Haustiere und Urlaub - Tipps für Katzen- und Hundebesitzer in Sachen Betreuung, Transport, Ausweis

Liegender Hund neben sitzender Katze, schauen sich an, weißer Hintergrund

Viele Menschen möchten auch in der Urlaubszeit nicht auf ihr Haustier verzichten - Wir geben Tipps, was man bei der Mitnahme beachten muss und welche Alternativen es gibt

Die richtige Ferienplanung für eine ganze Familie ist schwierig genug - doch was sollte man beachten, wenn auch der Vierbeiner mit in den Urlaub soll? Und wo kann man ihn unterbringen, wenn er nicht mitgenommen werden kann?

Tierbesitzer kennen das Dilemma, das sich jedes Mal vor dem Urlaub auftut: das Hotel ist gebucht, die Koffer werden zum Packen hervorgeholt und alle freuen sich auf die freie Zeit. Doch dann fällt der Blick auf das Haustier und das Grübeln beginnt. Was mache ich nur mit ihm?

Die meisten Tierbesitzer stellen sich diese Frage natürlich lange bevor der Urlaub gebucht wird. Und es ist auch gar nicht so kompliziert, sein Haustier im Urlaub gut betreuen zu lassen.

Sollten die Vierbeiner mit in den Urlaub?

Braune Katze und kleiner schwarz, brauner Hund liegen aneinandergelehnt
The puppy and kitten © Ulf - www.fotolia.de

Wer gerne verreist, sollte sich lieber einen Hund statt einer Katze anschaffen. Denn Katzen mögen einen Ortswechsel weniger als Hunde. Katzen fühlen sich nur in ihrem eigenen Revier wirklich wohl und brauchen bis zu Wochen um sich an einem neuen Platz zurecht zu finden. Bei einer Reise von ein oder zwei Wochen sollte die Katze dann lieber von Freunden oder Verwandten versorgt werden.

Hunde dagegen tun sich mit einem Aufenthalt in fremder Umgebung weniger schwer. Sie hängen vor allem an ihren Besitzern und verreisen in der Regel gerne. Allerdings gibt es hier von Hund zu Hund große Unterschiede und die Eigentümer müssen selbst einmal testen, wie sich ein Ortswechsel auf ihren Vierbeiner auswirkt.

Allerdings sollte man auf stundenlange Transporte und Flugreisen mit Tier verzichten. Denn solche Unternehmungen bedeuten extremen Stress fürs Haustier und sollten nur, wenn wirklich nötig, durchgeführt werden.

Viele Haustierbesitzer würde dem geliebten Tier zuliebe auf Reisen oder Restaurantbesuche verzichten

Junge Frau mit Hundewelpen, weißer Hintergrund
Cute puppies and young woman © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Urlaub ohne das geliebte Tier? Viele Haustierbesitzer können sich das unter keinen Umständen vorstellen. Bei einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg im Auftrag des Apothekenmagazins Senioren Ratgeber gab knapp ein Viertel der deutschen Haustierbesitzer (23,5 Prozent) an, sie würden auf bestimmte Reiseziele oder Restaurantbesuche verzichten, wenn sie ihr Haustier nicht mitnehmen könnten.

Opfer bringen in diesem Punkt vor allem die älteren Tierliebhaber. Vier von zehn der Ab-70-Jährigen (40,1 Prozent) betonten, lieber Zuhause zu bleiben, als ohne ihr geliebtes Tier ausgehen zu müssen. Nicht annähernd so aufopferungsvoll zeigten sich dagegen die jüngeren Tierhalter. Ein Großteil der 14- bis 29-Jährigen (87,8 Prozent) sagte, sie würden wegen Hund und Katz keineswegs auf Reisen oder Restaurantbesuche verzichten wollen.

Betreuungsmöglichkeiten

Jedoch kann es unter Umständen relativ teuer werden. Die klassische Lösung des "Problems" Haustier ist die Tierpension. Hier sollte man sich rechtzeitig informieren, welche Tierarten die Pension aufnimmt, sollte sich die Räumlichkeiten anschauen und die Modalitäten erfragen. Gerade bei Exoten wie Spinnen oder Echsen ist es nämlich nicht selbstverständlich, dass jede Pension sie auch nimmt.

Eine weitere Möglichkeit der Betreuung außer Haus sind so genannte Pfötchenhotels. Sie gibt es in vielen deutschen Städten. Doch auch hier ist eine rechtzeitige Buchung angebracht, da sie besonders in der Ferienzeit schnell ausgebucht sind.

Auch nimmt nicht jedes Pfötchenhotel jedes Tier; hauptsächlich werden hier Hunde und Katzen betreut, das aber rund um die Uhr. Jedes Tier hat seinen eigenen Bereich, wenn es nicht mit Artgenossen kann, auch allein. Hunde werden ausgeführt und beschäftigt, viele Pfötchenhotels haben einen Pool, in dem auch geschwommen und getobt werden kann.

Der Deutsche Tierschutzbund bietet schon seit Jahren die Aktion "Nimmst du mein Tier, nehm ich dein Tier" an. Das kann besonders für Exotenbesitzer eine interessante Alternative sein, aber auch viele Hunde- und Katzenbesitzer legen Wert auf die persönliche Betreuung.

Tierpension - Tipps zur Suche nach der geeigneten Unterkunft

Das englische "grooming" heißt zu Deutsch "Pflege, Fellpflege". Der Bundesverband der Groomer, kurz BVdG mit Verbandssitz in der thüringischen Kurstadt Bad Salzungen, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Betreiber von Hunde- und Katzenpensionen professionell für ein tierschutzgerechtes Pflegen der Haustiere aus- und fortzubilden. Dabei geht es in erster Linie, aber nicht nur um die Fellpflege selbst.

Hunde- und Katzentagesstätten

Für die Groomer steht sie an oberster Stelle, während die Betreiber von Hunde- und Katzenpensionen die ganzheitliche Betreuung im Auge haben. Eine besondere Form ist die Hunde- oder Katzentagesstätte, vergleichbar mit einer KITA. In Rahmen einer Tagesbetreuung bringen zum Beispiel Berufstätige frühmorgens ihren Vierbeiner zur Tagesstätte und holen ihn abends wieder ab.

Dabei handelt es sich vorwiegend um Hundetagesstätten. Sie werden nach unterschiedlichen Gesichtspunkten geführt. Die Gasthunde werden wahlweise einzeln in Zimmern beziehungsweise geräumigen Zwingern gehalten, oder aber in einer Rudelhaltung zusammen mit anderen Hunden. Hundetagesstätten bieten je nach örtlichen Gegebenheiten sowie personellen Ressourcen auch einen Urlaubs- oder einen Wochenendservice für die häuslichen Vierbeiner an.

Tipps zur Wahl der richtigen Pension

Unter den Tierpensionen sind die für Hunde und Katzen am weitesten verbreitet. Bei einer Auswahl der geeigneten Unterkunft sollte sich der Tierhalter die Frage stellen, was er sich für sein Haustier wünscht und vorstellt, damit es ihm in der Tierpension an buchstäblich Nichts fehlt.

Hund oder Katze sollen es in der Pension vergleichbar gut wie zuhause haben. Von dieser Idealvorstellung sollte nicht abgewichen werden. Zu den Aufgabenbereichen einer Hunde- und Katzenpension gehören

  • die Unterkunft selbst
  • die Tierpflege, also das grooming
  • medizinische Versorgung
  • Verpflegung sowie
  • eine ausreichend große Auslauffläche im Freien.

Schön ist es, wenn der Hundepension eine Hundeschule angeschlossen ist. Der vorhandene Agility-Parcour sorgt dann für Unterhaltung und Bewegung des vierbeinigen Pensionsgastes.

Der Betreuungsablauf in einer Tierpension

Die ideale Unterkunft bietet eine 24h-Rundumbetreuung durch fachlich ausgebildetes und geschultes Personal. Vergleichbar mit einer Vollpension steht der Verpflegungsplan für die Gasttiere im Vorhinein fest.

Die Fütterung erfolgt individuell zu festen Tageszeiten - besondere Wünsche wie Diäten oder Gewichtsreduktionen werden berücksichtigt. Der direkte Kontakt zu einer ortsansässigen Tierarztpraxis ist garantiert; der Service zum Abholen und Zurückbringen der Pensionsgäste gehört zum Standard.

Der Tierhalter sollte darauf achten, dass die Zahl der angebotenen Pensionsplätze und die damit verbundenen personellen Ressourcen des Betreibers gut zueinander passen.

Wie es der Hunde- oder Katzenhalter von seinem eigenen Friseurbesuch kennt, ist der Besuch für den Vierbeiner beim Groomer mit Waschen, Schneiden, Scheren und Föhnen komplett. Wenn die ausgesuchte Pension Mitglied im BVdG ist, dann sollte ein solches Wellness-Programm geradezu ein Muss sein. Es tut dem Tier gut, das dann die gewohnte heimische Pflege zunehmend weniger vermissen wird.

Wie findet man eine Tierpension?

Die geeignete Unterkunft lässt sich auf unterschiedliche Weise finden. Zunächst sollte eine Bedarfsliste erstellt werden. Anschließend geht es auf die Suche im Internet nach einer räumlich nahe gelegenen Hunde- und Katzenpension. Dabei ist auch der BVdG behilflich.

Der Tierhalter hat bei einer Vermittlung durch den BVdG die Gewähr, dass die Tierpension vorgegebene Qualitätskriterien erfüllt. Hilfreich sind Referenzen sowie die Erfahrungen, die andere Tierhalter mit der ausgewählten Pension gemacht haben. Auf Qualifikationsnachweise, Zertifikate und aktuelle Sachkundenachweise sollte Wert gelegt werden.

Im Grunde genommen ist es so wie in der Welt der Zweibeiner. Bevor sich jemand in die Obhut eines Dritten begibt oder begeben muss, wird der auf Herz und Nieren geprüft. Nur so lässt sich eine kurze oder auch längere Trennung von Herr und Hund oder Katze für beide Seiten verträglich gestalten.

Dass die anschließende Wiedersehensfreude umso größer ist, ändert nichts daran, dass sich der Hund oder die Katze unterdessen in der Tierpension im wahrsten Sinne des Wortes pudelwohl gefühlt hat.

Private Betreuung

Vielerorts bieten auch private Tiersitter ihre Dienste an. Sie kommen zum Tier nach Hause und füttern und beschäftigen es. Gerade Katzen, für die jeder Orts- und Menschenwechsel großen Stress bedeutet, wissen das zu schätzen.

Zudem gibt es noch eine letzte Option: Den lieben Nachbarn, Bekannte oder Familienmitglieder fragen, ob sie sich um den kleinen Liebling kümmern, denn hier wäre der Vorteil, dass sich Tier und Mensch zumeist schon kennen und oft genug auch sympathisch sind.

Klinikaufenthalt – rechtzeitig die Betreuung der Haustiere regeln

Wie man seinem Haustier die Zeit der Trennung erleichtert

Grau-weiße Katze sitzt vor großer Glasschüssel, in der ein Goldfisch schwimmt
yummy © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Wenn Frauchen oder Herrchen unerwartet ins Krankenhaus müssen, ist das auch für ihre Haustiere ein Notfall. Um die Tiere in eine Tierpension zu bringen, reicht die Zeit meist nicht aus. Tierhalter sollten deshalb vorsorglich ein Netzwerk aus Helfern organisieren.

Umfeld informieren

Eine Schlange kann mehrere Tage ohne Futter überleben. Um fast alle anderen Tiere muss man sich jedoch täglich kümmern. Neben Familie und Freunden sollten deshalb auch Nachbarn über den tierischen Mitbewohner informiert sein. Bei Fischen oder Mäusen reicht es, wenn sie die wichtigsten Alltagsaufgaben kennen, vom Füttern bis zum Käfigputz.

Tipp: Einen Ordner mit den nötigen Dokumenten anlegen.

Tier und Pfleger aneinander gewöhnen

Je empfindsamer ein Tier auf seine Umgebung reagiert, desto wichtiger ist es aber, wenn Tier und Pfleger bereits aneinander gewöhnt sind. Wer bereits öfter mit dem Hund spazieren gegangen ist, hat es später etwa leichter. Auch eine Katze akzeptiert andere Personen eher, wenn sie ihr bereits vertraut sind.

Tierpension oder professionelle Pflege

Wer gar keine Möglichkeit hat, seinen Liebling von Nachbarn oder Familie betreuen zu lassen, sollte sich rechtzeitig um eine Tierpension oder professionelle Pflege kümmern.

Denn nur wenn geklärt ist, dass das Tier gut betreut wird, kann sich auch der Mensch im Krankenhaus erholen. Ein Schnuppertermin zeigt, bei wem das Tier sich am wohlsten fühlt.

Hundesitter gesucht: Wenn Bello betreut werden muss

So gerne man seinen Vierbeiner überall hin mitnehmen möchte, so gibt es leider Grenzen. Ob ein unvorhergesehener Krankenhausaufenthalt, eine kurzfristige Geschäftsreise oder eine Reise, deren Reisestrapazen man seinem Vierbeiner nicht aussetzen möchte, steht kurz bevor.

Nun ist guter Rat teuer. Man weiß von sich, dass man nur dann in Ruhe wegfahren kann und nicht unentwegt an seinen Vierbeiner denkt, wenn sich dieser in einer guten Unterkunft befindet und wissendlich gut versorgt wird.

Am besten ist ein Hundesitter den das Tier bereits vorher kennt
Am besten ist ein Hundesitter den das Tier bereits vorher kennt
Einführung des Hundesitters

Schon weit vor einer Reise bietet es sich als Hundebesitzer an, sich mit diesem Thema gewissenhaft auseinanderzusetzen. Etablieren Sie in Ihrem Alltag einen weiteren Menschen in Ihrem Leben, der Ihren Vierbeiner liebt und zu dem Ihr Vierbeiner Vertrauen aufbauen kann.

Wenn Sie sich regelmäßig treffen und zusammen spazieren gehen, wird sich Ihr Hund mit dem anderen Menschen vertraut machen können und sich wohl fühlen. Der andere Mensch kann ein guter Freund sein oder zum Beispiel ein Nachbar.

Stellen Sie sich immer wieder die Frage, ob Sie sich vorstellen können, Ihren Hund für ein paar Tage oder maximal zwei Wochen in die Verantwortung des entsprechenden Menschen zu geben. Reden Sie auch mit dem in Frage kommenden Menschen und fragen Sie nach, ob er oder sie sich das vorstellen könnte.

Es ist schwer, Verantwortung abzugeben und sich auf andere Menschen zu verlassen, vor allem, wenn es um den eigenen Hund geht. Üben Sie es, indem Sie sich ab und an selbst konfrontieren und sich sicher werden, dass die Variante für Ihren Hund und Sie die beste ist.

Organisation und Vorbereitungen

Klären Sie für sich, was Ihnen lieber ist: ob in der Zeit Ihrer Abwesenheit der Hund zu dem betreuenden Menschen ziehen soll oder ob Sie den betreuenden Menschen darum bitten, für die Zeit Ihrer Abwesenheit in Ihre Wohnung zu ziehen. Auf diese Weise hat Ihr Hund seine gewohnte Umgebung um sich und Sie können sicher sein, dass er sich nicht erst an eine neue Wohnung gewöhnen muss.

Kaufen Sie ausreichend Futter für die Zeit Ihrer Abwesenheit und geben Sie klare Informationen wann Ihr Hund zu füttern ist. Erklären Sie Verhaltensweisen des Hundes, wenn dieser zum Beispiel hungrig ist, spielen will oder nach draußen muss.

Geben Sie die Zeiten an, in denen der Hund spazieren gehen muss. Heften Sie die Kontaktdaten Ihres Tierarztes an den Kühlschrank und geben Sie der betreuenden Person Bescheid, wie sie sich im Fall eines Notfalls zu verhalten hat. Notieren Sie auch Ihre Telefonnummer neben der des Tierarztes und bitten Sie um einen Anruf, falls etwas passiert sein sollte.

Die Hausregeln erklären

Geben Sie der Bertreuungsperson Empfehlungen, was der Hund in Ihrer Abwesenheit in der Wohnung nicht darf und auch sonst nicht. Bringen Sie wertvolle Gegenstände vor Ihrer Reise an einen sicheren Ort, weil schneller etwas kaputt gehen kann, wenn man nicht selbst zu Hause ist.

Bedenken Sie Ihren Hund vor Ihrer Abreise noch einmal mit einem Anti-Zecken- und Flohmittel zu versorgen; falls das Haar lang ist und der Fellwechsel gerade ansteht, dann kämmen Sie den Hund noch und sorgen Sie dafür, dass die Aufenthaltsorte des Hundes in der Wohnung sauber sind und das Spielzeug sichtbar ist.

Lassen Sie Ihren Hundebetreuer wissen, ob der Hund grundsätzlich im Bett schlafen kann und was getan werden kann, um den Hund abzulenken, sollte er Sie vermissen und sich in den ersten Tagen traurig verhalten. Schlagen Sie der betreuenden Person lange Spaziergänge vor und das Arbeiten an dem Wachsen der Vertrauensbeziehung zum Hund.

Worauf zu achten ist, wenn man die Katze während des Urlaubs zu Hause lässt

Da für Katzen jeder Ortswechsel Stress bedeutet, hat es sich bewährt, sie nicht mit in den Urlaub zu nehmen und auch nicht während dieser Zeit in eine Tierpension zu geben, sondern statt dessen eine Vertrauensperson zu bitten, während der Urlaubszeit regelmäßig nach der Katze zu sehen.

Dies hat in erster Linie den Vorteil, dass die Katze in ihrer gewohnten Umgebung bleiben kann. Schließlich ist es für Katzen recht schwierig, sich in einem neuen Umfeld zurechtzufinden.

Wer gegenüber der Katze ein schlechtes Gewissen hat, sollte wissen, dass die Katze am Urlaubsort ohnehin mindestens zwei oder drei Wochen nicht nach draußen gelassen werden dürfte (oder nur mit Geschirr und Leine) – genau so, wie wenn die Katze neu in einen Haushalt kommt. Der Aufwand lohnt sich nicht, und es urlaubt sich für Mensch und Katze entspannter, wenn die Katze zu Hause bleibt. Die Vertrauensperson, die sich um die Katze kümmert, kann ein Familienmitglied sein, ein Freund oder auch ein Nachbar, denn der Pflegeaufwand ist nicht allzu groß.

Die Betreuungsperson sollte während der Urlaubszeit regelmässig nach der Katze sehen
Die Betreuungsperson sollte während der Urlaubszeit regelmässig nach der Katze sehen
Katzen urlauben entspannter zu Hause

Die Urlaubsbetreuung hat die Aufgabe, der Katze zweimal am Tag frisches Wasser und Futter bereitzustellen, das Katzenklo zu reinigen (Streu wechseln) und etwas Zeit mit der Katze zu verbringen. Es gibt allerdings auch Katzen, die sich dem Betreuer nicht zeigen, nicht spielen oder schmusen wollen.

Nur der leere Futternapf und das benutzte Katzenklo zeigen ihm, dass die Katze da ist. Die meisten Katzen aber freuen sich über den Besuch und lassen sich gern zum Spiel animieren.

Wer keine geeigneten oder gewillten Bekannten hat, kann sich auch an einen örtlichen Tiersitterdienst wenden. Ideal ist es, wenn man bereits einige Zeit vor dem Urlaub Mitglied in einem Katzensitterverein geworden ist, der unentgeltlich, dafür aber auf gegenseitiger Basis für die Urlaubsbetreuung sorgt, nach dem Motto "Betreust du mein Tier, betreu' ich deins". Als Alternative bieten sich kommerzielle Tiersitter an, die in Branchenbüchern, im Internet oder auch am Schwarzen Brett des örtlichen Supermarktes ihre Dienste offerieren.

Im günstigsten Falle hat man die Nummer des Katzensitters von einem befreundeten Katzenhalter bekommen, der schon gute Erfahrungen mit dem Sitter gemacht hat. Wer auch immer die Katze während des Urlaubs betreut – es versteht sich, dass für einen ausreichenden Vorrat an Futter und Katzenstreu gesorgt werden sollte. Auch eine eventuelle Medikation der Katze sollte vorher besprochen und bereitgelegt werden, ebenso die Telefonnummer des Haustierarztes sowie die eigene Nummer, unter der man im Urlaub für Notfälle erreichbar ist.

Ab in den Urlaub - das Haustier bleibt zu Hause

Hund: Schwarzer Labrador liegt auf Gras mit Herbstblättern
truffe d'automne © cynoclub - www.fotolia.de

Jahr für Jahr steht der Urlaub für viele Menschen im Programm, oftmals wird auch mehrmals jährlich verreist. Wer Haustiere hat, muss sich dann entscheiden, ob er diese mitnehmen kann oder besser zu Hause lässt. In vielen Fällen empfiehlt sich die zweite Lösung, da eine Reise eine Menge Stress für ein Tier bedeutet.

Den meisten Tieren fällt dabei die Gewöhnung an ein neues Zuhause auf Zeit gar nicht so schwer wie anzunehmen ist. Für Katzen ist es jedoch am besten, man lässt sie in ihrer gewohnten Umgebung und lässt sie von einem Nachbarn oder Freund betreuen. Hilfreich ist es immer, wenn das Tier den Betreuer schon kennt.

Hunde allerdings sollten nicht allein zu Hause bleiben, man kann sie bei einem Nachbarn unterbringen oder sich auch für eine spezielle Pflegestation entscheiden.

Viele Tierliebhaber haben Angst, dass sich ihr Liebling in der Trennungszeit entfremden könnte, doch auch nach einigen Wochen erkennen Hunde und Katzen ihre Besitzer und beim Wiedersehen ist die Freude groß.

Tierheime in den Sommerferien überfüllt

Während hierzulande die Sommerferien in den meisten Bundesländern Einzug erhalten, sind die meisten der bundesweiten Tierheime überfüllt.

"Die Lage in den Heimen ist angespannt und geht teilweise über die Kapazität", so der Deutsche Tierschutzbund. Bei kleineren Tieren wie zum Beispiel Meerschweinchen und Hasen sei die Lage am schlimmsten.

Beim Tierschutzbund geht man davon aus, dass insgesamt 70.000 Tiere in den Sommerferien ausgesetzt werden. Dies entspricht 25 Prozent der derzeit in den Heimen befindlichen Tiere. Ohne ehrenamtliche Unterstützung wären die Tierheime hoffnungslos überfordert.

Tiere werden in der Ferienzeit einfach "entsorgt"

Wenn in Deutschland die Ferienzeit beginnt, spielt sich jedes Jahr das gleiche Szenario ab. Haustiere werden einfach alleine gelassen oder "entsorgt".

So waren die Tierheime in Nordrhein-Westfalen bereits eine Woche nach Ferienbeginn völlig ausgelastet. So registrierte das Tierheim in Münster etwa 100 Tiere, die wegen Unbequemlichkeit und Geiz vor dem Urlaub einfach dort abgelegt wurden.

In ganz Deutschland werden in der Ferienzeit rund 700.000 Tiere betroffen sein. Das plötzliche Wegfallen der "Tierliebe" ist in der Sommerzeit immer am schlimmsten.

Ferienzeit bedeutet Leidenszeit für Haustiere

Jedes Jahr aufs Neue werden Zehntausende Haustiere vor der Urlaubszeit ausgesetzt. Um dies zu verhindern, bietet der Deutsche Tierschutzbund e.V. seit nunmehr 14 Jahren die Aktion "Nimmst du mein Tier, nehm’ ich dein Tier" an, bei der sich Haustierbesitzer mit Gleichgesinnten mit dem Aufpassen abwechseln können.

Dies soll denjenigen eine Hilfe sein, die ihr Tier nicht mit in den Urlaub nehmen wollen. Dennoch werden jedes Jahr immer noch rund 70.000 Tiere ausgesetzt. Vor allem die Zahl der abgegebenen Kleintiere steigt an. Daher ist der Aufklärungsbedarf zum Thema "Tier und Urlaub" nach wie vor hoch.

Das Haustier mitnehmen

Letztlich gibt es natürlich besonders für Hundebesitzer die Möglichkeit, ihr Tier mit in den Urlaub zu nehmen. Das sollte jedoch im Vorfeld gut geplant und auch im Hotel gebucht werden.

Vor der Abfahrt

Wenn von Anfang an klar ist, dass ein Urlaub ohne Wuschel nicht denkbar ist, ist es gut, das bereits bei der Wahl des Ferienziels zu bedenken. Hier unterscheiden sich bereits die Bedürfnisse von Hund und Katze: Während die Miez einem mediterranen Urlaub mit frischem Fisch und viel Siesta sicher nicht abgeneigt ist, hängt hier so manchem Husky-Mischling eher die Zunge auf dem Boden. Generell gilt jedoch, dass Katzen in der Regel nicht gerne verreisen und am besten damit klarkommen, wenn sie zuhause bleiben, wo sie von jemandem betreut werden.

Für die meisten Hunde ist ein aktiver Urlaub in den Bergen perfekt. Auch ein Badeurlaub kann natürlich toll sein - solang es sich um einen Ort mit einem Hundestrand handelt.

Wichtig sind natürlich die Einreisebestimmungen des ausgewählten Reiselands. Es ist dafür zu sorgen, dass alle nötigen Impfungen rechtzeitig aufgefrischt werden.

Katzen gelten als ortsgebundener als Hunde, was grundsätzlich auch richtig ist. Dennoch kann eine menschenbezogene Katze sich in einem entspannten Urlaub durchaus wohl fühlen.

Im Idealfall lernt das Tier bereits zu Hause seine Transportbox oder den Korb als sicheren Rückzugsort kennen, der es mit in die Urlaubsunterkunft begleitet. Ferienwohnungen sind da deutlich geeigneter als beengte Hotelzimmer. Wer in einem Wohnwagen verreist, kann die Katze bereits zu Hause damit vertraut machen.

Der Reiseweg

Für die meisten Tiere sind lange Autofahrten Stress. Das gilt erst recht für Reisen mit dem Zug oder dem Flugzeug.

Daher ist es wichtig, Hund und Katze schon frühzeitig daran zu gewöhnen. Wer bereits mit dem Welpen immer wieder an schöne Gassi-Orte fährt oder ihn auf den einen oder anderen Kurztrip am Wochenende mitnimmt, hat später einen "reisefesten" Hund, der sich schon freut, wenn er ins Auto springen darf.

Ebenso sollte der Hund an Fahrräder, Züge, fremde Menschen, Autos und Tiere weitgehend gewöhnt sein. Flugreisen dagegen sollten die Ausnahme bleiben, denn sie bedeuten in jedem Fall einen enorm hohen Stress für das Tier.

Denken Sie daran, dass auch Hund und Katze Reisegepäck brauchen:

  • Futter der gewohnten Marke und sowie eine Flasche Wasser für unterwegs
  • die Näpfe (es gibt auch faltbare Reisenäpfe)
  • ein Handtuch
  • Verbandszeug
  • Spielzeug und
  • eventuell nötige Medikamente.

Am Morgen der An- und Abreise sollte das Tier nach Möglichkeit nichts fressen, da es leicht zu Reiseübelkeit kommen kann. Oft sind die Tiere so aufgeregt, dass sie ohnehin verzichten. Sehr aufgekratzten Tieren kann auch ein Beruhigungsmittel vom Tierarzt helfen.

Hunde und Katzen im Auto sicher transportieren

Sei es die Fahrt zur Hundewiese, zum Tierarzt oder in den Urlaub - manchmal ist es unumgänglich, Hund oder Katze im Auto mitzunehmen. Alle Tierhalter sollten sich dabei der besonderen Vorsorgepflicht bewusst sein und die Tiere sicher im Fahrzeug unterbringen. Da auch Tieren im Autofahren übel werden kann, sollten sie während der Fahrt auf Futtergaben bzw. Leckerli verzichten.

Reisen mit der Katze

Katzen reisen oft nur sehr ungern im Auto mit. Die Tiere sind in fremder Umgebung meist scheu und die ungewohnten Geräusche und Gerüche im Fahrzeug verunsichern sie zusätzlich.

Deshalb ist es wichtig, Katzen in vertrauter Umgebung zu transportieren. Dazu sind spezielle Katzenkörbe und Transportboxen für Katzen gut geeignet. Diese Behältnisse bieten der Katze ein sicheres Umfeld und schirmen fremde Geräusche ab.

Die Boxen oder Körbe sollten sicher im Kofferraum befestigt werden, damit sie in Kurven oder bei Bremsbewegungen nicht verrutschen. Es ist nicht notwendig, das Tier zusätzlich in der Box zu sichern.

Wenn die Katze die Transportbox bereits kennt, wird sie sich schnell entspannen und während der Fahrt ruhen. Ist die Box ausreichend groß, können auch mehrere Katzenjungen oder zwei erwachsene Katzen zusammen reisen.

Reisen mit dem Hund

Viele Hunde fahren mit Begeisterung Auto. Weil sie dann meist aktiv am Geschehen teilnehmen, ist es besonders wichtig, sie vernünftig zu sichern.

Reisen Hunde auf der hinteren Sitzbank im Pkw, dann müssen sie mit einem speziellen Geschirr am Sicherheitsgurt befestigt werden. Das Geschirr reicht um den Oberkörper des Hundes und fixiert ihn auf der Rückbank, sodass er bei einem Unfall nicht durch den Wagen geschleudert wird.

Das Geschirr sollte ihm nur wenig Bewegungsfreiheit lassen. Wichtig sind ausreichend Pausen, um den Hund zu bewegen.

Eine sehr sichere Alternative zum Hundegeschirr ist die Transportbox für Hunde. Diese Boxen werden in unterschiedlichen Größen und Ausführungen angeboten und können unproblematisch im Kofferraum des Fahrzeugs befestigt werden.

Die Unterbringung im hinteren Teil des Wagens wirkt häufig beruhigend auf die Hunde, da Umweltreize vermindert werden. Der Hund sollte ausreichend Platz in seiner Box haben. Ängstlichen Tieren hilft oft die vertraute Decke oder ein Lieblingsspielzeug, das in der Box mitreist.

Was bei Flugreisen mit Hund und Katze beachtet werden sollte

Zusammen mit der eigenen Flugbuchung sollte zunächst geklärt werden, ob die betreffende Fluglinie Tiere wie beispielsweise Hunde transportiert. Die Handhabung ist recht unterschiedlich - sie reicht von einem zustimmenden Ja bis hin zum kompromisslosen Nein. Ob der Hund in der Passagierkabine oder im Frachtraum mitfliegt, richtet sich nach seiner Körpergröße sowie nach seinem Gewicht.

Stress für das Tier

Dem Halter ist bewusst, dass für seinen Hund der Flug eine außergewöhnliche und vielfach auch belastende Situation darstellt. Im Gegensatz zu einem sporadischen Aufenthalt in der belebten Innenstadt mit Passanten und Fahrzeugen kann der Aufenthalt im Flugzeug nicht geübt oder trainiert werden.

Das Tier wird vor vollendete Tatsachen gestellt - es wird praktisch ohne jede Vorbereitung dazu gezwungen, entweder zusammen mit seinem Halter, oder getrennt von ihm in derselben Maschine mitzufliegen. Dafür hat jede einzelne Fluggesellschaft ihre eigenen Transportbestimmungen.

Die können sowohl gleichlautend als auch voneinander abweichend sein. Der Hundehalter muss sich also auf jeden Fall für den infrage kommenden Flug nach den aktuellen Bestimmungen erkundigen.

Reisen in der Transportbox

Wenn Hunde mitfliegen können, dann entweder in der Passagierkabine oder im Frachtraum. In beiden Fällen ist der Aufenthalt des Hundes in einer für den Flugtransport geeigneten Transportbox vorgeschrieben. Bei einem Gewicht von bis zu sechs oder acht Kilogramm inklusive Transportbox kann das Tier zusammen mit dem Halter in der Passagierkabine fliegen.

Die Deutsche Lufthansa AG gibt die genauen Maße für die Box mit 55x40x23 Zentimetern vor. Diese für die Passagierkabine zugelassene Transportbox muss sowohl bissfest als auch wasserundurchlässig sein.

Während des Aufenthaltes in der Kabine darf der Hund die Box nicht verlassen, und auch sein Kopf darf nicht herausschauen. Diese Gewichte und Maße gelten für kleine Hunde, ebenso wie für Katzen. Servicehunde, beispielsweise zur Blinden- oder Gehörlosebegleitung, werden auf frühzeitige Anmeldung hin kostenlos in der Kabine transportiert.

Reisen im Frachtraum

Alle anderen Hunde finden Platz im Frachtraum. Dort ist in einem klimatisierten Abschnitt ein tiergerechter Container für den gesamten Tiertransport platziert. Der Hundehalter hat keinen Einfluss darauf und auch keine Kenntnis darüber, ob dort sein Hund einer unter vielen ist, oder welche Tiere ansonsten noch mitfliegen.

Der Halter muss dafür Sorge tragen, dass an der für den Frachtraum vorgesehenen Transportbox ein Futter-/Trinkbehälter so angebracht ist, dass er von außen gefüllt werden kann. Während des Fluges muss der Behälter leer bleiben.

Ab in die Box - Tiere sicher und stressfrei transportieren

Passagierflugzeug bei Abflug von unten mit Blick in Himmel
aeroplane © Eray Haciosmanoglu - www.fotolia.de

Wer sein Haustier transportieren muss - beispielsweise um es zum Tierarzt zu bringen - sollte es in eine dafür vorgesehene Box setzen. An diese sollte das Tier frühzeitig gewöhnt und nicht erst kurz vor dem Transport hineingesetzt werden, denn dies löst bei Katze und Co. Stress und Angst aus.

Es ist hilfreich, den Boden der Box mit einem Handtuch oder Ähnlichem auszulegen, am besten eines, dessen Geruch dem Haustier vertraut ist. Auch ein vertrautes Spielzeug kann dabei helfen, dem Tier die Angst zu nehmen.

Wenn es mit dem Auto zum Tierarzt geht, gilt es, die Box gut zu sichern, besonders wenn man alleine fährt. Die Kiste nur auf die Rückbank zu stellen, kann gefährlich werden, eine Befestigung mithilfe des Gurts ist also anzuraten. Am besten ist es, wenn eine zweite Person mitfährt, die die Box festhält.

Kosten

Die Preise für das Mitnehmen eines Hundes auf einem Lufthansaflug sind in innerdeutsche, europaweite sowie in Langstreckenflüge gestaffelt. Sie liegen zwischen fünfunddreißig und hundertfünfzig Euro für den Flug in der Passagierkabine beziehungsweise im Frachtraum.

Rechtzeitig bei der Fluggesellschaft informieren

Um ganz sicher zu sein, dass die Mitnahme des Hundes problemlos möglich ist, muss sich der Halter nicht nur über die jeweilige Fluggesellschaft informieren, sondern auch über den infrage kommenden Flug. Bei Air Berlin ist im Tarif JustFly die Mitnahme von Hunden nicht möglich.

Die irische Fluggesellschaft Ryan Air lehnt auf allen Strecken und Flügen eine Mitnahme von Tieren ab. Und die Billigfluggesellschaft Air Berlin weist darauf hin, dass die Beförderung von Tieren auf Flügen von und nach Großbritannien nicht gestattet ist.

Für den Hundehalter ist es keine leichte Entscheidung, ob er seinen Hund auf die Flugreise mitnimmt, oder ob er ihn zuhause im Familienkreis beziehungsweise professionell in einer Hundepension betreuen lässt. Je nachdem, wohin der Flug führt, findet der Hund dort eine für ihn völlig neue sowie ungewohnte Umgebung vor.

Klima, Sprache, Geräusche oder Gerüche - alles ist ihm neu, unbekannt und fremd, möglicherweise bis hin zur täglichen Hundenahrung. Der Mitflug in der Passagierkabine, gemeinsam mit seinem Halter, macht bei dieser Gesamtbetrachtung dem Hund noch den geringsten Stress.

Optimale Planung

Wenn diese Situation wegen eines Wohnungswechsels unumgänglich ist, dann muss der Aufenthalt in der Passagierkabine beziehungsweise im Frachtraum optimal vorbereitet werden. Der Hundehalter sollte sich von seinem Tierarzt sowie von einem erfahrenen Hundeerzieher oder Hundeschulbetreiber fachlich beraten lassen.

Die mitgeführte Hundeapotheke muss gut und vielseitig bestückt sein. Abhängig von der Aufenthaltsdauer am Zielort sollten einzelne Medikamente mehrfach mitgenommen werden.

Rechtsgrundlage

Die übergeordnete Rechtsgrundlage zum Flugtransport von Tieren sind die LAR, die Live Animals Regulations der International Air Transportation Association, kurz IATA. Sie ist der Dachverband aller Fluggesellschaften mit Hauptsitz in der kanadischen Stadt Montreal. In Deutschland unterhält die IATA ihre Niederlassung in Frankfurt am Main.

Die LAR sind standardisierte Vorgaben, die von den einzelnen Fluggesellschaften als IATA-Mitglied individuell angewandt werden. Deren eigenes Ermessen reicht von einem klaren oder einschränkenden Ja bis hin zum Nein.

Das Onlineportal flugpate.com führt eine Liste über mehr und weniger tierfreundliche Airlines. Ganz unabhängig von seinem weltweiten Flugziel hat der Hundehalter also auf jeden Fall die Chance, eine tierfreundliche Airline für seinen Vierbeiner zu finden.

Wissenswertes rund um den EU-Heimtierausweis

Für das Verreisen mit dem Haustier innerhalb der Europäischen Union ist seit dem 3. Juli 2004 der EU-Heimtierausweis Vorschrift, der das Reisen auch deutlich einfacher macht. Der Ausweis kann von allen ermächtigten Tierärzten ausgestellt werden. Der Ausweis selbst ist blau, zweisprachig und benötigt eine Kennzeichnung des Tieres in Form einer individuellen Nummer (Mikrochip), sowie eine gültige Tollwutimpfung.

Urlaub einfach gemacht

Bis der EU-Heimtierausweis eingeführt wurde, war das Verreisen mit Tieren nicht so einfach. Die einzelnen Bescheinigungen der Mitgliedsstaaten werden nun durch den veterinärmedizinischen Heimtierausweis ersetzt. Auch vereinfacht der Ausweis tierärztliche Untersuchungen im In- und Ausland, da die medizinische Vorgeschichte und der Gesundheitszustand auf einen Blick ersichtlich sind.

Vorgaben

Die Vordrucke für die Ausweise werden von unterschiedlichen Unternehmen hergestellt und vertrieben. Auf jeder datentragenden Seite sowie dem Einband muss die individuelle Kennnummer des Tieres stehen, welche sich aus dem Code des Mitgliedsstaates (zum Beispiel DE für Deutschland), der Unternehmenschiffre (zum Beispiel 02) und einer individuellen fortlaufenden Nummer (Mikrochip) zusammensetzt. Mit Ausnahme des Einbands muss der gesamte Ausweis zweisprachig geführt sein.

Des Weiteren müssen die Adresse des Halters des Tieres sowie alle weiteren Impfungen des Tieres mit Datum und Gültigkeit in dem Ausweis eingetragen werden. Die Tollwutimpfung ist je nach Impfstoff und den Angaben des Händlers bis zu drei Jahren gültig und im Heimtierausweis einzutragen.

Sollte der EU-Heimtierausweis nicht diesen Vorgaben entsprechen oder gar nicht mitgeführt werden, können Tierhalter an den Grenzen ernsthafte Schwierigkeiten bekommen. In Einzelfällen kann es zu Sanktionen des jeweiligen Mitgliedstaates bis hin zur Quarantänisierung des Tieres kommen, welche mit erheblichen Kosten verbunden sind. Da keine Registrierung der Tiere in den Mitgliedsstaaten vorgesehen ist, empfiehlt sich ein zusätzlicher Eintrag in ein Haustierregister.

Ausnahmeregeln

Bis zum 31. Dezember 2011 durften die Mitgliedstaaten Malta, Schweden, Irland und das Vereinigte Königreich ihre besonderen Bestimmungen für eine Behandlung gegen Zeckenbefall und Bandwurmbefall sowie die verschärften Anforderungen an die Tollwutimpfung noch beibehalten. Die Behandlungen und Bestätigungen konnten dann direkt im Heimtierausweis eingetragen werden. Beim gewerblichen Handel/Verbringen sind ebenfalls zusätzliche Anforderungen zu beachten.

Kosten

Die Kosten für den EU-Heimtierausweis werden, wie andere tiermedizinische Maßnahmen, nach der Gebührenordnung für Tierärzte berechnet. Die Identitätsprüfung (Ablesen des Mikrochips) ist immer Bestandteil der Leistung.

Die festgelegten Mindestgebühren für das Ablesen des Mikrochips betragen 2,87 Euro, für die Impfbescheinigung 3,44 Euro, welche auch das Umtragen aus einem alten Impfausweis beinhaltet, zuzüglich MwSt. Zusätzlich werden Kosten für die Beschaffung und die Implantation des Transponderchips (Mikrochip) berechnet, falls dieser noch nicht vorhanden sein sollte.

Bello reist jetzt einfacher - Reisen mit Haustieren in der EU vereinfacht

Hund mit Sportbrille lehnt während der Autofahrt aus dem Seitenfenster
Happy © Natallia Vintsik - www.fotolia.de

Grenzüberschreitende Reisen mit Haustieren werden in der EU einfacher, berichtet die Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau. An die Stelle diverser, unterschiedlicher Bescheinigungen, welche EU-Mitgliedstaaten bisher verlangten, tritt ab dem 1. Oktober 2004 ein einziger veterinäramtlicher Ausweis: der für die Europäische Union gültige EU-Pass für Haustiere.

Dieser vereinfacht die medizinische Betreuung der Vierbeiner. Tierärzte, die den Pass auch ausstellen, erfahren daraus auf einen Blick alles über die „medizinische Vorgeschichte“ fremder Haustiere. Manchen Praxen haben den Pass bereits, da er ursprünglich schon im Juni eingeführt werden sollte.

Was bei Auslandsreisen von Haustieren nötig ist

Mädchen mit Strohhut und Hund sitzen in einem vollgepackten Kofferraum
Travel - family ready for the travel for vacation © Gorilla - www.fotolia.de

Bis Mitte 2011 reicht eine Tätowierung, ab Juni, also bald, braucht jedes Haustier einen Mikrochip, wenn es ins Ausland reisen will, erklärt der ADAC. Außerdem sei der Nachweis einer Tollwut-Schutzimpfung nötig.

Sie darf nicht jünger als 21 Tage und nicht älter als 12 Monate sein. Ferner ist ein EU-Heimtierausweis notwendig. Den bekommt man bei jedem Tierarzt. In einigen Ländern sind zusätzlich Wurm- und Bluttests nötig, zum Beispiel in: Großbritannien, Irland, Schweden, Norwegen, Finnland und Malta. Außerdem ist in Frankreich, Großbritanien, Dänemark, Malta, Norwegen und Ungarn die Einreise von bestimmten Kampfhundrassen verboten.

Und in einigen Ländern müssen Hunde immer an die Leine und immer einen Maulkorb tragen, so der ADAC.

Seit 3. Juli Chip-Pflicht für reisende Hunde, Katzen und Frettchen in der EU

Tierarzt in lila Kasack untersucht einen Hund in seiner Tierarztpraxis
Professional vet examining a dog © zinkevych - www.fotolia.de

Ute Tietjen ist Kleintierexpertin der Bundestierärztekammer. Sie weist darauf hin, dass seit Sonntag, dem 3. Juli für reisende Hunde, Katzen und Frettchen in der EU eine Chip-Pflicht besteht.

Außerdem müssen sie gegen Tollwut geimpft sein und einen EU-Heimtierpass besitzen. Allerdings gelte die Regelung nur für Neukennzeichnungen. Sollte das Tier bereist tätowiert sein, sei kein neuer Chip erforderlich.

Bisher galt die Chip-Pflicht nur in Großbritannien, Irland und auf Malta. Für alle anderen Haustiere gibt es bis jetzt noch keine EU-Regelung. Hier gelten die Einreisebestimmungen der einzelnen Länder.

Mit dem Vierbeiner auf Reisen

Wer mit Tieren verreisen will, sollte sich mit dem Reiseveranstalter in Verbindung setzen

Kleiner weiß-brauner Hund guckt aus Autofenster
Dog sticking his head our of a car window © holdeneye - www.fotolia.de

Wenn im Sommer wieder der lang ersehnte Urlaub vor der Tür steht, kommt bei vielen auch die Frage auf: "Was wird aus meinem Tier?" Wer in der Vergangenheit verreisen wollte, musste das geliebte Haustier stets in die Obhut von Verwandten oder Freunden geben – oder im Notfall auf Tierheim oder Tierpension zurückgreifen.

Reiseveranstalter haben diese Nische nun für sich entdeckt und ermöglichen das Reisen mit dem Haustier.

Reisen mit dem Haustier

Gang und Gebe sei mittlerweile der Urlaub mit dem Hund, aber auch ausgefallenere Tiere wie Hängebauchschwein oder Schlange müssen nicht Zuhause gelassen werden, wenn die jeweiligen gesetzlichen Tierschutzbestimmungen dies zulassen. Natürlich müssen dabei auch Transport und Unterkunft des Tieres organisiert sein – einfach das Tier spontan mit ins Hotel nehmen, ist nicht möglich.

Bei Flugreisen ist die Mitnahme eines Tieres vorher auch mit dem Reiseveranstalter abzuklären.

Die am meisten akzeptierten Haustiere auf Reisen sind Hunde. Denn auch wenn nur sehr wenige Hotels Tiere akzeptieren, erlauben viele doch die Mitnahme des Menschen besten Freundes.

Am besten eignen sich für den Urlaub mit Tier Ferienhäuser oder Ferienparks wie beispielsweise "Center Parcs". Hier sind teilweise bis zu drei Haustiere erlaubt.

Wer mit dem Auto verreist, erhält für Hund und Katze außerdem Gratis-Coupons für Futter.

Reisen mit dem Hund

Generell sollte – besonders beim Reisen mit Hund – vor dem Urlaub einiges beachtet und vorbereitet werden. Innerhalb der Europäischen Union ist das Reisen mit Hund beispielsweise künftig nur noch erlaubt, wenn der Vierbeiner einen Mikrochip trägt, der alle wichtigen Daten enthält.

Wer beim Reisen mit dem Tier alles richtig machen möchte, sollte mit seinem Reiseveranstalter sprechen, diese wissen genauestens Bescheid über gute Vorbereitung, geeignete Unterkünfte und Transport.

Sicher in den Urlaub fahren mit Hund, Katze und Co. im Auto

Blonde Frau lacht mit geschlossenen Augen, wird von Hundewelpe in Gesicht abgeleckt
Young woman and sweet puppy playing around © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Tiere im Auto zu transportieren ist unter normalen Umständen schon eine besondere Anstrengung. Geht es in den Urlaub, ist dann nochmals eine intensivere Vorbereitung vonnöten. Denn nicht nur für die Tiere ist die Belastung hoch, auch das Sicherheitsrisiko steigt stark.

Die wichtigste Regel für Kurz- und Langstrecken, so Hans-Georg Marmit von der Sachverständigen-Organisation "KÜS", lautet: Im Fußraum, auf dem Beifahrersitz oder auf den Rücksitzen haben Tiere nichts zu suchen. Egal ob Katze, Hund oder Hamster im Käfig, das Risiko, dass sich das Tier losreißt, auf den Schoß springt oder den Fahrer sonst wie ablenkt ist einfach viel zu groß. Bei einem Unfall kann ein nicht gesichertes Tier oder ein Käfig - so makaber das klingt - zum gefährlichen Geschoss werden. Gesetzlich müssen Tiere nicht gesichert werden, doch auch sie gelten als Ladung. Deswegen kann es beispielsweise sein, dass die Kaskoversicherung bei einem Unfall nicht greift, wenn ein Tier ein Aspekt beim Hergang war.

Im Kofferraum kann das Tier überdies entscheiden, ob es im Stehen Balance findet, oder lieber liegt. Damit Langstreckenfahrten in den Urlaub nicht zur Belastungsprobe werden, kann man rutschfeste Matten auslegen. Die halten auch die Haare vom Auto fern. Im Sinne des Tieres sollte man regelmäßig Pausen machen und immer für etwas Frischluft sorgen. Übrigens muss man sich auch innerhalb der EU zur Passierung von Grenzen einen Heimtierausweis besorgen.

EU-Mitgliedsstaaten lassen Haustiere einfacher reisen - Tollwutimpfung und Reisepass notwendig

In Brüssel haben die Mitgliedsländer der Europäischen Union jetzt eine neue Regelung beschlossen, nach der Haustiere wie Hunde, Katzen oder Frettchen mit ihren Herrchen einfacher durch die EU reisen dürfen.

Hierfür benötigen sie jedoch einen aktuellen Tierreisepass, auf dem eine Impfung gegen Tollwut vermerkt ist.

Durch die neue Regelung kann man ab sofort auch mit mehr als fünf Haustieren durch Europa reisen, sofern sie mit ihren Besitzern nachweisbar an einer Sportveranstaltung sowie Ausstellung oder einem Wettbewerb teilnehmen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Dog and cat on white background © Michael Pettigrew - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Young woman with Beagle dog in the park © Maria Sbytova - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Perserkatze im Garten in einer Katzenminze-Staude © Lilli - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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