Klöster - Merkmale, Klosterleben und ein Überblick geschichtsträchtiger Klöster in Deutschland

Abtei von Sénanque, Frankreich, davor Lavendelfeld

Die Regeln in einem Kloster - wie der Tagesablauf in Klöstern aussieht und welche bedeutenden Klosteranlagen hierzulande sehenswert sind

Klosterbewohner leben in ihrer eigenen kleinen Gesellschaft, innerhalb der ganz besondere Regeln und Vorschriften gelten. Viele davon scheinen auf den ersten Blick wirklich unmodern und wenig sinnvoll zu sein. Ohne sie wäre das Leben in einem Kloster jedoch nicht so erfüllend, wie es sein soll.

Allgemeine Merkmale eines Klosters

Bei einem Kloster handelt es sich um eine bauliche Anlage, deren Bewohner - Mönchen oder Nonnen - zusammen leben, und sich dabei auf ihren Glauben bzw. dessen Ausübung konzentrieren. Aufgeteilt ist die Anlage für gewöhnlich in

  • Kultgebäude
  • Wohngebäude sowie
  • Wirtschaftsgebäude.
Es gibt auch buddhistische Klöster
Es gibt auch buddhistische Klöster

In vielen Fällen gibt es noch weitere Bereiche. Viele Klosteranlagen haben einen typischen Aufbau. Im Mittelpunkt des Klosterhofs steht die Klosterkirche. Um die Zentralfläche herum sind Speisesaal (Refektorium), Versammlungsraum (Klosterkapitel), Schlafsaal (Dormitorium) sowie Bedürfnissaal (Necessarium) aufgebaut.

Klosteranlagen werden vor allen Dingen mit der christlichen Religion in Verbindung gebracht. Doch auch Wohnanlagen anderer Glaubensgemeinschaften tragen die Bezeichnung "Kloster", wie etwa die Meditations- und Gebetszentren im Hinduismus oder die Anlagen in Form von buddhistischer Klöster.

Das Klosterleben

Die Bewohner eines Klosters halten sich an die monastische Lebensform. Typische Merkmale sind:

  • Gebete
  • Stille
  • Einkehr
  • Abgeschiedenheit von außen
  • Geistiges und geistliches Studium
  • Körperliche Arbeit
  • Gastfreundschaft

Zudem binden sich Mönche und Nonnen in der Regel lebenslang an das, in das Kloster, in welches sie eingetreten sind. Andere Orden bieten die Möglichkeit, sich in eine andere Anlage versetzen zu lassen.

Zu den Ordensgemeinschaften, die in Klöstern leben, zählen

  • Benediktiner
  • Trappisten
  • Zisterzienser
  • Karmelitinnen
  • Kartäuser und
  • Klarissen.

Kein streng monastisches Leben führen Ordensleute, die nicht ausschließlich im Kloster leben, wie

  • Franziskaner
  • Karmeliten
  • Dominikaner oder
  • Prämonstratenser.

Regeln für die Bewohner eines Klosters

Einige Regeln für das Leben im Kloster dürften auch solchen Menschen bekannt sein, die mit Religion absolut nichts anfangen können.

Sexuelle Enthaltsamkeit

Die bekannteste ist wohl mit Abstand das Zölibat. Wer sich dazu entscheidet, fester Bestandteil einer klösterlichen Gemeinschaft zu werden, hat die Pflicht, zukünftig völlig keusch zu leben. Sexualität reduziert den Menschen auf seine Triebe, was im kompletten Gegensatz zu dem Gedanken steht, dass der Glaube der Mittelpunkt allen Seins ist.

Zudem muss sich ein Klosterbewohner völlig der Liebe zu Gott verschreiben. Das bedeutet vor allem keine romantische Liebe zu einem anderen Menschen.

Verzicht auf Privatbesitz

Klöster sind aus gutem Grund abgeschirmte Orte, zu denen das Weltliche keinen Zutritt hat. Die Bewohner müssen daher weitestgehend auf privaten Besitz verzichten; sie leben freiwillig in Armut und verzichten zudem auch auf viele Freuden, die sich der moderne Mensch im Alltag gerne gönnt.

So bekommt man in einem Kloster selten ein Festmahl serviert, es sei denn, es handelt sich um einen hohen Feiertag. Nonnen und Mönche ernähren sich asketisch, sie bauen den Großteil ihrer Nahrung zudem selbst auf dem Klostergelände an. Nicht selten werden auch Tiere gehalten.

Pflichten

Damit der Mikrokosmos Kloster funktionieren kann, ist die Mithilfe eines jeden Bewohners gefragt. Zu den Regeln innerhalb der Mauern gehören daher auch viele Haushaltspflichten wie

  • Kochen
  • Putzen und
  • die Versorgung von kranken Brüdern und Schwestern.

Gottesdienste

Den Hauptteil des Tages verbringen die Bewohner eines Klosters jedoch natürlich mit verschiedenen Gottesdiensten. Die Teilnahme ist nicht nur Pflicht, die Nonnen und Mönche müssen auch aktiv an der Gestaltung der einzelnen Zeremonien mitwirken.

Gehorsam

Dabei tritt häufig auch die feste Hierarchie innerhalb der Gemeinschaft hervor. Höhere Ordensmitglieder delegieren ihre Unterstellten, welche ihrerseits wiederum zu absolutem Gehorsam verpflichtet sind.

Die Regeln eines Klosters variieren zwischen den verschiedenen Konfessionen, sie sind zudem auch von dem jeweiligen Orden abhängig. Vor einem Besuch sollte man sich daher genauer über die speziellen Gegebenheiten informieren, um möglichst nicht anzuecken.

Der Tagesablauf in einem Kloster

In einem Kloster haben weltliche Regeln und Gewohnheiten so gut wie keine Bedeutung. Wer sich dazu entscheidet, in einen Orden einzutreten, muss sich daher erst an einen völlig neuen Tagesablauf gewöhnen. Dieser richtet sich nicht nach den persönlichen Bedürfnissen, sondern strikt nach den verschiedenen Gottesdiensten und Messen.

Da es eine große Vielzahl an verschiedenen Glaubensgemeinschaften gibt, kann man den Tagesablauf in einem Kloster nicht pauschalisieren. Manche Orden halten mehr Gottesdienste ab als andere und auch in der Strenge der Regeln gibt es zahlreiche Unterschiede.

Morgenandacht

Man kann jedoch sagen, dass der erste Weg des Tages fast immer in die Kapelle oder Kirche führt. In einer Morgenandacht versammeln sich die Nonnen und Mönche, um vor Tagesanbruch ihren Dienst am Herren abzuleisten.

Erst danach wird ein gemeinsames Frühstück eingenommen. Bei sehr asketisch lebenden Orden fällt dieses meist überaus dürftig aus, während andere Gemeinschaften ziemlich "normal" frühstücken.

Aufgaben während des Tages

Nach der ersten Mahlzeit des Tages gehen die Klosterbewohner auseinander, um ihre Arbeiten zu verrichten. Manche bestellen die Gärten, während andere kochen oder aber in der Wäscherei tätig sind. Zur Mittagszeit wird ein weiterer Gottesdienst abgehalten, bevor das Mittagessen folgt.

Den Nachmittag verbringen die meisten Nonnen und Mönche mit dem Studieren heiliger Schriften. Vor dem Abendbrot gibt es erneut einen Gottesdienst.

Am Abend kommen dann meist alle Bewohner zusammen, um sich über den Tag auszutauschen und ihn im Stillen ausklingen zu lassen. Vor dem Zubettgehen versammelt man sich noch einmal in der Kapelle.

Der Tagesablauf eines Klosters besteht also zum allergrößten Teil aus Mahlzeiten, Gebetsstunden und verschiedenen Arbeiten. Nonnen und Mönche machen jedoch ebenfalls Erledigungen wie andere Menschen auch. So kaufen sie beispielsweise für den Orden ein oder unterrichten in Schulen und Kindergärten.

Nähe zur Natur

Durch die Versagung weltlicher Genüsse sind Klosterbewohner sehr stark von den Jahreszeiten abhängig. In den Wintermonaten spielt beispielsweise die Einkehr eine größere Rolle als im Sommer, da man in der hellen Jahreszeit meist mit dem Pflegen von Beeten und Ländereien beschäftigt ist.

Diese Nähe zur Natur ist der Spiritualität jedoch nur zuträglich, da sie den Menschen zurück auf Gottes Schöpfung besinnt. Manche Klöster halten sogar eigene Tiere, die im Winter natürlich auch spezieller Pflege bedürfen.

Im Alter kein hoher Blutdruck bei Nonnen

Normalerweise steigt im Alter der Blutdruck beim normalen Menschen, aber bei den Nonnen bleibt dieser auch in den älteren Jahren konstant in einem guten Bereich. Diese Erkenntnis machte Heribert Schunkert, ein Professor in Lübeck, der sie in München bei einem Kongress zum Thema Herz-Kreislauf vorstellte.

Es sei auch ein Beweis für die positiven Auswirkungen von einem gesunden und stressarmen Leben. Ein Klostereintritt ist aber für die Blutdruckergebnisse nicht notwendig, da wenig Rauchen und Trinken, sowie wenig Übergewicht und ausreichende Bewegung schon wichtige Beiträge zur Gesundheit sind.

Der Papst ist bestürzt über das Partyleben der Mönche in Rom

Papst Benedikt XVI hat ein berühmtes Kloster in Rom geschlossen, nachdem dort Tänze von einer Nonne, die ehemals Nachtclubtänzerin war, organisiert und prominente Gäste wie Sängerin Madonna ein- und ausgingen, was der Vatikan natürlich missbilligte. Bei der Einrichtung handelt es sich um das Kloster Santa Croce in Gerusalemme, welches wichtige Relikte der katholischen Kirche besitzt.

Aufgefallen war das unangemessene Verhalten der Mönche und Nonnen, nachdem ein Video bei YouTube aufgetaucht war, welches die besagte Nonne tanzend mit einem Kreuz zeigt. Nach der Schließung müssen die Bewohner nun in andere Klöster umziehen.

Eine Nonne verlässt das Kloster, um den Papst persönlich zu sehen

Seit nunmehr 84 Jahren lebt die die Nonne Teresita nun schon in einem Kloster rund 100 Kilometer nordöstlich von Madrid. Nun will die Nonne zum ersten Mal das Kloster verlassen, um den Papst zu sehen.

Wenn Papst Benedikt XVI. beim Katholischen Weltjugendtag in Madrid mit Geistlichen zusammentrifft, ist Nonne Teresita dabei. Die 103 Jahre alte Ordensschwester will den Weg nach Madrid mit geschlossenen Augen zurücklegen, damit sie nichts ablenkt, wie die Äbtissin des Klosters Buenafuente del Sistal, Mutter Maria, sagt.

Unlängst ist ein Buch von Jesús García erschienen, in dem er über das Leben von zehn Frauen im Kloster berichtet. Schwester Teresita wird in diesem Buch mit den Worten zitiert: "Wer kann 84 Jahre im Kloster zubringen, ohne glücklich zu sein? Natürlich bin ich glücklich."

Sie trat mit 19 Jahren auf Ansinnen ihres Vaters in das Kloster ein.

Kulturzerstörung in Afghanistan: Buddhistische Mönche protestieren gegen Kupferabbau

Bereits 2001 machte Afghanistan negative Schlagzeilen, als die fanatische Taliban die weltberühmten Buddha-Statuen von Bamiyan sprengen ließ. Nun ist Afghanistan wieder Ziel buddhistischer Wut geworden: Der 1500 alte buddhistische Klosterkomplex Mes Aynak soll gesprengt werden. Diesmal steckt jedoch kein religiöser Fanatismus dahinter, sondern handfeste wirtschaftliche Interessen: Ein chinesisches Unternehmen will ab Dezember mit dem Abbau eines riesigen Kupfervorkommens unter dem Kloster beginnen.

Während Archäologen versuchen, bis dahin noch möglichst viele Spuren zu sichern, regt sich in den buddhistischen Ländern Asiens nun der Protest gegen den Abriss von Mes Aynak. Hunderte Mönche aus Thailand, Sri Lanka und Burma haben dem Hauptsitz der Unesco in Bangkok eine Petition übergeben mit der Bitte, Mes Aynak auf die Liste des bedrohten Weltkulturerbes zu setzen um den Abriss zu verhindern.

Auch in Afghanistan regt sich der Widerstand. Eine Petition der Association for the Protection of Afghan Archaeology will bis Ende November 200.000 Unterschriften sammeln um die archäologischen Schätze des Landes besser zu schützen. Ob sie sich durchsetzen ist fraglich: Afghanistans Regierung hofft auf Milliardengewinne durch die Erschließung der weltweit zweitgrößten Kupfermine unter den Ruinen.

Der zurückgetretene Papst Benedikt zieht in ein Kloster im Vatikan

Nachdem der frühere Papst Benedikt seit Februar in Castel Gandolfo, der Sommerresidenz der Päpste gelebt hatte, bezieht er jetzt zusammen mit vier Schwestern und Georg Gänswein, seinem Privatsekretär, das frühere Kloster Mater Ecclesiae Quartier, das extra für ihn umgebaut wurde.

Das Kloster liegt in den Gärten des Vatikans und somit in unmittelbarer Nähe des amtierenden Papstes. Der Vatikan-Sprecher Frederico Lombardi erklärte, dass es für Benedikt die normale Situation sei, im Vatikan zu leben und dass er deshalb zufrieden wäre.

Zu einem Einsiedler wird Joseph Ratzinger trotzdem nicht werden. Laut Aussage von Lombardi wird der ehemalige Papst auch im hohen Alter von 86 Jahren noch schreiben und studieren. Benedikt sieht seine Aufgabe im Gebet und in der Meditation. Im Kloster steht auch ein Raum für den Bruder Benedikts Georg Ratzinger bereit.

Viele Klöster hierzulande sind auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn auch nur für eine kurze Besichtigung...

Geschichtsträchtige Klöster in Deutschland

Obwohl die Menschheit stets den Fortschritt anstrebt, so ist sie dennoch fasziniert von ihrer eigenen Vergangenheit. Beim Besuch alter Schlösser und Ruinen spürt man die Magie längst vergangener Tage in der Luft und fragt sich, wie das Leben damals wohl gewesen sein mag.

Besonders Klöster haben meist eine lange und vor allem ereignisreiche Vergangenheit hinter sich. Trotz Glaubenskriegen und Zerstörung haben es manche davon geschafft, bis heute fort zu bestehen.

Kloster Andechs

Das Kloster Andechs dürfte wohl beispielsweise jedem geläufig sein. Es wurde bereits 1455 ins Leben gerufen und musste seitdem vielen Bedrohungen standhalten. Über die Jahre hinweg wurde das Kloster mehr als einmal beschädigt beziehungsweise fast vollständig zerstört.

Nichtsdestotrotz kann man auch heute noch im Biergarten des Klosters sitzen und die herrlichen Gemäuer bestaunen. Das Kloster Andechs ist nämlich vor allem für sein Bier weit bekannt.

Die Brüder gehen mit der Zeit und haben die Anlage zu einem beliebten Ausflugsziel für Touristen und Einheimische gemacht. Durch die Mittel, die aus Führungen und Bewirtung abfallen, kann sich das Kloster mühelos selbst erhalten.

Kloster Ettal

Auch das Kloster Ettal in Bayern legt großen Wert auf ein enges Zusammenleben mit der Bevölkerung. Der ansässige Benediktinerorden hat in seinen Anlagen sogar ein Gymnasium untergebracht. Für Touristen gibt es eine Schaukäserei und natürlich jede Menge selbst gebrautes Bier.

Da der Bau erst Ende des 18. Jahrhunderts fertig gestellt wurde, konnte man bei der Konstruktion auf damals wirklich moderne Verfahrensweisen zurückgreifen. So denkt man bei der barocken Anlage eher an einen Herrschaftssitz als an ein Kloster.

Kloster Weltenburg

Das mit Abstand geschichsträchtigste Kloster befindet sich jedoch in Kehlheim. Kloster Weltenburg wurde bereits 610 nach Christus erbaut. Man hatte damals die Intention, die dort ansässigen Heiden zu missionieren.

Im Jahr 1050 wurde schließlich erstmals die Brauerei des Klosters erwähnt. Noch nie zuvor hatte eine Brauerei den Weg in die Geschichtsbücher gefunden, weshalb die Brauerei des Klosters Weltenburg heute als die älteste in der gesamten Weltgeschichte gilt.

Interessierte Besucher können die historischen Anlagen natürlich jederzeit besuchen. Es werden auch Führungen veranstaltet, bei denen man einiges über die Geschichte des altehrwürdigen Klosters erfährt. Für das leibliche Wohl der Gäste ist natürlich auch im Kloster Weltenburg bestens gesorgt.

Weitere Klöster

Zu den weiteren sehenswerten Klosteranlagen zählen

  • das Kloster Chorin, ein Zisterzienserkloster aus dem 13. Jahrhundert
  • das Kloster Eberbach in Eltville am Rhein, eine berühmte Filmkulisse
  • die Abtei Corvey, eine Benediktinerabtei, die im Mittelalter als eines der bedeutendsten geistigen Zentren galt
  • das Kloster Lorsch, ein ehemaliges Benediktinerkloster
  • das Kloster Maulbronn, welches als am besten erhaltene Anlage nördlich der Alpen gilt sowie
  • die Klosterinsel Reichenau, zum UNESCO Weltkulturerbe zählende Bodensee-Insel

Deutsche, dänische und polnische Klöster setzen sich für Aufnahme in UNESCO-Kulturerbe ein

Die Klöster Bad Doberan aus Deutschland, Lügum aus Dänemark und Pelplin aus Polen wollen sich für einen Eintritt ins UNESCO-Weltkulturerbe stark machen. Die Zustimmung von deutscher Seite gibt es bereits. Auch die Konferenz mit dem polnischen Amt für Denkmalpflege verlief vielversprechend.

Um den Antrag genehmigt zu bekommen, benötigen die Klöster die Zustimmung aller drei Länderbehörden. Doch zunächst müssen die Klöster im Hinblick auf Kunst, Architektur, Geschichte, Spiritualität, Politik und Wirtschaft international verglichen werden, dies ist für Ende des Jahres geplant.

In Erfurt wurde zerstörte Bibliothek im Augustinerkloster neu aufgebaut

Durch den Neubau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bibliothek im Augustinerkloster in Erfurt sind dort jetzt fast alle Kriegslücken beseitigt. Der Neubau besitzt mehrere Tagungsräume und eine Gedenkstätte erinnert an die Zerstörung durch die britischen Bomber am 25. Februar 1945, wobei 267 Menschen ums Leben kamen.

Der Wiederaufbau soll, wie die evangelische Kirche in Mitteldeutschland mitteilte, ein Zeichen für die Nachwelt darstellen. Die Kosten für den Bau betrugen 6,4 Millionen Euro.

Zum historischen Kloster Tatew in Armenien gelangt man jetzt mit der längsten Seilbahn auf der Welt

Bislang war die längste Seilbahn auf der Welt mit 4,3 Kilometern im US-Bundesstaat New Mexico zu finden. Jetzt wurde in Armenien mit der neu eröffneten Seilbahn zum historischen Kloster Tatew mit 5,7 Kilometern die nun längste Seilbahn für die Besucher in Betrieb genommen.

Damit ist es möglich, dass die Besucher auch das ganze Jahr über zum Kloster gelangen können, das nicht nur der Religion dient, sondern auch zu den wichtigsten Touristenattraktionen im Kaukasus gehört. Die Kosten für die Seilbahn beliefen sich auf etwa 13 Millionen Euro und man hofft jetzt auch auf den Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde. Weiterhin ist das Kloster ein Kandidat für die UNESCO-Welterbeliste und so erhofft man sich für die Zukunft eine weitere Belebung des Tourismus.

In Äthiopien lohnt sich der Besuch des Klosters Debre Damo

Aufstieg auf den Berg Debre Damo - das sich darauf befindliche Kloster und die Aufsicht sind es wert

Äthiopien bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Das Land selbst ist ungefähr eine Million Quadratkilometer groß - drei mal so groß wie Deutschland.

Eine besondere Sehenswürdigkeit in Äthiopien ist das Kloster Debre Damo auf dem Berg - man kann es nur mit einem Seil erreichen. Der beschwerliche Aufstieg entlohnt den Besucher aber allemal - oben auf dem Berg gibt es zwei Kirchen, eine davon stammt aus dem 6. Jahrhundert und zeigt in axumitischer Bauweise wunderschöne Holzschnitzereien.

Über den Ort

Von dem Ort Intichio aus, der 48 Kilometer im Nordosten von Axum liegt, erreicht man nach dreißig Minuten Autofahrt mit dem Jeep den Berg Debre Damo. Dort oben auf dem Berg steht das älteste Kloster von Äthiopien. Der Platz dort soll der Sage nach damals als Wohn- und Betstätte fungiert haben.

In späterer Zeit diente der Ort als Zuflucht für die Königsfamilie, zum Schutz vor Verschwörungen. Heute wird das Kloster von Mönchen bewohnt und Frauen haben keinen Zutritt.

39. Welterbestätte in Deutschland ernannt

Das Kloster Corvey ist zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Die Benediktinerabtei wurde bereits im 9. Jahrhundert gegründet und stand seit 1999 auf der Warteliste der Unesco. Nun kann man sich im westfälischen Höxter freuen und die Ernennung gebührend feiern.

Die Abtei, die im Jahr 822 gegründet wurde, gehörte zur damaligen Zeit zum religiösen und geistigen Zentrum des Frankenreichs. Das Kloster, welches direkt an der Weser liegt, wurde von einem Sohn von Karl des Großen in Auftrag gegeben. Im 10. Jahrhundert hatte das Kloster seine Blütezeit. Danach verlor es mehr und mehr an Bedeutung und ging zum Schluss sogar in Privatbesitz über.

Auf dem Gelände des Klosters befindet sich neben einer Bibliothek auch die ehemalige Schreibstube des Benediktinerklosters. Umgestaltet wurden die altehrwürdigen Räume im 12. Jahrhundert. Nach einem Brand im Jahr 1699 musste es zudem noch einmal komplett neu aufgebaut werden.

Grundinformationen und Hinweise zu Klöstern

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Quellenangaben

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Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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