23. Februar 2011
Graffiti ist heute ein fester Bestandteil des urbanen Lebens. Wohin man auch geht, in irgendeiner U-Bahnstation, an einer verfallenem Mauer oder zumindest einem Stromkasten findet man immer eine Graphik oder zumindest ein Tag, das von Sprayern aufgebracht wurde. Doch woher stammt das Graffiti eigentlich?
Es gehört zu den angeborenen Trieben eines jeden Raubtieres, sein Revier auf irgendeine Art und Weise zu markieren. Der Mensch macht hierbei keine Ausnahme. Seit jeher stellen wir beschriftete Steine auf oder ritzen kleine Zeichen in die Rinde eines Baumes, um Fremden zu zeigen, dass sie nun unser Gebiet betreten. Mit der Entwicklung der Menschheit hat sich natürlich auch dieses Revierverhalten weiterentwickelt. Man ritzte irgendwann nicht mehr in Steine, sondern verwendete Filzstifte und andere künstliche Farben. So benutzten die US-Soldaten im Zweiten Weltkrieg beispielsweise den Vermerk "Kilroy was here", um die Orte zu markieren, an denen sie vorbei zogen.
Die eigentliche Geburtsstunde des Graffiti fällt jedoch auf die 70er Jahre. Damals benutzte ein Botenjunge in New York das Kürzel TAKI123/TAKI183, um sich selbst auf seinen Touren an Häuserwänden und Mauern zu verewigen. Der Unbekannte war ein gefundenes Fressen für die Presse, weshalb plötzlich zahlreiche Zeitschriften und Boulevard-Blätter über "TAKI" berichteten.
Diese Verbreitung in den Medien führte wiederum dazu, dass auch andere Jugendliche Gefallen an dem Gedanken fanden, sich durch ihr eigenes Kürzel in der Stadt zu verewigen und so ihr Revier zu markieren. Zu Beginn verwendete man vorwiegend Filzstifte, irgendwann kam man jedoch auf die Idee, dass das Aufbringen der so genannten Tags mit Spraydosen einfach viel schneller und einfacher von der Hand geht. Mit Hilfe der Dosen konnte man plötzlich mühelos ganze Bilder aufsprühen, weshalb sich die Jugendlichen bald nicht mehr nur darauf beschränkten, ihren Spitznahmen irgendwo zu hinterlassen.
New York wimmelte daraufhin bald nur so von Sprayern, die ständig neue Techniken entwickelten und dabei immer besser wurden. Irgendwann kam man nicht mehr umhin, Graffiti als Kunst wahrzunehmen. Gegen Ende der 80er Jahre zog auch die Filmindustrie nach und drehte erste Kinofilme über das Phänomen Graffiti. Diese wurden teilweise auch in verschiedenen europäischen Ländern gezeigte, wodurch das Graffiti schlussendlich den Sprung über den Atlantik schaffte.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
22.02.12 | |
![]() | GRAFFITI |
22.08.11 | |
![]() | GRAFFITI |
04.07.11 | |
![]() | GRAFFITI |
09.03.11 | |
![]() | GRAFFITI |
05.03.11 | |
![]() | GRAFFITI |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Graffiti Forum


Graffiti Art begegnet uns täglich bunt, phantasievoll und spontan. Graffiti fasziniert mit seiner Kreativität un...