Gesellschaftsspiele sind sowohl bei erwachsenen Menschen als auch bei Kindern überaus beliebt. Sie zeichnen sich durch bestimmte Merkmale aus.
Als Gesellschaftsspiele bezeichnet man Spiele, die von mindestens zwei Personen zum Zeitvertreib gespielt werden. Typische Gesellschaftsspiele sind vor allem Kartenspiele und Brettspiele. Ebenso zu den Gesellschaftsspielen zählen Ratespiele, Charaden oder Schreibspiele.
Gesellschaftsspiele umfassen sowohl Glücksspiele wie zum Beispiel Würfelspiele oder Partyspiele wie Flaschendrehen als auch Geschicklichkeitsspiele oder Denkspiele wie Verstecken, Rollenspiele oder Schach. Charakteristisch für ein Gesellschaftsspiel ist jedoch, dass dabei der soziale Aspekt im Vordergrund steht. So werden die Spiele stets in Gesellschaft gespielt.
Schon in der Antike wussten die alten Griechen Gesellschaftsspiele zu schätzen. Dabei spielten die Männer während ihrer Trinkgelage gerne das Geschicklichkeitsspiel Kottabos. Im Mittelalter vergnügte man sich mit Pfandspielen, Fangen oder Blinde Kuh. In der Neuzeit wurden die Gesellschaftsspiele entscheidend von den Brettspielen geprägt. So entstanden durch Verlage wie MB oder Parker Spiele wie Das Spiel des Lebens, Risiko oder Monopoly, die heute zu den Klassikern der Gesellschaftsspiele zählen. Ab den 80er Jahren rückte in Europa die Familienfreundlichkeit der Spiele in den Mittelpunkt.
Gesellschaftsspiele lassen sich an bestimmten wichtigen Merkmalen erkennen. Dazu gehören vor allem die Spielmechaniken, die zum Einsatz gelangen, die Zugänglichkeit zu den Spielen, der Umfang der Regeln, die Zielgruppe, die Glücksfaktoren sowie die Ausstattung der Spiele. Aufgeteilt werden kommerzielle Gesellschaftsspiele in Kartenspiele und Brettspiele, zu denen Klassiker wie Halma, Backgammon oder Schach gehören. Darüber hinaus unterscheidet man zwischen so genannten American Games und German Games. Typische American Games sind Konfliktsimulationen historischer Natur, die man auch Wargames oder CoSims nennt, Table Tops, Miniaturenspiele oder Spiele mit einem amerikanischen Vorbild.
Als German Games bezeichnet man Spiele, die in Deutschland entstanden sind. Man nennt sie mittlerweile aber auch Eurogames. Entstanden ist der Begriff im englischsprachigen Raum aufgrund einer zunehmenden Vernetzung innerhalb der internationalen Spieleszene. German Games umfassen Familienspiele, Kinderspiele, spezielle Seniorenspiele oder Rollenspiele. Aber auch anspruchsvolle Spiele wie Puerto Rico, Caylus oder Imperial werden zu den Gesellschaftsspielen gerechnet.
Ein typisches Merkmal von German Games, bei denen es sich zumeist um Autorenspiele handelt, ist das Vermeiden von komplizierten Regeln, Kriegsthemen, großen Glücksfaktoren, Konflikten zwischen den Spielern, überlanger Spieldauer sowie einem zu frühen Ausscheiden von Mitspielern.
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