Hunde sind wundervolle Partner im Leben eines Menschen und doch gibt es Situationen, in denen der Hundehalter den Vierbeiner nicht mitnehmen kann. Für diese Fälle bietet es sich an, dass Ihr Hund gelernt hat, für ein paar Stunden allein zu Hause sein zu können.

Es gibt viele Situationen, in denen es problematisch ist, seinen Hund bei sich zu haben. Hat man einen Partner oder einen guten Freund, der mit dem Hund gut klarkommt und bei dem sich der Hund auch wohl fühlt, dann kann man seinen Vierbeiner in Situationen wie einem Kinobesuch in liebevolle Hände abgeben und wissen, dass es ihm an nichts fehlen wird.
Im Leben eines jeden Hundebesitzers kommt es allerdings doch irgendwann einmal zu dem Moment, in dem es keine Alternative gibt, als den Hund für einige Stunden allein zu lassen. Es empfiehlt sich, dem Hund mit ein, spätestens zwei Jahren beizubringen, allein im Zimmer bleiben zu können. Bereits bei einem Welpen kann man mit wenigen Minuten der Trennung anfangen.
Anfänglich wird Ihnen der Hund immer wieder hinterhereilen aus dem Gefühl heraus, er könnte etwas Entscheidendes verpassen. Führen Sie Ihren Hund zurück zu seiner Decke und geben Sie ihm das Kommando dort zu bleiben. Verlassen Sie dann wieder das Zimmer und bleiben Sie ein paar Minuten außerhalb seines Blickkontaktes.
Wiederholen Sie diese Übung so lange, bis Ihr Hund auf seiner Decke bleibt, ganz egal, ob Sie das Zimmer verlassen. Nur wenn Sie Ihren Hund rufen, sollte sich das Tier zu Ihnen bewegen. Erweitern Sie die Übung und verhalten Sie sich vollkommen still im Nebenzimmer.
Anfänglich kann Ihr Hund anfangen zu winseln, weil er Sie nicht mehr hört, nicht sieht und sich alleine fühlt. Beginnt Ihr Hund zu piepsen, beginnen Sie, etwas verzögert, mit leisen Geräuschen, so dass Ihr Hund die Geräusche nicht als Konsequenz seines Piepsens versteht.
Dehnen Sie die Zeit im Nebenzimmer immer länger aus. Auf diese Weise lernt Ihr Hund auf seiner Decke zu bleiben, nicht unentwegt bei Ihnen sein zu müssen und sich in der Wohnung trotzdem ausreichend sicher zu fühlen.
Viele Hunde lieben Geräusche und Bewegung. Legen Sie eine CD ein oder schalten Sie eine DVD an und gehen Sie für eine halbe Stunde nach draußen, um zum Beispiel einzukaufen. Ihr Hund wird vermutlich in den ersten zehn Minuten fiepen und bellen. Er wird sich aber dann auf die Geräuschkulisse einlassen und sich nicht so allein fühlen, als wenn es in der Wohnung mucksmäuschenstill wäre und nur die Geräusche außerhalb der Wohnung zu hören wären.
Versuchen Sie Ihren Hund mit diesen Übungen auf das Alleinsein von ein bis zwei Stunden zu sensibilisieren. Sie werden erfahren, dass Ihr Hund mit jedem Mal kürzer piepst und bellt und ab einem bestimmten Tag akzeptiert, dass Sie ihn für allein zu Hause lassen.
Für einen Hund ist es wichtig, sich nicht verlassen und allein zu fühlen. Hunde sind Rudeltiere und folgen dem Alphatier mitunter auf Schritt und Tritt. Durch die Übungen bekommt Ihr Hund beigebracht, dass er sich nicht fürchten muss und nicht schutzlos ist, wenn Sie nicht in Sichtnähe sind oder sich außerhalb der Wohnung befinden.
Gehen Sie mit Geduld und Nachsicht vor, wenn Sie die Übungen mit Ihrem Hund durchführen. Loben Sie Ihren Hund nicht zu sehr und im besten Fall gar nicht, wenn Sie nach Hause kommen. Ihr Hund soll von Anfang an nicht das Gefühl bekommen, dass er durch das Alleinsein etwas Besonderes getan hat.
Kommen Sie ganz normal in die Wohnung, begrüßen Sie Ihren Hund nicht besonders und versuchen Sie Ihren Hund zu beruhigen, wenn er voller Vorfreude mit dem Schwanz wedelnd auf Sie zukommt und Sie anspringt.
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