6. Mai 2010
Richtige Tischmanieren signalisieren nicht nur Höflichkeit und Respekt, sondern sorgen auch für einen guten Eindruck bei den Kollegen oder beim Chef. Insbesondere im Restaurant oder Hotel sollte man ein paar grundlegende Benimmregeln kennen, aber auch im heimischen Wohnzimmer oder bei Freunden kann man sich mit einem unsittlichen Trinkverhalten unbeliebt machen.
Während einige Tischmanieren nur den wenigsten Menschen vertraut sind, erscheinen uns andere selbstverständlich. So lernen wir schon als Kinder, dass wir auch heiße Getränke nicht schlürfen, sondern möglichst lautlos schlucken sollen. Ebenso sollen wir am Tisch nicht mit Flüssigkeit im Mund gurgeln oder in unüberhörbarer Lautstärke aufstoßen.
Andere Tischmanieren sind dagegen nicht jedem bekannt. So eröffnet eine Getränkerunde grundsätzlich der Gastgeber. Erst wenn dieser zum Anstoßen aufgefordert und den ersten Schluck getrunken hat, sind die Gäste an der Reihe. Beim Anstoßen gehört es sich, den anderen Gästen der Runde in die Augen zu schauen und dabei einen kurzen Trinkspruch über die Lippen zu bringen. Gängige Sprüche sind z.B. "Zum Wohle" oder "Prosit".
Flaschen, egal welcher Art, sollten nur mit dem dafür vorgesehenen Flaschenöffner geöffnet werden und nicht etwa mit einem Feuerzeug oder mit Besteck. Wird die Flasche direkt am Tisch geöffnet, empfiehlt es sich, den Deckel oder den Korken sofort zu entsorgen. Als Gastgeber tut man aber am besten damit, das Öffnen der Flasche schon in der Küche und nicht bei Tisch vorzunehmen.
Besondere Benimmregeln gibt es beim Trinken von Wein. Generell gilt, dass Rotwein zu dunklem Fleisch und Weißwein zu Fisch oder hellem Fleisch getrunken wird. Es ist aber keine Untat, wenn man dieses ungeschriebene Gesetz nicht befolgt. Wichtiger dagegen ist es, dass man unterschiedliche Weine nicht durcheinander trinkt. Wird beispielsweise mit einem neuen Gang ein anderer Wein serviert, sollte man das noch halbvolle Glas des vorigen Gangs einfach stehen lassen. Auch beim Anfassen der Weingläser sollte man nicht voreilig handeln. Weingläser werden grundsätzlich nur am Stiel und nicht am Kelch angefasst, was zwei Gründe hat: Zum einen wird der Wein durch die eigene Körperwärme nicht unnötig erwärmt und zum anderen erzeugt das Glas beim Anstoßen einen ansprechenderen Klang.
Grundsätzlich gehört es sich auch, dass man nur mit leerem Mund zum Trinken ansetzt. Nach dem Trinken kann man den Mund mit der Serviette abtupfen, nicht aber abwischen. In einer sitzenden Gesellschaft darf der letzte Schluck auf keinen Fall im Stehen getrunken werden.
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