3. April 2009
Von Viola Reinhardt
Die Welt rückt zusammen, das Klima ändert sich und diese Veränderungen machen auch vor der heimischen Tierwelt nicht Halt. So konnte sich in den vergangenen Jahren in Deutschland unter anderem die Auwaldzecke, die ihren ursprünglichen Lebensraum in tropischen und subtropischen Gebieten hat, ansiedeln. Dieses kleine Spinnentier, das sich äußerlich kaum von den einheimischen Zeckenarten unterscheidet, überträgt die so genannte Babesiose, auch Hundemalaria genannt. Unbehandelt führt diese Krankheit bei Hunden fast unweigerlich zum Tod.

Hundespaziergänge: Vorsicht vor der Auwaldzecke
Der Frühling klopft energisch an die Tür und es wird deutlich angenehmer. Die Temperaturen steigen und die Natur erwacht langsam aus ihrem Winterschlaf. Leider wachen jetzt auch Tiere wieder auf, auf die man gut und gerne verzichten könnte. Wie die Zecken beispielsweise. Mit dem Frühling beginnt für Tierhalter im Allgemeinen und Hundehalter im Besonderen wieder die Zeit des Zeckensuchens und -absammelns. In der Regel sind Zecken für den Hund zwar lästig, aber nicht lebensgefährlich. Die Gefahren durch FSME, die durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung, oder Borreliose, die ebenfalls durch Zecken übertragen wird, sind hier für den Menschen weitaus größer.
Doch durch die Klimaerwärmung und die Globalisierung kommen immer mehr Tiere zu uns, die in unserem ursprünglichen Ökosystem nicht vorgesehen sind und ungeahnte Gefahren mit sich bringen können. Auch die Insektenwelt bleibt davon nicht verschont. So kamen in den vergangenen Jahren immer mehr der so genannten Auwaldzecken nach Deutschland. Heute bilden sie bereits beachtliche Populationen und setzen ihren Marsch fort. Im Aussehen sind diese Insekten etwas anders als die herkömmlichen in Deutschland bekannten Zeckenarten. Wesentlich bunter und auch mit bis zu 16mm im voll gesaugten Zustand, kann man die Weibchen an einem weißen Schild mit schwarzen Flecken recht gut erkennen.
Sie sind unter anderem Überträger der Babesien, den Erregern der Babesiose, auch Hundemalaria genannt. Die Babesien greifen die roten Blutkörperchen an und zerstören sie. Wird die Hundemalaria nicht schnell erkannt, verläuft sie fast immer tödlich. Daher ist es wichtig, seinen Hund nach jedem Spaziergang gründlich auf Zecken zu untersuchen und vorhandene Zecken zu entfernen. Zur Prävention können Spot-on-Präparate benutzt werden. Diese werden in den Nacken getropft, der Wirkstoff verteilt sich im Blut und die Zecken sterben ab.
Besonders gefährdet sind die Großräume Berlin, Magdeburg, Frankfurt/Main, Stuttgart und Freiburg, da hier große Auwaldzeckenpopulationen vorhanden sind. Hundebesitzer sollten zudem ihren Hund aufmerksam beobachten. Sobald er müde oder matt wirkt, Übelkeit oder gar Fieber aufweist, sollte schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Es könnte sich um die ersten Symptome der Babesiose handeln. In diesem Stadium ist sie jedoch noch behandelbar und kann damit schlimmeres von dem besten Freund des Menschen abwehren. Übrigens sollte diese rasche Behandlung auch im eigenen Sinne stattfinden, da einige der Babesien auch auf den Menschen übertragbar sind.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
27.12.11 | |
![]() | HUNDE |
16.12.11 | |
![]() | HUNDE |
22.11.11 | |
![]() | HUNDE |
21.11.11 | |
![]() | HUNDE |
24.10.11 | |
![]() | HUNDE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Hunde Forum


Das Wellnessprogramm für Hund und Mensch Viele Hunde zeigen in der heutigen Zeit massive Stresssymptome. Ein hek...