Improvisationstheater

Theaterstücke aus dem Stegreif

Beim Improvisationstheater werden Szenen oder ganze Stücke zu einem vorgegebenen Thema aus dem Stegreif heraus gespielt, ohne vorher einstudiert worden zu sein. Der Reiz besteht also in der Spontaneität der Schauspieler bzw. sogenannten Improgruppen.

Junge Frau in schwarz mit weißer Gesichtsmaske, Theater
Theater © Berchtesgaden - www.fotolia.de

Als Improvisationstheater versteht man Darstellungen auf Bühnen bzw. in Theatern, die keinen vorher festgelegten Abläufen oder Drehbüchern folgen. Dabei können sich die spontan aufgeführten Stücke in Länge, Thema und Darbietungsart ähnlich korrelierten und Drehbuch folgenden Stücken erheblich voneinander unterscheiden.

Formen

So gibt es mitunter:

  • Kurzformen (eine Szene dauert nur wenige Minuten)
  • Theatersport (Duell zwischen zwei Mannschaften)
  • Langformen (eine Szene dauert 15 bis 20 Minuten)
  • Impro-Krimi (mit Beteiligung der Zuschauer)
  • Improvisation mit Regisseur (Regisseur kann in das Stück eingreifen)
  • Impro-Soap (Seifenoper, mehrere Folgen) oder
  • Biographietheater (Gast erzählt aus seinem Leben, Theatergruppe improvisiert dazu).

Anforderungen an die Schauspieler

Vor allem sind beim Improvisationstheater

  • Spontaneität und
  • das Improvisationstalent

der Darsteller gefragt, die sich auf vorher ihnen nicht bekannte Szenarien und Anweisungen einstellen müssen. Ebenso liegt die hohe Kunst des Improvisationstheaters darin, dass die Künstler ein insgesamt kohärentes Theaterstück aus Improvisationen,

  • Impulsen und
  • spontanen Einfällen

darbringen möchten.

Insofern ist das Eingehen auf die jeweiligen Einfälle anderer Darsteller genauso wichtig, wie auch möglicherweise bereits gedachte Abläufe immer dann ändern zu können, wenn die Handlung dank der Eingaben anderer Schauspieler bzw. Regieanweisungen aus dem Publikum einen anderen Lauf nimmt, als ursprünglich geplant.

Improvisationstheater lebt somit von der Interaktion zwischen dem Publikum und den Schauspielern bzw. zwischen den Darstellern untereinander. Gerade auch weil kein Ende des Stückes vorher abgesprochen wurde, ist es eine entsprechend schwierige Aufgabe, die Handlung nicht abrupt zu einem solchen zu führen.

Bekannte Impro-Theatergruppen in Deutschland

In Deutschland konnten sich schon mehrere Gruppen einen Namen machen, dazu zählen:

  • "Freistil" aus Freiburg
  • "Die Gorillas" aus Berlin
  • das "TATwort-Improvisationstheater" aus München
  • das "Spontantheater Taubenhaucher" aus Köln
  • "RatzFatz.de" aus Münster und
  • "restrisiko" aus Wiesbaden.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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