Gesellschaftsspiele - Einteilung, Merkmale und Aussagekraft über den Charakter der Spieler

Vier halb aufgedeckte Spielkarten mit der Ass Reihe auf weißem Hintergrund

Das Gesellschaftsspiel lässt sich in verschiedene Kategorien einteilen - Es gibt Klassiker, Studien zufolge bevorzugt von bestimmten Personengruppen gespielt werden

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  • von Paradisi-Redaktion

Gesellschaftsspiele sind sowohl bei erwachsenen Menschen als auch bei Kindern überaus beliebt. Sie zeichnen sich durch bestimmte Merkmale aus, vor allem dadurch, dass man sie mit mindestens zwei Personen zum Zeitvertreib spielen kann. Zu den unterschiedlichen Arten zählen beispielsweise Brettspiele, Kartenspiele oder auch Ratespiele. Lesen Sie über die Einteilung und Merkmale von Gesellschaftsspielen.

Als Gesellschaftsspiele bezeichnet man Spiele, die von mindestens zwei Personen zum Zeitvertreib gespielt werden. Es gibt typische Spiele für Kinder sowie für Erwachsene - einen entsprechenden Überblick geben wir hier.

Einteilung

Charakteristisch für ein Gesellschaftsspiel ist jedoch, dass dabei der soziale Aspekt im Vordergrund steht. So werden die Spiele stets in Gesellschaft gespielt.

Bei Gesellschaftsspielen steht der soziale Aspekt im Vordergrund
Bei Gesellschaftsspielen steht der soziale Aspekt im Vordergrund

Im Wandel der Zeit

Schon in der Antike wussten die alten Griechen Gesellschaftsspiele zu schätzen. Dabei spielten die Männer während ihrer Trinkgelage gerne das Geschicklichkeitsspiel "Kottabos". Im Mittelalter vergnügte man sich mit Pfandspielen, Fangen oder "Blinde Kuh". In der Neuzeit wurden die Gesellschaftsspiele entscheidend von den Brettspielen geprägt.

So entstanden durch Verlage wie "MB" oder "Parker Spiele" wie

  • Das Spiel des Lebens
  • Risiko oder
  • Monopoly,

die heute zu den Klassikern der Gesellschaftsspiele zählen. Ab den 80er Jahren rückte in Europa die Familienfreundlichkeit der Spiele in den Mittelpunkt.

Die Familienfreundlichkeit von Gesellschaftsspielen steht heute im Vordergrund
Die Familienfreundlichkeit von Gesellschaftsspielen steht heute im Vordergrund

Merkmale

Gesellschaftsspiele lassen sich an bestimmten wichtigen Merkmalen erkennen. Dazu gehören vor allem

  • die Spielmechaniken, die zum Einsatz gelangen
  • die Zugänglichkeit zu den Spielen
  • der Umfang der Regeln
  • die Zielgruppe
  • die Glücksfaktoren sowie
  • die Ausstattung der Spiele.

Aufgeteilt werden kommerzielle Gesellschaftsspiele in Kartenspiele und Brettspiele, zu denen Klassiker wie "Halma, Backgammon oder Schach" gehören. Darüber hinaus unterscheidet man zwischen so genannten "American Games" und "German Games".

Typische American Games sind

  • Konfliktsimulationen historischer Natur, die man auch Wargames oder CoSims nennt
  • Table Tops
  • Miniaturenspiele oder
  • Spiele mit einem amerikanischen Vorbild.

Als German Games bezeichnet man Spiele, die in Deutschland entstanden sind. Man nennt sie mittlerweile aber auch Eurogames. Entstanden ist der Begriff im englischsprachigen Raum aufgrund einer zunehmenden Vernetzung innerhalb der internationalen Spieleszene.

German Games umfassen

  • Familienspiele
  • Kinderspiele
  • spezielle Seniorenspiele oder
  • Rollenspiele.

Aber auch anspruchsvolle Spiele wie

  • Puerto Rico
  • Caylus oder
  • Imperial

werden zu den Gesellschaftsspielen gerechnet. Ein typisches Merkmal von German Games, bei denen es sich zumeist um Autorenspiele handelt, ist das Vermeiden von

  • komplizierten Regeln
  • Kriegsthemen
  • großen Glücksfaktoren
  • Konflikten zwischen den Spielern
  • überlanger Spieldauer sowie
  • einem zu frühen Ausscheiden von Mitspielern.

Psychologen konnten gewisse Charaktere herauskristallisieren, die im Besonderen mit bestimmten Spielen in einem engen Zusammenhang stehen...

Was Gesellschaftsspiele über den Charakter der Spieler aussagen können

Gesellschaftsspiele sind immer wieder beliebt und vertreiben so manchen langen Abend oder auch einen Nachmittag am Wochenende. Obwohl jedes Jahr neue Spiele auf den Markt kommen, zeigen sich die "Klassiker" konstant stark auf der Beliebtheitsliste der Gesellschaftsspiele. Lesen Sie einmal, was Spiele über Sie und Ihren Charakter aussagen können.

Monopoly

Haben Sie ein Faible für das absolute Klassiker-Spiel "Monopoly"? Psychologen fanden heraus, dass Menschen, die dieses Spiel bevorzugt spielen, gerne in fremde Rollen schlüpfen. Besonders interessant ist hierbei eine sehr häufig auftretende Diskrepanz im Bezug auf die reale und spielerische Rolle. So sind die ruhigen und sehr sparsamen Menschen im Spiel selbst die wahren Zocker, gehen Risiken ein und verschleudern ihr Spielgeld flott und eifrig.

Neuer Weltrekord beim Monopoly-Spielen

Seit Ende August steht ein neuer Weltrekord im Monopoly-Spielen. Mehrere tausend Spieler in 23 Städten nahmen daran teil, wie der Spielverlag "Hasbro" mitteilte.

Bei diesem Rekord, der auch ins Guinness Buch kommen soll, sollten gleichzeitig viele Spieler auf der ganzen Welt am Spieltisch sitzen. In Deutschland nahm Frankfurt teil, wo sich 200 Spieler im Alten Polizeigefängnis trafen und beim Spiel abwechselten. Jeweils vier Spieler saßen dann für eine Stunde und erst wenn alle vier Spieler einmal über das "Los" kamen, war das Spiel gültig.

In Frankfurt begann das Spiel nachmittag um 16.00 Uhr, aber in anderen Städten saßen die Spieler in den frühen Morgenstunden, wie in Las Vegas, oder auch in der Nacht (in Australien) beim Spiel zusammen. Unter den Teilnehmer-Städten waren auch London, Tokio und Toronto.

Monopoly feiert 75. Geburtstag

Zocken, investieren und dann doch wieder alles verlieren und im Gefängnis landen - was nach dem Werdegang eines Leidtragenden der großen Finanzkrise klingt, ist seit jahrzehnten ein abendfüllendes Programm für Familien und Hobbyspekulanten. Nun hat das Brettspiel "Monopoly" bereits 75 Jahre auf dem Buckel.

Damit hat sein Erfinder, ein arbeitsloser amerikanischer Heizungsbauer namens Charles Darrow, sicherlich nicht gerechnet, als er anhand eines New Yorker Stadtplans die erste Version des Spiels erfand. Zunächst wollte kein Verlag sein Spiel haben - als er jedoch begann, selber Spiele zu basteln und zu verkaufen, war der Run schließlich so groß, dass er die Idee 1935 patentieren ließ und die Rechte an den Parker-Verlag verkaufte.

Das Gesellschaftsspiel spielt bis heute sogar in der Politik eine Rolle: einst ließ es Joseph Goebbels verbieten, in Nordkorea und Kuba ist Monopoly auch heute nicht erlaubt.

Eine Katze als neue Spielfigur beim Monopoly

Einen wichtigen Teil des Monopolys machen bestimmte Spielsteine aus. Eines davon war bisher das Bügeleisen, welches im Jahr 1935 eingeführt worden ist. Nun hat der Spielehersteller Hasbro in einer Online-Umfrage die Monopoly-Fans darum gebeten, ihre Lieblingsfiguren zu wählen. Das Bügeleisen landete dabei auf dem letzten Platz.

Nun hat man sich dazu entschlossen, dieses durch eine neue Figur zu ersetzen, auch dafür wurde eine Umfrage gestartet. Zur Auswahl standen eine Katze, eine Gitarre, ein Roboter, ein Helikopter und ein Diamantring.

Mit 31 Prozent landete die Katze auf dem ersten Platz und wird von nun an fester Bestandteil des Spiels sein.

Trivial Pursuit

Etwas anders sieht die Charakterisierung aus, wenn Sie am liebsten Trivial Pursuit spielen. Bei diesem lehrreichen und unterhaltenden Spiel geht es darum, möglichst viele Wissensfragen zu beantworten und folgerichtig mit Wissen zu gewinnen. Mögen auch viele Menschen davon ausgehen, dass gerade die berüchtigten Besserwisser Fans dieses Spiels sind, zeigen sich nach Ansicht der Psychologen vielmehr hinter den meisten Spielbegeisterten von Trivial Pursuit weltoffene und neugierige Menschen, die mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein in das Spiel gehen und keine Angst davor haben, sich aufgrund einer falschen Antwort zu blamieren.

Scrabble

Scrabble Fans werden von den Experten als äußerst kreative und analytisch denkende Personen eingestuft. Auch wenn die meisten Menschen relativ rasch keine richtigen Buchstabenkombinationen mehr finden, ist es bei den eingefleischten Spielern genau an solch einem scheinbaren Endpunkt die Herausforderung, noch weitere Wörter zu ertüfteln und das auch noch mit viel Erfolg.

Siedler von Catan

Ihnen gefallen all diese Spiele nicht so besonders gut, sondern packen am liebsten nach Feierabend das Spiel "Siedler von Catan" auf den Tisch? Gratulation, denn wer dieses Spiel bevorzugt spielt, hat nach Psychologenmeinung das Eroberer-Gen in sich und das nicht nur auf dem Spielbrett, sondern selbst im "wahren" Leben. Hier sind die Macher am Werk, und das am liebsten stundenlang und mit wachsender Begeisterung.

Mensch ärgere dich nicht

"Mensch ärgere dich nicht"-Liebhaber gelten als ruhig, geduldig und genügsam
"Mensch ärgere dich nicht"-Liebhaber gelten als ruhig, geduldig und genügsam

Zu guter Letzt eines der ältesten und folglich wirklich klassischen Gesellschaftsspiele "Mensch ärgere dich nicht". Ja, wenn das nur immer so einfach wäre, nicht wahr? Wer bei diesem Spiel in Freudenschreie ausbricht und als erstes die Männchen aus dem Karton holt, ist äußerst geduldig, ruhig und genügsam.

Ergänzend gelten diese Spieler als sehr ausdauerhaft und mit einer gesunden Portion Kampfgeist ausgestattet. Alle anderen hingegen ärgern sich eben oder wenn es ganz schlimm wird, werfen sie das Spielfeld mit einem Wisch von dem Spieltisch. Wie war das doch noch? "Mensch ärgere dich doch nicht".

Grundinformationen und Hinweise zu Gesellschaftsspielen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: four of a kind © Kasia Biel - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Group of happy people enjoying a card game © Yuri Arcurs - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Rauswerfen © Kathrin39 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: mensch ärgere dich nicht 2 © Ramona Heim - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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