Freilichtmuseen

Das volkstümliche Freilandmuseum ist der häufigste Typ eines Freilichtmuseums

Freilichtmuseen zeigen Besuchern Ausstellungen oder Bauten im Freien. Oftmals bestehen sie aus ganzen Dörfern. Ein Freilichtmuseum informiert über eine bestimmte Epoche oder ein Thema. Freilandmuseen der volkstümlichen Art gibt es am häufigsten; hier können Besucher über das Gelände gehen und durch die Bauwerke und Häuser etwas über die früheren Lebensweisen erfahren.

Schwarzwald, Sommerwiese mit Hütten
Frühling im Schwarzwald © reises - www.fotolia.de

Es gibt kaum Menschen, zu deren Lieblingsbeschäftigungen es gehört, einen Tag im Museum zu verbringen. Besonders Kindern graust es oft davor, zwischen all den langweiligen Ausstellungsstücken herumzustehen und keinen Mucks von sich geben zu dürfen. Eine echte Alternative ist daher das Freilichtmuseum. Auch hier geht es um Bildung und Kultur, jedoch in einer Form, die wirklich Spaß macht.

Das Konzept des Freilichtmuseums

Es liegt in der Natur des Menschen, sich für Neues zu interessieren und den Dingen auf den Grund gehen zu wollen. Das Problem an herkömmlichen Museen ist hauptsächlich die Aufbereitung der Materialien. Die Dinge lediglich hinter einem Glaskasten betrachten zu können befriedigt die menschliche Neugier nicht wirklich, schon gar nicht die von Kindern. Um etwas begreifen zu können, muss man es im wahrsten Sinne des Wortes anfassen und auch mit allen anderen Sinnen verarbeiten können.

Genau hier setzt das Konzept des Freilichtmuseums an. Statt nur einzelne Gegenstände aus längst vergangenen Tagen auszustellen, hat man hier ganze Epochen als komplette Umwelt nachgebildet. So kann man beispielsweise durch ein Bauerndorf aus dem 18. Jahrhundert schlendern und in den zahlreichen kleinen Hütten die damals verwendeten Werkzeuge und Haushaltsgegenstände anschauen und manchmal sogar auch ausprobieren.

Hautnah am Geschehen

Damit das richtige Flair aufkommt, werden die Freilichtmuseen von den Mitarbeitern auch dem Thema entsprechend betreut. So gibt es in einer mittelalterlichen Siedlung verkleidete Tagelöhner, Hufschmiede und natürlich auch Ritter, die ihrem ganz normalen Alltag nachgehen und den Besucher optimalerweise mit in das Geschehen einbinden.

Durch dieses Erleben am eigenen Leib lernen sowohl Kinder, als auch Erwachsene viel mehr als beim bloßen Ablesen von angebrachten Ausstellungsschildern. Daten und Fakten werden durch die Erzählungen und das Spiel der Museumsmitarbeiter ganz nebenbei vermittelt.

Verbreitung in Deutschland

Mittlerweile gibt es in Deutschland eine Vielzahl verschiedener Freilichtmuseen. Die Auswahl reicht von der archäologischen Ausgrabungsstätte bis hin zum militärhistorischen Freilichtmuseum. Auch Besucherbergwerke und Skulpturgärten werden offiziell zu dieser Sparte gezählt.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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