Die berühmtesten Architekten aus Deutschland und weltweit im Überblick

Pariser Eifelturm von unten fotografiert, blauer Himmel

Wer steckt hinter den berühmten Bauten - ob deutschland- oder weltweit, ob zurückliegender oder zeitgenössischer Architektur - die stetig zahlreiche Besucher anziehen?

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  • von Paradisi-Redaktion

Architektur ist mehr als nur das Entwerfen und Planen von Bauwerken, sie ist zu einem großen Teil auch Kunst. Ein Bauwerk lebt von seinen stilistischen Besonderheiten, erst dadurch bekommt es seine Eigenheit. Es taten sich im Laufe der Jahre einige brillante Köpfe hervor, die es verstanden, wahre Meisterleistungen der Architektur zu vollbringen. Obwohl sich manche Länder als besonders prädestiniert für das Hervorbringen talentierter Architekten erwiesen, gab es jedoch schon überall auf der Welt diejenigen, derer man sich auch heute noch erinnert. Ob zurückliegender oder zeitgenössischer Architektur - lernen Sie die berühmtesten Architekten aus Deutschland und weltweit kennen.

Schon seit Jahrtausenden bauen Menschen Unterkünfte und Lagerstätten, um sich selbst und ihr Hab und Gut vor Wind und Wetter zu schützen. Lange Zeit geschah dies ohne jeden Plan und oftmals ohne Verständnis von Statik und Festigkeit.

Selbst wenn solches Wissen unterschwellig vorhanden war, wurde es zu Beginn der Menschheitsgeschichte kaum in Worte gefasst. Erst die Architektur gab der Erschaffung von Bauwerken Richtung und Ziel.

Berühmte Architekten aus Deutschland

Besonders die europäischen Länder sind reich an architektonischen Vermächtnissen. Man denke nur an die Vielzahl von Städten, die nur wegen ihrer einzigartigen Bauwerke bereist werden. Auch in Deutschland gibt es einige solcher Städte. Grund dafür sind die vielen berühmten Namen, die Deutschland über die Jahrhunderte hinweg im Namen der Architektur schrieb.

Elias Holl

Einer der frühesten deutschen Architekten war Elias Holl. Sein Schaffensgebiet beschränkte sich fast ausschließlich auf das bayerische Städtchen Augsburg, das auch heute noch eine wahre Perle in Sachen Bauwerken und Flair darstellt. Holl errichtete hier zu Beginn des 17. Jahrhunderts eine Vielzahl verschiedener Bauten. Darunter zum Beispiel

  • einige Wohnhäuser,
  • Lagerhallen, aber auch
  • Schulen
  • Türme und sogar
  • das Rathaus.

In seinem Stil blieb Holl stets den klassischen Formen treu. Er legte viel Wert auf Symmetrie und ließ sich bei seinen Entwürfen auch von der italienischen Architektur beeinflussen, die er während einer Venedigreise kennenlernen durfte.

Walter Gropius

Walter Gropius wird häufig zusammen mit dem Begriff Bauhaus genannt. Tatsächlich prägte Gropius die Gruppe und ihren Stil nachhaltig und regte immer wieder zu einer Umstrukturierung der architektonischen Ausbildung an.

Seiner Meinung nach sollten Künstler dieselbe Ausbildung erhalten wie auch jeder Handwerker. Nur so könnten Architekten die vollen Schaffensmöglichkeiten ihres Metiers ausschöpfen.

Gropius entwarf größtenteils Zweckbauten. So errichtete er zusammen mit Meyer die berühmten Faguswerke.

An diesem Bauwerk konnte man bereits zahlreiche Elemente erkennen, die etwas später internationale Anerkennungen finden sollten. So zum Beispiel die klaren kubischen Blöcke, aus denen die Werke errichtet worden waren.

Egon Eiermann

Auch Egon Eiermann entwarf vornehmlich Zweckbauten. Er war besonders zur Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts tätig und baute neben zahlreichen anderen Werken auch viele staatliche Gebäude, darunter zum Beispiel die Deutsche Botschaft in Washington. 1967 wurde Eiermann die große Ehre zuteil, als Vorsitzender im Ausschuss für die Olympiabauwerke in München zu fungieren.

Auch aus der Zeitgenössischen Architektur sind ein paar erwähnenswerte Namen dabei...

Thomas Herzog

Der deutsche Architekt Thomas Herzog ist solch ein Architekt, der es bereits zu Lebzeiten schaffte, sich in der Branche einen Namen zu machen. Seine Karriere begann in München, wo er 1965 sein Diplom erhielt.

Es folgten zahlreiche Studienreisen; Herzog war auch lange Zeit im Ausland tätig. Seine größten Erfolge erzielt er jedoch in der bayerischen Heimat. So entwarf er beispielsweise zwei populäre Wohnanlagen in Regensburg und München.

Thomas Herzogs Spezialität ist das Entwerfen von nachhaltigen und sparsamen Bauten. Besonders seine Wohnhäuser werden so konstruiert, dass sie bei einem minimalen Kostenaufwand und einer möglichst geringen Umweltbelastung ein Höchstmaß an Komfort und Bequemlichkeit bieten.

Günter Behnisch

Auch Günter Behnisch stammt aus Deutschland, gehört jedoch einer etwas älteren Generation als Herzog an. Behnisch wurde in erster Linie durch sein Mitwirken an den Olympia-Bauten in München bekannt und zwar über die deutschen Landesgrenzen hinaus.

Doch damit begann der Strom der großen Aufträge erst richtig zu fließen. Vor allem für seine Heimatstadt Stuttgart entwarf Behnisch zahlreiche Projekte. So half er beispielsweise bei der Sanierung des Schlossplatzes und der Königsstraße mit. Selbst Planung und Bau eines Universitätsgebäudes übergab man in Behnischs fähige Hände.

In Europa gibt es viele berühmte Bauwerke und deren Architekten
In Europa gibt es viele berühmte Bauwerke und deren Architekten

Berühmte Architekten weltweit

Werfen wir nun einen Blick hinaus in die Welt - es folgt ein Überblick über die bekanntesten Architekten weltweit.

Sir William Chambers

Der Engländer Sir William Chambers war vor allem in der Mitte des 18. Jahrhunderts tätig. Obwohl eigentlich in Schweden geboren, gilt Chambers vor allem als berühmter englischer Architekt, da er dort zahlreiche Bauten zu Hofe errichtete und sich so einen Namen machte.

Chambers verstand es vor allem, verschiedene Elemente unterschiedlicher Richtungen und Stile so miteinander zu kombinieren, das daraus eine einzigartige Schönheit und Eleganz entstand. Mit Hilfe dieser Eigenschaft entwarf er einige prunkvolle Landhäuser und höfische Gemächer.

Gustave Eiffel

Gustave Eiffel ist den meisten Menschen wohl aufgrund seines Nachnamens ein wohlbekannter Architekt. Eiffel entwarf den weltberühmten Eiffelturm für die Weltausstellung in Paris 1889. Erst durch sein Schaffen konnte sich Eisen als Material zur künstlerischen Gestaltung endgültig durchsetzen.

Auch nach der Fertigstellung des Eiffelturms kam Eiffel nicht von seiner Vorliebe für Eisen ab. Er wirkte später auch am Bau der Freiheitsstatue mit, die ebenfalls mit einem ausgeklügelten Stützsystem aus Eisen ausgestattet ist.

Leon Battista Alberti

Wie Frankreich, so gehört auch Italien zu den europäischen Ländern, die besonders viele hervorragende Architekten zustande brachten. Unter ihnen Leon Battista Alberti.

Das Besondere an Albertis Schaffen ist, dass er sich nie darum kümmerte, seine Entwürfe auch in die Praxis umzusetzen. Alberti verstand sich in erster Linie als Maler und Dichter, eben als Künstler. Sich mit Materialengpässen und Baustopps zu beschäftigen war ihm zuwider. Trotzdem war jeder einzelne seiner Entwürfe ein Meisterwerk.

Sir Norman Robert Foster

Während die meisten Architekten für ihre Werke das Label der Kunst beanspruchen, gibt es auch einige Ausnahmen, die ihr Metier eher als Handwerk ansehen. Zu ihnen gehört auch der Engländer Sir Norman Robert Foster. Foster ist dafür bekannt, Zweckbauten zu entwerfen und zu errichten, die sich trotz ihrer Schlichtheit perfekt in die naturgegebene Umgebung einfügen.

Im Gegensatz zu seinen Kollegen versucht Foster dabei nicht, den Bauten zwanghaft seinen Stempel aufzudrücken. Für ihn stehen Innovativität und Funktionalität im Vordergrund.

Weitere namhafte Architekten

Auch außerhalb von Europa findet man namhafte Architekten, die es in Fachkreisen zu weltweiter Berühmtheit geschafft haben. Allerdings muss man an dieser Stelle anmerken, dass die europäischen Architekten trotz allem deutlich in der Überzahl sind und waren.

Bekannte US-amerikanische Architekten waren beispielsweise Frank Lloyd Wright und Peter Harrison. Aus dem Bereich der zeitgenössischen Architektur sind

  • Giorgio Grassi aus Italien
  • Tadao Ando aus Japan und
  • der US-Amerikaner Michael Graves

zu nennen.

Star-Architekt David Chipperfield wird geehrt - Preis für Lebenswerk

Er ist bekannt für den Wiederaufbau des Neuen Museums in Berlin oder das Literaturmuseum der Moderne in Marbach, Neckar. Auch für die Planung des zentrale Eingangsbereiches der Berliner Museumsinsel war er zuständig. Nun wird der berühmte britische Architekt David Chipperfield für sein Gesamtwerk mit dem Preis für Baukultur geehrt.

Die Verleihung des Preises in Form eines Bronzewürfels wird am 25. September im Essener Folkang Museum stattfinden. Ins Leben gerufen wurde dies vom Verband Deutscher Architekten.

Die Erschaffer der schönsten Gebäude der Welt

Ein Ranking bezüglich der schönsten Bauwerke weltweit gibt es regelmäßig. Im Folgenden geben auch wir einen solchen Überblick: wer steckt hinter diesen Werken?

  • In Dänemark steht ein Wohnhaus, welches den Titel The Iceberg trägt. Erschaffen wurde dieses von Louis Paillard.

  • Auch der One Central Park in Australien wurde bereits als schönstes Wohnhaus der Welt erkoren. Der Architekt dahinter: Jean Nouvel.

  • In Spanien steht das Architekturwunder The House of the Infinite. Dieses wurde von Alberto Campo Baeza erbaut.

  • Ein berühmtes Hotel ist das White Wolf Hotel in Portugal. Dieses wurde von AND-RÉ gebaut.

  • Ein besonderer Kindergarten, der Farming Kindergarten, steht in Vietnam. Er wurde von der Architektengruppe Vo Trong Nghia Architects entworfen.

  • Zu den besonderen Büros zählt das Building on the Water in China. Erschaffen von Álvaro Siza und Carlos Castanheira.

  • Die Philharmonic Hall Szczecin in Polen sticht schon von Weitem aus der grauen Masse heraus. Die Erbauer: Estudio Barozzi Veiga.

  • In England sollte man Musik aus den Acoustic Shells lauschen. Diese wurden von Flanagan Lawrence gebaut.

  • In Norwegen ist die Community Church Knarvik einen Besuch wert. Die Kirche wurde von Reiulf Ramstad entworfen.

Rekord-Wolkenkratzer in Dubai wird noch 2009 fertig

Der bis dato höchste Wolkenkratzer der Welt, der "Burj Dubai", soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Das gab jetzt das das Unternehmen Emaar Properties bekannt. Beim "Turm von Dubai" jagt ein Superlativ den nächsten: Das bei der Fertigstellung verwendete Aluminium wiegt soviel wie fünf zweistöckige Airbus-A389-Maschinen.

Und wenn man die verbauten Glasscheiben nebeneinander auslegen würde, erhielte man eine Fläche von 14 Fußballfeldern. Die Fassade des etwa 800 Meter hohen Gebäudes ist bereits komplett. Der Innenausbau wird noch vor dem Jahreswechsel beendet.

Aqua-Tower in Chicago zum Wolkenkratzer des Jahres gekürt

Der Gewinner des "Emporis Skyscraper Award" ist der „Aqua“-Tower in Chicago. Der Architektur-Preis wird jedes Jahr für besonders ästhetisch gebaute Wolkenkratzer vergeben. Die Architektin des diesjährigen "Emporis Skyscraper"-Preises ist die 46-jährie Jeanne Gang, die in Chicago ihr Büro hat.

Der "Aqua"-Tower begeisterte die hochkarätige Jury insbesondere durch seine interessante Fassade. In deren Design wechseln sich wellenförmige Balkone mit Glasflächen ab und erwecken so den optischen Eindruck, eines glatten Sees aus dem Felsen hervorragen. Auch die technischen Details des Gebäudes und seine Umweltbilanz überzeugten die Jury.

Den zweiten Platz gewann das Architekturbüro Reiser + Umemoto aus New York mit ihrem Wolkenkratzer „O-14“ im arabischen Emirat Dubai. Der puristische Name des Gebäudes ist die Nummer seiner Bauparzelle, worauf der Wolkenkratzer im Entwicklungsgebiet „Business Bay“ steht. Das drittplazierte Hochhaus ist "The Met" in Bangkok.

„Batygai“: Kasachstan plant Indoor-Stadt

Wenn in Kasachstan der Winter ausbricht, sind -40 Grad °C keine Seltenheit. Dann heißt es, sich warm anzuziehen. Doch dies könnte in Zukunft nicht mehr nötig sein, zumindest für diejenigen, die in "Batygai" wohnen.

Dies ist der Name einer Indoor-Stadt, die momentan in Planung ist. Das Besondere: durch eine Membran - als Vorbild dienten Bauwerke in Dubai - wird keine Kälte eindringen können. "Batygai" soll einen Durchmesser von 2km haben und Platz für 20.000 Menschen bieten.

Ein erstes Exemplar dieser Bautechnik stellt das "Khan Shatyr Entertainment Center" dar, welches am 6. Juli eröffnet wird. Dabei handelt es sich um ein 150m hohes Zelt, welches Kinos, Restaurants, teure Boutiquen und sogar einen tropischen Strand beherbergt.

Österreichisches Dorf soll in China nachgebaut werden

Eine Kopie des beliebten Touristenziels Hallstatt in Österreich soll in China nachgebaut werden

Flagge von China
Chinesische Flagge © Jürgen Priewe - www.fotolia.de

In der chinesischen Stadt Guangdong soll noch in diesem Jahr eine Kopie des österreichischen Dorfes Hallstatt errichtet werden. Die Kulisse des 900-Seelen-Ortes soll in einem Luxusviertel Guangdongs in erster Linie Einkaufszentren und Restaurants beherbergen.

Dorfbewohner sind entrüstet über das chinesische Vorhaben

Die Einwohner Hallstatts sind von diesem Vorhaben alles andere als begeistert: Es gab keine Anfrage für den Nachbau des Dorfes, heimlich und unauffällig haben die Verantwortlichen aus China alles in dem österreichischen Dorf vermessen und aufgezeichnet. Vermutlich wäre der Plan der Dorf-Kopie noch immer unbekannt geblieben, wären die Bauzeichnungen nicht zufällig von der Hotelchefin Monika Wenger entdeckt worden.

Die Bürger im Ort fühlen sich hintergangen, gleichzeitig fürchtet Wenger, dass Touristen aus China nach dem Nachbau nicht mehr nach Hallstatt reisen könnten. Das Dorf, das von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde, ist ein beliebtes Touristenziel – ein Rückgang chinesischer Touristen könnte für den kleinen Ort große Verluste bedeuten.

Überprüfung der Gesetzeslage

Alexander Scheutz, Bürgermeister Hallstatts, möchte nun juristisch prüfen lassen, ob eine solche Art des Kopierens gesetzlich erlaubt ist. Aufgrund bisher fehlender Genehmigungen soll der chinesische Nachbau bislang spiegelverkehrt errichtet werden.

Belgische Architekten bauen durchsichtige Kirche

In Limburg, Belgien, gibt es seit neuestem eine ganz besondere Sehenswürdigkeit: eine durchsichtige Kirche, deren Projektname "Reading Between the Lines" - also "zwischen den Zeilen lesen" lautet. Das außergewöhnliche Bauwerk stammt von den beiden Architekten Pieterjan Gijs und Arnout Van Vaerenbergh.

Besucher können durch das zehn Meter hohe Kunstwerk, welches aus 100 Schichten aus Stahlplatten besteht, hindurchlaufen. Das Besondere bei der Besichtigung ist der Blickwinkel: je nach Standpunkt erscheint die Kirche entweder als normales Gebäude, geht man einige Schritte zur Seite, scheinen die Wände plötzlich zu verschwinden.

Saudis planen höchstes Gebäude der Welt

In Dschidda soll der Kingdom Tower als höchstes Gebäude den Burj Khalifa ablösen

Gebäude - Zwei Wolkenkratzer unter blauem Himmel
wolkenkratzer © Philip Lange - www.fotolia.de

Es geht immer höher hinaus. Über 1000 Meter soll der Kingdom Tower in der saudi-arabischen Stadt Dschidda in die Höhe ragen. Damit wäre der Wolkenkratzer das höchste Gebäude der Welt.

Noch ist das Burj Khalifa in Dubai mit 828 Metern der Rekordhalter. Doch in fünf Jahren soll ihn der Kingdom Tower ablösen. So lange soll die Bauzeit für das 1,2 Milliarden US-Dollar (840 Millionen Euro) teure Wunderwerk dauern. Um in die oberste Etage zu gelangen, brauchen Besucher mit dem Fahrstuhl zwölf Minuten.

Kingdom Tower wird Bestandteil der künstlichen Kingdom City

Der saudische Prinz Walid Bin Talal teilte mit, dass die Welt wissen solle, dass das Land weiter investiere. Der Bau, so der Prinz, habe eine wichtige finanzielle und wirtschaftliche Botschaft, die niemand ignorieren sollte.

Verantwortlich für das Errichten des Kingdom Tower ist der größte Baukonzern des Landes, die Bin-Laden-Gruppe. Firmengründer Muhammad bin Laden war der Vater Osama bin Ladens, dem Verantwortlichen für die Anschläge auf das World Trade Center in New York am 11. September 2001. Das Design für den Wolkenkratzer stammt von dem in Chicago ansässigen Architekturbüro von Adrian Smith und Gordon Gill.

Das Gebäude ist Bestandteil der Kingdom City, einem künstlichen, etwa 5,3 Quadratkilometer großen Stadtviertel im Norden der Millionenmetropole. 80 000 Menschen sollen hier einmal wohnen und arbeiten. Gesamtbauzeit für das Projekt: rund zehn Jahre.

Berühmte Bauhaussiedlung in Dessau ab sofort wieder geöffnet

Keine Trennung mehr zwischen Kunst und Architektur und bedarfsgerechtes Wohnen für Jedermann und Jederfrau: Die Vertreter des Bauhaus waren in den 1920er Jahren angetreten, um das Leben der Menschen radikal zu verändern. Wie die Idealvorstellung einer solchen Wohnumgebung zum Beispiel für Walter Gropius, einen der bekanntesten Architekten seiner Zunft, aussah, können Besucher jetzt wieder hautnah erleben.

Im ostdeutschen Dessau, einst wichtige Ideenschmiede für Bauhaus-Anhänger, befindet sich die Reihenhaussiedlung Törten. Ganze 314 Häuser wurden hier in kürzester Zeit realisiert. Neben der Wohnfläche mit beeindruckend modernem Ambiente bot jedes Reihenhaus eine kleine Gartenfläche, die ihren Bewohnern eine Selbstversorgung ermöglichen sollte.

Das wohl berühmteste Haus der Siedlung ist jetzt nach einer Rundum-Sanierung ebenfalls wieder zu besichtigen. Im Rahmen eines Rundgangs durch die Siedlung erhält man einen Einblick in das Leben in der Bauhaus-Bude - mit Original Möbelstücken und historischen Fotografien, die die Idee vom neuen Wohnen wieder zum Leben erwecken.

In London entsteht der zurzeit höchste Wolkenkratzer Europas

In London wird seit dem Jahr 2009 an der London Bridge der höchste Wolkenkratzer in Europa gebaut. Dieser Wolkenkratzer mit seinen 310 Metern Höhe soll bis zu den Olympischen Sommerspielen im Juli 2012 fertiggestellt werden. Jetzt wurde die Spitze mit einem Gewicht von 500 Tonnen auf den Wolkenkratzer montiert und anschließend werden 11.000 Glasscheiben die Fassade zieren, so dass auch der Name "The Shard" ("Glasscherbe") dann zutreffend sein wird. Insgesamt sollen in dem Gebäude 72 Etagen als Wohnungen entstehen, sowie auch ein Hotel mit 195 Zimmern und auch mehrere Restaurants. Der Architekt ist der Italiener Renzo Piano und die Baukosten liegen bei 540 Millionen Euro.

Aber lange wird "The Shard" nicht das höchste Gebäude in Europa bleiben, denn in Paris soll das Wolkenkratzer-Duo "Hermitage Plaza" mit 320 Metern "The Shard" um 10 Meter im Jahr 2016 überragen. Übrigens befindet sich das derzeit höchste Gebäude "Burj Khalifa" in Dubai mit 828 Metern. Das lange Jahre höchste Gebäude der Welt, das Empire State Building aus dem Jahr 1931, misst eine Höhe von 381 Metern (mit Antennenspitze 443 Meter) und der Südturm des World Trade Centers, das durch den Terroranschlag im Jahr 2001 am 11. September zerstört wurde, war seinerzeit 415 Meter hoch.

Ein Traum aus Marmor und Gold: Saudi-Arabien gönnt sich prunkvollste U-Bahn-Station der Welt

Schade, dass kaum jemand sie zu sehen bekommen wird: In der saudi-arabischen Hauptstadt Riad wird derzeit die wohl prunkvollste U-Bahn-Station der Welt gebaut. Der Fußboden der neuen Haltestelle im King Abdullah Financial District soll aus edlem Marmor gebaut werden und an den Wänden wird echtes Gold glänzen.

Das wellenförmige Dach, das von außen an eine Sanddüne erinnert, soll durch Gitter frische Luft in die U-Bahn-Station lassen. Hohe Decken mit imposanten Säulen helfen bei der Zirkulation der Luft.

Insgesamt soll das 20.000 Quadratmeter große Gebäude sechs Bahnsteige enthalten, an denen sich drei U-Bahn-Linien der Hauptstadt kreuzen. Dazu kommt eine Eingangsetage und zwei weitere Stockwerke für Parkgaragen.

Kurios: Der Entwurf für die neue U-Bahn-Station im wohl frauenfeindlichsten Land der Welt stammt von der britisch-irakischen Architektin Zaha Hadid, die zuletzt das Olympics Aquatic Centre in London und das neue Museum für zeitgenössische Kunst in Rom entworfen hat.

Ob Frau Hadid die Bauarbeiten in Riad selbst beaufsichtigen darf, ist unbekannt. Der Bau soll innerhalb von vier Jahren erfolgen. Riad erlebt in den letzten Jahren rasantes Wachstum und verdoppelte seit 1990 seine Einwohnerzahl. Nun wird zum ersten Mal ein öffentliches Nahverkehrssystem entwickelt, das sich die Scheichs einiges kosten lassen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: eiffelturm © philipus - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: architect talking to investor over the blueprints © endostock - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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