Nutztiere, Heimtiere, Wildtiere - Kategorien der Tierhaltung und Tipps zur Überwinterung

Tierhaltung spielt in zahlreichen Tierkategorien eine Rolle. Wenn man an Nutztiere auf dem Bauernhof denkt, hat man eigentlich ein idyllisches Bild vor Augen: die Katze, die schnurrt, die Kuh auf der Weide, die Hühner im Hof und der freilaufende Hund. Doch bei der Nutztierhaltung handelt es sich um einen harten Konkurrenzkampf. Wesentliche Aspekte - ebenso wie die der Heimtier- und Wildtierhaltung - sind die Ernährung, Unterkunft und Pflege des Tieres. Informieren Sie sich über die Kategorien der Tierhaltung und holen Sie sich Tipps zur Überwinterung.

Die Tierhaltung wird eingeteilt in die Nutztier-, Heimtier- und Wildtierhaltung - Bei bestimmten Tierarten kommt es auf eine besondere Überwinterung an

Die Tierhaltung beschreibt die Pflege eines Tieres einschließlich Unterkunft und Ernährung. Man differenziert die Haltung von Nutztieren, Heimtieren und Wildtieren. Letztere sind niemals domestiziert; bei Nutztieren handelt es sich in der Regel um Haustiere. Heimtiere können, müssen aber nicht domestiziert sein.

Hinweise zur Nutztierhaltung

Bei der Nutztierhaltung spielen ökonomische Gründe - Rohstoffquelle, Nahrungsversorgung, Fortbewegungs- und Transportmittel - eine Rolle. Als besonderer Faktor ist die Züchtung von regionalen Rassen oder solchen, die der Nachfrageentwicklung angepasst sind, zu nennen.

Die Nutztierhaltung umfasst die Haltung von Trag- und Arbeitstieren, die Haltung von Vieh zur Tierproduktion wie

  • die Pferdehaltung
  • die Rinderproduktion
  • die Schafhaltung
  • die Kaninchenproduktion
  • die Geflügelproduktion
  • die Schweineproduktion oder
  • die Imkerei.

Die Massentierhaltung im Unterschied zur ökologischen Tierhaltung gewährleistet keine artgerechte Haltung, auch wenn sie gegebenen Vorschriften entspricht. Auf einem Bauernhof, so denkt man, sind Tiere gut aufgehoben. Die Kuh gibt Milch und ein Teil der Milch wird zu Milchprodukten wie Käse, Joghurt oder Sahne weiterverarbeitet. Die Hühner legen Eier, der Hund bewacht Haus und Hof und die Katze soll Mäuse fangen.

Schafe liefern Milch und Wolle und auch aus Ziegenmilch kann man Käse und andere Milchprodukte machen. Auf der Koppel stehen die Pferde und werden ab und zu geritten und die Schweine suhlen sich im Schlamm. Nutztiere, vor allem Schweine, Rinder und Hühner, werden aber auch geschlachtet, denn sie liefern Fleisch.

Ein harter Konkurrenzkampf

Für den Bauern stellen die Tiere also vorwiegend einen wirtschaftlichen Aspekt dar. Er hat investiert und muss auch Geld erwirtschaften, um überleben zu können.

Der Konkurrenzkampf ist aber sehr groß und so bleibt oft nur die Massentierhaltung. Die kleinen und idyllischen Bauernhöfe, bei denen die Tiere im Freien sein können und artgerecht gehalten werden, sind die Ausnahme.

Die Nutztiere, die der Mast dienen, leiden unter kargen Haltungsbedingungen. Die konventionelle Anbindehaltung bei Rindern erlaubt nicht einmal den Grundbedürfnissen der Tiere gerecht zu werden.

Bei der konventionellen Rinderhaltung werden Kühe die Hörner abgeschnitten, damit sie sich nicht gegenseitig verletzen. Die Tiere stehen häufig in einer Bodenbucht mit Vollspaltboden ohne Einstreu.

Damit die Kühe Milch geben, müssen sie kalben - von den Kälbchen werden sie jedoch schnell getrennt. Auch bei Schweinen und Hühnern sind die Haltebedingungen nicht besser. Käfighaltung und Legebatterien haben schon viele Negativschlagzeilen gemacht.

Ökologische Tierhaltung

Nur die ökologische Tierhaltung gewährleistet eine artgerechte Haltung. Die Tiere haben Auslauf, erhalten adäquates Futter und die Haltung kommt ihren Bedürfnissen entgegen. Grasende Kühe, wühlende und sich suhlende Schweine und gackernde freilaufende Hühner bieten einen Anblick, den wir unseren Kindern und Kindeskindern bewahren sollten.

Heimtierhaltung

Werden Haus-, Wild- oder Nutztiere unterschiedlicher Art in einem privaten Haushalt gehalten, ist die Rede von einer Heimtierhaltung. Es kann sich um nicht domestizierte Wildtiere, als auch um domestizierte Haus- oder Nutztiere handeln.

Wildtierhaltung

Bei der Wildtierhaltung handelt es sich um die Haltung von nicht domestizierten Wildtieren. Dabei kann es sich um die landwirtschaftliche Wildhaltung, die Aquaristik oder auch die Zootierhaltung handeln.

Die Gründe für diese Art von Tierhaltung sind unterschiedlicher Natur; möglich sind beispielsweise

  • Natur- und Artenschutz
  • Jagd
  • Unterhaltung oder
  • Fleischgewinnung.

In manchen Fällen - beispielsweise bei der Haltung von Hirschen in Gehegen - verschmelzen die Grenzen zwischen Nutztier- und Wildtierhaltung.

Bei der artgerechten Tierhaltung kommt es u.a. auch auf die richtige Überwinterung an - manche Arten haben diesbezüglich besondere Bedürfnisse...

Welche Tiere man im Winter besonders unterbringen und versorgen muss

Viele Tiere werden in Gefangenschaft gehalten oder sie tummeln sich in den Gärten. Manche von ihnen haben gerade im Winter besondere Ansprüche und müssen dementsprechend versorgt oder untergebracht werden.

Gerade für wechselwarme Reptilien gehört der Winterschlaf oder die Winterstarre zum natürlichen Jahreszyklus dazu. Wenn es draußen klirrend kalt wird, stellt sich die innere Uhr auf Winterschlaf ein und die Tiere verschlafen den Winter. Im Winterschlaf wird die Körpertemperatur stark gesenkt und der Herzschlag wird ganz langsam.

Beim Winterschlaf ändern die Tiere noch ihre Schlafposition oder geben Kot und Urin ab. Bei der Winterstarre erstarren die Tierkörper und erwachen erst wieder, wenn es draußen warm wird. Fische, Eidechsen, Frösche, Insekten und Schildkröten fallen in die Winterstarre.

Europäische Landschildkröten, die in einem Freigehege leben, brauchen eine Überwinterungskiste, diese soll in einen kühlen Kellerraum gestellt werden. Die Überwinterungskiste wird meist mit Gartenboden, Flusssand und Buchenlaub gefüllt; die Schildkröte gräbt sich ein und überwintert so. Detailliertere Informationen zur Überwinterung der Schildkröte erhalten Sie hier.

Im Garten lebende Tiere

Aber auch Gartenbesitzer können einiges für eine gute Überwinterungsmöglichkeit der im Garten lebenden Tiere tun. Überwinterungsquartiere für Igel, Amphibien und Reptilien werden beispielweise durch Reisighaufen oder auch Steinhaufen geschaffen. Diese Reisighaufen oder auch der Kompost sollen dann über den Winter auch nicht umgeschichtet werden, um die Tiere nicht zu stören.

Eine Winterruhe kennt man beispielsweise bei Eichhörnchen und Maulwürfen. Kaninchen ziehen sich im Winter in den Bau zurück. Leben Kaninchen im Freien in Hasenställen, muss man für den nötigen Unterschlupf sorgen.

Grüner Frosch guckt in einem Teich zwischen Blättern von Wasserpflanzen hervor
Grüner Frosch guckt in einem Teich zwischen Blättern von Wasserpflanzen hervor

In vielen Gartenteichen werden auch Fische und Frösche gehalten. Wenn die Fische über Winter im Teich bleiben sollen, muss dieser tief genug sein; zudem muss der Gartenbesitzer immer für eine kleinere eisfreie Fläche sorgen, indem er ein Loch in die Eisschicht schlägt. Ab einer gewissen Wassertemperatur darf dann auch nicht mehr gefüttert werden.

Auch im Winter muss das Wasser mit Sauerstoff angereichert werden, Umwälzpumpen taugen jedoch nur etwas für den Sommer.

Ein Durchlüfterstein hält auch eine kleinere Fläche eisfrei und sorgt für den nötigen Sauerstoff. Mit einer Abdeckung kann man das Luftloch frei von Blättern halten. Frösche vergraben sich meist im Schlamm oder suchen sich Mäusegänge, bis im Frühjahr alles Leben wieder erwacht.

Generelle Gärtnertipps auf einen Blick

Im Allgemeinen sollte man beim Gärtnern auf einige Punkte achten, um Tieren im Garten eine Überwinterungsmöglichkeit bieten zu können. Hierzu zählt:

  • die Verwendung einheimischer Pflanzen sowie der Verzicht auf exotische Arten und englischen Rasen
  • das Anlegen eines Komposthaufens
  • die Verteilung größerer Laubmengen
  • das Liegenlassen von verblühten Stauden und totem Gehölz, zumindest teilweise
  • das Abdecken größerer Wasserbehälter mit Netzen
  • der Verzicht auf unnötige chemische Mittel zur Schädlingsbekämpfung und Düngung
  • der Verzicht auf Laubsauger

Quellen:

  • Jenny Bruce, Karen McGhee, Luba Vangelova und Richard Vogt: Die Enzyklopädie der Tiere: National Geographic, National Geographic, 2007, ISBN 3937606955
  • Dorling Kindersley: Lexikon der Tiere, Dorling Kindersley Verlag, 2009, ISBN 3831014345
  • Andrew Zuckerman: Mein ABC der wilden Tiere, Knesebeck, 2009, ISBN 3868730443

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