18. Oktober 2006
Menschen holen aus sehr unterschiedlichen Gründen Katzen zu sich. Die einen schätzen sie als schnurrende Hausgenossen, die anderen verehren sie für ihre Unabhängigkeit, oder ihr Temperament. Für wen eignen sich die eleganten Mitbewohner und was braucht eine Katze, um sich richtig wohl zu fühlen?

Katzen zählen zu den beliebtesten Haustieren
Katzen sind rätselhafte Wesen, die seit jeher Menschen aller Kulturen faszinieren. Während sie in ländlichen Gegenden in erster Linie als Nagetier-Jäger gehalten werden, finden sie in den Städten einen Platz als Schmusetiger und Kamerad. So formulierte Pablo Picasso einmal: Katzen sind die rücksichtsvollsten und aufmerksamsten Gesellschafter, die man sich wünschen kann.
Katzen passen eigentlich in jedes Heim, in dem es nicht zu laut zugeht. Sie eignen sich als Mitbewohner in Singlehaushalten genauso wie als Mitglied großer Familien. Die Stubentiger sind ideale Haustiere für Kinder. Sie passen sich dem menschlichen Wach-Schlaf-Rhythmus an und können sich im Gegensatz zu Hunden auch allein beschäftigen. Kleinkinder sollten jedoch nicht mit Katzen allein gelassen werden. Zudem braucht die Katze in einer Familie mit vielen Kindern unbedingt eine kindersichere Rücksichtsmöglichkeit für den Fall, dass es ihnen doch einmal zuviel wird. Im Idealfall holt man sich gleich zwei Katzen zu sich. Gerade wenn Sie viel unterwegs sind, kommt so keine Langeweile auf. Nagetiere sollten für Katzen unerreichbar stehen. Denn nichts freut den Stubentiger mehr, als ein reich gedeckter Tisch.
Ziel einer engagierten Katzenhaltung soll immer sein, dem sanften Geschöpf ein guter Partner zu sein. Dazu gehört, dass man sie nicht einsperrt. Der minimale Lebensraum einer Katze ist die ganze Wohnung. Schöner noch ist natürlich ein Garten zum Toben. Wenn er in der Nähe einer gut befahrenen Straße liegt, sollte er jedoch unbedingt gut abgesichert sein. Wenn die Katze keine Beanstandungen an ihren Lebensraum hat und auch mit den Füttergewohnheiten einverstanden ist, schließt sie sich an ihren Pfleger meist enger an, als an andere Katzen. Ein wenig investieren muss man dennoch, um so ein Katzenherz zu erobern. Dazu gehören ausgiebige Schmusestunden und Zeit zum Spielen. Und ganz kostengünstig ist ihr Einsatz nicht. Eine Katze braucht neben einem Katzenklo mit frischem Streu ihre tägliche Ration Frischfutter und gegebenenfalls Trockenfutter. Dazu kommen Ausgaben für die Dinge, die das Katzenleben angenehmer machen. Ein Katzenspielzeug, das spätestens nach einem Monat zur Unkenntlichkeit zerkaut sein wird, ein Katzenbaum, Kratzbretter und eine Pflegebürste. Auch die Tierarztkosten müssen im Vorfeld mit einkalkuliert werden. So müssen Fundkatzen als erstes zum Gesundheitscheck. Dort wird abgeklärt, ob das Kätzchen auch wirklich gesund ist, oder sich einen Wurmbefall oder eine Erkältung eingefangen hat. Mit spätestens einem halben Jahr sollte der Kater bzw. die Katze sterilisiert werden. Katzen aus dem Tierheim sind bereits sterilisiert und auf Leukose getestet. Auf den Halter kommen dennoch die jährlichen Kosten für die Schutzimpfungen zu. Und obwohl Katzen sehr robust sind, können sie sich relativ leicht eine Infektion zuziehen. Gerade Virusinfekte können den Stubentigern sehr gefährlich werden. Eine Behandlung kann stark ins Geld gehen und ist nicht in jedem Fall erfolgreich.
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