Paläontologie - Geschichte, Teilgebiete und Methoden

Ammonit, Fossil

Die Paläontologie befasst sich mit Lebewesen vergangener Erdzeitalter; es kommen verschiedene Methoden zum Einsatz - die Ichnologie beschreibt die fossile Spurensuche

Die Paläontologie ist eine Wissenschaft, welche sich mit dem auseinandersetzt, was es eigentlich auf dieser Welt schon nicht mehr gibt. Um Wissen über diese fossilen Lebewesen und Pflanzen sammeln zu können, müssen deshalb verschiedene Methoden eingesetzt werden. Doch mit welchen Methoden arbeiten Paläontologen überhaupt, um längst Vergangenes zu rekonstruieren und Wissen darüber zu erlangen? Und wie verlief die Geschichte der Paläontologie überhaupt genau, welche heutzutage ein fest etablierter Forschungszweig ist?

Die Geschichte der Paläontologie

Der Begriff der Paläontologie wurde im Jahre 1825 durch den Wissenschaftler Blainville eingeführt. Allerdings war dies keineswegs der Anfang all jener Forschungen, welche wir heute unter diesem Begriff zusammenfassen.

Die Paläontologie während der Antike

Erste Beobachtungen und Überlegungen wurden bereits in der griechischen Antike getätigt. So gab es beispielsweise den griechischen Philosophen Xenophanes, welcher sich unter anderem auch mit Fossilien auseinandersetzte. Dabei fand er zahlreiche Überreste von Meerestieren an Land, was er wiederum als einen Hinweis deutete, dass es eine große Überschwemmung gegeben haben müsse.

Ungefähr zwei Jahrhunderte später sollte sich auch einer der bekanntesten griechischen Denker mit Fragen der Paläontologie auseinandersetzen. Hierbei handelte es sich um Aristoteles, welcher unter anderem zum Schluss kam, dass Lebewesen ursprünglich aus der Erde geformt würden.

Die Fossilien, mit welchen er sich beschäftigte, sah er wiederum als Lebewesen, welche nicht voll zum Leben erwacht wären. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Wissenschaftler und Philosophen der Antike, welche den Grundstein für die heutige Paläontologie legten. Genannt seien hier noch

Die Paläontologie während der Renaissance

Nach der griechischen Antike sollte es etwa ein Jahrtausend dauern, bis die Forschungen und Überlegungen in diesem Wissensbereich vorangetrieben werden. In der Renaissance beschäftigten sich schließlich Größen wie Leonardo da Vinci und Francis Bacon mit Fragen der Paläontologie.

Nun wurde zum ersten Mal erkannt, dass diese Fossilien lediglich deshalb nicht bekannt seien, weil sie schlicht vor den Menschen gelebt haben. Zudem gelang es den Forschern, mehr über die Geografie der Erde herauszufinden, indem fossile Funde systematisch gedeutet und sondiert wurden.

Der Durchbruch

Ihren Durchbruch hatte die Paläontologie schließlich im Zeitalter der Aufklärung. In dieser Epoche verfasste etwa der Wissenschaftler Georg Christian Füchsel die erste geologische Zeittafel, indem die Erdschichten und fossile Funde analysiert und kategorisiert wurden.

Eine anerkannte Wissenschaft

Von da an war die Paläontologie eine fest etablierte Wissenschaft, welche im 19. Jahrhundert ihren Höhepunkt erlebte. Während dieser Zeit wurden zahlreiche Entdeckungen gemacht und Überlegungen aufgestellt, welche bis heute Gültigkeit haben.

Älteste Funde

Zu den weltweit ältesten Spuren gehören diejenigen in dem Felsengestein auf der Halbinsel Avalon in der kanadischen Provinz Neufundland. Die etwa sieben Dutzend Spuren mit einer Länge von ein bis siebzehn Zentimetern sind mehrere Hundertmillionen Jahre alt. Sie stammen von damaligen mehrzelligen Tieren der Ediacara-Fauna, einem als primitiv bezeichneten Vorläufer von Tieren.

Die fossilen Spuren, also diejenigen von Lebewesen aus längst vergangenen Ären, sind keine Überreste von Tierkörpern, sondern Abdrücke oder Materialablagerungen. Sie sind ein Beweis dafür, dass das jeweilige Tier an dem betreffenden Ort gewesen ist.

Mehrere oder viele Spuren ergeben eine Fährte, die, wie es genannt wird, gelesen werden kann. Die so genannte Ichnologie unterscheidet in Spurengattungen und Spurenarten.

Die Teilgebiete der Paläontologie

Die Paläontologie ist die Wissenschaft, welche sich mit den Lebewesen vergangener Zeitalter auseinandersetzt. Dabei ist es interessant zu wissen, dass die Paläontologie noch in zahlreiche weitere Teilgebiete aufgeteilt werden kann. Doch was sind die verschiedenen Teilgebiete der Paläontologie, welche heutzutage in diesem Bereich forschen?

Paläozoologie

Der Paläontologie kann zunächst einmal die Paläozoologie zugeordnet werden. Hierunter versteht man einerseits die Untersuchung wirbelloser Tiere.

Darüber hinaus werden der Paläozoologie auch noch die Untersuchung von Wirbeltieren zugeordnet, welche wiederum in

  • Reptilien
  • Amphibien
  • Fische
  • Säugetiere und
  • Vögel

differenziert werden können. Dieser Zweig der Paläontologie befasst sich demnach mit dem vergangenen Tierreich der Erde.

Paläoanthropologie

Ein weiteres Teilgebiet der Paläontologie befasst sich wiederum mit der Stammesgeschichte des Menschen und wird als Paläoanthropologie bezeichnet. Streng genommen wird dieser Zweig jedoch auch der Paläozoologie zugeordnet und nichtsdestotrotz als ein alleinstehender Forschungszweig behandelt.

Paläobotanik

Zuletzt gibt es noch die Paläobotanik. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich die Untersuchung fossiler Pflanzen. Dies schließt auch die Untersuchung von Sporen und Pollen ein, welche ebenso eine wichtige Rolle in diesem Teilbereich spielen.

Mit der Erforschung der fossilen Lebensspuren befasst sich die Ichnologie...

Ichnologie

Das griechische Wort Ichnos heißt zu Deutsch Spur. Von Ichnium ist Ichno beziehungsweise Ichnos abgeleitet und bezeichnet verschiedene fossile Lebensspuren von wirbellosen sowie von Wirbeltieren. Im Gegensatz zur Neoichnologie mit ihren rezenten Lebensspuren befasst sich die Palichnologie mit den fossilen Lebensspuren.

Sedimentologie

Sedimentologie beinhaltet die Erforschung, die Beschreibung sowie die Klassifizierung der verschiedenen Sedimente und Sedimentgesteine. Das lateinische Wort "sedimentum" heißt zu Deutsch "Bodensatz" und steht für Ablagerung, für Auf- sowie Abrieb; im weitesten Sinne also für eine Spur.

Die Sedimentologen verstehen unter der Ichnologie die von Tieren hervorgerufenen Veränderungen nach Ablagerung eines Sediments, also einer Spur. Ihr Ziel ist es, den Erzeuger der Spur zu finden beziehungsweise herauszufinden, woher die Spur kommt und wie sie entstanden ist.

Anwendungen zum Sichtbarmachen von vorhandenen Spuren

Eine wichtige Aufgabe der Ichnologen ist es, die tatsächlich vorhandenen Spuren im Sediment, also im betreffenden Gestein, sichtbar zu machen. Praktische Anwendungen dafür sind unter anderem:

  • Seitliches Ausleuchten des Ichnos
  • Befeuchten eines senkrecht durchtrennten Gesteinsstückes mit Öl oder Wasser
  • Alternativ dazu das Anschleifen des Gesteinsstückes mit demselben Befeuchtungsvorgang
  • Röntgen des betreffenden Gesteinsstückes
Benötigte Umwelteinflüsse

Ichnologen können aus den Ichnos, also aus den Tierspuren auf den Sedimenten, vielfältige Rückschlüsse ziehen. Damit es zum dauerhaften Erhalt einer Spur kommt, müssen ganz spezielle Umweltbedingungen vorhanden sein. Nur dann kann sich die einmal entstandene Spur durch Auftritt, Aufrieb oder Abrieb über Ären hinweg halten.

Zu solchen Umweltbedingungen gehören

  • der Salz- und der Wassergehalt
  • die Durchlüftung sowie
  • die Nährstoffversorgung des Sediments.

Spuren sind statisch. Sie sind und bleiben dort, wo sie vor vielen Ären entstanden sind. Das macht sie so besonders wertvoll, weil sich alle Rückschlüsse zum damaligen Leben auf genau diesen Ort in den Sedimenten beziehen. Ein Irrtum ist ausgeschlossen.

Die Ichnologie ist das wissenschaftliche Spurenlesen von Ichnos, den Trittspuren aus vergangenen Jahrtausenden. Fachsprachlich werden sie auch Trittsiegel genannt.

Aus den Filmen und TV-Sendungen über den "Wilden Westen" in Nordamerika sind den begeisterten Zuschauern die Spuren- und Fährtenleser bei Indinanern und Trappern geläufig.

Sie haben mit den noch lebenden Tieren das gemacht, was in der Ichnologie mit Fossilien als längst ausgestorbenen Tieren geschieht. Das ist weltweit der Fall.

Dabei sind den Ichnologen vielfach finanzielle Grenzen gesetzt. Dier erforschten Ergebnisse werden unter anderem in Museen sowie in Ausstellungen präsentiert. Ichnologie ist beispielsweise im "Urschlamm der Oberpfalz" ebenso möglich und erkenntnisreich wie in den weltweiten UNESCO-Welterben.

Spuren der Vergangenheit werden auch heute noch, oftmals überraschend und an nicht vermuteten Stellen, entdeckt. Daran lässt sich erkennen, dass die lebendige Vergangenheit bereits vor vielen Ären dort war, wo in der heutigen Zeit Menschen sowie Völker der ersten, zweiten oder auch dritten Welt leben und wohnen.

Fazit

Insgesamt ist die Paläontologie keineswegs eine eindimensionale Wissenschaft, welche sich nur auf ausgestorbene Tiere fokussiert. Stattdessen handelt es sich hierbei um einen breit gestreuten Forschungssektor, welcher sich mittels verschiedener Methoden mit dem gesamten fossilen Leben unseres Planeten auseinandersetzt.

Auf diese Methoden gehen wir im Folgenden ein...

Methoden der Paläontologie

Geologische Kartierung

Zum einen setzt die Paläontologie die Methode der Geologischen Kartierung ein. Bei dieser geht es darum, ein bestimmtes Gebiet anhand der dort gemachten Funde charakterisieren zu können. Daraufhin kann innerhalb dieses Raums bestimmt werden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich ein weiteres Fossil an einem bestimmten Platz finden lässt.

Präparation und Aufbereitung

Des Weiteren setzt die Paläontologie auf die Präparation und Aufbereitung. Hierunter versteht man all jene Maßnahmen, welche getroffen werden müssen, um Fossilien zu erhalten und weiter untersuchen zu können. Ein Klassiker der Präparation wäre beispielsweise die Ummantelung mit Gips, welche ein Fossil in seiner Form stabilisiert.

Paläontologische Grabung

Unter dem Begriff der Paläontologischen Grabung - einer weiteren Methode dieses Wissenschaftszweigs - werden wiederum all jene Maßnahmen zusammengefasst, welche der Fossiliensuche dienen. In der Regel werden dabei einzelne Erdschichten abgetragen und untersucht. Dabei wird vor allem in Gegenden gesucht, welche sich nach der bereits genannten Geologischen Kartierung als günstig erweisen.

Dokumentation und Klassifikation

Da die gefundenen Fossilien nicht nur präpariert und untersucht, sondern auch wissenschaftlich aufbereitet werden sollten, gibt es noch die Dokumentation und Klassifikation als weitere Methode, mit welcher Paläontologen arbeiten.

Hierunter versteht man die Abstrahierung gemachter Entdeckungen. So werden diese beispielsweise gezeichnet und beschrieben. Daraufhin können diese Fossilien in die bereits bekannten systematischen Strukturen eingeordnet werden.

Rekonstruktion

Letztlich stellt noch die Rekonstruktion eine wesentliche Methode der Paläontologie dar. So geht es bei dieser darum, unvollständige Funde zu vervollständigen, indem auf bereits bekanntes Wissen zurückgegriffen wird.

Die Bedeutung dieser Methode wird angesichts der Tatsache ersichtlich, dass sich nur selten perfekt und vollständig erhaltene Fossilien finden lassen. Insgesamt arbeitet die Paläontologie mit einer Vielzahl von Methoden. Wissenschaftler in diesem Bereich müssen deshalb flexibel sein und sich viel Wissen aneignen, um wirklich effizient und vielseitig in diesem Feld vorgehen zu können.

Zwei Dinosaurier in der Wüste Gobi gefunden

Archaeopteryx Fossil, Archosaurier
Archaeopteryx fossils © gekaskr - www.fotolia.de

In der Wüste Gobi, die auf dem Gebiet der Mongolei und China liegt und etwa eine Million Quadratkilometer groß ist, wurden jetzt zwei Fossilien gefunden. Dabei handelt es sich bei dem einen um einen Vorgänger des berühmten Tyrannosaurus rex, aber um einiges kleiner, denn der neu entdeckte war nur 1,50 Meter groß, hatte aber einen Schädel von einem halben Meter Länge mit 70 Zähnen. Man schätzt das Alter des Fundes auf 100 Millionen Jahre.

Der andere Fund ist so eine Art Strauß, aber hatte einen Schwanz wie ein Dinosaurier, zudem 10 Zentimeter lange Krallen und war ein Allesfresser. Das Gewicht lag bei etwa 600 Kilogramm, wobei es sich hier um ein junges Tier handelte. Die beiden neuen Fundes bekamen die Namen Xiongguanlong baimoensis und Beishanlong grandis.

Größte Dinosaurierspuren in Frankreich entdeckt

Die bisher größten gefunden Dino-Spuren haben Forscher nun im Jura-Gebirge entdeckt. Sie haben einen Durchmesser von 1,20m bis zu 1,50m. Das entspricht einer Dinosauriergröße von 25 Metern, also Tieren, die 30 bis 40 Tonnen schwer waren. Die Abdrücke wurden vermutlich vor 150 Millionen Jahren im Schlamm, Lagunen oder am Strand hinterlassen. Die Spuren erstrecken sich auf bis zu Hundert Meter.

Laut dem französischen Froschungsinstitut CNRS könnten die Funde in Lyon das größte Gebiet von Dinosaurierabdrücken der Welt sein, das sich nun über mehrere Jahrzehnte erforschen lässt. Die Zeitung Le Progrés schätzt die Funde aus "Jurassic Park" als Abdrücke von Sauropoden ein. Dies waren langhalsige Pflanzenfresser mit einem langen Schwanz. Zwar sind sie nicht die größten Dinosaurier, aber die größten, deren Spuren man gefunden hat.

Dinosaurier - Rund 30% aller Arten waren vermutlich nie existent

Dinosaurier, Modelle von Tyrannosaurus
A Tyrannosaurus Pair on a White Background © Derrick Neill - www.fotolia.de

Eine neue Analyse-Methode der Paläontologen, könnte dazu führen, dass etwa 30% aller Dinosaurier-Arten urplötzlich eliminiert werden. So scheinen die bislang als eigenständige Dino-Art der Torosaurus oder auch der Nanotyrannus, lediglich eine kleinere Art des Tyrannosaurus Rex zu sein.

Zu dieser Erkenntnis kamen Paläontologen der Universität Berkeley, Kalifornien, die eine neue Methode der Analyse entwickelt haben. Nach Ansicht der Experten erweisen sich die Kopfformen als ein Indikator dafür, ob es sich um eine eigene Rasse gehandelt hat oder doch nur eine Unterart einer bestimmten Spezies.

Eine besondere Verwirrung stiftet unter den Wissenschaftler die Tatsache, dass es zahlreiche Wachstumsstadien unter den Dinosauriern gegen hat. Aufgrund der nun neuen Analyse-Möglichkeit des sogenannten metaplastischen Knochens, kann es durchaus sein, dass es zu einer erheblichen Dezimierung der bisherigen Dinosaurier-Arten kommt.

Bisher unbekannte Dinosaurierart bei Ausgrabungen in New Mexiko gefunden

Archäologische Ausgrabungen mit kleinem Handwerkzeug und Pinsel
Skeleton and archaeological tools.Training for dig fossil. © lufeethebear - www.fotolia.de

Bei Ausgrabungen auf der Ghost Ranch in New Mexico entdeckten US-Wissenschaftlern fünf bis sieben gut erhaltenen Skelette einer bisher unbekannte Dinosaurierart.

Tawa halla, so der Name der geschätzt 214 Millionen Jahre alten Gattung. Mit zwei bis vier Metern Länge und 70 Zentimeter Größe gehörte der Tawa halla zu den fleischfressenden Echsenbeckensauriern. Dieser Fund gibt nun erstmals Aufschluss über die Evolution der Dinosaurier in der späten Triaszeit.

Bisher konnte die Lücke zwischen dem Herrerasaurus (älteste bekannte Dinosauriergattung) und den Theropoden (aus denen sich später der Tyrannosaurus rex entwickelte) nicht geschlossen werden.

Vor etwa 230 Millionen Jahren tauchten erstmals Urzeitreptilien auf der Bildfläche auf und verschwanden vor rund 65 Millionen Jahren wieder von der Erde.

Unbekannte Saurierart in China entdeckt

In China, in der Wüste Gobi, haben amerikanische Wissenschaftler eine bisher unbekannte Saurierart gefunden. Diese gehörte zur Familie der Alvarezsauriden und ist ein Beweis dafür, dass sie nicht von den Urvögeln abstammen, denn das Fossil ist drei Meter lang und zeigte etliche Merkmale, dass es nicht fliegen konnte.

Man schätzt, dass diese Art von Dinosaurier vor etwa 160 Millionen Jahren gelebt haben. Übrigens handelt es sich bei der Wüste Gobi, die einerseits in China sowohl auch in der Mongolei liegt, nicht um eine reine Sandwüste, wie wir sie auch von der Sahara in Afrika kennen, sondern mehr um eine Fels- und Geröllwüste.

Spinnen-Fossil in China gefunden - 165 Millionen Jahre alt

Im Norden Chinas haben Forscher den Abdruck einer sehr alten Spinnenart auf einem Stein entdeckt. Das Fossil ist vermutlich über 165 Millionen Jahre alt. Die Spinne ist damit der älteste Fund einer Tierart überhaupt.

Trotz des hohen Alters ist das Fossil extrem gut erhalten: Der Abdruck der Spinne zeigt sogar noch die winzigen Härchen auf ihren Beinen. Der Fund ist auch deshalb ungewöhnlich, weil Insekten eigentlich zu weich sind, um konserviert zu werden. Die Forscher vermuten, dass das Tier wahrscheinlich sehr plötzlich von Vulkanasche umschlossen wurde. Pech für die Spinne, Glück für die Paläontologen. Das Spinnen-Fossil stammt wahrscheinlich aus dem Zeitalter des mittleren Jura und ist der Urahn einer ganz neuen Spinnengattung namens "Eoplectreurys gertschi".

Dinosaurier sind älter als man bisher vermutet hat

Forscher haben im südlichen Tansanias in einer Gesteinsschicht die Fossilien von Sauriern gefunden. Hierbei handelt es sich um Silesauriden (Asilisaurus kongwe), die eng mit den bekannten Dinosauriern verwandt sind, aber noch 10 Millionen Jahre älter sind.

Mit den gefundenen Überresten konnte man das Skelett vollkommen rekonstruieren, bis auf den fehlenden Kopf. Diese Art von Sauriern waren aber nur etwa einen Meter groß und bis zu drei Meter lang. Das Gewicht wird zwischen 10 und 30 Kilogramm geschätzt und sie ernährten sich hauptsächlich von Pflanzen, aber wohl auch von Fleisch.

Die bisher ältesten gefundenen Fossilien von Dinosaurier werden auf 230 Millionen Jahren geschätzt, so dass dann die neuen, die noch 10 Millionen Jahre älter sind, sich seinerzeit von den bekannten Dinosaurier getrennt haben und auch diese damals schon existierten.

Neuer Fossilienfund eines Amphibienschädels ist 300 Millionen Jahre alt

Ein Hobbygeologe hat einen fossilen Amphibienschädel in Pennsylvania gefunden, den amerikanische Forscher auf 300 Millionen Jahren schätzen, so dass als 20 Millionen Jahre früher schon die ersten Landwirbeltiere sich entwickelten, als man bisher gedacht hatte. Die Forscher bezeichnen dieses Fossil als "Fedexia striegeli", in Anlehnung an den Namen des Entdeckers, der den zwölf Zentimeter langen Schädel in einem Felsen entdeckte.

Die ersten Lebewesen auf unserer Erde lebten ausschließlich im Wasser, und nachdem durch die Wärme und Trockenheit viele Seen und Sümpfe austrockneten haben sich die Tiere der neuen Situation angepasst. Vielleicht gab es sogar noch einige Jahre früher die ersten Landwirbeltiere, denn sie könnten in einem feuchten Hochland gelebt haben, aber dort sind die Bedingungen für einen Fossilien-Fund ungeeignet. Noch heute können wir den Gang vom Wasser auf das Land bei den Fröschen jährlich beobachten, die zuerst als Kaulquappen im Wasser leben und dann später auf dem Land leben.

Fast-Food Junkies aus der Urzeit

Deutsche Wissenschaftler haben herausgefunden, wie es möglich war, das Langhalssaurier so viel größere Ausmaße annehmen konnten, als unsere heute bekannten Tiere. 35 Meter Länge, 14 Meter Höhe und 100 Tonnen Gewicht waren keine Besonderheit für einen ausgewachsenen Sauropoden. Doch nur weil er seine Nahrung nicht kaute, sondern in einem Stück herunterschlang, konnte er so groß werden.

Während zerkaute Pflanzen im Magen der Tiere schnell zersetzt und verdaut werden konnten, blieb unzerkautes Grünzeug deutlich länger im Magen und lieferte den Sauriern auf diese Weise stets genügend Energie. Die ersten Fast-Food Junkies lebten somit vor 160 Millionen Jahren.

Werkzeugfund in Großbritannien - Frühmenschen besiedelten Europa früher als angenommen

Wissenschaftler haben in der Nähe der britischen Ortschaft Happisburgh (Grafschaft Norfolk) einen Fund von großer Bedeutung gemacht. Die ausgegrabenen Steinwerkzeuge sind deutlich älter als bisherige Werkzeugfunde und lassen zudem Rückschlüsse auf Umweltdaten zu. Der Fund belegt, dass die Frühmenschen deutlich früher nach Europa wanderten, als bisher vermutet. Schon vor rund 800.000 Jahren sollen sie sich in der Gegend niedergelassen haben.

Dies ist besonders bemerkenswert, da es zu dem Zeitpunkt dort klimatisch sehr schwierig war. Die Sommer waren mit durchschnittlich 16 bis 18 Grad relativ kühl. Im Winter betrug die Temperatur durchschnittlich minus 3 Grad. Vermutlich haben die frühen Menschen nicht lange dort gelebt, denn Feuer kannten sie den heutigen Erkenntnissen nach noch nicht. Wie das alltägliche Leben organisiert wurde, sollen weitere Ausgrabungen zeigen.

Dinosaurier: Abernten der Baumwipfel in 9 Metern Höhe

Dinosaurier-Modell unter blauem Himmel und Palmen
dinosaur © netsuthep - www.fotolia.de

Vor etwa 228 Millionen Jahren lebten die Sauropoden, gigantische, vierbeinige Pflanzenfresser, welche bis zu 30 Metern lang werden konnten. Bei einer Halslänge von bis zu neun Metern verfügten sie über ein außerordentlich leistungsstarkes Kreislaufsystem und ein sehr starkes Herz. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass die bis zu 100 Tonnen schweren Giganten in der Lage waren, ihren Hals senkrecht in die Höhe zu strecken, um die Baumwipfel abzuernten. Der zu überwindenden Höhenunterschied war dabei so gewaltig, das Sauropoden vermutlich einen Blutdruck von 700 Millimetern Quecksilbersäule gehabt haben mussten. Zum Vergleich: 130 mmHg wäre der gesunde Blutdruck eines Menschen.

Wissenschaftler errechneten nun den Energieverbrauch diverser Aktivitäten auf Grundlage der Physiologie der Riesensaurier und stellten fest, dass die Tiere, statt sich in eine andere Gefilde zu begeben, vermutlich eher ihre Hälse in die Höhe gereckt haben mussten, um die zum Überleben wichtigen Tonnen an Pflanzennahrung zu sich zu nehmen.

Vorfahren der Krokodile ähnelten eher einem Stubentiger

Die Vorfahren unserer heute bekannten Krokodile hätten weder in Aussehen, noch im Verhalten ihren Artverwandten Ehre gemacht. Denn die so genannten Pakasuchus glichen mehr einer Katze, als einem Raubtier. Vor 105 Millionen Jahren lebten sie dort, wo sich heute der afrikanische Kontinent befindet. Sie ernährten sich von Insekten und anderen Kleintieren. Mit ihrem proportional kleiner Kopf und dem ungeschützten, gewandten Körper, hätten sie auch keine andere Beute erlegen können. Ihr Kiefer war ausgelegt auf das Zerschneiden der Nahrung, anders als bei den heutigen Krokodilen.

Grundlage dieser neuen Informationen war der Fund eines Fossiles in Tansania, welches Forscher lange Zeit vor ein Rätsel gestellt hatte.

Ausgrabungen in Thüringen: Paläontologen entdecken 300 Millionen Jahre alte Knochen von Ursauriern

Wissenschaftler aus Deutschland und Amerika haben in Tambach-Dietharz im Thüringer Wald ein rund 300 Millionen Jahre altes Saurier-Skelett gefunden. Der Knochenfund ist richtig positioniert etwa 60 Zentimeter groß. Die Art des Ursauriers ist den Experten bisher jedoch noch nicht bekannt.

In einem Sandsteinbuch ganz in der Nähe der Fundstelle wurden zudem Abdrücke von Skelettfragmenten gefunden. Diese haben teilweise eine Länge von bis zu 20 Zentimetern. Das Gebiet "Bromacker" ist rund 400 Quadratmeter groß und wird bereits seit etwa 18 Jahren bearbeitet. Es ist bekannt als Fundstelle für Fossilien. "Die Fossilien öffnen ein weltweit einmaliges erdgeschichtliches Fenster in eine Lebensgemeinschaft auf dem Urkontinent Pangäa, der vor fast 300 Millionen Jahren das Bild der Erde prägte", so der Ausgrabungsleiter Thomas Mertens. Ursauerier lebten rund 100 Millionen Jahre vor den Dinosauriern, die wir kennen.

Spanien - Neue Dinosaurierart mit Höcker auf dem Rücken entdeckt

Bei Ausgrabungen in Ostspanien nahe der Stadt Cuenca stießen Forscher auf das Skelett einer neuen Dinosaurierart. Das besondere an dem Fund ist der Höcker, den das Skelett in den Rückenwirbeln aufweist, denn eine zweibeinige Saurierart mit Höckern auf dem Rücken war bisher noch nicht bekannt.

Sie nannten die neue Art "Concavenator corcovatus" und entdeckten neben dem Höcker auch winzige Beulen an den Ellen, die an die Federnoppen bei Vögeln erinnern. Der Fund beweist damit wieder einmal, dass zwischen Sauriern und Vögeln eine unverkennbare Verwandtschaft besteht.

50 Millionen Jahre altes Schlangenfossil - Untersuchung im Computertomografen

Durchleuchtung des Fossils einer unentdeckten Schlagnenart

Nahaufnahme Pythonschlange auf weißen Hintergrund
python schlange © Thomas Bedenk - www.fotolia.de

Ein brasilianischer Wissenschaftler untersuchte mit Unterstützung des Museum of Natural Science Houston ein 50 Millionen Jahre altes Schlangenfossil, welches in Wyoming (USA) gefunden wurde, mit Hilfe eines Computertomografen (kurz: CT).

Forscher tippen auf Python-ähnliche Schlange

Das Fossil ist auch nach Millionen von Jahren vollständig erhalten und somit war es perfekt geeignet, um mit dem CT ein dreidimensionales Bild zu erstellen und es dann zu untersuchen.

Der Computertomograf kann durch die Laserstrahlung mehr als 3000 Bilder pro Minute herstellen und so wurde der Körperbau des Fossils, welches auch Clarisse genannt wird, komplett durchleuchtet. Die Bilder können außerdem um 360 Grad gedreht werden.

Der Wissenschaftler stellte fest, dass dieses Fossil eine komplett unentdeckte Art der Schlange ist. Es handelt sich um ein Exemplar welches ihre Beute vollständig in einem Stück herunterschlingen konnte, es allerdings auch in Stücken zu sich nahm. Die Forscher gehen des Weiteren davon aus, dass es sich um einen nahen Verwandten der "Boavus indelmani"-Schlange handelt, einer Art die auch den bekannten Boas und Pythons ähnelt.

Einfach cool: Wissenschaftler finden 36 Millionen Jahre alten Pinguin

Gruppe von Adelie-Pinguinen am Eisberg, kurz vor dem Sprung ins Wasser
Adelie penguins colony going to jump in the water from iceberg, © axily - www.fotolia.de

Wissenschaftler der amerikanischen Universitäten Yale und Texas haben im "Reserva Nacional de Paracas" (heutiges Peru) einen Vorläufer des Pinguins ausgegraben. Das Tier hatte Federn in Rottönen, war etwa eineinhalb Meter groß und lebte vor rund 36 Millionen Jahren. Ein Kaiserpinguin - die größte noch auf der Erde existente Pinguinart - wird nur etwa halb so groß.

"Vor dem Fund hatten wir keinen Beweis für die Form der Federn und der Schwimmhäute von prähistorischen Pinguinen", freute sich Julia Clarke, die Leiterin der Ausgrabung, in den Nachrichten. "Einblicke in die Farben von ausgestorbenen Organismen können Hinweise über ihr Verhalten liefern", ergänzte ihr Kollege Jakob Vinther. Es sei zudem auch "einfach cool" endlich genau zu wissen, welche Fellfarbe die Tiere vor so vielen Millionen von Jahren gehabt haben.

Pterosaurier konnten ohne Pause etwa 16.000 Kilometer in der Luft bleiben

Vor 220 Millionen Jahren lebten auf der Welt die größten, fliegenden Tiere, die Pterosaurier, die etwa auch die Größe einer Giraffe besaßen. Jetzt haben Wissenschaftler festgestellt, dass aufgrund ihrer enormen Spannweite der Flügel, die bis zu zehn Metern betragen konnten, diese Tiere in der Lage waren durchschnittlich bis zu 16.000 Kilometer fliegen konnten ohne eine Pause einzulegen. Hierbei haben sie nur einmal pro Minute einen Flügelschlag gemacht und hauptsächlich glitten sie, wie die Segelflieger, durch die Lüfte.

Die Forscher kamen auf diese Flugweite aufgrund ihrer Berechnungen, die sich aus dem Körpergewicht und Fettgehalt der Tiere sowie auch der Spannweite und Flügelform ergaben.

Dinosaurier - Älteste Embryos gefunden

Während kanadische Wissenschaftler versteinerte Dinosaurier-Eier untersuchten, stießen sie auf die ältesten Embryos, die jemals entdeckt wurden. Die Eier wurden in Südafrika gefunden und ihr Alter wird auf rund 190 Millionen Jahre geschätzt.

Damit wurden die beiden Jungen der Dinosaurierart „Massospondylus“ im geologischen Jura-Zeitalter gezeugt. Die mikroskopische Untersuchung ergab weiterhin, dass die Jungen bereits kurz vor dem Schlüpfen waren. Daraufhin deuten ihre bereits 20 cm langen Skelette und ihre vier nahezu ausgewachsenen Füße hin. Aufgrund der nachgestellten körperlichen Fähigkeiten ist den Forschern klar, dass die Dinosaurierjungen nach ihrer Geburt nicht direkt in der Lage gewesen wären, sich selbst zu versorgen. Das zeugt weiterhin von elterlicher Fürsorge unter den Tieren.

In einer Wissenschaftszeitschrift teilten die Forscher mit, dass diese Embryos die ältesten eines Landtieres seien. Demnach erlauben sie einen spannenden Einblick in die Evolution von Dinosauriern.

Vor 20.000 Jahren haben Riesenstörche Jagd auf Menschen gemacht

Auf der indonesischen Insel Flores wurden Fossilien eines Riesenstorches gefunden. Wie Experten sagen, seien diese Vögel, die vor etwa 20.000 bis 50.000 Jahren auf Flores gelebt haben, mit einer Größe von 1,80 Metern als die damals dort lebenden Menschen der Art Homo floresiensis.

Die Storche, die den Namen Leptoptilos robustus tragen, haben laut Schätzungen der Forscher Jagd auf die kleinwüchsigen Menschen gemacht. Die Ergebnisse der Forschungsreihe wurden im "Zoological Journal of the Linnean Society" veröffentlicht.

Skelett einer neuen Dinosaurierart in Südkorea entdeckt

Bisher wusste man nur durch Fußabdrücke von einer bestimmten Art der Dinosaurier in Südkorea. Doch schon vor zwei Jahren hatte man auch ein Skelett von dem Tier gefunden, das vor etwa 110 Millionen Jahren, also in der frühen Kreidezeit, lebte. Jetzt wurde die Ergebnisse der Auswertung bekanntgegeben.

Bei dem Saurier handelt es sich um eine gehörnte Art und man entdeckte diese Fossilien in einem Felsblock im Tando-Becken in Hwaseong im Zentralteil von Südkorea. Bei dem Fund handelt es um einen großen Teil des Rückenknochens, sowie ein Hüftknochen und Stücke von den Hinterbeinen, aber auch fast der komplette Schwanz. Man gab dem neuen Dinosaurier jetzt den wissenschaftlichen Namen nach seinem Fundort Koreaceratops hwaseongensis.

Rund 230 Millionen Jahre alter Vorfahr von Raubsaurier in Argentinien gefunden

Eodromaeus murphi - angeblicher Vorgänger der Theropoden-Saurier entdeckt

Modell eines lebensgroßen Dinosauriers (Tyranosaurus Rex)
Dinosaur Tyranosaurus Rex. © Dziurek - www.fotolia.de

Wissenschaftler der argentinischen Universität San Juan untersuchen derzeit einen seltenen Fund, den Eodromaeus murphi. Das Tier ist ein Vorläufer der sogenannten Theropoden-Saurier, eine Übergruppe der Raubsaurier.

Bisher galt der Eoraptor als Vorfahr

Diese lebten vor rund 230 Millionen Jahren auf der Erde und damit weit vor den Dinosauriern, die wir kennen. Forschern zufolge soll das Tier knapp zwei Meter hoch, und ein Zweibeiner gewesen sein. Der Körperbau sei dem eines Eoraptors sehr ähnlich, so Ricardo Martinez und sein Team. Der Fund sorgt für einige Verwirrung bei den Experten. Bisher war nämlich der Eoraptor als Vorgänger der Sauropoden bezeichnet worden.

Bei dieser Gruppe handelt es sich um jene Saurier, die auf vier Beinen laufen, einen sehr schweren Körperrumpf haben und Pflanzen fressen. Doch der Eoraptor hatte nicht die sehr charakteristische Öffnung auf der Schnauze, über die die Sauropoden verfügten. Beim Eodromaeus ist eine solche pneumatische Öffnung indes gefunden worden.

Der Fund stammt aus der Ischigualasto-Formation, die im Nordwesten von Argentinien liegt.

Evolutionsforschung: Gürteltier tatsächlich 29 Millionen Jahre alt

Die Evolutionsforscher hatten aufgrund von gentechnischen Analysen schon lange vermutet, dass es das Gürteltier schon vor 29 Millionen Jahren gab. Das Problem war bisher, dass man nur Fossilien dieser Tiere kannte, die etwa halb so alt waren.

Ein Forscherteam um Guillaume Billet von der Universität Bonn hat nun für Erleichterung gesorgt. Denn es hat einen Gürteltierschädel entdeckt, der tatsächlich 26 Millionen Jahre alt ist. Billet hat ihn im Naturkundemuseum von Paris entdeckt. Dort lag er schon 30 Jahre lang. Man hatte ihn in Bolivien gefunden.

Damit schließt sich eine Lücke der Evolutionsforschung erklärte er dem Fachmagazin "Proceedings of the Royal Society B". Das Fundstück mit der Nummer 954 wurde auf den Namen "Kuntinari" getauft. Das bedeutet auf Deutsch so viel wie "Geist".

Sind die australischen "Apex-Chert" Felsformationen wirklich Fossilien?

"Apex-Chert" Felsformationen Hinterlassenschaften anorganischer chemischer Wechselwirkungen?

Fossil auf Stein, Archäologie
Fossil © Michael Gray - www.fotolia.de

Im Westen von Australien fanden vor 20 Jahren Geo-Wissenschaftler in der 3,5 Milliarden Jahre alten "Apex Chert"-Felsformation die ältesten Fossilien von Bakterien. Doch hatten damalige Kritiker tatsächlich Recht, als sie daran zweifelten?

"Apex Chert"-Felsformation wirklich älteste Fossilien von Bakterien?

Denn jetzt wird berichtet, dass es sich nicht um Hinterlassenschaften aus einem frühen Lebens handelt, sondern um einen anorganischen Stoff. So soll es sich bei der Region um ein sogenanntes ehemals hydrothermal aktives Gebiet handeln, wo man oft komplexe anorganische chemische Wechselwirkungen vorfindet und diese Überreste fälschlicherweise als biologische Fossilien ansah. Aber wie auch ein Biologe berichtet, findet man Cyanobakterien, darum soll es sich handeln, in vielen unterschiedlichsten Gesteinsschichten.

Bei den filamentartigen, also faserigen, Mikrostrukturen soll es sich nun aus nicht-biologischem Kohlenstoff in der Form von Graphit handeln, aber es gibt auch andere Meinungen. Weitere Untersuchungen wurden gemacht und man kam zum Ergebnis, dass es sich wohl um die Mineralien Hämatit und Quarz handelt, also kein biologischer Ursprung.

Nun fehlt also doch noch der Beweis des Lebens vor 3,5 Milliarden Jahre auf unserer Erde, die auf etwa 4,6 Milliarden Jahre geschätzt wird.

Wer war der stärkste Dinosaurier?

Brontomerus mcintoshi: Der wohl größte Sauropod des Jura-Zeitalters

Grafik Dinosaurier, Tyrannosaurus
dinosaure, tyrannosaure © DX - www.fotolia.de

Britische und amerikanische Forscher haben jetzt aufgrund von steinernen Überresten den wohl stärksten Dinosaurier entdeckt, den Brontomerus mcintoshi. Diese Überreste, bestehend aus Hüfte, Rippen, Wirbel und Schulter hatte man schon in den 90er Jahren im US-Bundesstaat Utah in einem Steinbruch gefunden, von wo sie dann in ein Museum kamen und erst jetzt hatte man das vollständige rekonstruierte Knochengerüst fertiggestellt.

Der tretende Pflanzenfresser

Diese Art von Saurier, die man auch als Sauropoden bezeichnet, waren reine Pflanzenfresser und die größten Tiere, die jemals vor rund 110 Millionen Jahren auf unserer Erde lebten. Mit seinen starken Knochen und Muskeln hat der Brontomerus mcintoshi seine Feinde durch Tritte verjagt.

Das Muttertier und sein Nachwuchs

Bei dem Fund in Utah handelt es sich wahrscheinlich um ein Muttertier mit ihrem Jungen, wobei das Muttertier etwa 14 Meter lang war und sechs Tonnen wog. Der Nachwuchs war etwa so groß wie ein Pony und brachte demzufolge schon 200 Kilogramm auf die Waage.

Die ersten Sauropoden lebten etwa vor 220 Millionen Jahren im sogenannten Trias-Zeitalter und im Zeitalter Jura erreichten sie ihren größten Artenreichtum. Am Ende der Kreidezeit, also vor 65 Millionen Jahren, starben dann die Saurier aus.

Bei urzeitlichen Milben hatte das Weibchen die Oberhand bei der Paarung

Wie Wissenschaftler von der University of Michigan und der Russischen Akademie der Wissenschaften feststellten, hatten urzeitliche Milben-Weibchen die Kontrolle bei der Paarung, was bei heutigen Fortpflanzungsverhalten vieler Milben-Arten nicht mehr der Fall ist. In den meisten Fällen versucht das Männchen, wie im Tierreich so auch bei den Menschen, sich beim Kampf gegen Nebenbuhler zu behaupten, beziehungsweise das Weibchen zu bewachen.

Doch seinerzeit hatten die Weibchen die Möglichkeit sich ihren Paarungspartner selber auszusuchen. Bei der oben angesprochenen, mittlerweile schon lange ausgestorbenen, Art handelt es sich um die Milben Glaesacarus rhombeus, bei denen die Männchen ihr Weibchen nicht umklammern konnten, weil ihnen die speziellen Organe fehlten.

Dies konnten die Wissenschaftler nur deshalb feststellen, weil sie ein gut erhaltenes kopulierendes Milbenpaar in einem Bernstein gefunden hatten. Man schätzt diesen seltenen Bernsteinfund, den man im Baltikum machte, auf 40 Millionen Jahre.

Überreste eines drei bis fünf Millionen Jahre alten Riesenkaninchens auf Menorca gefunden

Wissenschaftler fanden auf der spanischen Insel Menorca, das ist die zweitgrößte Insel der Balearen hinter Mallorca, die Überreste eines Riesenkaninchens.

Man schätzt das Alter der Fossilien auf drei bis fünf Millionen Jahre und das Tier müsste zirka zwölf Kilogramm schwer gewesen sein und etwa sechs bis zehnmal so groß wie die heutigen Artgenossen. Aber wie die Forscher feststellten, muss sich seinerzeit das Tier, der wissenschaftliche Name ist Nuralagus rex, anders bewegt haben, so konnte es nicht hüpfen, beziehungsweise hoppeln, weil das Rückgrat zu steif und zu kurz war.

Das Kaninchen ernährte sich von Knollen und Wurzeln und hatte auf der Insel auch keine natürlichen Feinde, so dass auch das Seh- und Hörvermögen verkümmerten. Durch die damalige Klimaabkühlung ist wahrscheinlich dann das Kaninchen ausgestorben.

Hatten auch die Dinosaurier Läuse?

Die letzten Dinosaurier starben vor etwa 65 Millionen Jahren aus, vermutlich durch einen Meteoriteneinschlag. Doch wie Forscher berichten, gab es zu dieser Zeit auch schon Läuse, die die anschließende Katastrophe überlebten.

Die Wissenschaftler vom Naturkundemuseum in London haben aufgrund der genetischen Daten von Läusen und auch der gefundenen Fossilien einen Stammbaum der verschiedenen Arten der Läuse aufgestellt und fanden dabei heraus, dass also schon vor 65 Millionen Jahren Läuse auf unserer Erde gelebt haben müssen.

Heute haben viele Vögel Läuse und die Vorfahren der Vögel waren gefiederte Saurier, so dass also schon vor dem Aussterben der Dinosaurier auch die Läuse da waren.

Gefundene Überreste eines Sauriers sind etwa 205 Millionen Jahre alt.

Im US-Bundesstaat New Mexico hat man jetzt die Überreste eines unbekannten Sauriers gefunden, der vor etwa 205 Millionen Jahren gelebt hat.

Die Forscher haben dem Fossil, aufgrund des Fundorts auf der Ghost Ranch, einen furchterregenden Namen gegeben "Geistersaurier mit vorstehenden Zähnen", dabei muss der Körper wesentlich kleiner als die uns normalerweise bekannten Arten gewesen sein, wobei man die Größe schlecht abschätzen kann, weil man nur den etwa 14 Zentimeter großen Schädel gefunden hat.

Das Besondere dabei sind die großen Augen und die spitzen nach vorne stehenden Zähne. Aufgrund dieses Aussehen zählt man auch diese Gruppe der Saurier zum dem Stamm bei der Entwicklung der Vögel.

Dinosaurier - Zahnprobleme vor 200 Millionen Jahren

Labidosaurus hamatus hatte schon vor 200 Millionen Jahren Zahnprobleme

Grafik Dinosaurier, Tyrannosaurus
dinosaure, tyrannosaure © DX - www.fotolia.de

Sie beherrschten die Erde und hatten Probleme mit ihren Zähnen: Dinosaurier. Zahnschmerzen und -ausfall, sogar Knochenschwund im Kiefer, plagten schon die Urzeitreptilien. Das zeigt eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern der Universität Toronto Mississauga.

Zähne des Labidosaurus hamatus

Der Labidosaurus hamatus, ein eidechsenartiges Reptil von 75 Zentimetern Größe, besaß ein Gebiss, das dem des Menschen ähnelte. Dadurch war der Saurier, der vor etwa 200 Millionen Jahren lebte, in der Lage, verschiedenartige Nahrung kauen zu können. Gleichzeitig war er jedoch auch anfällig für Entzündungen und Bakterien.

Ein gut erhaltener Gebissfund eines Dinosauriers wies nicht nur fehlende Zähne auf, sondern auch einen Abszess am Kieferknochen. Die Spuren der Infektion im Kiefer sind nach Angaben der Forscher die ältesten Anzeichen auf Zahnprobleme überhaupt.

Evolution

Ursprünglich hatten die Urzeittiere locker im Kiefer sitzende Zähne. Aus diesen entwickelten sich allmählich immer fester im Knochen verankerte Kauwerkzeuge, mit denen die Saurier auch harte, faserige Nahrung beißen und zerkleinern konnten. Durch diese Entwicklung waren die Reptilien nicht mehr, wie noch ihre Vorfahren, in der Lage, beschädigte Zähne ersetzen zu können.

Riesenameisen lebten auch in Nordamerika

In Nordamerika im heutigen Bundesstaat Wyoming hatte man ein Fossil einer Riesenameise gefunden, das etwa so groß ist wie ein Kolibri. Die Forscher schätzen das Alter auf etwa 50 Millionen Jahre.

Damals im Zeitalter des Eozän muss das Klima auch in Nordamerika so heiß gewesen sein wie in den tropischen Gebieten in Afrika, wo es auch heute noch solch große Ameisen gibt. Auch andere Fossilien von Riesenameisen hatte man schon in Europa gefunden, wo damals ebenfalls ein heißes Klima herrschte, was sich auf das Wachstum der Tiere auswirkte.

Die Ameisen konnten seinerzeit, als es noch eine Landverbindung in der Arktis zwischen Europa und Nordamerika gab, dorthin gelangen, aber dies konnte nur zu einem bestimmten Zeitpunkt geschehen sein, wo es zu einer kurzen globalen Erwärmung gekommen war.

Fischsaurier kämpften um Beute

Bei einem Fossil eines Fischsaurier stellten schwedische Forscher Kampfspuren im Kieferknochen fest und vermuten, dass sich das Tier seinerzeit vor 120 Millionen Jahren mit einem Artgenossen um die Beute gestritten hat.

Man hatte die Fossilien dieses Fischsauriers, den man auch als Ichthyosaurier bezeichnet, in der Wüste von Australien entdeckt und jetzt näher untersucht. Dieser Saurier lebte damals vermutlich in dem antarktischen Binnenmeer Australiens, das heute die Wüste darstellt.

Die Körperform ähnelte dem Delphin und in der langen spitzen Schnauze befanden sich, wie einem Krokodil, hundert spitze Zähne. Die Saurier starben vor 90 Millionen Jahren aus und die ältesten Funde sind 240 Millionen Jahre alt.

Ein dreidimensionales Bild des Archaeopteryx soll jetzt erstellt werden

Im bayerischen Eichstätt wurde im Jahr 1876 ein Fossil des Urvogels Archaeopteryx aus der Jurazeit gefunden, das somit 150 Millionen Jahre alt ist. Dieser Steinabdruck, es handelt sich um eine Platte von 40 mal 60 Zentimetern, soll nun im Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) gescannt werden, so dass man anschließend ein dreidimensionales Bild erstellen kann.

Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen soll das Fossil, ein vollständiges Skelett mit Kopf, von einer Spezialfirma vom Naturkunde-Museum in das Institut transportiert werden. Der Versicherungswert liegt bei 14 Millionen Euro.

Wissenschaftssensation - Bernstein gibt fast 50 Millionen Jahre alte Riesenspinne frei

Neuste Computertomografie machte 50 Millionen Jahre alte Spinnen in Bernstein sichtbar

Leuchtender Bernstein
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Es ist eine der Wissenschaftssensationen des Jahres. Durch Zufall haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Evolutions- und Biodiversitätsforschung an der Berliner Humboldt-Universität eine konservierte Riesenspinne entdeckt, die sage und schreibe fast 50 Millionen Jahre alt sein soll.

Spinne ähnelt der heutigen Vogelspinne

Möglich machte dies eine neue Technik. Nur mit Hilfe modernster Computertomografie gelang es, einen detaillierten Blick ins Innere des Bernsteins zu werfen und diesen Sensationsfund zu machen. Denn mit dem bloßen Auge hätte die dort eingeschlossene Spinne gar nicht mehr entdeckt werden können. Dafür war der Bernstein über den Lauf der Zeit schon zu sehr verdunkelt.

Mittels 3D-Bildern können die Wissenschaftler die Spinne jetzt genau unter die Lupe nehmen. Es handelt sich dabei um eine Riesenkrabbenspinne, die ähnlich einer Vogelspinne ist, und noch heute in den Tropen, im südlichen Europa und in Zentralasien ihren Lebensraum hat. Gerade weil die Spinne sehr schnell ist und Harz deswegen für sie eigentlich keinerlei Gefahr darstellt, ist der Fund eine solche Sensation.

Vorfahren des Elefanten lebten auch in Chile

Vorderansicht Elefant in freier Natur, Afrika
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Vor 30 Millionen Jahren lebten die Mastodonten, eine Art Rüsseltiere, wobei es drei verschiedene Familien gab, einmal die Gomphotherien und später auch die Mammuts. Diese Tiere besaßen neben dem Rüssel auch kurze Stoßzähne.

Ursprünglich lebten die Tiere nur in Afrika, breiteten sich aber dann über Europa bis hin nach Asien und Nord- sowie auch Südamerika aus, da damals noch eine Verbindung von Asien zu Nordamerika bestand. Nur in Australien kamen diese Rüsseltiere nicht vor.

Vor einigen Wochen hatte man bei dem Ausbau einer Kläranlage in Chile in der Nähe der Hauptstadt Santiago de Chile einen gut erhaltenen kompletten Schädel eines Mastodons gefunden, wie der Paläontologe Rafael Labarca jetzt berichtete. Schon im Jahr 2008 hatte man im Süden von Chile ebenfalls Knochen eines Mastodons, damals waren es Kieferknochen und Schulterknochen, entdeckt.

Knochenfund bestätigt: Raub-Dinosaurier lebten auch auf dem Kontinent Australien

Dieser Fund fossiler Reste einer sogenannten Dornenechse, ein bis zu über 20 Tonnen schwerer fleischfressender Dinosaurier, sorgt in der Paläontologie für helle Aufregung. Denn bis dato soll die ähnlich dem Tyrannosaurus Rex aussehende Echse auf dem australischen Kontinent nie gelebt haben.

Ein jetzt zugeordneter Nackenwirbel der Echse beweist aber laut den Wissenschaftlern das Gegenteil. Dieser und andere Knochen sind an der Küste Australiens am Kap Otway kürzlich entdeckt worden. Bisher sind ähnliche Funde nur aus Südamerika, Europa und dem südlichen Afrika bekannt.

Auch deshalb ist diese Entdeckung eine Sensation, weil jetzt für den Spinosaurier bewiesen werden konnte, dass diese Gattung vor über 100 Millionen Jahren sehr weit verbreitet lebte. Damals gab es noch keine richtigen Kontinente auf der Erde, erst im Laufe der Zeit bildeten sie sich heraus. Die Dornenechse selber war sowohl im Wasser als auch auf dem Lande aktiv.

Riesige Bissspur eines Sauriers entdeckt

Manche Dinosaurier hatten andere zum Fressen gern. Einige der Urzeitechsen bevorzugten zwar pflanzliche Nahrung, andere verspeisten aber auch gerne mal einen Artgenossen. In Südkorea fanden Forscher nun ein besonders beeindruckendes Beispiel für den Appetit eines fleischfressenden Sauriers.

17 Zentimeter misst die Bissspur, die ein Dino einer anderen Riesenechse beibegracht hat. Paik In Sung von der Abteilung für Erd- und Umweltwissenschaften an der Pukyong-Nationaluniversität im südkoreanischen Pusan erklärte, dass dies der tiefste und längste Zahnabdruck eines Sauriers sei, der bisher dokumentiert wurde.

Die Forscher fanden die Bissspur an einem versteinerten Wirbelknochen eines Pukyongosaurus. Dieser Pflanzenfresser lebte vor rund 120 Millionen Jahren im Süden der koreanischen Halbinsel. Nun vermuten die Wissenschaftler, dass sich mehrere Saurier über den Kadaver des Pukyongosaurus hergemacht haben. Sie entdeckten Zahnabdrücke unterschiedlicher Größe an dem Knochen. Der größte Abdruck hatte nicht nur eine Länge von 17 Zentimetern, sondern auch eine Breite von zwei Zentimetern sowie eine Tiefe von 1,5 Zentimetern.

Wissenschaftler finden längste Saurier-Fährte der Welt

Sie haben vor 150 Millionen Jahren gelebt. Doch noch heute finden sich ihre Spuren. Wissenschaftler stießen im französischen Jura auf die bislang längste Dinosaurier-Fährte der Welt.

Über eine Entfernung von rund 150 Metern erstrecken sich die Fußabdrucke eines Sauriers. Die Urzeitechse habe ein Gewicht von 40 bis 50 Tonnen gehabt, erklärt Jean-Michel Mazin vom staatlichen französischen Forschungsinstitut CNRS. Möglicherweise sei es ein Sauropode gewesen. Diese vierbeinigen Pflanzenfresser starben vor 65 Millionen Jahren am Ende der Kreidezeit aus. Ihre fossilen Überreste wurden nicht nur in Jura, sondern weltweit gefunden.

Die mit 147,50 Meter bislang längste bekannte Saurierfährte hatten Forscher in Portugal entdeckt. Mazin zeigt sich begeistert von der neuen Rekordspur. So könne man besser nachvollziehen, wie sich die Urzeitriesen fortbewegt haben, erklärte der Wissenschaftler.

Plesiosaurier waren Säugetiere

Durch den Fund eines Muttertieres weiß man, dass die Saurier ihre Babys lebend zur Welt brachten

Im Bauchraum eines 78 Millionen Jahre alten Plesiosaurier-Skeletts fanden Archäologen die Überreste eines nicht ausgereiften Jungtieres. Das Kind war mit 1,50 Meter Länge bereits ein Drittel so groß wie das 4,70 Meter lange Muttertier. Beide starben noch vor der Geburt des Plesiosaurierbabys.

Die Forscher der Marshall University in Huntington (West Virginia) vermuten nach diesem Fund, dass die Saurier, die den heutigen Reptilien artverwandt sind und nicht zur Gattung der Dinosaurier gehören, ihren Nachwuchs nicht in Eiern, sondern lebend zur Welt brachten. Während dies von anderen großen Meeresreptilien bekannt war, fehlten zu den Plesiosauriern bislang Belege über deren Schwangerschaft und Geburt.

Das Skelett wurde bereits 1987 im heutigen Kansas gefunden

Plesiosaurier lebten während der Kreidezeit in den Meeren. Über 100 Millionen Jahre waren sie die dominierenden Jäger im Wasser. Die mehrere Meter langen Fleischfresser hatten vier paddelförmige Flossen, einen kurzen Hals und eine lange Schnauze.

Das Fossil wurde bereits 1987 in Logan County im US-amerikanischen Kansas gefunden. Dort befand sich während der Kreidezeit ein langes, flaches Binnenmeer, das die heutigen USA in Nord-Süd-Richtung teilte.

Tibet - Forscher entdecken Nashorn-Fossil

Das Wollnashorn war ein wahrer Anpassungskünstler

Weißer Wald, blauer Himmel und schneebedeckter Wanderweg
schnee-spazierweg © Patrizia Tilly - www.fotolia.de

In Tibet haben Wissenschaftler aus den USA und China ein rund 3,6 Millionen Jahre altes Wollnashorn-Fossil entdeckt. Nach der Auswertung lebten Riesentiere, wozu das Mammut und das Nashorn zählt, schon vor der Eiszeit im Hochland des asiatischen Landes.

Überleben durch Kunst der Anpassung

Wie die Forscher im Wissenschaftsmagazin "Science" berichten, hätten sich die Tiere im Verlauf tausender Jahre an das Klima in Tibet angepasst. Zu der damaligen Zeit herrschte ein mildes Klima auf anderen Kontinenten vor und im nordischen Bereich der Erde gab eines Eisdecke.

Bei dem nun entdeckten Fossil handelt es sich um den Schädel und Unterkiefer eines Wollnashorns. Das flache Horn hatte dem Tier offenbar bei der Nahrungssuche geholfen und es konnte damit Schnee beseitigen.

Diese Anpassungen und der dicke Pelz sorgten dafür, dass sich das Nashorn auf dem europäischen und asiatischen Kontinent ausbreiten konnte. In Tibet fanden die Forscher zudem versteinerte Fossile von 25 anderen Tierarten wie Faultieren, dem Schneeleoparden, dem Blauschaf und der Chiru-Antilope.

Womöglich älteste Stechmücke der Welt gefunden

Torsten Wappler arbeitet als Paläontologe am Steinmann-Institut der Universität Bonn. In der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Biology Letters" berichtet er über zwei Fossilienfunde im Bergischen Land. Sie entstammen der Kreidezeit vor 100 Millionen Jahren. Die Kreidezeit gilt als Ursprung der Landökosysteme. In ihr entstanden zum ersten Mal Blütenpflanzen auf der Erde.

Und mit Blüten haben die beiden Funde Wapplers auch direkt zu tun. Der erste Fund ist eine 0,2 Millimeter kleine Hornmilbe, ein Jungtier, das beim Pollenverzehr von einem Waldbrand überrascht worden war und seitdem als Fossil existierte. Der zweite Fund ist die 100 Millionen Jahre alte Schuppe einer Stechmücke. Es könnte sich um die älteste Stechmücke aller Zeiten handeln, so Wappler. Ob das Tier damals für die Blütenbestäubung eine Funktion hatte, kann heute noch nicht gesagt werden, erklärte der Bonner Wissenschaftler.

Federn in Bernstein entdeckt - Neue Erkenntnisse für Forscher

In Westkanada wurde ein Bernstein mit eingeschlossenen Federn entdeckt, die von Vögeln und eventuell Dinosaurier aus der Kreidezeit stammen. Auf diesen Fund reagierten die Paläontologen mit Begeisterung, da die Struktur der Federn nun genau untersucht werden könnten. Ein Großteil der bisher entdeckten früheren Federn enthielten keine Federdetails wegen der hohen Kohlenstoffverdichtungen.

Laut den Wissenschaftlern sorgt der Bernstein für eine Beibehaltung der Struktur und Färbung der Federn. Die Entwicklungsstufen der Federn können nun basierend auf den Fossilien erforscht werden. Die Farben der Dinosaurier und Vögel können mit den Federn nun nachgewiesen werden. Die Federn wiesen demnach eine Transparenz, eine diffuse Färbung oder Flecken auf wie es bei modernen Vögeln der Fall ist. Nach Angaben der Forscher fand die Entwicklung der Federn bereits statt als die Dinosaurier noch lebten.

Urvögel gingen mit Dinosauriern unter

Urvögel lebten noch wesentlich länger als erwartet auf der Erde

Fossil auf Stein, Archäologie
Fossil © Michael Gray - www.fotolia.de

Vor rund 65 Millionen Jahren stürzte ein Asteroid auf die Erde und besiegelte das Ende der Dinosaurier. Bisher war unklar, ob die Urvögel mit ihnen gestorben sind oder sie bereits vorher verschwunden waren. Nun fanden Forscher in rund 65 Millionen Vogelfossilien entscheidende Beweise.

Nach Angaben der Wissenschaftler haben die gefundenen Exemplare aus vier Stammeslinien der urzeitlichen Vögel noch mindestens 300.000 Jahre vor dem Kreidezeit-Ende gelebt. Die Vögel lebten zu der Zeit und verursachte bei Ihnen mit dem Chicxulub-Asteroiden ein massenhaftes Sterben.

Nur wenige Arten als Grundlage unserer modernen Vögel

Im Rahmen der Untersuchung sind Vogelknochen analysiert worden, die aus drei nordamerikanischen fossilen Fundstätten stammten. Es konnten 17 Arten nachgewiesen werden welche beim Niedergang der Kreidezeit ihr Leben verloren. Nach dem Aussterben der primitiven Vogelarten war der Weg frei für die modernen Vögel.

Nur eine Handvoll überlebender Vogelgruppen bildete die Grundlage für die Entwicklung unserer modernen Vogelwelt. Als der Meteorit einschlug kam es zu einem Aussterben der Dinosaurier. Die Pflanzen, Säugetiere, Spinnen und Insekten wurden stark dezimiert.

In Mecklenburg-Vorpommern lebten vor 185 Millionen Jahren die Plesiosaurier

In den 60er Jahren hatte man in Mecklenburg-Vorpommern in einer Tongrube bei Grimmen Fossilien entdeckt. So befanden sich in einer Kalkknolle die Überreste eines jungen Dinosauriers.

Jetzt hat der Student Sebastian Stumpf, der an der Universität in Greifswald im letzten Jahr seinen Bachelor-Abschluss machte, diese Fossilien näher untersucht. So lebten also vor 185 Millionen Jahren dort die Plesiosaurier, bei denen es sich um Meeresreptilien mit länglichem Körper und Flossen handelt, die bis zu 15 Meter lang werden konnten.

Aber dieses Meeresreptil mit dem wissenschaftlichen Namen "Emausaurus ernsti" ist eigentlich ein Landbewohner, so dass wahrscheinlich das Land damals aus einem flachen Gewässer mit vielen Inseln bestand, wo also ein zwei Meter großer Saurier gut leben konnte. Nun sollen die alten Funde noch weiter untersucht werden.

Forscher finden prähistorische Hundeschädel mit Mammutknochen im Maul

Ein Forscherteam aus Belgien um Paläontologe Mietje Germonpré hat einen außergewöhnlichen Fund gemacht: es wurden drei prähistorische Hundeschädel ausgegraben; bei einem der Tiere fand man einen Mammutknochen. Wie die Wissenschaftler sagen, könnte es sich dabei um ein Ritual gehalten haben, um einen Toten bei seiner Reise zu begleiten.

Weiterhin wurde bei den Hunden das Gehirn entfernt; auch darin sieht Germonpré einen Brauch. Angeblich sollte das Entfernen des Hirns die Geister des Tieres zu befreien, da die Menschen zu dieser Zeit glaubten, die Seele einer Person oder eines Tieres würde sich im Kopf beziehungsweise im Gehirn befinden. Das Team konnte mit diesem Fund nachweisen, dass Hunde schon viel früher als Haustiere gehalten wurden, als bislang angenommen.

Fast vollständiger Saurier in Bayern entdeckt

Auf den Mineralientagen in München wollen Paläontologen die Überreste erstmals der Öffentlichkeit zeigen

Archaeopteryx Fossil, Archosaurier
Archaeopteryx fossils © gekaskr - www.fotolia.de

Wissenschaftler haben im niederbayerischen Kelheim das am besten erhaltene Dinosaurierskelett Europas gefunden. Das rund 72 Zentimeter lange Knochengerüst samt Schädel eines jungen Raubdinosauriers (Theropode) ist zu 98 Prozent komplett erhalten.

Überreste eines Jungdinosauriers

Die Paläontologen wollen die Knochen erstmals der Öffentlichkeit auf den Mineralientagen in München am 27. Oktober zeigen. Vier Tage lang können Besucher den Sensationsfund dort bestaunen.

Die Ausgrabung des vermutlich etwa 135 Millionen Jahre alten Fossils erregt auch deshalb so großes Aufsehen, da Jungtiere extrem selten entdeckt werden und in diesem Fall sogar Haut- und Haarstücke erhalten sind. Forscher hatten die Überreste des Jungdinosauriers bereits vor ein bis zwei Jahren entdeckt.

Deutsches Kulturgut

Damit die Knochen in Deutschland bleiben, wurde das Fossil als Deutsches Kulturgut deklariert. Dadurch nimmt zwar der finanzielle Wert stark ab, der Dinosaurier darf nun aber nicht mehr außer Landes gebracht werden. So bleibt er der Wissenschaft und der Öffentlichkeit auf Dauer erhalten. Die Überreste soll später wahrscheinlich einmal ein Museum als Leihgabe bekommen.

Wie groß und schwer war der Tyrannosaurus Rex wirklich?

Paläontologen haben jetzt aufgrund von gut erhaltenen Skeletten des Tyrannosaurus Rex die Körpergröße und das Gewicht des einstigen fleischfressenden Dinosauriers neu berechnet. So war das gefürchtete Raubtier mit etwa 9 Tonnen um etwa ein Drittel doch schwerer, als man bisher angenommen hatte. Insgesamt konnte somit ein Tyrannosaurus Rex bis zu 13 Meter lang und vier Meter groß werden und war damit einer der größten Fleischfresser auf dem Lande.

Weiter stellten die Forscher fest, dass die Jungtiere, die anfangs nur zehn Kilogramm wogen, schneller wachsen mussten, denn innerhalb von zwanzig Jahren erreichten sie dann ein Gewicht von mehreren Tonnen, so dass die ausgewachsenen Tiere auch relativ unbeweglich waren, weil sich der Körperschwerpunkt weiter nach vorne verlagerte.

Neuer Fund bei Grabungen des versteinerten Waldes bei Chemnitz

Eine vier Meter lange Baumwurzel soll weitere Aufschlüsse über den ehemaligen Regenwald bei Chemnitz liefern

Im Jahr 1737 fand man erstmalig in einem kleinen Ort namens Hilbersdorf, ein heutiger Stadtteil von Chemnitz, immer wieder verkieselte Hölzer, aus denen man seinerzeit Schmuckstücke herstellte.

Ausbruch des Zeisigwald-Vulkans

Wie Wissenschaftler feststellten, stehen diese im engen Zusammenhang mit einem Vulkanausbruch des Zeisigwald-Vulkans vor etwa 290 Millionen, wobei wie beim Ausbruch des amerikanischen Vulkans Mount St. Helens im Jahr 1980 Bäume entwurzelt und abgeknickt wurden, die anschließend mit heißer Asche bedeckt wurden.

Nun hat man bei Grabungen auch eine etwa vier Meter lange gut erhaltene Baumwurzel gefunden, die zu einem etwa 25 bis 30 Meter hohen Baum gehörte. Daneben hat man auch weitere Funde gemacht, die nun alle näher untersucht werden und so Aufschluss über den einstigen Regenwald bei Chemnitz geben sollen.

Der versteinerte Wald

Im Jahr 2008 hatte man auch einen versteinerten Schachtelhalm-Baum entdeckt, der im letzten Jahr zum "Fossil des Jahres 2010" ernannt wurde. Die Grabungen an der jetzigen Stelle sollen im nächsten Frühjahr beendet werden, aber dann sollen im Stadtteil Sonnenberg neue Grabungen erfolgen.

Die Stadt Chemnitz hat sich mit seinem "versteinerten Wald" auch um die Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes beworben.

Forscher entdecken Python-Fossil in Schwaben

Ein Python in der Nähe von Augsburg ist mehr als ungewöhnlich. Meist sind die Riesenschlangen in warmen Gegenden Afrikas, Süd- und Südostasiens sowie Australiens zu finden. Doch dieses Tier tauchte jetzt im schwäbischen Griesbeckerzell, einem Ortsteil von Aichach, auf. Dieser Python lebte allerdings vor 15 Millionen Jahren.

Forscher entdeckten jetzt die Knochen in einer Fossillagerstätte. Es ist der nördlichste Fund einer solchen Riesenschlange, der je gemacht wurde. Wissenschaftler liefert die Ausgrabung wertvolle Informationen über die klimatischen Verhältnisse in unserer Region vor 15 Millionen Jahren.

Madeleine Böhme, Paläontologin an der Universität Tübingen, geht davon aus, dass die Durchschnittstemperatur damals bei knapp 19 Grad gelegen haben muss, da sich Pythons sonst nicht wohlgefühlt hätten. Allerdings hielt sich die Wärme nicht und das Klima kühlte sich ab. Nach dem Temperatursturz vor 14 Millionen Jahren verschlechterten sich die Lebensbedingungen für die Riesenschlangen. Es existieren daher keine jüngeren Fossilfunde solcher Tiere in Zentraleuropa.

Eichhörnchen aus der Kreidezeit in Argentinien gefunden

Forscher fanden in Patagonien, das ist der südliche Teil von Argentinien und Chile, einen Schädel von einem Säbelzahneichhörnchen, das in der Kreidezeit - also vor 65 bis 144 Millionen Jahren - lebte.

Dieses Tier wurde auch in dem US-amerikanischen Computeranimationsfilm "Ice Age" aus dem Jahr 2002 im Vor- und Nachspann eingebunden und als "Scrat" bezeichnet, was also eine Mischung aus Eichhörnchen und Ratte darstellt - aus dem Englischen "squirrel" und "rat". Aber im Gegensatz zu dem Film, der ja vor "nur" 20.000 Jahren in der Eiszeit spielte, hat sich das Säbelzahneichhörnchen in Patagonien nicht von Nüssen und Eicheln, sondern mehr von Insekten und kleinen Tieren ernährt.

Schon vor 290 Millionen Jahren lebten auf der Erde Skorpione

Forscher haben im versteinerten Wald in der Nähe von Chemnitz Abdrücke von Skorpionen sowie auch zwei komplett erhaltene Fossilien von etwa zehn Zentimetern Länge entdeckt. Dabei handelt es sich um die typischen Spuren, die die Skorpione mit ihren Beinen sowie den Scheren und dem Schwanz hinterlassen. Vor 290 Millionen Jahren kam es in dieser Gegend zu einem Vulkanausbruch des Zeisigwald-Vulkans, der dann die Pflanzen- und Tierwelt mit Asche bedeckte und so konservierte.

Schon früher hatte man Nachweise von Skorpionen gefunden, die noch älter waren, doch keine aus diesem Erdalter, das man mit "Perm" bezeichnet. Im Jahr 1737 hat man erstmals in einem heutigen Stadtteil von Chemnitz, in Hilbersdorf, bei Bauarbeiten verkieselte Hölzer entdeckt, aus denen man unter anderem auch Schmuck herstellte. Die Stadt Chemnitz bemüht sich um die Aufnahme des "versteinerten Waldes" in die Liste der Weltkulturerbgüter der UNESCO.

Dinosaurier: Forscher finden in Südafrika 190 Millionen Jahre altes Nest

Das bisher älteste Dinosauriernest hat ein internationales Forscherteam in Südafrika ausfindig gemacht. Die Gelege sind wahrscheinlich 190 Millionen Jahre alt und damit fast doppelt so alt wie das bisher älteste bekannte Nest.

Insgesamt zehn Nester von Sauriern der Gattung Massospondylus gruben die Paläontologen im Golden-Gate-Highlands-Nationalpark aus. In ihnen befanden sich jeweils bis zu 36 runde Eier mit einer Größe von sechs bis sieben Zentimetern, die meisten mit Embryos. Außerdem entdeckten die Wissenschaftler winzige Saurierfußabdrücke. Sie gehen daher davon aus, dass der Dino-Nachwuchs erst dann sein Nest verließ, wenn er auf die doppelte Schlupfgröße angewachsen war.

Der Massospondylus war mit vier bis fünf Metern Länge ein eher kleiner Saurier. Er lebte vor ungefähr 200 bis 175 Millionen Jahren in Südafrika und Nordamerika. Die Tiere brüteten ihre Jungen in Kolonien aus. Die Embryos verfügten über keine Zähne, was auf eine Versorgung durch die Eltern hindeutet. Dies ist der älteste Hinweis auf Brutpflege.

Der Archaeopterix hatte wahrscheinlich schwarze Federn, konnte aber vielleicht gar nicht fliegen

Im Jahr 1861 wurde in Deutschland eine versteinerte Feder gefunden, die ein sogenannter "Urvogel Archaeopterix" vor 150 Millionen Jahren verloren hatte. Bis jetzt wusste man noch nicht, welche Farbe diese Feder einmal gehabt hatte.

Einem Forscherteam um Ryan Carney von der Brown University im US-Bundesstaat Rhode Island ist es nun gelungen, eine Aussage dazu zu machen. Mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit war die Feder damals schwarz, schreibt Carney in einem Artikel der Fachzeitschrift "Nature Communications". Man war in der Lage, sogenannte Melanosome der versteinerten Feder zu islolieren. Daran kann man Pigmente erkennen. Man verglich die Melanosome des Archaeopterix mit den Melanosomen von 87 noch nicht ausgestorbenen Vogelarten.

Übrigens versucht Carney nachzuweisen, dass der Archaeopterix gar kein Urvogel war, sondern ein gewöhnlicher Dinosaurier, der gar nicht fliegen konnte.

Urzeitliches Krokodil aus Nordafrika hatte einen schildförmigen Schädel

US-Amerikanische Forscher haben die Knochen eines urzeitlichen Krokodils, das sich jahrelang in einem Museum in Kanada befand und ursprünglich aus Nordafrika Marokko stammte, jetzt näher untersucht.

Dabei fielen den Wissenschaftlern zwei besondere Merkmale auf. So muss einmal dieses Krokodil etwa neun Meter lang gewesen sein und hatte zudem einen flachen schildförmigen Schädel, weshalb man dieses Krokodil den Namen "Schildkrokodil" gab, der wissenschaftliche Name ist "Aegisuchus witmeri". Die Forscher vermuten, dass dieser Schild entweder das Weibchen anlocken oder aber auch Feinde abschrecken sollte. Da der Schädel aber nicht so stark ausgeprägt war, wie bei den uns bekannten Krokodilen, vermuten die Forscher, dass diese sich in der Hauptsache von Fischen ernährten. Das Alter des Fundes schätzen die Wissenschaftler auf 95 Millionen Jahre.

Wie groß war die Beißkraft des Tyrannosaurus Rex im Vergleich zum Weißen Hai?

Die Kraft des Kiefers eines Tyrannosaurus Rex war mindestens doppelt so groß wie die des Meeresräubers

Dinosaurier, Modelle von Tyrannosaurus
A Tyrannosaurus Pair on a White Background © Derrick Neill - www.fotolia.de

Britische Forscher haben einmal die sogenannte "Beißkraft" des gefährlichsten Dinosaurier "Tyrannosaurus Rex" untersucht und mit der des gefährlichsten Räubers der Ozeane, dem Weißen Hai" verglichen. So wird einmal der Tyrannosaurus als harmloser Pflanzenfresser, aber auch als gefährliches Raubtier beschrieben. Die erste Annahme kann sich aber nur auf die Jungtiere bezogen haben, wie die Forscher feststellten.

Höhere Beißkraft als bisher vermutet

Aber ein ausgewachsener Saurier, der ein Gewicht bis zu sechs Tonnen hatte, konnte wesentlich stärker zubeißen als man bisher vermutete. Nach Berechnungen der Forscher betrug demnach die Kraft der Zähne beim Biss mindestens 20.000 Newton, aber vermutlich lag die Kraft noch höher bei 35.000 bis 57.000 Newton, also knapp 5.800 Kilogramm.

Der Weiße Hai hat nur eine halb so große Beißkraft wie der Tyrannosaurus Rex

Anschließend ermittelten und verglichen die Forscher die Beißkraft des gefährlichen Meeres-Räubers und stellten fest, dass dieser nicht halb so gefährlich wie der einstige Saurier ist, denn er hat nur die Kraft von etwa der Hälfte. Doch dagegen beißt der Mensch nur harmlos mit etwa 1.000 Newton, also 100 Kilogramm, zu.

In Schottland entdeckte Fossilien zeigen die Entwicklung der ersten Landwirbeltiere

Erste Funde aus der Zeit der "Romer-Lücke"

Fossil auf Stein, Archäologie
Fossil © Michael Gray - www.fotolia.de

Forscher konnten nun aufgrund von in Schottland gefundenen Fossilien weitere Informationen über die Zeit vor 359 bis 365 Millionen Jahre gewinnen. Bislang hatte man keinerlei Anzeichen in dieser Zeit gefunden, so dass man diese Zeitspanne auch als "Romer-Lücke" bezeichnet hatte, nach dem US-amerikanischen Paläontologen Alfred Sherwood Romer (1894 bis 1973).

Jetzige Funde liefern Hinweise auf Anpassung der Tiere an das Land

Alfred Romer hatte sich mit der Evolution der Wirbeltiere beschäftigt. Die jetzt entdeckten Fossilien zeigen die Entwicklung der ersten Wirbeltiere auf dem Land. Vor etwa 360 Millionen Jahren, beim Übergang vom Devon zum Karbon, schien bislang die Entwicklung der Arten stehen geblieben sein, denn man hatte keine Fossilien entdeckt, so vermutete man einen Zusammenhang mit der Verminderung des Sauerstoffgehalts auf nur 13 Prozent, heute liegt er bei 21 Prozent.

Aber durch den jetzigen Fund konnten die Wissenschaftler Hinweise über die Anpassung der Tiere an das Land finden. Ursprünglich hatten die Tiere zuerst flossenartige Gliedmaßen und lange, flache Köpfe, was sich dann später veränderte.

Eine kleine Echse besaß schon vor 230 Millionen Jahren eine Art Federnkleid

Im Erdzeitalter Trias, also vor 199,6 bis 251 Millionen Jahren, lebte ein kleines Reptil namens Longisquama insignis, das kleine Hautfortsätze besaß, die den späteren Federn ähnlich waren, wie die beiden Forscher von der Bergakademie Freiberg Michael Buchwitz und Sebastian Voigt berichten.

Das kleine Reptil, eine Echse, war nur so groß wie eine Maus und hatte auf ihrem Rücken sieben merkwürdige Hautfortsätze. Dieses nur teilweise erhaltene Fossil wurde schon in den 60-er Jahren in Kirgistan entdeckt. Bislang wurden die Fortsätze als versteinerte Blätter gehalten, die sich auf dem Reptil befanden. Doch neueste Untersuchungen zeigten eine fest Verbindung zwischen dem Tier und den Fortsätzen.

Man vermutet, dass sich später aus diesen Hautfortsätzen die Federn entwickelt haben, denn die Longisquama zählen zu der Gruppe, die die Vorfahren von Flugsauriern, Dinosauriern, Krokodilen und Vögeln sind. Unklar ist allerdings wozu diese Hautfortsätze wichtig waren.

Die Ur-Einwohner des mittelamerikanischen Regenwaldes bauten Hochbeete für den Ackerbau

Internationale Forscher stellten nun fest, wie die Ur-Einwohner des mittelamerikanischen Regenwaldes ihre Äcker angelegt und mit Dünger versehen haben. Ursprünglich dachte man, dass dabei eine sogenannte Brandrodung durchgeführt wurde, doch diese Form von Düngung gab es erst nachdem die Spanier das Land erobert hatten.

So haben also die damaligen Bewohner Erde zu "Hochbeeten" aufgeschichtet, wobei sie dazwischen Holzteile schichteten und die Beete mit kleinen Kanälen einfassten, so dass diese dementsprechend bewässert werden konnten. Gleichzeitig dienten dann die Kanäle als Abfluss bei den starken Regenfällen in der Regenzeit. Den Schlamm haben dann die Bauern wieder für ihre Äcker als Dünger verwendet.

Später nachdem die Europäer das Land besiedelten wurde diese Anbaumethode weniger praktiziert, weil auch viele Menschen der damaligen Bevölkerung durch eingeschleppte Krankheiten starben. So wurden dann immer mehr die Brandrodungen durchgeführt, die zwar für neue Nährstoffe sorgten, aber es wurde dabei auch CO2 freigesetzt. So sollte man, nach Meinung der Wissenschaftler, wieder mehr die ursprüngliche Methode der Bodenbewirtschaftung anwenden.

Dinosaurier: Pupsen für die Erderwärmung

Die Erde erwärmte sich durch Blähungen. Dies ist die Ansicht britischer Wissenschaftler. Der Ausstoß von Methan sorgte vor 150 bis 65 Millionen Jahren dafür, dass das Klima warm und feucht blieb. Urheber des Treibhausgases waren gigantische pflanzenfressende Dinosaurier wie der Brachiosaurus und der Apatosaurus.

Rinder und andere Wiederkäuer produzieren heutzutage beim Rülpsen und Pupsen rund 50 bis 100 Millionen Tonnen Methan im Jahr. Ähnlich den Kühen hatten die Urezitechsen Mikroben in ihrem Darm, die bei der Verdauung pflanzlicher Nahrung eine große Rolle spielten. Bei diesem Prozess bildete sich Methangas, das die Saurier - wie die modernen Kühe - durch Pupsen ausströmten.

Die zu den Sauropoden zählenden Riesenechsen waren für eine Methan-Produktion von 520 Millionen Tonnen im Jahr verantwortlich. Dies entspricht ungefähr der heutigen globalen Methan-Freisetzung aus natürlichen Quellen und durch menschliche Aktivitäten.

Die Studie der Wissenschaftler zeigt, dass die Saurier wahrscheinlich mitverantwortlich für das warme Klima im Jura und in der Kreidezeit waren.

Zwergmammut auf Kreta gefunden

Mammuts gelten gemeinhin als Giganten der Urzeit, doch auf der Mittelmeerinsel Kreta lebten Exemplare, die so klein wie Schafe waren. Wissenschaftler fanden Hinweise auf die Existenz solcher Mini-Mammuts, die vor mehr als einer Million Jahren dort gelebt haben. Bei den gefundenen Exemplaren handelt es sich nach Expertenmeinung um die kleinsten Verwandten der großen Mammuts aus den kalten, nördlichen Steppen.

Paläontologen waren schon seit längerem der Meinung, dass es im Pleistozän auf Sizilien und Malta Zwergformen von Elefanten gegeben hat. Diese sind Abkömmlinge des europäischen Waldelefanten. Doch die jetzt in der Nähe von Kap Malekas, einer steilen Landzunge im Nordwesten Kretas, gefundenen Fossilien gehören zu lediglich 113 Zentimeter großen Mammuts. Dies beweist die Analyse einzelner Stoßzähne.

Mammuthus creticus stammte vermutlich von einer der ersten europäischen Mammutarten ab, entweder M. rumanus oder M. meridionalis, mutmaßen die Wissenschaftler. Das Zwergmammut könnte schon vor ein bis drei Millionen Jahren eine andere Entwicklung als seine riesigen Verwandten genommen haben. Das begrenzte Futterangebot auf der Insel gilt als Grund für die geringe Größe der Tiere.

Die Kohle-Schildkröte: Einzigartiger Fossilienfund in den USA

Im südamerikanischen Kolumbien sind jetzt Fossilien einer vor Jahrmillionen ausgestorbenen Schildkrötenart entdeckt worden. Verantwortlich für die Ausgrabungen war ein Forscherteam der North Carolina State University, die in diesem Gebiet bereits des Öfteren an Fossilienfunden beteiligt war.

Der aktuelle Fund aber dürfte alles in den Schatten stellen, was je an diesem Ort ans Tageslicht befördert wurde: Über stolze 170 Zentimeter misst allein der Panzer des Riesentieres, dessen Überreste man hier entdeckt hat. Der spektakuläre Fund darf als bis dato einmalig gelten. Bisher waren sich Wissenschaftler uneinig, ob derartig riesige Schildkröten auch im Süßwasser gelebt haben.

Über die Nahrungsgewohnheiten des Riesentieres, das in Anlehnung an den Fundort, eine Kohlegrube, kurzum als "Kohle-Schildkröte" bezeichnet wurde, kann man nur spekulieren. Sehr wahrscheinlich aber hat das Panzertier einst ordentlich zugelangt und dabei zum Beispiel auch Krokodile verspeist.

Das Gewicht der Saurier war niedriger als bisher angenommen

Forscher haben jetzt eine neue Methode entwickelt um das Gewicht von ausgestorbenen Tierarten zu ermitteln.

Bisher standen zwei Methoden zur Auswahl, so einmal die Herstellung eines naturgetreuen Modells, was aber sehr zeitaufwendig ist. Zum Zweiten konnte man einen Vergleich zwischen den Skeletten der damaligen Tiere mit den Skeletten von heutzutage lebenden Großtieren anstellen und so das Gewicht abschätzen. Aber diese Methode ist sehr ungenau.

Jetzt haben Forscher eine neue Methode entwickelt, bei der das Skelett mit Hilfe eines Lasers eingescannt wird und danach ein dreidimensionales Modell rekonstruiert wird, woraus sich dann das Gewicht errechnen lässt. Für die einzelnen Testberechnungen dienten als Beispiele Eisbären, Elefanten und Giraffen. Hierbei stellte man fest, dass nach den alten Berechnungsmethoden das wirkliche Gewicht um etwa 21 Prozent vom tatsächlichen Gewicht abwich. So kamen die Forscher schließlich zum Ergebnis, dass beispielsweise der Brachiosaurier (Giraffatitan brancai) statt des bisher vermuteten Gewichts von 80 Tonnen nur wirkliche 23 Tonnen auf die Waage brachte. Für solche Berechnungen nach der neuen Methode benötigt man für die Ermittlung eines gesamten Skelettes jedoch mehr als nur einen einzigen Knochen.

Von Asien nach Afrika: Die lange Wanderung der Vorfahren des Menschen

Die Wiege der Menschheit befindet sich in Afrika. Dort erschien vor rund zwei Millionen Jahren die frühe Form des Homo sapiens. Doch die Vorfahren der ersten Menschen stammten nicht aus Afrika, erklärten US-Forscher, sondern aus Asien.

In China und Myanmar entdeckten die Paläontologen mehrere Fossilien einer bisher unbekannten Primatenart. Ihr Alter schätzen sie auf etwa 37 Millionen Jahre. Die Art, die den Namen "Afrasia djijidae" trägt, besitzt ausgesprochen stark ausgebildete Fangzähne, die vermutlich das Öffnen von härteren Tropenfrüchten erleichterten.

Zwischen Primaten aus Myanmar und Libyen besteht nach Angaben der Experten eine enge Verwandtschaft. Wie sie von Asien nach Afrika gelangten, ist jedoch noch unklar. Damals lag zwischen den Kontinenten noch das Tethys-Meer. Auf welche Weise die Primaten den Meeresarm überquerten, müssen die Forscher erst noch herausfinden.

Kalt- oder Warmblüter: Streit um Dinosaurier geht nach neuer Studie in die nächste Runde

Dinosaurier galten lange Zeit wie selbstverständlich als Reptilien und damit automatisch auch als wechselwarme Kaltblüter. Doch wie man weiß, hatten einige Saurier auch Federn und außerdem sprachen die enormen Wachstumsschübe mancher Arten eher dafür, dass sie Warmblüter waren. Kurzum: Der Streit unter Wissenschaftlern hält seit den 60er Jahren an.

Jetzt gelang es der Deutschen Paläobiologin Meike Köhler mit ihrem Team zu belegen, dass eines der wichtigsten Argumente für die Kaltblüter-Theorie falsch ist. Die Wissenschaftler von der Autonomen Universität Barcelona untersuchten die Oberschenkelknochen von 115 Wiederkäuern aus 41 Säugetierarten der ganzen Welt. Es zeigte sich, dass es beeindruckende Übereinstimmungen zwischen diesen Querschnitten und Querschnitten von Saurieroberschenkelknochen gab. Überall hätte man sogenannte "Lines of arrested growth" (LAG) gefunden, also Ringe zwischen Wachstumsschüben. Die LAGs hatte man bisher immer nur Reptilien, also Kaltblütern zugewiesen. Köhler und ihr Team untersuchten diese Annahme nun erstmals ausführlich und konnten sie prompt widerlegen.

Jetzt wo man weiß, dass auch Warmblüter LAGs haben, ist die Diskussion um die Thermoregulation der Dinosaurier wieder offen.

Neu entdeckte Fossilfunde schließen auf weitere Menschenarten

Nachdem Archäologen bereits vor fünf Jahren am kenianischen Turkana-See Knochen ausgegraben hatten, wurden nun erste Ergebnisse präsentiert, welche die menschliche Entstehungsgeschichte maßgeblich beeinflussen dürfte.

Neben den menschlichen Vorfahren namens Homo errectus gibt es demnach noch zwei weitere Menschenarten. Zum einen wurde ein rund 1,8 Millionen Jahre alter Gesichtsschädel ausgegraben, der auf ein sehr flaches Gesicht sowie ein großes Gehirn schließen ließ.

Dieses Fossil unterscheidet sich jedoch maßgeblich zu einem vor 40 Jahren gefundenen Schädel, welcher eindeutig dem Homo errectus zugeordnet werden konnte. Dank eines weiteren Fundes sind sich die Archäologen nun sicher, dass es neben dem Homo errectus noch zwei weitere Homo-Gattungen gegeben hat, für die bislang jedoch noch keine Namen gefunden wurden.

Raubsaurier Sinocalliopteryx hatte Vögel zum Fressen gern

Ein chinesisch-kanadisches Wissenschaftlerteam hat den Mageninhalt des Raubsauriers bestimmt

Vor mehr als 120 Millionen Jahren wandelten Raubsaurier der Gattung Sinocalliopteryx auf der Erde. Der fast komplett befiederte Saurier lebte im Gebiet des heutigen China und war bis zu 2,50 Meter groß.

Nun ist es einem chinesisch-kanadischen Wissenschaftlerteam gelungen, den Mageninhalt eines Sinocalliopteryx zu bestimmen. Die untersuchten Fossilien stammten aus der ostchinesischen Provinz Liaoning. Dort hatte es in der Kreidezeit zahlreiche Vulkanausbrüche gegeben. Dadurch blieben selbst Hautreste und Federn der Tiere gut erhalten.

Die Beute des Sinocalliopteryx waren Confuciusornis

Im Magen des Raubsauriers fanden die Forscher die Überreste von drei Confuciusornis. Diese Ur-Vögel waren 30 Zentimeter groß und konnten vermutlich nicht gut fliegen. Sie kletterten wahrscheinlich auf Bäume, um von dort herabzugleiten. Da Sinocalliopteryx flugunfähig war und nicht in der Lage war, Bäume zu erklimmen, muss er seiner Beute am Boden aufgelauert haben.

Er muss sich dabei sehr geschickt an seine Beute herangeschlichen haben. Da sein dünnes Federkleid nicht ausreichend wärmte, musste er viel Nahrung zu sich nehmen.

Ob der untersuchte Raubsaurier einen Teil seines Fangs bereits verdaut, wieder ausgespuckt oder erst gar nicht gefressen hatte, lässt sich heute jedoch nicht mehr sagen.

Auch Dinosaurier wurden nicht unendlich groß

Im 19. Jahrhundert war der Palänontologe Edward Drinker Cope aus Amerika der Ansicht, dass die Evolution Lebewesen immer größer werden lässt. Diese Hypothese hat nun Gene Hunt vom National Musieum of Natural History in Washington teilweise widerlegt. Die Gigantismustheorie trifft nur für einige Saurier zu, aber keineswegs für alle. Hunt untersuchte die Entwicklung der Oberschenkelknochen unterschiedlicher Saurier. Der Forscher stellte sich mit seinen Kollegen der Frage ob es Größenlimits gab.

Einige Echsen wurden tatsächlich im Laufe von Jahrmillionen immer größer. Dazu gehören die Ceratopsidae mit den Nasenhörnern und vier Beinen und der Hadrosaurier, der Pflanzen fraß und nur zwei Beine hatte.Die größten Lebewesen sind die Sauropoden, deren Skelette in den Naturkundemuseen manches Aha-Erlebnis hervorrufen.

Ein Größenlimit fanden die Forscher bei den Theropoden, zu denen der Tyrannosaurux rex gehört und der sich von Fleisch ernährte.

Der Grund weshalb es für manche Saurierarten eine Größenzunahme gab und für andere nicht, liegt noch im Dunkeln. Viele Forscher glaubten, große Tiere wären vor Raubtieren sicher und sehen darin den Grund für das evolutionäre Größenwachstum. Doch dem Wachstum sind zumindestens physikalisch Grenzen gesetzt. Denn die Strecke von zehn Metern, vom Herz bis zum Kopf bedarf einen sehr hohen Blutdruck und ein ausgesprochen kraftvolles Herz.

China: Schildkröten, Haie und Krokodile in der Wüste

Einen mehr als ungewöhnlichen Fund vermeldete ein Team aus deutschen und chinesischen Wissenschaftlern. Die Forscher entdeckten mitten in der Wüste der Provinz Xinjiang im Nordwesten Chinas rund 1800 versteinerte Schildkröten.

Überall befänden sich Knochen, teilte ein Paläontologe vom Museum für Naturkunde in Berlin mit. Sie hätten ihren Augen nicht getraut. Die Panzer der Tiere lägen teilweise wie gestapelt, dicht an dicht im Gestein, so ein Kollege von der Universität Tübingen.

Doch die Fundstätte namens Mesa Chelonia hat noch mehr zu bieten. Schon in den vergangenen Jahren fanden Wissenschaftler dort Überreste von Haien, Krokodilen, Säugetieren sowie diverse Saurierskelette. Was heute eine Wüste ist, war vor 160 Millionen Jahren eine grüne Fluss- und Seelandschaft.

Aufgrund der Schildkrötenfunde gehen Experten davon aus, dass es bereits damals schon starke Klimaschwankungen gegeben haben muss. Während einer Trockenphase hätten sich die Tiere in ein verbliebenes Schlammloch geflüchtet. Da der Regen jedoch ausgeblieben sei, so die Forscher, seien die Reptilien dort verendet.

Kampf der Dinosaurier - der Triceratops

Vor etwa 65 bis 68 Millionen Jahre, also im Zeitalter der Oberkreide, lebten die Dinosaurier. So einmal der bekannte Tyrannosaurus Rex und auch der Triceratops, ein gepanzerter Saurier, der an seinem Kopf drei riesige Hörner besaß.

Dieser Saurier war ein Pflanzenfresser und wurde bis zu neun Meter groß und hatte ein Gewicht von 6 bis 12 Tonnen und lebte wie der Tyrannosaurus Rex in Nordamerika. Wissenschaftler haben nun entdeckt, wie der Tyrannosaurus Rex, der ein Fleischfresser war und sich auch zum größten Teil von Aas ernährte, diesen Triceratops bekämpfte um an das durch den Panzer geschützte Fleisch zu gelangen.

Aber ob überhaupt ein Kampf auf Leben und Tod stattgefunden hat, weiß man nicht hundertprozentig, doch fanden die Forscher an einem gefundenen Schädel des Triceratops typische Spuren von Bissen des T.Rex. So könnte der riesige T.Rex seinem Opfer einfach den Schädel vom Körper abgerissen haben. Aber auch am Schädel selber befand sich reichlich Muskelfleisch, das dann ebenfalls verspeist wurde.

Wissenschaftler finden im Museum unbekannte Dinosaurierart

Nach mehr als 50 Jahren hat ein Hornsaurier endlich einen Namen erhalten. Xenoceratops foremostensis, "Fremdes Horngesicht", ist die etwas sperrige Bezeichnung für den Dino, dessen Überreste 1958 in der Nähe des kanadischen Foremost in der Provinz Alberta gefunden wurden. Seitdem lagerten die unbeschriebenen Fossilien unter anderem im Depot eines Museums.

Nun haben kanadische Wissenschaftler die Fossilien genauer untersucht und dabei herausgefunden, dass es sich um die Überreste einer bis dato unbekannten Saurierart handelt.

Rund sechs Meter lang und zwei Tonnen schwer war der Pflanzenfresser, der vor rund 78 Millionen Jahren in der späten Kreidezeit im westlichen Nordamerika lebte. Dann hätten sich die schweren Horndinosaurier in Nordamerika geradezu explosionsartig vermehrt, teilte einer der Forscher mit.

Rekonstruktionen des Xenoceratops-Schädels lassen vermuten, dass der Halsschild an den Wangen mit einem großen Höcker besetzt war und an den Seiten vier weitere, kleinere Knochenhöcker besaß. Am Halsschild saßen vermutlich zwei hornartige Fortsätze, die seitlich schräg nach oben wiesen.

Ist der Pandabär ein Spanier? Paläontologen finden "Ur-Panda" in Katalonien

Wie kaum ein anderes Tier wird der schwarzweiße Pandabär heute mit China assoziiert, wo die putzigen Tiere seit vielen Jahren heimisch sind, Tatsächlich könnten die Bären jedoch einst aus Europa in den Osten eingewandert sein. Dies belegen neue Funde in Nordost-Spanien, wo Paläontologen die versteinerten Knochen eines "Ur-Pandas" fanden.

Diese ältesten bekannten Vorfahren des heutigen Großen Pandas lebten vor mehr als elf Millionen Jahren und wird der Gattung Kretzoiarctos zugeordnet. Es war bereits der zweite Fund in Katalonien. Die Forscher legten diesmal einen rechten Unterkieferknochen und mehrere Zähne frei, die auf ein Alter von 11,6 Mio. Jahren datiert wurden. Die Zähne des Tieres weisen darauf hin, dass er ähnlich wie die Großen Pandas von China Bambus oder ähnliche harte Pflanzen gefressen habe.

Die Pandas entwickelten sich vermutlich vor 20 Millionen Jahren zu einer eigenständigen Familie, doch die bislang ältesten Funde stammten aus einer Zeit vor etwa 8 Millionen Jahren und wurden in China entdeckt. Die Forscher wollen nun versuchen zu klären, ob der Panda in den zwischenliegenden 3,5 Mio. Jahren von Spanien nach China auswanderte.

Ältester Dinosaurier der Welt entdeckt

Es gibt klare Hinweise darauf, dass die Dinosaurier wohl schon im Mitteltrias die Erde bevölkerten, also vor etwa 230 Millionen Jahren. Bisher ging die Biologie davon aus, dass es erst seit 220 Millionen Jahren Dinosaurier gab.

Grund für die neue Annahme ist eine Studie des US-Forschers Sterling Nesbitt, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Biology Letters" nachzulesen ist. Der Wissenschaftler von der University of Washington in Seattle hatte einen lange vergessenen Oberarmknochen und einige Wirbel eines Tieres untersucht, dessen Überreste 1930 in Tansania gefunden worden waren und seither unauffällig im Londoner Museum für Naturgeschichte lagen.

Die Knochen zeigen typische Dinosauriermerkmale, wie etwa den Hinweis auf schnelles Wachstum und den typischen Knochenkamm am Oberarmknochen. Allerdings sind sie eindeutig 230 Millionen Jahre alt. Damit hat Sterling Nesbitt den ältesten Dinosaurier der Welt gefunden. Er heißt Nyasasaurus parringtoni. Das Tier war bis zu drei Meter lang und 80 Zentimeter hoch.

Die Gesichtszüge des ausgestorbenen Zwergmenschen von Indonesien

Der sogenannte Homo floresiensis lebte einst auf der indonesischen Insel Flores und erhielt in der heutigen Zeit aufgrund seiner Größe von gerade mal einem Meter und überproportional großen Füßen den Spitznamen "Hobbit".

Im Jahre 2003 wurden Überreste einer solchen Hobbit-Frau gefunden, deren Gesicht nun von der australischen Anthropologin Susan Hayes mit Hilfe eines Computermodells präsentiert wurde. Dabei nutzte die Forscherin unter anderem Methoden, welche in der Forensik zur Identifizierung von menschlichen Überresten genutzt wird.

Bei dem Hobbit nutzte sie als Grundlage der Rekonstruktion computertomografische Aufnahmen des knapp 18.000 Jahre alten Schädels. Obwohl das verfahren aufgrund der ungewöhnlichen Eigenschaften des relativ kleinen Schädels wesentlich erschwert wurden, zeigte sich Hayes mit dem Endergebnis durchaus zufrieden.

Ihrer Ansicht nach zeigt die Rekonstruktion einige menschliche Züge, wobei man sie aus der heutigen menschlichen Sichtweise nicht gerade als hübsch bezeichnen könne.

Warum verschwanden Säbelzahntiger aus der Tierwelt?

Tiger guckt hinter grünem Gitter aus seinem Gehege
Tiger in a cage. © Sergey Kohl - www.fotolia.de

Larisa DeSantis ist Wissenschaftlerin an der Vanderbilt University in Nashville. Sie erklärte kürzlich, dass mit dem Ende der Eiszeit vor ca. 12.000 Jahren auch die großen Raubkatzen aus der Gegend Nordamerikas verschwanden.

Bisher ging man davon aus, dass sowohl die Säbelzahntiger, wie auch die Großlöwen verschwanden, weil die Nahrung zu knapp wurde. "PLoS One" ist ein Fachmagazin, in dem nun von Untersuchungen von Zähnen der großen Raubkatzen berichtet wurde, die in alten Asphaltschichten entdeckt wurden. Die Zähne sind zwischen 11.500 und 35.000 Jahren alt. Standen Zeiten des Hungers an, haben die Raubkatzen mehr Beutetiere verspeist.

Spuren an den untersuchten Zähnen deuteten auf den vermehrten Verzehr von Knochen hin. DeSantis und ihr Team untersuchten die Spuren auf den Zähnen und zogen hieraus Rückschlüsse auf das Ernährungsverhalten der ausgestorbenen Großkatzen.

Die Ergebnisse zeigen Parallelen zum historischen Löwen und den Geparden, die wir heute kennen. Diese kauen eher nicht auf Knochen. Der Säbelzahntiger zeigt hingegen Ähnlichkeiten mit dem heutigen Löwen. Diese kauen ab und zu gern auf Knochen. Zähne mit starken Schädigungen im Frontbereich wurden in La Brea Pits gefunden. Die Wissenschaftler erklären dies damit, dass hier besonders große Beute gerissen wurde.

Die mangelnde Beute war den Wissenschaftlern nach nicht der Grund für das Aussterben der historischen Großkatzen, da die Lebensumstände denen der heutigen Savannenlöwen glichen. Der Wirkliche Grund für das Verschwinden konnte aber nach wie vor nicht geklärt werden.

Ichthyostega - Landwirbeltier mit vertauschten Knochen

Bei ihrer Untersuchung des "vierbeinigen Fischs" sammelten Wissenschaftler aufschlussreiche Erkenntnisse

Nahaufnahme Mikroskop im Labor
Microscope in lab © NiDerLander - www.fotolia.de

Ichthyostega war einer der ersten Tetrapoden (Landwirbeltiere), der zumindest zeitweise auf dem Land leben konnte. Wissenschaftler haben Überreste des Ichthyostegas auf Grönland entdeckt. Sein Alter schätzten sie auf rund 370 Millionen Jahre. Etwa zehn Millionen Jahre später starb er aus. Damit zählt das Ichthyostega zu den ältesten bekannten Tetrapoden.

Umdenken in der Wirbelsäulenfunktion

Nun aber muss die Geschichte umgeschrieben werden. Bisher ging die Wissenschaft davon aus, dass die Wirbel der ersten Tetrapoden aus

  • einem Knochen vorne,
  • einem Knochen oberhalb und
  • einem Knochenpaar hinten

aufgebaut waren. Doch mit einem speziellen Röntgenverfahren fanden britische Forscher jetzt heraus, dass die Wirbelknochen des "Fischs auf vier Beinen" genau andersherum angeordnet waren. Die Wirbelsäule funktionierte daher anders, als bislang angenommen.

Aufschlussreicher Fund

Bei ihrer Untersuchung entdeckten die Wissenschaftler ebenfalls einen kleinen, rundlichen Knochen in der Mitte der Brust. Er sei, so eine Mitautorin der Studie, so etwas wie der früheste Versuch eines knochigen Brustbeins in der Entwicklungsgeschichte der Lebewesen. Damit habe sich Ichthyostega auf seiner Brust abstützen können, während es mit seinen flossenähnlichen Beinen an Land vorwärts kroch.

Das Kamel stammt aus der Arktis

Nahaufnahme eines Kamels mit lustigem Blick in der Wüste
Detail of camel's head with funny expresion © Martin M303 - www.fotolia.de

Eine neue Studie der Wissenschaftler des Naturkundemuseums in der kanadischen Stadt Ottawa, erschienen in der Fachzeitschrift "Nature Communications", geht davon aus, dass Kamele vor einigen Millionen Jahren in der Arktis gelebt haben sollen. Auf der Ellesmere-Insel in der kanadischen Arktis fand man ein Knochen-Fossil. Die darin nachgewiesenen Proteine weisen darauf hin, dass es sich laut der Forscher um ein Kamel handelt.

Das Ellesmere-Kamel sei das nördlichste seiner Art. Die Arktis sei damals immerhin zwei bis drei Grad wärmer gewesen sein als sie es heute ist und das jetzige Ödland damals von dichten Wäldern bedeckt gewesen sein. Die Ablagerungen im Boden der, nordöstlich von Grönland gelegenen Insel, lassen zudem darauf schließen, dass das Ellesmere-Kamel dort vor etwa 3,5 Millionen Jahren gelebt haben soll.

Die Ergebnisse dieser neuen Studie untermauern zudem die Annahme, dass der Urahn des heutigen Kamels nicht aus der Sahara, dem Persischen Golf oder aus Asien stammt, sondern vielmehr vor rund 45 Millionen Jahren in Nordamerika beheimatet war. Die kanadischen Forscher sind überzeugt davon, dass ein Teil der Urkamele über die Beringstraße nach Asien gelangte.

Zudem seien vor rund 5 Millionen Jahren zwei Kamelmutationen dominierend gewesen. Zum Einen die Vorfahren des nach Eurasien ausgewanderte heutigen Kamels und zum anderen die nach Südamerika gewanderten Vorfahren von Lamas und Alpakas.

Zwischen Dino und Vogel - Forscher untersuchen Fossilien

Die Evolutionslehre ist weltweit anerkannt. Über einige Details herrscht jedoch bis heute Unklarheit. Einen weiteren Schritt zur wissenschaftlichen Aufklärung haben jetzt Xiaothin Zeng und sein Forscherteam von der chinesischen Universität in Liniy beigetragen. Sie untersuchten drei außergewöhnliche Fossilienfunde von Tieren, die vor rund 120 Millionen Jahren gelebt haben. Die Tiere stellten einen Urtyp der heutigen Vögel dar.

Bei der wissenschaftlichen Untersuchung fiel den Forschern eine interessante Gemeinsamkeit ins Auge. So wiesen die Fossilien zwar jeweils zwei Eierstöcke auf. Bei näherer Analyse stellte sich jedoch heraus, dass nur der linke zur Lebzeit der Urvögel funktionsfähig gewesen sein dürfte. Dies konnte durch den Fund versteinerter Follikel nachgewiesen werden.

Die Feststellung könnte weitreichende Folgen haben: Bisher war es größtenteils ein Rätsel, wieso Vögel heute lediglich einen funktionsfähigen Eierstock besitzen, während ihre Vorfahren wie Dinosaurier, aber auch heute lebende Reptilien noch zwei Eierstöcke besitzen.

Die untersuchten Fossilien, die zu bereits flugfähigen Urvögeln gehörten und somit gewissermaßen als Übergang vom Dino zum Vogel betrachtet werden können, wiesen ebenfalls nur einen funktionsfähigen Eierstock auf. Womöglich ermöglichte erst dieser geringe, aber signifikante Gewichtsverlust überhaupt das Fliegen. Tiere mit nur einem Eierstock dürften somit evolutionär im Vorteil gelegen haben, was die Entstehung der Vögel erklären könnte.

Der älteste Fund von Dinosaurier-Embryos bringt neue Erkenntnisse

Durch den Fund von Dinosaurier-Embryos gelangen Wissenschaftler zu neuem und faszinierendem Wissen dieser längst ausgestorbenen Erdbewohner. Funde in China machten es möglich, das Heranwachsen eines Embryos im Ei nachvollziehen zu können.

190 Millionen Jahre sind die ca. 200 Knochen der 20 Embryos schon alt und trotzdem ist ihr Zustand verblüffend gut. Fossile Überreste wurden bisher in so einem Alter noch nicht gefunden, was den Fund natürlich sehr spannend für die Forscher macht. Selbst Reste von Eierschalen und organischen Materialien sind bei dem Fund zu entdecken. Unterschiedliche Phasen der Entwicklung deuten auf verschiedene Nester hin. Vermutet wird, dass es sich hier um Sauropodomorphas handelt.

Die Strukturen der Knochen ließen erkennen, dass ein schneller Wachstum bereits als Embryo vonstatten ging. Knochenvorsprünge und die Strukturen der Oberschenkelknochen deuten darauf hin, dass schon im Ei die Muskulatur von dem Embryo kräftig trainiert wurde. Auf diese Weise wurde das Laufen nach dem Schlüpfen zu keinem Problem. Fund Nr. 1189 ermöglicht einen tiefen Blick in die Entwicklung der Dinosaurier.

Massensterben vor 242 Millionen Jahren begünstigte Ausbreitung der Dinosaurier

Vor rund 65 Millionen Jahren sind die Dinosaurier ausgestorben und haben somit den Weg freigemacht für den Aufstieg der Säugetiere. Doch ebenso wie sich die Säugetiere erst nach dem Ableben der Dinosaurier prächtig entwickeln konnten, so haben ihrerseits auch die Dinosaurier nutzen aus einem Massensterben gezogen.

Vor 252 Millionen Jahren verschwanden zahlreiche Arten von der Erdoberfläche, so auch die drei Meter lange Echse Dicynodon, die den Kontinent Pangäa beherrschte. Der Superkontinent bestand damals aus den heutigen Erdteilen Afrika, Südamerika, Australien, Indien und der Antarktis.

Im Zuge des Massensterbens verschwand auch Dicynodon, wodurch sich erst der Archosaurier, ein Vorfahre der Dinosaurier ausbreiten konnte, wie Forscher von der University of Washington herausgefunden haben. Die Wissenschaftler hatten besonders alte Fossilien des Archosauriers untersucht. Die Fossilien stammten aus Tansania und Sambia und hatten ein Alter von rund 242 Millionen Jahren, damit gaben sie einen Einblick in die Periode zehn Millionen Jahre nach dem Massensterben.

Laut der Forscher hat das damalige Massensterben nicht nur den Siegeszug der Dinosaurier begünstigt, sondern eine breite geographische Streuung der überlebenden Tierarten bewirkt.

In Kanada fand man ein Fossil einer bisher unbekannten Art der Mini-Dinosaurier

Im Süden der kanadischen Provinz Alberta hat man Fossilien von einer bisher unbekannten Dinosaurier-Art gefunden. Dabei handelt es sich um die Art Acrotholus Audeti, die zur Familie der Pachycephalosaurus zählt, die als besonderes Merkmal eine starke Schädeldecke aufweist. Aber diese Dinosaurier waren nur 1,80 Meter groß und wogen nur 40 Kilogramm, also sogenannte Mini-Dinos.

Wie die Wissenschaftler jetzt berichten, muss es aber damals vor 85 Millionen Jahren sehr viele von diesen kleinen Dinosaurier gegeben haben, die alle Pflanzenfresser waren. Warum man aber heute meistens nur die Überreste von den großen Arten findet, liegt vermutlich daran, dass entweder durch die vielen Jahre bedingt die kleineren Knochen verschwanden oder sie von den größeren fleischfressenden Artgenossen entweder verzehrt oder auch zertreten wurden.

Paläontologen entdecken ältestes und komplett erhaltenes Primaten-Skelett

Ein Forscherteam von der Akademie der Wissenschaften in Peking hat jetzt das älteste Skelett eines Primaten entdeckt, welcher vor rund 55 Millionen Jahren in China lebte und gerade mal 20 bis 30 Gramm auf die Waage brachte. Demnach soll es sich um Vorfahren des Koboldmakis handeln, die heutzutage auf südostasiatischen Inseln wie Borneo oder Sumatra leben.

Gefunden wurde das fast komplett erhaltene Skelett in einem ehemaligen Flussbett in der chinesischen Provinz Hubei, womit die kleinen Affen mit einer Größe von rund 70 Millimeter viel weiter verbreitet waren als bislang vermutet. Die Wissenschaftler gaben der Kreatur nach der Entdeckung den Namen Archicebus achilles und gehen wegen der schmalen Zähne davon aus, dass hauptsächlich Insekten auf dem Speiseplan des tagaktiven Primaten standen.

Forscher lüften Rätsel um Fortbewegung des Argentinosaurus

Mit einer Länge von rund 40 Metern und einem Gewicht von über 80 Tonnen zählten ausgewachsene Argentinosaurier zu den schwersten und größten Landtieren der Erdgeschichte.

Ein Forscherteam der University of Manchester in Großbritannien haben nun das Skelett dieses Sauriers mit spezieller Lastechnik gescannt, um mehr Informationen über die Bewegungsabläufe dieses riesigen Tieres zu erfahren. Die Muskelmasse wurde beispielsweise über den Vergleich mit lebenden Tieren ermittelt, was auch für die Beweglichkeit der Gelenke sowie die Eigenschaften der Muskel gilt.

Mit Hilfe einer neu entwickelten Software wurden die Dinos schließlich auf dem Bildschirm zum Leben erweckt und deren Vorwärtslaufen simuliert. Demnach kann sich ein 83 Tonnen schwerer Dinosaurier langsam fortbewegen, womit man sich nach Auskunft der Wissenschaftler jedoch schon der "funktionalen Grenze nähere". Wahrscheinlich wären auch noch größere Landwirbeltiere mit einem anderen Körperbau denkbar gewesen, sofern ihre Muskeln ein Zusammenbrechen der Gelenke hätten verhindern können.

Panthera blytheae: Wissenschaftler entdecken das bis dato älteste Fossil einer Großkatze

Großkatzen (Pantherinae), wie etwa Löwen, Leoparden oder Tiger und Jaguare, sind bekanntermaßen eine Untergattung der Familie der Katzen (Felidae). Entgegen einer weitläufigen Meinung eint die Großkatzen aber nicht die Tatsache, dass sie deutlich größer als herkömmliche Katzen sind.

Ausschlaggebender sind andere Kriterien, wie etwa die Form des Zungenbeins oder das für Großkatzen typische Brüllen, weshalb beispielsweise Geparden und Pumas nicht zu den Großkatzen gezählt werden.

Abspaltung der Großkatzen von den Kleinkatzen erfolgte früher als gedacht

Bislang ging man davon aus, dass die evolutionäre Abspaltung der Großkatzen von den Kleinkatzen vor gut 6,4 Millionen Jahre erfolgt sei.

Wie der Fund eines zwischen 4,1 und 5,95 Millionen Jahre alten Fossils einer bis dato völlig unbekannten Großkatzenart, die nun den Namen Panthera blytheae trägt und wohl große Ähnlichkeit mit den noch heute lebenden Schneeleoparden hatte, nahelegt, erfolgte die Abspaltung aber anscheinend doch schon 7 Millionen Jahren früher als angenommen.

Ursprung der Großkatzen liegt in Zentralasien

Außerdem lege der Fund, der Jack Tseng vom American Museum of Natural History in New York und dessen Ehefrau Juan Liu im Grenzgebiet zwischen Pakistan und China glückte, nahe, dass die Wiege der Großkatzen nicht etwa in Afrika, sondern in Zentralasien liegen müsse.

Um diese Annahme zu festigen und weiterführende Erkenntnisse über die Evolutionsgeschichte der Großkatzen zu gewinnen, wollen die Forscher an der Fundstelle nach noch weiteren Fossilien suchen.

Forscher lüften Geheimnis um Dinosaurier-Rekordfund in Argentinien

Grafik Dinosaurier, Tyrannosaurus
dinosaure, tyrannosaure © DX - www.fotolia.de

Nachdem ein Landarbeiter bereits im Jahr 2011 auf einem Feld in Südargentinien zahlreiche Knochen eines Riesensauriers entdeckte, wurden die Daten des spektakulären Fund nun von einem Forscherteam um den Grabungsleiter José Luis Carballido veröffentlicht. Der Koloss hatte eine Länge von 40 Metern, eine Höhe von 20 Metern und brachte das stolze Gewicht von 80 Tonnen auf die Waage.

Fossilien entstammen mehreren Pflanzen fressenden Dinosauriern

Die knapp 200 gut erhaltenen Fossilien stammen laut den Untersuchungen von mindestens sieben erwachsenen Pflanzenfressern. Ein wahrer paläontologischer Schatz sind dabei die Überreste eines Oberschenkelknochen, der gut über zwei Meter lang ist.

Bislang größtes entdecktes Lebewesen

Bei dem bislang noch namenslosen Saurier dürfte es sich somit um das größte bisher gefundene Lebenswesen handeln, das jemals über die Erde gezogen ist. Allerdings kam es auch vor knapp 95 Millionen Jahren nicht unbedingt auf die Größe an, was eine internationale Studie erst kürzlich unterstrich. Darin beschäftigten sich Wissenschaftler mit der Frage, warum Dinosaurier und nicht die Vögel als deren nahe Verwandten ausgestorben sind.

Zumindest in der Evolution macht klein durchaus erfolgreich. Im Gegensatz zu den Giganten mit einer überschaubar vorhandenen Anzahl von Arten, konnten sich die kleinen Tiere ständig weiterentwickeln und mehrere Arten ausbilden.

Grippe-Impfung im Herbst

Vor allem der Monat Oktober sei die richtige Zeit sich gegen Winter-Grippe impfen zu lassen, so die Mediziner. Grund: die meisten Krankheitsfälle treten im Zeitraum zwischen Dezember und März auf und das Immunsystem benötigt nach einer Grippe-Impfung etwa zwei Wochen, um einen vollständigen Schutz aufzubauen.

Jedes Jahr sterben in Deutschland mehrere tausend, vor allem ältere Menschen an den Folgen der Influenza.

Grundinformationen und Hinweise zur Paläontologie

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: ammonite © Lagui - www.fotolia.de

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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