21. Oktober 2010
Wie soll man ein siebenbändiges Werk von mehr als 4.000 Seiten in einen Comic fassen, mag man sich jetzt fragen. Stéphane Heuet, der eigentlich aus der Werbebranche kommt, ist es schon im Jahr 1998 gelungen. Damals brachte er den ersten Band "Combray" aus seinem, an Marcel Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" angelehnten, Comicband heraus. Es gab damals fast mehr Kritiker als Leser. Sein Werk wurde als "Mord an der Literatur" abgetan, weil ein Werbemann versucht das wohl größte Werk des französischen Schriftstellers zu reproduzieren.
Mittlerweile hat Heuet seinen fünften Band in Frankreich rausgebracht und die Kritik hat fast aufgehört. Im Gegenteil, von jedem Band mussten sogar Nachdrucke gemacht werden, weil seine Comics immer beliebter werden. Jetzt kommt der erste Band "Combray" auch, mit etwas Verspätung, in Deutschland in den Buchhandel.
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