7. April 2010
Bücher sind auf der ganzen Welt ein wichtiges Medium. Sie sind Unterhaltung und Informationspool zugleich, ohne Bücher wäre eine internationale Gesellschaft, wie man sie heute kennt, einfach nicht möglich. Kein Wunder also, dass fast jedes Land auf der Welt seine eigene Buchmesse hat. Es ist zudem auch keine Seltenheit, dass in einem einzelnen Staat mehrere unterschiedliche Messen veranstaltet werden.
Die größten und bedeutsamsten Buchmessen der Erde haben nicht nur einen großen Einfluss auf den Fachhandel und auf die Bevölkerung, sie beeinflussen sich auch gegenseitig. Buchmessen leisten also einen großen Teil zum Zusammenwachsen der verschiedenen Staaten und sind damit mehr als erhaltenswert.
Allerdings ist Buchmesse nicht gleich Buchmesse. Der London Book Fair, der jährlich in der britischen Landeshauptstadt veranstaltet wird, ist beispielsweise nicht für die Öffentlichkeit gedacht. Während auf anderen Messen hauptsächlich zivile Besucher unterwegs sind, so ist der London Book Fair ein Tummelplatz für Fachleute aller Art. Hier treffen sich Verlagschefs, Buchhändler und Medienmogule, um Neuigkeiten auszutauschen und Kontakte zu knüpfen. Auch Vertragsabschlüsse werden nicht selten über den London Book Fair abgewickelt. Die Messe findet jedes Jahr im April statt, so dass die ersten Neuerscheinungen des Jahres noch "frisch" sind.
Die Ungarische Buchmesse findet ebenfalls im April statt und wird offiziell International Book Festival Budapest genannt. Die Messe wurde erst 1994 ins Leben gerufen, ein Jahr später wurde dann erstmals der Budapest Grand Prize vergeben. Zu den Preisträgern zählen unter vielen anderen auch Günter Grass und Umberto Eco.
Spricht man von den renommiertesten Buchmessen der Welt, so darf natürlich die Frankfurter Buchmesse nicht fehlen. Sie wurde 1949 erstmals veranstaltet und hat sich seitdem einen großen Namen in der Branche gemacht. Das Besondere an der Buchmesse in Frankfurt ist, dass sie für Besucher und Fachpublikum gleichermaßen geeignet ist. Für die interessierte Öffentlichkeit gibt es zahlreiche Attraktionen und Ausstellungsflächen, während Verleger und Autoren auf einer anderen Plattform in Kontakt miteinander treten können. Auf der Frankfurter Buchmesse werden mehr als die Hälfte aller Lizenzrechte für Bücher und sonstige Drucke weltweit gehandelt.
Wer die Frankfurter Buchmesse einmal selbst besuchen möchte, sollte sich schon im Vornherein gut informieren. Die Messe ist nämlich nur an zwei Tagen für die Öffentlichkeit zugänglich.
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