6. September 2011
Handyspiele sind vor allem für Jugendliche eine interessante Abwechslung zu herkömmlichen Videospielen. Bei einer exzessiven Nutzung der Spiele kann allerdings mitunter Suchtgefahr bestehen.
Spricht man von Handyspielen, sind damit spezielle Computerspiele gemeint, die man auf dem Mobiltelefon spielt. Besonders beliebt sind die simpel strukturierten Spiele bei Kindern und Jugendlichen. Trotz ihrer Beliebtheit werden die Handyspiele auch kritisiert, da die Befürchtung besteht, dass eine zu häufige Nutzung zu Spielsucht führen kann.
Durch die in den letzten Jahren erfolgten technischen Verbesserungen der Handyspiele, sind diese für viele Spieler immer interessanter geworden. Zudem gibt es zahlreiche Computerspiele mittlerweile auch als Handyversion. Ebenso ist es möglich, sich über das Internet mit anderen Spielern von Handygames zu messen. Da die Verbindungskosten jedoch recht hoch sind, ist die exzessive Nutzung von Online-Handyspielen im Gegensatz zu herkömmlichen Computerspielen bisher deutlich weniger verbreitet.
Die Gefahr, dass es durch die ständige Nutzung von Games zu Suchtverhalten kommt, ist bei Handyspielen ebenso gegeben wie bei anderen elektronischen Medien. Im Grunde genommen handelt es sich bei einer Handyspielsucht um eine Variante der Computerspielsucht bzw. Internetsucht. Von einer Computerspielsucht spricht man, wenn der Spieler Stunde um Stunde mit Spielen verbringt und dafür soziale Kontakte zu Familienangehörigen und Freunden, seinen Beruf bzw. die Schule oder seine anderen Hobbys vernachlässigt. Erkennen lässt sich eine Spielsucht an bestimmten Verhaltensmustern. So kommt es bei den Betroffenen zu regelrechten Entzugserscheinungen, wenn sie einmal nicht vor dem Computer oder Handy sitzen können, um zu spielen. Die Betroffenen reagieren dann unruhig, nervös und aggressiv. Die Süchtigen schaffen es nicht mehr ein Leben ohne Spiele zu führen und passen ihren Alltag der Spielsucht an. Das Spielen von Handygames oder Computerspielen ist dann keine ergänzende Freizeitbeschäftigung mehr, sondern Mittelpunkt des Lebens.
Die Ursachen für eine Handy- oder Computerspielsucht sind jedoch nicht die Spiele selbst. Vielmehr leiden die Betroffenen meist unter mangelndem Selbstwertgefühl und fühlen sich von der Gesellschaft, die von Konkurrenz- und Leistungsdenken geprägt ist, ausgegrenzt. Mithilfe der Spiele versuchen die Spieler diese Defizite auszugleichen und mehr Selbstwertgefühl zu erlangen. Dabei leugnen die Betroffenen spielsüchtig zu sein und glauben die Situation unter Kontrolle zu haben. So ist es oftmals sehr schwer, die Süchtigen dazu zu bringen, sich einer Behandlung zu unterziehen.
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