9. Februar 2011
Galoppierende Pferde, feurige Tänzer und Hochleistungssportler beim Sprint: Die Chronofotografie macht es möglich, diese und andere Bewegungen im Bild festzuhalten. Damit's klappt, gilt es einige Aspekte zu beachten - wir sagen Ihnen, welche.
Als Chrono- oder auch Hochgeschwindigkeitsfotografie wird eine spezielle Form der Fotografie bezeichnet, welche zunächst Profis vorbehalten war. Ein typisches Beispiel sind hier Sportaufnahmen, beispielsweise vom Pferderennen oder von einem Wettkampf. Dank technischer Weiterentwicklung können heute schon Hobby-Fotografen und Semi-Professionelle für relativ wenig Geld eine adäquate Ausstattung erwerben. Dabei gilt: Analoge Spiegelreflexkameras sind meist deutlich günstiger als vergleichbare digitale Modelle, erfordern jedoch oftmals ein wenig mehr Übung - schließlich lässt sich das fertige Bild erst nach Entwicklung betrachten, wodurch Aufnahmefehler nicht unmittelbar erkannt werden. Ein wichtiges Ausstattungsmerkmal für die Chronofotografie ist die sogenannte Verschlusszeit sowie ein Licht starkes Objektiv. Die mögliche Verschlusszeit sollte ab 1/250 Sekunden betragen; nach oben hin sind hier keine Grenzen gesetzt. Je kürzer die Verschlusszeit, desto präziser können auch kleinste Bewegungen im Bild eingefroren werden.
Mindestens ebenso wichtig wie die Ausstattung ist das Abpassen des richtigen Moments. Weil dies nicht immer problemlos möglich ist, schießen Hobby-Chronofotografen meist mehrere Bilder in Serie. Viele Kameras bieten hierzu bereits eine vor eingestellte Serienfunktion, welche die gewünschte Bewegung dann in mehreren Etappen auf Fotos bannt. Auch eine gute Beobachtungsgabe und Geduld zahlen sich aus: Oftmals müssen tatsächlich mehrere Bilder geschossen werden, bis das perfekte Foto gefunden ist. Für komplizierte Aufnahmen im Studio ist die Unterstützung eines "Assistenten" hilfreich: So kann sich der Chronofotograf ganz aufs Bildermachen konzentrieren, während eine andere Person beispielsweise einen Luftballon zum Platzen bringt.
Damit bei der schnellen Bewegung nichts verwackelt, ist ein stabiler Untergrund von Vorteil. Ein gutes Stativ kann hierbei sehr hilfreich sein. Zusätzlich hierzu nutzen Profis, insbesondere im Studio, gern einen automatischen Auslöser. Dieser kann sowohl selbst konstruiert als auch im Fotohandel erworben werden.
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