Die Regeln in einem Kloster

Pflegerin hält die faltige, rechte Hand einer bettlegerichen, alten Frau

Klosterbewohner leben in ihrer eigenen kleinen Gesellschaft, innerhalb der ganz besondere Regeln und Vorschriften gelten. Viele davon scheinen auf den ersten Blick wirklich unmodern und wenig sinnvoll zu sein. Ohne sie wäre das Leben in einem Kloster jedoch nicht so erfüllend, wie es sein soll.

Sexuelle Enthaltsamkeit

Einige Regeln für das Leben im Kloster dürften auch solchen Menschen bekannt sein, die mit Religion absolut nichts anfangen können. Die bekannteste ist wohl mit Abstand das Zölibat. Wer sich dazu entscheidet, fester Bestandteil einer klösterlichen Gemeinschaft zu werden, hat die Pflicht, zukünftig völlig keusch zu leben. Sexualität reduziert den Menschen auf seine Triebe, was im kompletten Gegensatz zu dem Gedanken steht, dass der Glaube der Mittelpunkt allen Seins ist.

Zudem muss sich ein Klosterbewohner völlig der Liebe zu Gott verschreiben. Das bedeutet vor allem keine romantische Liebe zu einem anderen Menschen.

Verzicht auf Privatbesitz

Klöster sind aus gutem Grund abgeschirmte Orte, zu denen das Weltliche keinen Zutritt hat. Die Bewohner müssen daher weitestgehend auf privaten Besitz verzichten, sie leben freiwillig in Armut und verzichten zudem auch auf viele Freuden, die sich der moderne Mensch im Alltag gerne gönnt.

So bekommt man in einem Kloster selten ein Festmahl serviert, es sei denn, es handelt sich um einen hohen Feiertag. Nonnen und Mönche ernähren sich asketisch, sie bauen den Großteil ihrer Nahrung zudem selbst auf dem Klostergelände an. Nicht selten werden auch Tiere gehalten.

Pflichten

Damit der Mikrokosmos Kloster funktionieren kann, ist die Mithilfe eines jeden Bewohners gefragt. Zu den Regeln innerhalb der Mauern gehören daher auch viele Haushaltspflichten wie Kochen, Putzen und die Versorgung von kranken Brüdern und Schwestern.

Gottesdienste

Den Hauptteil des Tages verbringen die Bewohner eines Klosters jedoch natürlich mit verschiedenen Gottesdiensten. Die Teilnahme ist nicht nur Pflicht, die Nonnen und Mönche müssen auch aktiv an der Gestaltung der einzelnen Zeremonien mitwirken.

Gehorsam

Dabei tritt häufig auch die feste Hierarchie innerhalb der Gemeinschaft hervor. Höhere Ordensmitglieder delegieren ihre Unterstellten, welche ihrerseits wiederum zu absolutem Gehorsam verpflichtet sind.

Die Regeln eines Klosters variieren zwischen den verschiedenen Konfessionen, sie sind zudem auch von dem jeweiligen Orden abhängig. Vor einem Besuch sollte man sich daher genauer über die speziellen Gegebenheiten informieren, um möglichst nicht anzuecken.

Grundinformationen und Hinweise zu Klöstern

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Seniorin mit Pflegerin © bilderbox - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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