10. Mai 2010
Von Viola Reinhardt
Was ist Glück? Für jeden Menschen bedeutet dieses Wort etwas anderes: Gesundheit, Erfolg im Beruf, die große Liebe, Auswandern oder einfach so bleiben wie man ist. Stellt sich das Glück nicht gleich ein oder erlaubt es sich eine Pause zu machen, dann zieht es die Menschen an Plätze, die voller Glück sein sollen. Nürnberg, Prag, Rom und viele weitere Orte werden mit mystischen Geschichten umgeben. Können sie helfen und wenn ja wie?
Einer der Glücksplätze Nummer Eins innerhalb Europas ist wohl der Trevi-Bunnen in Rom. Der Fontana di Trevi in der italienischen Hauptstadt fasziniert durch einen besonderen Zauber. So soll das Werfen einer Münze, mit geschlossenen Augen und mit der linken Hand über die rechte Schulter nach hinten geworfen, dazu verhelfen wieder nach Rom zurückzukehren. Wirft man zwei Münzen auf die gleiche Art, heißt es, dass man sich in einen Römer verliebt und bei drei Münzen, dass dieser einen heiratet. Faszination: Sehr oft trifft tatsächlich ein was der Brauch des Brunnens herbei ruft.
In Verona dagegen sollte man zu dem Haus Casa de Guiletta gehen. Der Legende nach verliebten sich Romeo und Julia in dem Gebäude in der Via Capello. Täglich zieht es Liebespärchen an die Statue, die Julia darstellt und warten mehr als geduldig darauf, die rechte Brust der Figur zu streicheln. Dies soll ein langes Glück in der eigenen Liebe heraufbeschwören. Romantischer geht eine Glückshilfensuche wohl kaum.
In Florenz erwartet einen auf der Glückssuche ein Schwein. Nun haben Schweine allgemein ja denn "Glücksfaktor" in sich, aber das Wildschwein auf dem Platz "Loggia del Porcellino" ist ein ganz besonderes. Berührt man seine Schnauze, dann bringt das schon Glück an sich, aber legt man eine Münze in die geöffnete Schnauze hinein, dann wird man stets über genug Geld verfügen können.
Wer seinen Urlaub oder Kurztrip in Prag verbringt, sollte es dagegen nicht versäumen einen Abstecher zur Karlsbrücke zu machen. Dort findet sich eine Figur des Heiligen Johannes von Nepomuk dessen Kopf von einem wunderschönen Sternenkranz geschmückt wird. Obwohl es zueinst gefoltert wurde, zeigte er sich nicht als Verräter. Das Relief des einstigen Märtyrers zu berühren, soll einen selbst von Kummer befreien können.
Zu guter Letzt finden sich auch in Deutschland zwei Orte des Glücks. In Nürnberg steht der vergoldete Schöne Brunnen. Rund 40 Figuren symbolisieren das Heilige Römische Reich. Für Glückssucher ist der Messingring in den insgesamt acht Gittern von besonderer Bedeutung: Dreht man einmal an ihm, dann erfüllt der mystische Ring einem drei Wünsche. Wer einen Kinderwunsch hegt, sollte dagegen dreimal an ihm drehen, denn dann könnte sich bald der ersehnte Nachwuchs einstellen.
In Mölln hingegen empfiehlt es sich einen Abstecher zur Figur des Till Eulenspiegels zu machen. Der freche Narr hielt einst die Gesellschaft in Atem, da er ihnen "ihren Spiegel" vor Augen hielt. Seinen linken Daumen zu berühren, soll ebenfalls zu einem Mehr an Glück verhelfen.
Mag man daran glauben oder auch nicht: Auch in Sachen Glück gibt es Dinge, die tatsächlich ihre Wirkung zeigen und ein Versuch ist es allemal wert. Denn ein Quäntchen Glück hat jeder verdient.
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