Burgen - Merkmale, Funktionen, Typologie und ein Überblick über Deutschlands schönste Burgen

Schloss Neuschwanstein auf waldigem Berg, blauer Himmel und Wolken

Burgen hatten und haben unterschiedliche Funktionen - wir stellen die beliebtesten Burgen Deutschlands wie z.B. in Norddeutschland, Süddeutschland und im Rheinland vor

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  • von Paradisi-Redaktion

Bei der Burg handelt es sich um einen Wohn- und Wehrbau, der besonders in der Zeit des Mittelalters in Europa erbaut wurde. Es gibt Höhenburgen und Niederungsburgen, die sich wiederum in unterschiedliche Kategorien einteilen lassen. Zu diesen zählen beispielsweise Gipfelburgen und Felsenburgen bzw. Fliehburgen und Zollburgen. Deutschlandweit gelten einige Burgen als besonders sehenswert. Erfahren Sie, welche typischen Merkmale eine Burg aufweist, welche Funktionen sie ursprünglich hatte und wo man hierzulande die schönsten Burgen findet.

Burgen sind geschlossene Wehrbauten, die auch bewohnt sein können. Besonders im Mittelalter kam es zur Erbauung zahlreicher Burgen in Europa. Dabei können diese unterschiedliche Zielsetzungen aufweisen:

  • Landes- und Reichsburgen als Einbindung in das herrschaftliche System von Landesherr oder König
  • Ordens- und Klosterburgen zum Schutz geistlicher Gemeinschaften
  • Adelsburgen als wehrhafter Wohnsitz von Adel und Gefolge
  • Volks- oder Fliehburgen als vorübergehender Rückzugsart der Bevölkerung bei Gefahr
  • Stadtburgen bzw. Städte mit burgartiger Befestigung

Merkmale und Funktion

Zu den typischen Merkmalen vieler Burgen zählt ihre erhöhte Lage; sie wurden auf Bergspornen sowie Berghöhen, die schwer zugänglich sind, erbaut. Auch an Hängen findet man zahlreiche solcher Bauten.

Auf dem Flachland häufte man in der Regel Erde auf und umschloss die Burg mit einer Mauer und einem Wassergraben (Motten). Je nach Lage weist eine Burg mitunter auch eine andere Größe auf; die typisch großen Burgen, welche sich beispielsweise im Norden Frankreichs sowie in England befinden, liegen eher im flachen Land.

Kleinere Burgen in Deutschland hingegen findet man teils in hohen Lagen auf Bergkuppen. Solche Felsen und Steilhänge boten ausreichend Schutz, sodass man hier auf den Bau hoher und aufwendiger Mauern verzichten konnte.

Burgen stehen in unterschiedlichen Lagen und Topografien
Burgen stehen in unterschiedlichen Lagen und Topografien

Eine Burg besteht aus typischen Bereichen mit unterschiedlichen Funktionen. Besonders auffällig ist bei vielen mittelalterlichen Burgen der Turm, als Hauptturm auch Bergfried genannt. Er diente vor allem der Abwehr.

Des Weiteren gibt es je nach Burg auch Wohntürme sowie Flankierungs- und Mauertürme. Neben der Mauer kann ein solcher Bau auch von Hecke, Burggraben oder Wall umrundet sein; die Mauer kommt je nach Höhe als Schild-, Mantel- oder Ringmauer daher.

Auf dem Innengelände gibt es viele weitere Gebäude, wie

  • diversen Wohngebäuden wie dem Hauptgebäude (Palas)
  • Wehrbauten
  • Wirtschaftsgebäude
  • Backhäuser
  • Werkstätten
  • Lagerräume oder
  • Ställe.

Es gab auch einen Wirtschaftshof, um die Burgbewohner mit Gütern versorgen zu können. Generell galten Burgen stets als Machtsymbole mit schützendem Charakter. Das Leben auf einer Burg war unterschiedlich schwer bzw. angenehm, je nachdem, um welche Art es sich handelte - so konnte es in kleineren Burgen durchaus eng werden, besonders, da noch Platz für die Tierhaltung benötigt wurde und die Insassen mit vielen Arbeiten beschäftigt waren.

Somit konnte hier von einem bescheidenen Leben gesprochen werden. Im Gegensatz zu solchen bäuerlichen Lebensverhältnissen war der Alltag auf einer großen Hofburg des Hochadels sehr prunkvoll gestaltet.

Egal, um welche Art es sich handelte - typisch war auf nahezu allen Burgen eine Stätte für religiöse Andachten, etwa in Form einer Burgkapelle oder einer Altarnische, je nach Größe. Solche Kapellen sind oft oberhalb der Burgeingänge, der Schwachstelle eines solchen Baus, positioniert; Ziel war es damals, diese Bereiche unter einen besonderen göttlichen Schutz zu stellen.

Burgarten

Burgen lassen sich nach unterschiedlichen Kriterien klassifizieren. Im Bereich der Topographie spricht man von Höhenburgen und Niederungsburgen. Zu den Höhenburgen, welche auf einer natürlichen Anhöhe liegt, zählen:

  • Gipfelburg (liegt auf einem Berggipfel)
  • Spornburg (liegt auf einem Bergsporn)
  • Kammburg (liegt auf einem Bergkamm/Bergrücken)
  • Höhlenburg (liegt in einer natürlichen Felshöhle)
  • Hangburg (liegt an einem Berghang)
  • Felsenburg (Felsformationen sind Bestandteil der Burg)

Niederungsburgen (auch Tieflandburg, Flachlandburg) hingegen befinden sich in einer Talsohle oder im Flachland. Zu diesen zählen Wasserburgen in Form von Insel- oder Brückenburgen sowie Sumpfburgen.

Des Weiteren lassen sich Burgen nach deren Funktion unterscheiden:

  • eine Fliehburg diente als kurzweiliger Zufluchtsort, um Schutz zu erhalten
  • eine Hofburg diente dem Zweck, "Hof zu halten"
  • eine Ganerbenburg wurde gleichzeitig von mehreren Familien bewohnt/verwaltet
  • eine Trutzburg diente der Sicherung von Machtansprüchen
  • eine Zwingburg diente der Sicherung herrschaftlichen Territoriums
  • eine Zollburg diente der Sicherung und Überwachung einer Zollstation

Bezüglich besonderer Bauweisen gibt es:

  • Kastellburg - viereckiger, gleichmäßiger Mauerzug
  • Motte - turmförmiges, hölzernes Gebäude auf künstlich errichtetem Erdhügel
  • Ebenerdiger Ansitz - Boden- oder Geländedenkmal
  • Ringburg - Befestigungsmauern bestehen aus den Wänden der Häuser, die sich darin befinden
  • Schildmauerburg - hat eine besonders stark geschützte Angriffsseite
  • Turmburg - kleine, aus Turm bestehende Burg, die sich auf einem natürlich gewachsenen Hügel befindet
  • Abschnittsburg - unterteilt durch Wehrmauern und Gräben, besteht aus mehreren eigenständigen Befestigungsanlagen

Zu den weiteren Burgtypen zählen:

  • die Gnadenburg: ein geschützter Vorratsraum für die Dorfbauern
  • die Kirchenburg: auch als Verteidigungs- und Rückzugsbau genutzt
  • der Burgstall: eine kleine Burg
  • die Ordensburg: Kloster, militärische Basis
  • die Wallburg: besteht hauptsächlich aus einem Befestigungswall
  • die Kreuzfahrerburg: im Zusammenhang mit den Kreuzzügen ins Heilige Land erbaut
Burgen haben oftmals vergitterte Fenster
Burgen haben oftmals vergitterte Fenster

Von Mannheim nach Prag auf der Burgenstraße unterwegs

Stolze 90 Festungen und Burgen erwarten den Besucher auf der Reise über die Burgenstraße

Wer einmal eine Reise in die Vergangenheit machen möchte, der ist auf der Burgenstraße, die von Mannheim bis nach Prag führt, genau richtig. Hier kommt man an vielen Burgen aus dem Mittelalter, aber auch an barocken Residenzschlössern und kleinen mittelalterlichen Städtchen vorbei, die uns in alte Zeiten versetzen.

Die Burgenstraße beginnt also in Mannheim, geht dann über Schwetzingen, dem berühmten Heidelberg, Rothenburg ob der Tauber nach Nürnberg. Weiter geht es Richtung Bamberg, Coburg, Kulmbach sowie Bayreuth bis zur tschechischen Grenze.

Highlights, die man nicht verpassen sollte

Auf dem Weg liegen etwa 90 Burgen und Schlösser, davon finden wir auch 15 in Tschechien. Aber eine solche Fahrt sollte man vorher auch planen und besonders viel Zeit mitbringen, denn man will ja auch etwas sehen. So gilt auch die mehr als 750 Jahre alte Festung Rosenberg über Kronach in Nordbayern, die an der Grenze zu Thüringen liegt, zu den besten erhaltenen Burgen in Europa.

In der Nähe ist auch die Veste Coburg mit ihren mächtigen Bastionen und tiefen Gräben, wo einst Martin Luther im Jahr 1530 Unterschlupf fand. Weiter geht es Richtung Kulmbach, wo oberhalb die Plassenburg thront. Auf die Burg Rabenstein zwischen Bamberg und Bayreuth kommen jedes Jahr viele Touristen zu den dort stattfindenden Ritterspielen. Aber auch die Burgen in Heidelberg und natürlich Nürnberg locken jährlich Tausende von Besucher an.

Wer einmal die Burg sehen will, wo Goethe seinem berühmten "Götz von Berlichingen" an den Hauptmann der kaiserlichen Truppen seinen bekannten Gruß entsandte mit den Worten "er könne mich mal am Arsche lecken", der ist auf der Burg Hornberg nördlich von Heilbronn richtig.

Übrigens gehört das Städtchen Bamberg mit seiner gut erhaltenen mittelalterlichen Altstadt auch zum Unesco-Weltkulturerbe.

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    Große Ausstellung in Nürnberg unter dem Motto "Mythos Burg"

    Faszination Burgleben - 650 Exponate der Ausstellung in Nürnberg lockten bereits 35.000 Besucher an

    Rumänische, mittelalterliche Burg mit Bäumen
    Kirchenburg Grossau © Kaputtknie - www.fotolia.de

    Das Leben in einer mittelalterlichen Burg fasziniert auch heute noch viele Menschen. In Nürnberg findet im Germanischen Museum zu dem Thema "Mythos Burg" eine große Ausstellung statt, wo den Besucher 650 Exponate erwarten. Mittlerweile haben auch schon 35.000 Besucher diese Ausstellung, die vor etwa zweieinhalb Monaten eröffnet wurde, besucht.

    Zahlreiche Irrtümer rund um das Burgleben

    Die meisten Menschen haben von dem Leben auf einer Burg eine falsche Vorstellung, denn durch etliche Literatur oder aus Filme wurde ein Bild gezeichnet, das fernab der eigentlichen Wirklichkeit ist.

    So fanden die Ritterturniere nicht in einer Burg statt, dort war es viel zu klein, sondern meistens in einer nahe gelegenen Stadt. Auch wurden selten Burgen belagert, so dass meistens das Leben hinter den Mauern friedlich aber karg verlief, denn rauschende Feste waren seinerzeit die absolute Ausnahme.

    In den Burgen des Mittelalters war es zudem alles andere als angenehm, denn dort war es kalt und auch Ungeziefer waren Mitbewohner.

    Erst später wandelte sich auch das Leben dort, so wurden in der Renaissance und später im Barock die Burgen zwar weiter auch militärisch genutzt, aber man musste die Anlagen wegen der Feuerwaffen verstärken.

    Die Obrigkeiten legten oft ihren Amtssitz in eine Burg oder man machte daraus Gefängnisse. Manche haben sich damals auch eine Burg als Statussymbol zugelegt, wie zum Beispiel der Maler Peter Paul Rubens im 17. Jahrhundert. Später zog es viele Romantiker in die Burgen und der Bayern-König Ludwig II. setzte sich mit seinem Schloss Neuschwanstein, Baubeginn ab 1869, selbst ein Denkmal, was er aber nur einige Monate bewohnen konnte, denn er starb im Jahr 1886.

    Ritterburg im eigenen Garten - Rentner erfüllt sich Kindheitstraum

    Wer hat als Kind nicht gerne mit einer Ritterburg gespielt? Diesen Kindheitstraum erfüllte sich der Rentner Heinz-Richard Schönewolf (76) aus dem saarländischen Dudweiler. Er baute sich eine Burg im eigenen Garten: 15 Meter hoch und genauso breit. 37 Jahre werkelte der Mann an seiner Gartenfestung, für die er 5000 Säcke Zement verbaute.

    Angefangen, erzählt der 76-Jährige, habe alles mit einer Stützmauer im Garten. Mit der Zeit habe das Bauwerk immer größere Dimensionen angenommen. An einen längeren Urlaub sei in der Zeit nicht zu denken gewesen, teilt seine Ehefrau Hildegard-Maria (73) mit. Lediglich in Hessen bei der Mutter ihres Mannes seien sie für einige Tage gewesen.

    Deutsches Burgenland: die schönsten Burgen Deutschlands

    Rund 25.000 Burgen und Schlösser gibt es in Deutschland. Viele dieser Bauwerke sind allerdings nur noch als Ruine enthalten, können jedoch besichtigt werden.

    Doch nicht nur für inländische Touristen sind die Burgen interessante Ausflugsziele, sondern auch für die Besucher aus allen Teilen der Welt. Sie können sich hier ein Bild davon machen, wie das Leben auf einer Burg wohl einst gewesen sein mochte.

    In den erhaltenen Burgen und Schlössern, die häufig detailliert restauriert wurden, können häufig Kunstschätze besichtigt werden. Auch die zugehörigen Parkanlagen sind durchaus sehenswert. Von einer Burg aus lässt sich aufgrund der Bauweise an einem erhöhten Punkt der Umgebung übrigens häufig besonders schön der Blick auf die Umgebung genießen.

    Albrechtsburg

    Rund 20 km nordwestlich von Dresden liegt die Albrechtsburg, ein Bau aus der Zeit der Gotik. Wer diese Burg besichtigt, kann auch den gotischen Dom und das Bischofsschloss, die sich in unmittelbarer Nähe befinden, ansehen. Hier in der Albrechtsburg, die übrigens von März bis Oktober geöffnet ist, befand sich einst die erste Porzellanmanufaktur in Europa.

    Burg Greifenstein

    Von April bis Oktober ist die Burg Greifenstein in der Nähe von Siegen geöffnet. Von hier aus lässt sich der Ausblick auf das Dilltal in Hessen genießen. Das Deutsche Glockenmuseum ist hier untergebracht.

    Schloss Neuschwanstein

    Südlich von Augsburg befindet sich das Schloss Neuschwanstein oberhalb von Hohenschwangau bei Füssen, welches von April bis September besichtigt werden kann. Seine vielen Türme und die Lage auf einem Hügel machen das Schloss zu einem wahren Märchenschloss. Einst war es von König Ludwig III. auch so gedacht worden.

    Wartburg

    Etwa 60 km westlich von Erfurt liegt die Wartburg, in der sich einst Martin Luther versteckt hat. Die Burganlage selbst liegt auf einem Felsplateau in 400 m Höhe und wird durch Einflüsse gotischer und romanischer Einflüsse, sowie solcher aus der Zeit der Renaissance gekennzeichnet. Die Burg ist von März bis Oktober geöffnet.

    UNESCO Weltkulturerbe Wartburg zählte 30-millionsten Besucher

    Vergangenen Freitag hatte das Weltkulturerbe Wartburg in Eisenach, Thüringen etwas zu feiern: Es wurde die 30-millionste Eintrittskarte verkauft. Die berühmte Burg ist seit 1894 ein beliebtes Ausflugsziel.

    Da man für die Besichtigung der Innenräume keinen Eintritt zahlen muss, werden es insgesamt weitaus mehr Besucher sein, die die Wartburg bisher gesehen haben. Laut der Museumsleitung wird das Weltkulturerbe jährlich von ca. 400.000 Gästen besichtigt.

    Im Folgenden geben wir einen weiteren Überblick über Deutschlands schönste Burgen, aufgeteilt in unterschiedliche Regionen.

    Burgen in Norddeutschland

    Norddeutschland ist bekannt für seine zahlreichen Niederungsburgen, die im flachen Land erbaut wurden und oft von Wasser umgeben sind. In bergigen Regionen, wie z.B. im Harz, befinden sich aber auch viele Höhenburgen, die auf natürlichen Anhöhen errichtet wurden, von Weitem sichtbar sind und daher oft noch heute das gesamte Stadtbild prägen.

    Wasserburg Müggenburg

    Südlich von Anklam in Schleswig-Holstein befindet sich die Wasserburg Müggenburg, die erstmals im Jahr 1355 urkundlich erwähnt wurde. Die Burg wurde im späten Mittelalter bis auf den Hauptturm zerstört und als Schloss wieder aufgebaut.

    In seiner heutigen Architektur erinnert der rote Backsteinbau aber immer noch an eine Burg, was vor allem an dem Hauptturm liegt, der in das neue Gebäude integriert wurde. Noch immer ist die Burg von einem Wassergraben umgeben.

    Burg Dankwaderode

    Mitten in Braunschweig kann man die Burg Dankwaderode besichtigen. Die Geschichte dieses historischen Baus geht bis ins 11. Jahrhundert zurück, in dem die Burg auf einer Insel der Oker erbaut wurde.

    Nach mehreren Bränden wurde Dankwaderode rekonstruiert und wieder aufgebaut. Heute befindet sich in dem Gebäude ein mittelalterliches Museum und der große Rittersaal wird für Veranstaltungen genutzt.

    Burg Winnenthal

    Eine Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert befindet sich in der Nähe von Xanten. Burg Winnenthal befindet sich inmitten eines ruhigen Parks und dient heute als Seniorenresidenz.

    Auf der Burg, die im 19. Jahrhundert um einen Torturm und einen Hof erweitert wurde, kann auch geheiratet werden. Regelmäßig finden hier zudem Weihnachtsmärkte und Feste statt.

    Burg Bentheim

    Eine der größten Höhenburgen Norddeutschlands ist Burg Bentheim in Niedersachsen. Das Wahrzeichen des Kurortes Bentheim wurde im frühen Mittelalter errichtet und ist vollständig erhalten.

    Auf dem Burggelände fallen vor allem die mehrstöckige Kronenburg sowie der 30 Meter hohe Pulverturm, der Bergfried der Burg, ins Auge. Ein Teil des historischen Gebäudes ist noch heute bewohnt, der andere Teil dient als Museum und kann besichtigt werden.

    Burg Falkenstein

    Burg Falkenstein ist eine weitere mittelalterliche Höhenburg und befindet sich in der gleichnamigen Stadt im Harz. Die Burg befindet sich hoch oben auf einem Berg.

    Aus diesem Grund konnte die Burg weder angegriffen noch erobert werden. Burg Falkenstein ist ein beliebtes Ausflugsziel auf der Straße der Romanik und beherbergt ein Museum.

    Burgruine Regenstein, Burg Stargard und Sparrenburg

    Zu den schönsten Burgen Norddeutschlands zählen auch die Burgruine Regenstein, die Burg Stargard und die Sparrenburg. Erstere befindet sich bei Blankenburg in Sachsen-Anhalt und ist für ihre Ritterspiele bekannt.

    Die mecklenburgische Burg Stargard umfasst eine große Anlage aus einer Vor- und Hauptburg sowie elf weiteren Gebäuden. Die Sparrenburg befindet sich inmitten von Bielefeld im Teutoburger Wald und kann zu Teilen besichtigt werden.

    Burgen in Süddeutschland

    Süddeutschland ist für seine historischen und imposanten Burgen bekannt. Aufgrund der oft bergigen Landschaft gibt es auf süddeutschem Gebiet vor allem Höhenburgen, die zum Schutz vor Feinden auf natürlichen Anhöhen errichtet wurden. Viele dieser mittelalterlichen Gebäude sind bis heute noch vollständig erhalten oder wurden originalgetreu rekonstruiert.

    Burg Harburg

    Eine der schönsten und zugleich besterhaltensten Burgen Süddeutschlands ist die Harburg, die am Rande der gleichnamigen Stadt in Bayern liegt. Die mittelalterliche Burganlage wurde zum ersten Mal um das Jahr 1150 urkundlich erwähnt und umfasst mehrere Gebäude, die von einer ringförmigen Verteidigungsanlage umgeben sind.

    Auf dem Gelände befinden sich

    • zwei Bergfriede
    • ein Wehrgang
    • ein Brunnen und
    • eine Vogtei.

    Dort wohnte früher der Burgvogt, heute sind hier ein Gasthof und ein Hotel untergebracht. Auf Burg Harburg finden jährlich mehrtägige Burgfestspiele statt, die bei Besuchern aus Nah und Fern beliebt sind.

    Nürnberger Burg

    Die Nürnberger Burg ist nicht nur das Wahrzeichen der nordbayerischen Stadt, sondern auch eine der imposantesten mittelalterlichen Burganlagen Süddeutschlands. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Burg stark beschädigt, aber später originalgetreu wieder aufgebaut. Heute können Besucher beide Teile der Anlage, die Kaiserburg und die Burggrafenburg, besichtigen und sich von oben einen guten Blick über die Altstadt verschaffen.

    Burg zu Burghausen

    Als längste Burganlage Europas ist die Burg zu Burghausen bekannt, die sich auf einer Anhöhe über der gleichnamigen Stadt erhebt. Trotz ihres Alters ist die Burg bis heute gut erhalten und prägt das gesamte Stadtbild.

    Die quaderförmige Anlage umfasst sechs Burghöfe, wovon sich auf dem ersten Hof die Hauptburg befindet. Hier können Besucher nicht nur die ehemaligen Räume des Hofstaates besichtigen, sondern auch den Speisesaal und die Kapelle.

    Burg Nassenfels

    Ein Beispiel für die in Süddeutschland seltenen Niederungsburgen ist die Burg Nassenfels in Oberbayern. Die ehemalige Wasserburg stammt aus dem 13. Jahrhundert und wird bis heute bewohnt. Da die Burg nur noch teilweise erhalten ist und viele Originalbauten nicht mehr vorhanden sind, wird sie oft als Ruine bezeichnet.

    Dennoch zählt sie mit ihrem hohen Bergfried zu den eindrucksvollsten Burgen Süddeutschlands. Eine Besichtigung der Anlage ist allerdings nur von außen möglich.

    Burg Hornberg

    Um eine typische Höhenburg handelt es ich bei der Burg Hornberg, die sich oberhalb des Ortes Neckarzimmern befindet. Auf der Anlage befinden sich zwei Burgen, die ursprünglich nicht zusammen gehörten. Da die untere Burg bis heute bewohnt ist, kann nur die obere Burg mit Bergfried, Kapelle und Palas besichtigt werden.

    Nach Abschluss der Sanierung ist die Burg Prunn im Altmühltal für Besucher wieder geöffnet

    Sehenswürdigkeiten der Burg Prunn

    Die Burg Prunn befindet sich in der Nähe der Stadt Riedenburg in Niederbayern und wurde auf einem steil abfallenden Kalkfelsen wahrscheinlich im Jahr 1037 von Wernherus de Prunne erbaut. Von der Burg hat man einen herrlichen Blick auf das ganze Altmühltal, wo man auch schön wandern kann.

    Im Jahr 1567 oder 1569 fand Wiguleus Hund, ein bayerischer Geschichtsschreiber, auf der Burg eine Handschrift des berühmten Nibelungenliedes, die etwa im Jahr 1320 bis 1330 erstellt wurde. Heute befindet sich diese Handschrift in der Bayerischen Staatsbibliothek. Neben dieser Handschrift, die als vollständig gilt, gibt es noch drei weitere Schriften wie die Hohenems-Münchener Handschrift, die ebenfalls in der Bayerischen Staatsbibliothek ausgestellt ist.

    Die Dauerausstellung zum Nibelungenlied und weitere Sehenswürdigkeiten

    Nachdem die Burg Prunn mehrere Jahre für den Besucher geschlossen war, kann sie jetzt, nach aufwendigen Sanierungsarbeiten, wieder besichtigt werden. Für die Zukunft plant man auf der Burg auch eine Dauerausstellung zum Thema "Nibelungen-Lied" einzurichten, wo die Geschichte von Siegfried dem Drachentöter aus Xanten und dem Könighaus der Burgunder, mit Krimhild und ihren Brüdern, sowie dem finsteren Hagen von Tronje, den Besuchern näher gebracht werden soll.

    Die Sanierungsarbeiten haben etwa 2,7 Millionen Euro gekostet. Übrigens wurde im Jahr 1992 auch auf der Burg der Jugendfilm "TKKG - Drachenauge" gedreht. Jedes Jahr kamen vor der Schließung, wegen der Sanierungsarbeiten, etwa 30.000 Besucher auf die Burg.

    Hessen - Nach zehn Jahren illegalem Bau, wird selbstgebaute Burg nun abgerissen

    Im Jahr 2003 begann der hessische Imker Volker Sieradzki einen Kräutergarten in seinen Weinbergen anzulegen. Zwei Jahre darauf startete er mit dem Bau einer eigenen Burg. Obwohl die Behörden schon damals von dem Bauvorhaben wussten und Sieradzki keine Genehmigung hatte, wurde dem 45-Jährigen die Schwarzarbeit nicht untersagt.

    Am Mittwoch jedoch rückte nun ein Abrissteam an, um die Burg dem Erdboden gleich zu machen. Sieradzki kann nicht verstehen, warum die Behörden den Bau zunächst jahrelang geduldet haben, um die Burg nun abzureißen. Mehr als 25.000 Euro habe er in den Bau gesteckt. Wie der Kreisabgeordnete Matthias Schimpf erklärt, sei der Bau illegal. Zwar hätten die Behörden schon seit Jahren in Kontakt mit Sieradzki gestanden, doch die Abrissgenehmigung habe man erst jetzt erwirkt.

    Die Burg müsse zudem auf Grund fehlender Sicherheitsstandards abgerissen werden, heißt es. Sieradzkis Traum von einem Naturerlebnispark, den er sich damit erfüllen wollte, ist damit endgültig geplatzt.

    Bayerische Burgen und Schlösser sind Besuchermagnet

    Über fünf Millionen Besucher wurden durch die Vielzahl an Schlössern und Burgen im vergangenen Jahr nach Bayern gelockt. Dadurch erzielte das Land Eintrittsgelder in Höhe von 23,5 Millionen Euro.

    Als besonders interessant bei den Touristen gelten die drei Schlösser des Königs Ludwig II. Allein das Schloss Neuschwanstein verbuchte 1,4 Millionen Schaulustige. Und immerhin 50.000 Menschen besuchten im Jahr 2012 die Burg Brunn.

    Damit stellen Schlösser und Burgen für Bayern eine wichtige Einnahmequelle dar.

    Burgen im Rheinland

    Das Rheinland als Kulturlandschaft ist reich an historischen Denkmälern. Vor allem geschichtsträchtige und imposante Burgen prägen das Landschaftsbild entlang des Rheins.

    Besucher finden hier sowohl vollständig erhaltene und restaurierte Burgen als auch eindrucksvolle Ruinen. In kaum einer anderen Region hat das Mittelalter so starke Spuren hinterlassen wie im Rheinland.

    Marksburg

    Oberhalb von Braubach erhebt sich auf einem Schieferkegel die Marksburg. Diese imposante Höhenburg wurde in ihrer knapp 800-jährigen Geschichte nie zerstört und ist daher bis heute vollständig erhalten. Die Marksburg steht als Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal unter besonderem Schutz.

    Optisch stechen vor allem der Bergfried und der ehemalige Wachturm hervor. Im Inneren der Burg befindet sich ein Museum, in dem unter anderem mittelalterliche Ritterrüstungen zu sehen sind. Besucher können zudem alte Kanonen, den Burggarten, den Weinkeller und den Rittersaal besichtigen.

    Burg Eltz

    Nicht nur im Rheinland, sondern in ganz Deutschland zählt Burg Eltz zu den beliebtesten Burgen. Mitten in der Eifel im Elzbachtal thront die Höhenburg mit ihren zahlreichen Türmchen auf einer Anhöhe.

    Die vollständig erhaltene Anlage aus dem 12. Jahrhundert befindet sich seit vielen Generationen im Besitz der Familie Eltz und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden.

    • Antikes Mobiliar
    • Ritterausrüstungen
    • Kunstschätze und
    • eine Waffensammlung

    sind nur Beispiele der zahlreichen Ausstellungsstücke des Burgmuseums.

    Reichsburg

    Als Wahrzeichen der Stadt Cochem gilt die Reichsburg, die auf einem Bergkegel oberhalb der Stadt erbaut wurde. Inmitten der Anlage ragt der Bergfried in die Höhe, der von zahlreichen kleinen Gebäuden und Türmen umgeben ist.

    Die Reichsburg Cochem kann von außen und innen besichtigt werden. Im Rahmen eines Museumsbesuches kann man die wertvolle, antike Inneneinrichtung bestaunen, den Rittersaal betreten oder das Waffenzimmer besichtigen.

    Burg Rheinfels

    Burg Rheinfels ist die größte Burgruine am Rhein, die trotz ihres zerfallenen Zustandes zahlreiche Besucher anzieht. Bei der Höhenburg handelt es sich um eine großflächige Anlage, die oberhalb von St. Goar auf einem Bergrücken liegt. Auf zwei Burgrundgängen können Besucher sich unter anderem ein Bild vom Uhrturm, vom Palas, den Wehrgängen und vom Gewölbekeller machen.

    Burg Fürstenberg

    Eine weitere bedeutende Burgruine befindet sich bei Rheindiebach. Burg Fürstenberg verfügt über eine Aussichtsterrasse, von der Besucher einen schönen Ausblick über das Rheinland und auf die Weinberge haben. Die Ruine umfasst den runden Bergfried, Überreste der Schildmauer und eines Wohngebäudes sowie einen tiefen, aus dem Felsen gehauenen Graben.

    Burg Linn in Krefeld zeigt britische Lebensweise

    Auf der Burg Linn in Krefeld fand am Wochenende das Event "British Days + Country Flair" statt. Die Besucher konnten sich über die typisch britische Lebensart informieren und diese auch genießen.

    Neben englischen Speisen wie Fish&Chips gab es auch britische Musik im Rahmen des Klassik Open Airs "Proms Concert" sowie viele weitere Live-Musik-Auftritte und Theatervorführungen. Zudem wurde den Besuchern die typische englische Mode vorgestellt.

    Auf dem Drachenfels entsteht ein neues Ausflugsrestaurant

    Der sagenumwobene Drachenfels fasziniert noch heute zahlreiche Besucher

    Der Drachenfels ist der bekannteste Berg des Siebengebirges und liegt mit seinen 321 Metern hoch oben über dem Rhein zwischen Bad Honnef und Königswinter. Oben auf dem Gipfel befindet sich die Ruine der Burg Drachenfels, die Drachenburg, ein schlossartiges Anwesen wurde 1882 erbaut und liegt etwas unterhalb.

    Nibelungensage

    Laut der Nibelungensage hauste früher ein Drache auf diesem Berg, der dann von Siegfried von Xanten getötet wurde. Danach soll sich der Recke in dem Drachenblut gebadet haben, doch eine Stelle auf seiner Schulter blieb dabei frei, so dass er nur dort verletzbar war.

    Berg erklimmen - zu Fuß oder per Zahnradbahn

    Im Jahr 1883 wurde eine Zahnradbahn gebaut, die von der Talstation in Königswinter bis unterhalb des Gipfels führt.

    Aber lohnenswert ist auch der Aufstieg über den sogenannten "Eselsweg", der dann unter anderem an der Nibelungenhalle vorbeiführt, die im Jahr 1913 zum 100. Geburtstag von Richard Wagner erbaut wurde.

    Gastronomie auf dem Gipfel

    Oben auf dem Gipfel wurde in den 30er Jahren ein Hotel und später 1976 ein Restaurant errichtet, so dass viele Touristen, besonders aus den Niederlanden, hierher kamen. Scherzhaft wurde der Drachenfels auch als "höchster Berg Hollands" bezeichnet.

    Jetzt wird das Restaurant abgerissen und dort soll ein Neubau in Form eines Glaskubusses bis Ostern 2012 entstehen.

    Berge des Siebengebirges

    Übrigens der höchste Berg des Siebengebirges ist der "Große Ölberg" mit 460 Metern. Neben dem Drachenfels ist der Petersberg mit seinem Grandhotel, das als Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland genutzt wird, der bekannteste Berg. Hier waren auch schon die Queen Elisabeth II, Michail Gorbatschow, der amerikanische Präsident Bill Clinton sowie auch der japanische Kaiser Akihito zu Gast.

    Grundinformationen und Hinweise zu Burgen

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: Schloss Neuschwanstein © Sauerkraut - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Kirchenburg Grossau © Kaputtknie - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Gebäudeteil Fenster einer Burg © Goldengel - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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