Nicht jeder Schriftsteller schreibt seine Texte für die Öffentlichkeit. Andere dagegen haben von Anfang an das Ziel, Leser mit ihren literarischen Werken anzusprechen und zu berühren. Für diese stellt sich früher oder später die Frage, wie das eigene Buch verlegt werden kann und damit für den Leser zugänglich wird.
Für den Schriftsteller gibt es verschiedene Möglichkeiten, eigene Bücher zu veröffentlichen. Die klassische Methode ist die Vorstellung des Buches bei einem Verlag. Welcher Verlag sich für das eigene Buch anbietet, kann im Internet recherchiert oder in einer Buchhandlung erfragt werden. Der Verlag sollte in erster Linie zu dem Genre passen, in dem man sich bewegt.
Nun empfiehlt es sich, die Verlage telefonisch zu kontaktieren und anzufragen, ob generell Interesse an einer Leseprobe des eigenen Buches besteht. Plant ein Verlag in absehbarer Zeit gar keine Neuveröffentlichungen, wäre die Zusendung nämlich umsonst. Hat man Glück, wird man direkt um eine Leseprobe gebeten. Diese sollte nicht mehr als ein ausgewähltes Kapitel und eine kurze Inhaltsangabe des Buches umfassen und optisch ansprechend gestaltet sein.
Eine professionell gedruckte und gebundene Leseprobe gibt mehr her als handgeschriebene lose Zettel. Mit der Rückmeldung lassen die Verlage sich meist mehrere Wochen bis Monate Zeit. Die Chancen, dass diese positiv ausfällt, sind leider oft gering. Daher sollte man sich von Beginn an nicht nur auf einen Verlag konzentrieren.
Eine alternative Methode, sein eigenes Buch zu veröffentlichen, ist das Selbstverlegen. Hierfür muss der Schriftsteller eine ISBN-Nummer beantragen und selbst dafür sorgen, dass er es drucken lässt und Abnehmer und Käufer findet. Es kann sich z.B. lohnen, bei einem Buchhandel anzufragen oder das Buch in einer Liste im Internet aufnehmen zu lassen.
Im Internet findet man zudem Anbieter, bei denen man gegen eine Gebühr sein eigenes Buch drucken, binden und mit ISBN-Nummer veröffentlichen lassen kann. Wer tiefer in die Tasche greifen möchte, kann sich hier auch noch professionelle Tipps geben lassen, das Buch überarbeiten oder ein Cover entwerfen lassen. Von den Einnahmen der verkauften Bücher erhalten die Internetanbieter ein Honorar.
Auch über Literaturagenten hat man die Möglichkeit, sein eigenes Buch zu verlegen. Gegen ein Honorar suchen Literaturagenten nach passenden Verlagen und vermitteln den Schriftsteller bzw. das Buch an diese. Das Honorar liegt dann in der Regel bei rund 15% der Einnahmen, die der Autor mit seinen verkauften Büchern erzielt.
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