22. April 2009
Wenn der Hundenarr mit einer Katzenliebhaberin zusammenzieht oder ein Dackel den Katzenhaushalt bereichern soll, sollte man einige Punkte beachten.
Hunde und Katzen sprechen verschiedene Sprachen. Ein Schwanzwedeln oder ein brummendes Geräusch haben vollkommen verschiedene Bedeutungen. Dazu kommt, dass einige Hunderassen auf die Jagd nach Kleintieren getrimmt sind, zum Beispiel verschiedene Terrier. Keine einfachen Bedingungen also - dennoch ist wechselseitige Akzeptanz meist möglich. In glücklichen Fällen entwickelt sich sogar eine tierische Freundschaft.
Wie gut das Zusammenleben funktioniert, hängt vor allem vom Alter der Tiere und von deren Erfahrungen ab. Wenn eine Katze aus einer früheren Pflegestelle das Zusammenleben mit den manchmal etwas übereifrigen Hunden kennt oder ein Hund bereits gelernt hat, dass Katzen weder Bedrohung noch Beute sind, sind die Voraussetzungen gut. Dennoch müssen auch zwischen Tieren, die bereits positive Erfahrung mit einem artsfremden Vierbeiner haben, die ersten Begegnungen unter genauer Aufsicht geschehen. Die Situation sollte nicht erzwungen werden. Das eine oder andere Leckerchen und fröhliche, entspannte Worte wecken bei beiden Tieren eine sehr viel positivere Einstellung.
Auch wenn es Anfangs noch zu Krach und Missverständnissen kommt, so ist das ganz normal. Die beiden müssen sich erstmal aneinander gewöhnen und die Körpersprache des jeweils anderen deuten lernen. Es kann sein, dass die Samtpfote die erste Woche bevorzugt in "Sicherheit" auf diversen Schränken verbringt. Jetzt ist es am Besitzer, ihr Zeit zu geben und nichts zu erzwingen.
Sowohl Hundewelpen als auch Kitten haben ideale Voraussetzungen, sich an ein artfremdes Miteinander zu gewöhnen und womöglich eine tiefe Freundschaft zu knüpfen. Ein katzenerfahrener Hund und eine junge Katze harmonieren meistens gut - umgekehrt ebenso. Wenn ein Katzen- und ein Hundewelpe zusammen groß werden, stehen die Chancen gut, dass sie als "Erwachsene" ein Körbchen teilen oder heimlich in der Nacht gemeinsam auf Frauchens Couch springen. Doch gerade in den ersten Tagen im neuen Heim sind Jungtiere meist etwas schüchtern. Auch sie brauchen Zeit.
Es gibt jedoch immer Ausnahmen. Einige Hunde sind unverbesserliche Jäger und können niemals gefahrlos langfristig mit einer Katze Haus und Hof teilen. Und es gibt auch sehr aggressive und kratzwütige Katzen - oder solche, die so ängstlich sind, dass ein Hund in der Wohnung für sie Dauerstress bedeutet. In dem Fall ist man der größere Tierfreund, wenn man auf ein weiteres Haustier verzichtet.
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