21. Februar 2011
Fotografieren kann ein sehr einsames Hobby sein. Eins mit seiner Kamera zu werden mag vielleicht ganz schön sein, auf die Dauer ist jemand, mit dem man sich austauschen kann, aber bestimmt nicht verkehrt. Leidenschaftliche Hobbyfotografen sollten sich daher nach einem Fotoclub in der Nähe umsehen. Hier findet man viele Gleichgesinnte zum Diskutieren und um Gemeinschaftsprojekte zu starten. Es gibt in der Nähe keinen Fotoclub? Kein Problem, die Gründung ist eigentlich ganz leicht.
Alles, was man für einen Fotoclub braucht, sind ein paar begeisterte Hobbyfotografen und ein Ort, an dem man sich regelmäßig treffen kann. Für die Zwecke der meisten Künstler reicht es schon, ein paar Freunde zu haben, die die eigene Leidenschaft wirklich teilen. Als Treffpunkt eignet sich jeder Ort, an dem man möglichst ungestört ist, ohne dass einem im Winter die Finger abfrieren. Das kann zum Beispiel ein Hobbykeller sein oder auch die Küche eines Mitgliedes. Cafés oder Kneipen sind hingegen eher ungeeignet, hier kann man schlecht fotografieren und auch Unterhaltungen sind oft recht problematisch.
Manchmal reicht es jedoch nicht, sich einfach mit ein paar anderen zusammen zu tun. Das ist oft der Fall, wenn plötzlich immer mehr Mitglieder dazustoßen oder man finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde möchte. Um öffentliche Einrichtungen wie zum Beispiel Schullabore oder ähnliches nutzen zu können, muss man ein eingetragener Verein sein. Voraussetzungen hierfür sind eine Mitgliederanzahl, die sieben Personen übersteigt, und eine Eintragung beim Registergericht. Anschließend darf man seinem Clubnamen den klangvollen Zusatz "e.V." anhängen. Allerdings kommen durch die Clubgründung auch allerhand Verwaltungsaufgaben auf die Mitglieder zu. Es muss zum Beispiel einen Kassenwart geben, der die Finanzen im Auge behält und einen Vorsitzenden, der die Führung übernimmt. Zudem muss jährlich eine Jahreshauptversammlung stattfinden.
Eine offizielle Clubgründung sollte man wirklich nur dann ins Auge fassen, wenn die Mitgliederzahl ins Unermessliche steigt und man auf die Unterstützung der Kommune angewiesen ist. In jedem Fall sollte man darauf achten, dass die Verwaltungsaufgaben nicht soviel Zeit rauben, dass das Fotografieren ins Hintertreffen gerät. Schließlich ist die Fotografie der einzige Grund für die Gründung des Vereins gewesen.
Wer seine Clubtreffen im Nebenraum einer Gaststätte abhält, der sollte alles dafür tun, dass man eine gern gesehene Stammtischrunde bleibt. Das bedeutet: nicht mit den Getränken knausern und ab und zu auch mal etwas zu essen bestellen.
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