5. Mai 2010
Der Besuch eines Spielzeugmuseums ist für Kinder und Erwachsene eine Faszination. Bundesweit stellen zahlreiche Museen Puppen, Technik und weiteres Spielzeug aus und locken ihre Besucher mit einzigartigen und interessanten Sonderausstellungen. Oft lohnt es sich, für Anfahrt und Besuch des Museums ein ganzes Wochenende einzuplanen und auch weitere Wege in Kauf zu nehmen.
Das älteste Spielzeugmuseum Deutschlands befindet sich in Sonneberg in Thüringen. Auf drei Etagen kommen hier sowohl Kinder als auch Erwachsene auf ihre Kosten. Im Obergeschoss können die Besucher in eine Welt von Puppen abtauchen. Ausgestellt werden Puppen aus verschiedenen Jahrhunderten, die aus Ton, Holz, Pappe oder Kunststoff gefertigt wurden. Auch Teddybären, Handspielpuppen und Marionetten sind Teil der Ausstellung in der oberen Etage. Technikfreunde werden von der Ausstellung im Erdgeschoss begeistert sein. Historisch bedeutende technische Erfindungen wie z.B. die Dampfmaschine sind hier ebenso wie Spielzeugsysteme, Modelleisenbahnen und Zinnfiguren zu finden. Im Untergeschoss erwarten den Besucher u.a. ein historisches Klassenzimmer sowie eine nachgestellte Thüringer Kirmes.
In Nürnberg befindet sich ein weiteres weltbekanntes Spielzeugmuseum, welches in verschiedene Themenkomplexe aufgeteilt ist. Puppen, Holzspielzeug und Technik gehören ebenso zu den Inhalten wie das Spielzeug der Gegenwart, zu dem u.a. auch Computerspiele gehören. Im Nürnberger Spielzeugmuseum wird auch die Museumspädagogik groß geschrieben. Kinder der Grund- und Mittelstufe haben die Möglichkeit, gemeinsam zu spielen, zu forschen und zu basteln.
Das erzgebirgische Spielzeugmuseum in Seiffen bietet in erster Linie einen Einblick in die Geschichte des Spielzeugs aus der Region. Auch hier können Kinder und Erwachsene selbst aktiv werden. An das Spielzeugmuseum angeschlossen ist ein Freilichtmuseum, in dem Besucher verschiedene historische Werkstätten des regionalen Handwerks besuchen können.
Eine besondere Art der Geschichts- und Kulturvermittlung bietet die Dachbodenbande in Hamburg. In diesem Spielzeugmuseum führt und begleitet die Dachbodenbande, die aus sieben Plüschtieren besteht, die Besucher auf kindgerechte Art und Weise durch die Ausstellung. In diesem Museum lädt eine gewisse Unordnung dazu ein, die Räumlichkeiten selbst nach alten Schätzen zu durchforschen.
Weitere bekannte Spielzeugmuseen gibt es u.a. in Soltau, Trier, Massenhausen, Görlitz oder im Havelland. Nicht nur für Puppenliebhaber lohnt sich zudem ein Besuch im Puppen- und Spielzeugmuseum Rothenburg ob der Tauber.
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05.06.11 | |
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