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Schminke ist nicht gleich Schminke - Ist Karnevalsschminke unbedenklich?
(pgk) Kinder schminken und verkleiden sich gern. In der närrischen Jahreszeit hat Karnevalsschminke Hochkonjunktur. Doch sind diese Produkte auch unschädlich für ihre empfindliche Gesichtshaut?
Vor allem Kinder, aber auch etliche Erwachsene, reagierten empfindlich auf Karnevalsschminke. Seit 1999 wird in Deutschland eine EU-Richtlinie umgesetzt: Danach müssen alle Inhaltsstoffe von Kosmetika auf der Verpackung gekennzeichnet sein. Menschen mit Allergien können also schon im Vorfeld darauf achten, ob Allergie auslösende Inhaltsstoffe enthalten sind.
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann auch selbst einen Hauttest durchführen: An einer Stelle im Gesicht oder noch besser auf der Innenseite des Oberarms die Schminke testen. Treten innerhalb von zwei Tagen Rötungen oder Juckreiz auf, sollte auf das Produkt verzichtet werden. Das gilt vor allem für die Produkte, die aus dem letzten Jahr übrig sind. Langes Lagern tut der Schminke nicht gut. Sieht sie ungewöhnlich aus, hat sie einen komischen Geruch oder hat oder sich Wasser und Öl abgesetzt: Ab in den Müll!
Karnevalsschminke ist grundsätzlich nicht schädlicher als normales Make-up: Bei einer Untersuchung der Inhaltsstoffe durch Stiftung Warentest vor sechs Jahren wurden bei keinem Produkt die gesetzlichen Höchstwerte überschritten. Gesundheitliche Bedenken gibt es also keine.
Wichtig allerdings ist es, vor dem Auftragen der Schminke die Haut mit einer fetthaltigen Kindercreme vorzubereiten. Der Nachteil dabei ist allerdings, dass wasserlösliche Schminken schlechter auf dem fettigem Untergrund haften. Dafür lassen sie sich aber leichter entfernen und sind atmungsaktiver als fettlösliche. Bei Allergikern jedoch kann dickes Eincremen vor dem Schminken nicht vor allergischen Reaktionen schützen, da die Inhaltsstoffe dennoch mit der Haut und ihrem Immunsystem nach kurzer Zeit in Kontakt kommen.