Wettbewerbsspiele und Gruppenspiele im Überblick

Junge klettert am Seil, hat Piratenkopftuch an

Viele Wettbewerbsspiele und Gruppenspiele sind besonders für Draußen gut geeignet; doch auch bei schlechtem Wetter muss man nicht darauf verzichten

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  • von Paradisi-Redaktion

Wettbewerbsspiele sowie Gruppenspiele sind bei Jung und Alt beliebt. Sie können bestimmte Fähigkeiten fördern und positive Eigenschaften bestärken. Man kann Wut und Aggressionen abbauen und die Ausdauer stärken. Kritikern zufolge können sie sich aber auch nachteilig auswirken. Besonders für kleinere Kinder sind Wettbewerbsspiele umstritten. Werfen Sie einen Blick auf beliebte Wettbewerbs- und Gruppenspiele.

Vorzüge von Wettbewerbs- und Gruppenspielen

Gerade für kleinere Kinder sind Wettbewerbsspiele umstritten. Kritiker befürchten, dass Konkurrenzdenken und Egoismus gestärkt werden. Daher gibt es auch eine ganze Reihe von konkurrenzlosen Spielen, die angeboten werden.

Befürworter hingegen glauben, dass Wettbewerbsspiele das Selbstbewusstsein und auch die Ausdauer und das Durchhaltevermögen stärken. Außerdem kann ein Wettbewerbsspiel die soziale Kompetenz fördern.

Verlieren gehört zum Spiel dazu und auch das Verlieren will gelernt sein. So kann man lernen mit negativen und auch mit positiven Gefühlen umzugehen.

Daneben gibt es auch einige Gruppenspiele, bei denen das Gewinnen gar nicht an erster Stelle steht, sondern vielmehr die Stärkung der Zusammengehörigkeit. Hierbei kommt es darauf an, auf seinen Mitspieler zu achten, ihn zu unterstützen und ihm zu vertrauen.

Die unterschiedlichen Spielbedürfnisse von Kindern

Drei Kinder am Klettergerüst am Spielplatz
children © Marzanna Syncerz - www.fotolia.de

Wenn Kinder spielen, so kann sich dies auf verschiedenste Weisen zeigen. Manche Kinder beschäftigen sich lieber alleine und sind für sich, während andere lieber mit mehreren Spielgefährten zusammensitzen. Während Kinder spielen, beobachten sie die anderen und lernen voneinander. Auf diese Weise können sie ihre Entwicklung schulen.

Dabei spielt es auch eine Rolle, was man ihnen zur Beschäftigung gibt. Pädagogen zufolge müssen es nicht viele Spielsachen sein. Weniger ist mehr, gilt in diesem Fall, denn auf diese Weise können die Kleinen sich kreativ besser entfalten.

Verschiedene Spieltypen mit unterschiedlichen Bedürfnissen

Man kann Kinder in verschiedene Spieltypen aufteilen, die unterschiedliche Bedürfnisse mitbringen. Eltern sollten das Spielverhalten ihres Kindes genau beobachten und darauf eingehen.

Solist und Gruppenkasper

Zum einen gibt es den Solisten, der am liebsten allein mit Kuscheltieren und Co. spielt. Auf diese Weise gibt es keinen Streit und zudem kann sich der/die Kleine entspannen. Eltern sollten darauf achten, dass dies nicht zur Gewohnheit wird, denn der Kontakt mit anderen Kindern ist sehr wichtig und sollte unbedingt gefördert werden.

Dann gibt es den Gruppenkasper, der gern im Mittelpunkt steht, mutiger ist und Aufmerksamkeit von anderen Kindern bekommt. Kinder dieses Spieletyps sollten den Bogen jedoch nicht überspannen und nicht dauerhaft alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Geselliger und Wortführer

Der Gesellige ist bei jedem Kind jedes Alters beliebt und kann sich mit vielen verschiedenen Dingen zufriedengeben. Es ist jedoch wichtig, dass das Kind sich auch mal Zeit für sich nimmt und die Interessen der anderen nicht ständig als wichtigstes Ziel nimmt.

Der Wortführer übernimmt gern die Führung und gibt Kommandos. Diese Spieletypen wissen genau was sie möchten und setzen dies um. Sie sollten von ihren Eltern beigebracht bekommen, dass Rücksicht auf andere sehr wichtig ist und dass es Grenzen gibt, an die man sich halten muss.

Fantast

Schließlich ist da noch der Fantast, der sich sehr kreativ zeigt und oftmals auch imaginäre Freunde hat. Besonders Bücher sind bei diesen Kindern sehr beliebt. Es ist wichtig dafür zu sorgen, dass die Kinder sich nicht zu viel auf einmal aufhalsen und zwischendurch auch mal auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden.

Wenn Kinder mit gefährlichen Gegenständen spielen

Zwei Kleinkinder spielen mit einer Mehrfachsteckdose an einer Steckdose herum
Two children playing with electricity © JackF - www.fotolia.de

Einen ungewöhnlichen Einsatz hatten die Beamten von Polizeistation Bensheim in Hessen.

Weil zwei Geschwister mit Handschellen gespielt hatten, dann aber die Schlüssel nicht mehr auffinden konnte, mussten die Beamten die Fesseln an den Händen des einen Kindes öffnen. Der Vater ist dafür mit dem gefesselten Kind zur nächsten Polizeiwache. In nächster Zeit werden die Geschwister wohl die Hände von solch gefährlichen Gegenständen lassen.

Beliebte Varianten

Es gibt unterschiedliche Wettbewerbsspiele, für drinnen, für draußen, für Erwachsene und für Kinder. Bei einem Wettbewerb geht es immer darum, dass einer oder ein Team gewinnt und damit die anderen besiegt.

Wettbewerbsspiele sind oft eine Kombination aus sportlicher Aktivität und Spiel, bei dem es um das Gewinnen geht. Das kann Sackhüpfen, Eiswürfelrennen, Eierlauf oder Schubkarrenrennen sein.

Seilziehen

Ein bekanntes Wettbewerbsspiel ist das Seilziehen; hierfür braucht man ein langes und stabiles Seil. Dann werden zwei Mannschaften gebildet, die rechts und links an dem Seil ziehen müssen. Wer das Seil über eine vorgezeichnete Linie zieht, hat gewonnen.

Seilziehen als einfaches und beliebtes Wettbewerbspiel bei Kindern
Seilziehen als einfaches und beliebtes Wettbewerbspiel bei Kindern

Sackhüpfen

Beim Sackhüpfen schlüpfen Kinder oder Erwachsene in einen Sack und müssen eine vorgegebene Strecke hüpfen. Wer als erster durch die Ziellinie kommt, hat gewonnen.

Besonders wenn der Kindergeburttag draußen gefeiert werden kann, bieten Wettbewerbsspiele viel Spaß
Besonders wenn der Kindergeburttag draußen gefeiert werden kann, bieten Wettbewerbsspiele viel Spaß

Eiswürfelrennen oder Eierlauf

Beim Eiswürfelrennen oder beim Eierlauf, müssen Eiswürfel und Ei sicher ans Ziel gebracht werden; das Ei oder der Eiswürfel liegen auf einem Kochlöffel und die Spielteilnehmer müssen damit rennen oder schnell gehen. Wer als erstes durch die Ziellinie kommt, ohne dass Eiswürfel oder Ei herunterfallen, ist Sieger.

Schubkarrenrennen

Auch das Schubkarrenrennen sorgt meist für viel Heiterkeit, hier gehen in der Regel vier Spielteilnehmer an den Start. Einer schiebt die Schubkarre und ein anderer Spielteilnehmer sitzt darin. Jetzt findet zwischen zwei Teams ein Rennen statt; wer zuerst die Ziellinie erreicht, hat gewonnen.

So ein Schubkarrenrennen macht viel Spaß
So ein Schubkarrenrennen macht viel Spaß

Wettbewerbsspiele für drinnen

Wettbewerbsspiele die sich eher für drinnen eignen, sind Schaumkusswettessen oder Luftballonwettaufblasen. Auch hier geht es immer darum, wer am schnellsten ist und isst oder wer als erster Spieler fertig ist.

Im weitesten Sinne ist jedes Spiel bei dem es um das Gewinnen geht, ein Wettbewerbsspiel. Eine andere Sparte Wettbewerbsspiele bilden PC-Spiele und Onlinespiele.

Streichholzaufgaben

Das Spiel "Streichholzaufgaben" eignet sich für Spieler ab sechs Jahren. Je nach Altersgruppe - auch Erwachsene werden Gefallen daran finden - müssen entsprechend passende Aufgaben gestellt werden.

Jeder Mitspieler erhält dieselbe Anzahl an Streichhölzern. Dann gilt es, damit unterschiedliche Aufgaben zu lösen, wie zum Beispiel:

  • das Legen eines bestimmten Gegenstandes mit allen Streichölzern
  • das Legen einer Pyramide mit 18 Streichhölzern
  • das Legen des Wortes "Katze" mit allen Streichhölzern
  • das Legen und Lösung der Rechenaufgabe "2+2"

Hier ist Ideenreichtum gefragt. Wer es als erster schafft, die Aufgabe zu lösen, gewinnt die Runde.

Jungen lieben den Wettkampf

Fünf kleine Kinder laufen barfuß über eine Wiese
Five young friends running outdoors smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

Mädchen und Jungen haben ganz unterschiedliche Absichten beim Spielen, wie eine Umfrage der "Apotheken Umschau" unter 725 Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren zeigt. Insgesamt 71,4% der befragten Jungen gaben an am liebsten Spiele zu spielen, bei denen es einen Gewinner gibt. Spiele, bei denen es ausschließlich ums Gewinnen geht, favorisieren hingegen nur 54,4% der befragten Mädchen.

Sie spielen hauptsächlich, um mit anderen gemeinsam Spaß zu haben und etwas zu erreichen (75,2%), eine Absicht, die dagegen nur 61,4% der Jungen beim Spielen haben. Da verwundert auch nicht, dass 55,7% der Jungen angaben, dass das Wichtigste beim Spielen für sie das Gewinnen ist. Bei den Mädchen sagten dies lediglich 34,4% von sich.

Zehn Männer in den USA treffen sich seit 23 Jahren jährlich zum "Fangen-Spielen"

In den USA treffen sich seit 23 Jahren jährlich zehn Männer zu einem Spiel aus ihrer Kinderzeit, dem "Fangen". So haben die Herren, unter anderem ein Computermanager und ein Priester, seinerzeit ihre eigenen Spielregeln festgelegt.

Einmal im Jahr, im Februar, trifft man sich dann zum Spiel, was man natürlich sorgfältig planen muss, denn mittlerweile sind sie in den USA verstreut und haben Familien, die aber teilweise mit in das Spiel einbezogen werden.

Nun das Ganze dient einmal dem Spaß und fördert den Zusammenhalt der Freunde.

Bei den folgenden Gruppenspielen geht es um das Funktionieren als Team mit ein und demselben Ziel - solche Spiele sind besonders für Kinder geeignet.

Schwebende Ordnung

Dieses Spiel eignet sich für eine Kindergruppe, deren Mitglieder sich noch nicht (gut) kennen. Es wird ein Stuhlkreis gebildet; dabei steht ein Kind jeweils auf dem Stuhl.

Dann bekommen alle die Aufgabe, sich nach einem bestimmten Kriterium zu ordnen - etwa nach dem Anfangsbuchstaben des Vornamens, nach dem Alter, der Größe etc. Allerdings dürfen sie dabei nicht den Boden berühren, sondern müssen über die Stühle laufen.

Bei diesem Spiel können erste Berührungsängste und Hemmungen abgebaut werden. Zudem müssen die Mitspieler sich mitunter gegenseitig halten, und sichern.

Spinnennetz

Beim Spinnennetz-Spiel bilden die Mitspieler einen stehenden Kreis. In die Mitte wird ein langes Seil gelegt, dessen Ende ein Spieler festhält. Das andere Ende wirft er einem Mitspieler zu, dessen Name er zuvor laut ruft.

Dieser Mitspieler wiederum hält das Seil so fest, dass es straff gespannt ist, und wirft den Rest einem neuen Mitspieler zu usw. Auf diese Weise wird das Seil so oft hin- und hergeworfen, bis jedes Gruppenmitglied es festhält.

Anschließend wirft der letzte das Seilende der Person, die es ihm zuvor zugeworfen hat, wieder zurück. Dies wird so lange gemacht, bis das Netz wieder aufgelöst wurde - vorausgesetzt natürlich, man erinnert sich an seinen Vorgänger bzw. an dessen Namen.

Grundinformationen und Hinweise zum Spielen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: kleiner Pirat © Tino Hemmann - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Kinder beim Tauziehen © Christian Schwier - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: little funny girl inside wheelbarrow with vegetables in the © Oksana Kuzmina - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Group of kids having fun at birthday party © Petro Feketa - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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