web-Seite vom Van Gogh Museum in Amsterdam kann man sich auch über das Internet die Briefe von dem niederländischen Maler Vincent Van Gogh, geboren am 30. März 1853 in Groot-Zundert bei Breda, und der sich am 29. Juli 1890 in Auvers-sur-Oise, Frankreich das Leben nahm, ansehen.

Van Gogh gilt als einer der Begründer der modernen Malerei, er hat 864 Gemälde und über 1.000 Zeichnungen erstellt, die meisten in den letzten zehn Jahren seines Lebens. Stilistisch zählt er zum Postimpressionismus.

Aber neben der Malerei hat er auch hunderte Briefe verfasst, die man heute lesen kann. Man hat sie in verschiedene Sprachen übersetzt, über das Internet aber auch als Buch verbreitet - es gibt sechs Bände, die mit Bildern versehen sind. Dabei sind auch verschiedene Briefwechsel mit den Malern Paul Gauguin und Paul Signac, sowie auch mit dem Arzt Paul-Ferdinand Gachets.

Kurz vor seinem Selbstmord im Jahr 1890 hat van Gogh ein Porträt des Dr. Gachet gemalt. Das Bild ist 68 x 57 cm groß. Ab Januar 2010 wird auch eine Ausstellung zu sehen sein: Der Titel lautet "Van Goghs Briefe - Der Künstler hat das Wort". Die Homepage des Van Gogh Museums in Amsterdam lautet: "www.vangoghletters.org".

Nach der Startseite und dem Anwählen der "Van Gogh letters" kann man die Sprache (change language) ändern.

Sonnenlicht macht die gelbe Farbe in den Van-Gogh-Bildern braun

Van-Gogh und das Rätsel um seine Sonnenblumengemälde

Hand mit Pinsel über einem Farbteller mit vielen vermischten Farben
main d'art © Emmanuel Bergère - www.fotolia.de

Internationale Forscher haben jetzt die Ursache ermittelt, warum die Bilder des niederländischen Malers Van Gogh, besonders ist dies bei den gelben Sonnenblumen zu sehen, bräunlich dunkel werden. Es handelt sich hierbei um eine chemische Reaktion, durch die UV-Strahlen des Sonnenlichts hervorgerufen. Deshalb raten die Experten dazu, die Bilder vor den UV-Strahlen zu schützen.

Das Leben des berühmten Künstlers

Vincent van Gogh wurde am 30. März 1853 im niederländischen Groot-Zundert bei Breda geboren und starb am 29. Juli 1890 in Frankreich im Ort Auvers-sur-Oise in der Nähe von Paris. Besonders in den letzten zehn Jahren seines Lebens hat er die meisten seiner 864 Gemälde und über 1.000 Zeichnungen geschaffen.

Die eigene Farbmischung

Van Gogh hat seinerzeit seine verwendeten Farben auch selbst hergestellt, so dass eine bestimmte Pigmentierung sichtbar wurde, die man besonders in seinen Sonnenblumengemälden erkennen kann. Hier benutzte er vor allem für das Chromgelb ein Gemisch aus Blei-Chromat und Blei-Sulfat und so strahlten seine Bilder.

In Frankreich lernte van Gogh auch seinen Freund und Maler Paul Gauguin kennen, für dessen Schlafzimmer er die gelben Sonnenblumen-Bilder malte.

Zwei Van-Gogh Gemälde übereinander auf einer Leinwand

Der niederländische Maler Vincent van Gogh (1853 bis 1890) gilt als Begründer der modernen Malerei. Aber der Künstler hatte auch zeitlebens Geldsorgen, so sparte er unter anderem am Essen. Als er im Jahr 1885 nach Paris zog, schrieb er auch seinem Bruder Theo, bei dem er dann auch zwei Jahre wohnte, dass er ein Bild mit zwei Ringern gemalt habe, doch dieses Bild tauchte niemals auf.

Jetzt haben Wissenschaftler dieses Bild entdeckt, denn Vincent van Gogh hat dies später mit einem anderen Werk dem "Stillleben mit Wiesenblumen und Rosen" übermalt, wahrscheinlich hatte er keine neue Leinwand. Mit Hilfe einer Röntgenuntersuchung haben jetzt also die Wissenschaftler auch das "Bild unter dem Bild" entdeckt.

Übrigens befindet sich das Gemälde im niederländischen Otterlo im Kröller-Müller-Museum nachdem der niederländische Staat im Jahr 1974 dieses von den Erben des Eindhovener Glühbirnenfabrikanten Anton Frederik Philips, nachdem bei einer Auktion bei Sotheby’s in London dies keiner haben wollte, für 550.000 Gulden erwarb und es als Leihgabe seitdem zur Verfügung stellt.

War Van Gogh farbenblind? - Die Welt durch andere Augen sehen

Kazunori Asada, ein japanischer Experte der Farbenlehre, hat bei einer Vorlesung über Farbenblindheit eine interessante Entdeckung gemacht: Er stellte einige Bilder Van Goghs sowohl im Orignal vor, als auch in einer Simulation, wie sie für Farbenblinde aussehen müssen. Dabei überkam ihn der Eindruck, dass sie in der farbenblinden Version besser aussahen als mit normalen Augen betrachtet. Er sah in ihnen mehr Weichheit und oft merkwürdig wirkende Farbtupfer fügten sich ins Bild.

Nun Asada auch das Tool "Chromatic Vision Simulator" entwickelt, das es jedem ermöglicht, Bilder durch die Augen eines Farbenblinden zu sehen. Es ist für den PC, für iPhone und Android erhältlich.

Die Blumen von Vincent van Gogh verblühen - Grund ist ein spezieller Schutzanstrich

Die Blumen des Bildes „Blumen in blauer Vase“ des niederländischen Malers Vincent van Gogh strahlen mittlerweile nicht mehr in einem satten Gelbton, sondern scheinen verblüht in einer orange-grauen Farbe.

Ein Team von Forschern der Universität Antwerpen hat dieses Phänomen jetzt genauer unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass das so genannte Firnis dafür verantwortlich ist. Dieser Schutzanstrich wurde nach dem Tod des Malers vom niederländischen Kröller-Müller-Museum auf das Gemälde aufgetragen und reagierte im Laufe der Jahrzehnte mit dem Cadmiumgelb des Bildes.

Dies liegt hauptsächlich an der Oxidation der Pigmente, womit eine rissige Kruste entstand, welche sich allerdings nicht so einfach entfernen lässt. Den Forschern bleibt jetzt nichts anderes übrig, als neue Konservierungstechniken zu entwickeln, die in Zukunft einen solchen Zerfallsprozess verhindern und damit kostbare Gemälde langfristig schützen.

Vincent van Gogh hatte schon zum Teil fertige Farben für seine Bilder benutzt

Der niederländische Maler Vincent van Gogh wurde am 30. März 1853 in Groot-Zundert geboren und starb im Alter von nur 37 Jahren am 29. Juli 1890 in Auvers-sur-Oise. Um diesen Künstler ranken sich auch die wildesten Gerüchte, so beispielsweise auch die Geschichte um sein selbst abgeschnittenes Ohr, besser Ohrläppchen, was sein damaliger Freund Paul Gauguin aber dramatischer dargestellt hatte. Auch ist sein Tod bis heute noch nicht eindeutig geklärt, ob es ein Unfall oder Selbstmord war.

Vincent van Gogh war aber nicht zeitlebens Künstler, denn er begann erst mit 27 Jahren sich nur der Malerei zu widmen, denn vorher hatte er versucht sich als Prediger, Hilfslehrer oder auch Buch- und Kunsthändler seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Aber wie neue Untersuchungen zeigen, war van Gogh nicht der so hoch gelobte talentierte Maler, wie er oft dargestellt wird, sondern hatte sich immer mit den neuestens Techniken seinerzeit auseinander gesetzt.

Wie Experten des Van-Gogh-Museums in Amsterdam bei Untersuchungen mit Hilfe von Röntgenbildern und Mikroskop feststellten, gab es auch zu seiner Zeit schon fertige Farben in Tuben, die nicht erst noch angerührt werden mussten. Weil dem Künstler aber auch das nötige Geld fehlte, hat er oftmals anstelle von Leinwand Küchentücher für seine Entwürfe benutzt. Aber auch bei den Farben hat er teilweise nicht auf die Qualität geachtet, so war seinerzeit wahrscheinlich damals eine Mandelblüte knall rosa gewesen, die heute aber mehr als weiß erscheint.

Dagegen erfreuen wir uns immer wieder, besonders auch zu den jeweiligen Jahreszeiten, an den gemalten gelben Weizenfeldern oder Sonnenblumen. Übrigens ist jetzt das berühmte Van-Gogh-Museum in Amsterdam, nachdem es wegen Umbaumaßnahmen für sieben Monaten geschlossen war, wieder eröffnet.

Rembrandt van Rijn

Rembrandt van Rijn gilt als bekanntester niederländischer Künstler. Er ist weltweit als Barockmaler und Zeichner anerkannt.

Kindheit und Studium

Rembrandt van Rijn wird am 15.07.1606 in Leiden eine große Familie hineingeboren. Er ist das Zweitjüngste von acht Kindern und besucht mit seinen Geschwistern die örtliche Grundschule und eine Lateinschule. Später beginnt er ein Studium der Philosophie, das er zugunsten der Malerei schnell beendet.

Ab 1620 studiert er beim Historienmaler Jacob van Swanenburgh und danach bei Pieter Lastman. Bereits ein Jahr später eröffnet Rembrandt ein eigenes Atelier und widmet sich der Historienmalerei.

Weiterer Lebenslauf und Tod

Ab dem Jahr 1631 verlegt er seinen Wohnsitz nach Amsterdam, wo er der Lukasgilde beitritt und selbst Lehrlinge ausbildet. Hier beginnt er auch mit den Arbeiten am "Passionszyklus" und übernimmt Aufträge für Porträts.

Ab 1640 widmet sich Rembrandt der Landschaftsmalerei zu. Nach persönlichen Schicksalsschlägen, Krankheit und Insolvenz stirbt er am 04.10.1669 in Amsterdam.

Bedeutende Werke

In seinem Nachlass befinden sich rund 600 Gemälde und Radierungen sowie ca. 1.000 Zeichnungen. Rembrandt fertigt während seiner kreativen Periode auch zahlreiche Selbstporträts und Radierungen an.

Seine bekanntesten Werke sind in internationalen Museen ausgestellt. Zu den bedeutenden Werken von Rembrandt gehören

  • "Die Judenbraut"
  • "Die Nachtwache"
  • "Winterlandschaft" oder
  • "Susanna im Bade".

Was in den Farben des Malers Rembrandt alles enthalten ist

Rembrandt mischte für die Herstellung seiner Bilder teilweise Mehl in die Farbe

Wissenschaftler aus Frankreich und Belgien haben jetzt die Farbzusammensetzung eines der Bilder des niederländischen Malers Rembrandt untersucht und dabei festgestellt, dass der Künstler seinerzeit normales billiges Mehl in seine Farben gemischt hatte.

Als Vorlage diente den Wissenschaftler so das Gemälde "Porträt von Nicolaes of Bambeeck", das sie mit einem besonderen Analysen-Verfahren untersuchten. Dabei konnten sie mit starken Ionenstrahlen einige Moleküle aus den Farbschichten lösen, die sie anschließend mit Hilfe eines hoch empfindlichen Massenspektrometers untersuchten. Hierbei entdeckten sie Stärkepartikel, die nur von ganz normalen Mehl stammen können.

Auch giftige Stoffe wurden früher von Malern verwendet

Früher wurden von den Malern auch für die Pigmentierung Bleiweiß, das eine hohe Deckkraft besitzt und giftig ist, sowie auch andere Mittel verwendet, wie beispielsweise Chromgelb, das der Maler van Gogh für seine Sonnenblumenbilder benutzte.

Die jetzige Erkenntnis könne aber für die Entwicklung neuer Verfahren bei der Restauration von den Gemälden der "Alten Meister" wichtig sein. Warum Rembrandt seinerzeit normales billiges Mehl verwendet hatte, weiß man nicht, vielleicht weil er immer knapp bei Kasse war, denn im Jahr 1669 ist der große Künstler völlig verarmt verstorben.

Sparen am falschen Ende: Unversichertes Rembrandt-Werk ist weg

Rembrandt-Radierung auf dem Postweg verloren gegangen, weil Paketversicherung zu teuer schien

Postbote liefert Paket vor Haustür
postbote mit paket liefert bestellung per nachnahme © detailblick - www.fotolia.de

Pech für eine norwegische Kunstgalerie, die bei einem britischen Händler eine originale Radierung des niederländischen Meisters Rembrandt im Wert von 6900 Euro erwarb und mit der Post nach Norwegen schicken ließ: Das Paket ging unterwegs verloren - nun steht Galerist Olde Derje mit leeren Händen da. Die Paketversicherung hatte er zuvor als zu teuer abgelehnt.

Wie das Bild zwischen Großbritannien und Norwegen verschwinden konnte, ist noch unbekannt. Fest steht nur, dass es nicht am Postamt von Greaaker, 80km südlich der Hauptstadt Oslo wartete, als Derje es dort abholen wollte. Die norwegische Post will lediglich eine Entschädigung zwischen 70 und 140 Euro zahlen, während die Radierung "Lieven Willemsz van Coppenol, Schreibmeister" auf einen Wert von 5500 bis 6900 Euro taxiert wird.

In Zukunft wird Derje, der in seiner Soli Brug Galerie bereits andere Werke von Rembrandt sowie von anderen berühmten Malern wie Edvard Munch, Salvador Dali und Goya ausstellt, seine erworbenen Kunstwerke vermutlich persönlich abholen.

Sandro Botticelli

Die Werke des Sandro Botticelli werden der italienischen Hochrenaissance zugeordnet. Besonders bemerkenswert sind kräftige Farben und starke Motive.

Kindheit und Studium

Sandro Botticelli wird am 01.03.1445 in Florenz als Sohn einer Arbeiterfamilie geboren. Sein Taufname lautet Alessandro di Mariano Filepipi. Er interessiert sich schon früh für die Malerei und bricht dafür eine Ausbildung zum Goldschmied ab. Ab 1464 studiert er in der Schule des Malers Fran Filippo Lippi und malt vorwiegend Madonnenbilder. Bereits fünf Jahre später eröffnet Botticelli ein eigenes Atelier.

Weiterer Lebenslauf und Tod

Unter der Gunst der Familie Medici erhält er über Jahrzehnte hinweg regelmäßig Aufträge und kann sich als Porträtmaler in Florenz etablieren. In den Jahren 1481 und 1482 arbeitet der Künstler in Rom an der Ausgestaltung der Sixtinischen Kapelle mit.

Über das private Leben des Sandro Botticelli gibt es viele widersprüchliche Aussagen, die aber oft historisch nicht ausreichend belegt sind. Der Maler und Zeichner stirbt am 17.05.1510 in Florenz.

Bedeutende Werke

Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören

  • "Der Frühling"
  • "Die Geburt der Venus"
  • "Das Urteil des Paris" und
  • der Zyklus "Die göttliche Komödie", eine Reihe von Zeichnungen.

Paul Cézanne

Paul Cézanne gilt als Wegbereiter der Moderne. Der französische Maler steht auch für Kunstwerke im Stil von Romantik und Realismus.

Kindheit und Studium

Paul Cézanne wird am 19.01.1839 im französischen Ort Aix-en-Provence geboren. Er besucht das College Bourbon und lernt dort Emile Zola und Jean Baptiste Baille kennen. Mit beiden Männern verbindet ihn eine tiefe Freundschaft, die Jahrzehnte andauert.

Auf Anweisung seiner Familie beginnt Paul Cézanne im Jahr 1859 in Jurastudium, das er bereits zwei Jahre später wieder beendet. Zur gleichen Zeit belegt er an der Abendschule im örtlichen Kunstmuseum Zeichenkurse und schreibt Gedichte. Viel Zeit verbringt der Künstler in der Familienresidenz "Jas de Bouffan", wo zahlreiche Wandgemälde von Haus und Umgebung entstehen.

Zwischen 1861 und 1865 pendelt der junge Künstler zwischen seinem Heimatort und Paris, wo er an der Academie Suisse studiert. Da sich die renommierten Pariser Salon weigern, seine Werke auszustellen, nimmt er im Jahr 1874 an einer unabhängigen Gruppenausstellung junger Künstler teil – ohne Förderung vom Salon de Paris.

Weiterer Lebenslauf und Tod

Der erhoffte Erfolg bleibt leider aus und Paul Cézanne kann keine Anerkennung seiner Kunst erringen. Er wird von der Kunstelite in Paris gemieden und erhält erst im Jahr 1895 seine erste eigene Ausstellung in der Galerie von Ambroise Vollard. Danach werden seine Werke zu Höchstpreisen verkauft und er erhält viel Lob von Kunstkritikern.

Trotz seines späten Ruhms lebt Paul Cézanne recht abgeschieden in Aix-en-Provence, wo er am 22.01.1906 stirbt. Cézanne gilt als Wegbereiter der Moderne. Er hat sich auch mit Porträt- und Landschaftsmalerei beschäftigt.

Bedeutende Werke

Zu seinen international bekannten Werken gehören

  • "Der Schmerz"
  • "Das Haus der Gehenkten"
  • "Das Bad" und
  • zahlreiche Stillleben.

Grundinformationen und Hinweise zu Malerei

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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