Der Begriff der Paläontologie wurde im Jahre 1825 durch den Wissenschaftler Blainville eingeführt. Allerdings war dies keineswegs der Anfang all jener Forschungen, welche wir heute unter diesem Begriff zusammenfassen. Doch wie verlief die Geschichte der Paläontologie überhaupt genau, welche heutzutage ein fest etablierter Forschungszweig ist?
Erste Beobachtungen und Überlegungen wurden bereits in der griechischen Antike getätigt. So gab es beispielsweise den griechischen Philosophen Xenophanes, welcher sich unter anderem auch mit Fossilien auseinandersetzte. Dabei fand er zahlreiche Überreste von Meerestieren an Land, was er wiederum als einen Hinweis deutete, dass es eine große Überschwemmung gegeben haben müsse. Ungefähr zwei Jahrhunderte später sollte sich auch einer der bekanntesten griechischen Denker mit Fragen der Paläontologie auseinandersetzen. Hierbei handelte es sich um Aristoteles, welcher unter anderem zum Schluss kam, dass Lebewesen ursprünglich aus der Erde geformt würden. Die Fossilien, mit welchen er sich beschäftigte, sah er wiederum als Lebewesen, welche nicht voll zum Leben erwacht wären. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche weitere Wissenschaftler und Philosophen der Antike, welche den Grundstein für die heutige Paläontologie legten. Genannt seien hier noch Empedokles, Strabo und Plinius der Ältere.
Nach der griechischen Antike sollte es etwa ein Jahrtausend dauern, bis die Forschungen und Überlegungen in diesem Wissensbereich vorangetrieben werden. In der Renaissance beschäftigten sich schließlich Größen wie Leonardo da Vinci und Francis Bacon mit Fragen der Paläontologie. Nun wurde zum ersten Mal erkannt, dass diese Fossilien lediglich deshalb nicht bekannt seien, weil sie schlicht vor den Menschen gelebt haben. Zudem gelang es den Forschern, mehr über die Geografie der Erde herauszufinden, indem fossile Funde systematisch gedeutet und sondiert wurden.
Ihren Durchbruch hatte die Paläontologie schließlich im Zeitalter der Aufklärung. In dieser Epoche verfasste etwa der Wissenschaftler Georg Christian Füchsel die erste geologische Zeittafel, indem die Erdschichten und fossile Funde analysiert und kategorisiert wurden.
Von da an war die Paläontologie eine fest etablierte Wissenschaft, welche im 19. Jahrhundert ihren Höhepunkt erlebte. Während dieser Zeit wurden zahlreiche Entdeckungen gemacht und Überlegungen aufgestellt, welche bis heute Gültigkeit haben.
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