19. März 2006
Nach vorsichtigen Berechnungen einer neuen Studie sterben jährlich in Deutschland rund 3300 Nichtraucher am Tabakqualm rauchender Mitmenschen.
Prof. Dr. med. Ulrich Keil, Direktor des Instituts für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster, betont im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau, dass diese Zahl noch „eher zu niedrig gegriffen“ sei. In die Berechnung seien nur Passivraucher einbezogen worden, die zuhause mitqualmen müssen und nicht etwa Menschen, denen dies am Arbeitsplatz zugemutet wird.
Keil will nicht unnötig beunruhigen: Wer einmal wöchentlich bei einem Kneipenbesuch Zigarettenrauch einatmet, habe kein statistisch nachweisbar erhöhtes Risiko. Beschäftigte in Gaststätten sind die Leidtragenden. Neben den vielen Todesfällen sei Passivrauchen auch für zahlreiche chronische Erkrankungen mitverantwortlich. Keil: „Rauchen in der Öffentlichkeit kann damit nicht länger als Kavaliersdelikt gelten.“
Seit über einem Jahr lese und höre ich diese Zahl nun.
Wie kommt man darauf, dass 3300 deutsche Nichtraucher an Passivrauch sterben?
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