Das Schönheitsideal der Truthähne

Von Heidi Albrecht
21. August 2013

Es gibt schon so einige skurril anmutende Merkmale, die Tiere zur Paarung anregen. Besonders auffällig ist das beispielsweise beim Truthahn. Männchen mit besonders ausgeprägten Hautlappen am Schnabel und am Hals, als auch einem gefärbten Kopf sind bei den Weibchen besonders beliebt.

Britische Forscher sind dem gefiederten Schönheitsideal einmal auf den Grund gegangen und haben erforscht, was hinter der Schönheit eines Truthahns steckt. Um herausfinden zu können, ob es sich hierbei um genetisch veranlagte Ursachen handelt, wurden die Gene von Brüdertruthähnen verglichen.

Das Ergebnis war verblüffend. Denn obwohl beide genetisch betrachtet sehr ähnlich waren, gab es unter den Geschwistern Männchen, deren Reize besonders ausgeprägt waren und wiederum Männchen, die eher weniger auffällige Hautlappen und gefärbte Köpfe hatte.

Der Ursprung scheint darin zu liegen, ob die Gene für die sexuelle Aktivität zwar vorhanden sind, aber nicht bei beiden gleich stark aktiviert wird. Bei besonders aktiven Männchen sind die Reize besonders stark ausgeprägt und daher wirken sie auf das andere Geschlecht auch so anziehend. Doch auch die weniger attraktiven Brüder haben eine Aufgabe. Sie unterstützen die dominanten Truthähne bei der Brautschau und geben indirekt ihre Gene über den Bruder weiter.