Luchs und Ozelot

Eisbär auf Eisplatte im Wasser

Nicht jede Großkatze erreicht die stattliche Aura eines Tigers. Dass es auch etwas kleiner geht, beweisen der Luchs und der Ozelot. Durch die geringere Körperkraft reduziert sich natürlich das Spektrum der Nahrungsmittel. Allerdings erweisen sie sich aufgrund der geschickten Fellfärbung ebenso als Wunder der Tarnung.

Der Luchs

Bevorzugt in den Wäldern und bergigen Gegenden Europas und Asiens hält sich mit dem Luchs ein sehr interessanter Vertreter der Katzenartigen auf. Durch den stark verkürzten Schwanz, den Backenbart sowie die Pinsel an beiden Ohren fällt seine Identifikation nicht schwer – sofern er sich überhaupt einmal blicken lässt.

Die mittelgroße Katze gilt als scheu und zurückhaltend, kann sich aber auch gut in die Umgebung integrieren. Die bräunliche und leicht gefleckte Tönung des Fells erlaubt es ihr, in Bäumen, auf Laub oder im Unterholz eine geschützte Stelle zu finden. Diese nutzt sie, um Rehen, Nagern und Vögeln aufzulauern.

Natürliche Feinde besitzt der Luchs hingegen nur in jenen Gebieten, in denen er auf den Wolf oder den Bären trifft. Zwar kann es auch mit dem Fuchs zu Kämpfen um das Futter kommen, doch siegt der Luchs dabei aufgrund seiner Statur in vielen Fällen.

Für die Jagd bestimmt

Vieles im Verhalten der Katzen ist darauf ausgelegt, die Jagd bestmöglich zu absolvieren. So wird den Beutetieren vorwiegend in der abendlichen sowie morgendlichen Dämmerung nachgestellt. Dann also, wenn nachtaktive Arten bereits kraftlos sind, tagaktive Exemplare aber noch über zu wenig Energie verfügen, um sich wehren zu können.

Seine Existenz als Einzelgänger führt zudem dazu, dass der Luchs keine hungrigen Mäuler stopfen oder kostbare Zeit für das Gemeinschafssystem opfern muss. Er widmet sich der Jagd – sein Revier kennt er dabei sehr gut, verlässt er dieses doch meist über sein gesamtes Leben hinweg nicht.

Mit seinen samtenen Pfoten, deren Krallen er einziehen kann, durchstreift der Luchs nahezu lautlos die Wälder und kann sich auf diese Weise sehr nahe an sein Opfer heranpirschen.

Der Ozelot

Eine weitere Katzenart, die beim Jagen sehr vorsichtig agiert, ist der Ozelot. Er übersteigt selten einmal die Höhe eines normalen Hundes, wirkt dabei aber sehr filigran. Den muskelbepackten Körper anderer Raubkatzen sucht man bei ihm also vergeblich.

Das ist aber auch nicht nötig, denn wer sich in den Büschen und Bäumen des Regenwaldes sowie der tropischen Gebiete auf dem amerikanischen Kontinent behaupten will, muss eher flink sein, statt vor Kraft zu strotzen. Das allerdings gereicht dem Ozelot nicht selten zum Nachteil, ist er den Attacken des Pumas oder des Jaguars doch fast schutzlos ausgeliefert.

Auch Riesenschlangen und Greifvögel lassen es sich vielfach nicht nehmen, gerade junge Exemplare dieser Gattung anzugreifen. Lediglich die gepunktete Färbung des Fells soll im dichten Unterholz eine gewisse Tarnung bieten.

Klein, aber fein

Entsprechend fällt auch das Nahrungsangebot des Ozelot aus: Vögel, Nager und Schlangen verspeist er bevorzugt. Durch sein nachtaktives Wesen kann er den meisten dieser Tiere daher spontan auflauern und größere Kämpfe um das Überleben somit vermeiden.

Letzteres sichert er im Übrigen dadurch, dass er sehr misstrauisch ist und in seinem Revier mehrere Lagerplätze einrichtet. Oft streift der Einzelgänger umher und lässt sich nur selten einmal an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen an einem Flecken seines Gebietes finden.

Wie der Puma, so kommuniziert auch der Ozelot mit seinen Artgenossen über die Markierungen, die er mit Kot und Urin vornimmt. Kämpfe um das Territorium können damit zuweilen vermieden werden. Das nützt der Spezies selbst aber wenig: Sie ist vom Aussterben bedroht, weil der Mensch das Fell der Katzen in den früheren Jahrzehnten als wertvoll erachtet hat.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: The last Polar Bear © Jan Will - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom

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