17. Mai 2006
Von Andreas Neubert
Die Sonne steigt höher und höher, die Natur zeigt sich immer freundlicher und auch die Temperaturen steigen. Der Frühling kündigt sich und damit auch rege Aktivitäten bei Mensch und Natur.

Ein klassischer Gartenteich im Sommer
Zeit, den Garten in Ordnung zu bringen, damit sich die Sommerpracht so richtig entfalten kann. Dabei ist die Wasserlandschaft im Garten nicht zu vergessen, denn sonst wird's nichts mit dem blühenden Ufer oder dem fröhlichen Schwimmen der Fische.
Wer Uferbepflanzung hat an seinem Biotop, sollte jetzt im Frühjahr das Wasser reinigen. Es ist durch abgestorbene Pflanzenteile im Winter verunreinigt worden. Sie dienen den Fischen zwar als Nährstoffe, doch wenn ein Überangebot besteht, stört es das biologische Gleichgewicht, die Algen beginnen munter zu gedeihen und der Teich zu modern. Für solche Arbeiten kommt ein Teichfilter zum Einsatz, der noch andere Schmutzpartikel aus dem Wasser fischt und es säubert und klärt. Moderne Filter sind mit einer integrierten UVC-Lichtquelle ausgestattet und bewältigen leicht ihre Aufgabe, abgestorbene Pflanzen, Pflanzenteile und Bakterien zu entfernen. Achten sie darüber hinaus auf einen gesonderten Wasser- und Schmutzablauf für Ihre Teichanlage, die zusätzliche eine reinigende Wirkung entfaltet.
Zu den regelmäßigen Arbeiten - am besten alle zwei bis drei Jahre auch im Frühjahr - gehört die Säuberung von Schlamm und Mulm, Wasserhumus, auf dem Teichgrund. Dorthin gesunkene Laubblätter, Schmutz und andere Partikel füllen den Boden auf und lassen ihn mit der Zeit verschlammen. Die Höhe des Teichbeckens flacht ab, das biologische Gleichgewicht des Biotops verändert sich. Für diese Arbeit benötigen sie einen leistungsstarken Teichschlammsauger, der das überflüssige Material bequem entfernt. Dabei werden auch Algen, die dem Wasser und damit den Fischen Sauerstoff entziehen, abgesaugt. Auch grobe Teile lassen sich damit herausfischen. Wichtig ist, dass Schlammsäuberungen nicht komplett in einem Arbeitsgang ausgeführt werden. Den Teichgrund nur maximal zur Hälfte säubern. So bleiben das natürliche Gleichgewicht und die natürlichen Wasserwerte eines stehenden Gewässers bestehen. Fische und andere Kleinstlebewesen werden es Ihnen danken. Füllen Sie nach den Reinigungsarbeiten den Teich wieder mit frischem Regenwasser oder Leitungswasser auf.
Setzen Sie Schwimmpflanzen wie Wasserhyazinthen oder Seerosen in die Wasserwelt, sie geben nicht nur einen schönen Anblick ab, sondern dienen durch ihre schattenspendende Eigenschaft auch als Vorbeuge gegen Algen. Die Jahreszeit, um Wasserpflanzen neu zu pflanzen, ist etwa Mai beziehungsweise Juni. Nämlich dann, wenn sich das Wasser auf wenigstens 12°C erwärmt hat. Ab dieser Temperatur gedeihen sie garantiert.
Besonders in der Blütezeit kann das Ufer mit seiner Bepflanzung zum optischen Highlight in ihrem Garten gedeihen. Deshalb sollten sie der Umrandung Ihrer Wasserlandschaft ein besonderes Augenmerk leihen und es mit gleichem Engagement pflegen wie die übrige Gartenanlage. Schneiden und entfernen Sie abgestorbene Schilfpflanzen und Stauden. Variieren oder erneuern Sie die Uferbepflanzung, wenn Sie Muse und Zeit dazu haben. Ein herrlicher Anblick lohnt es ihnen. Manche Uferpflanzen mögen es, wenn sie mit ihren Wurzeln teilweise im Wasser stehen.
So macht sich besonders im Frühling die gelb blühende Sumpfdotterblume, denn sie entfaltet ihr Blütenmeer als Frühblüher am Teich. Das Mammutblatt verleiht mit seiner Größe von bis zu zwei Metern und seinen riesigen Blättern der Teichlandschaft eine exotische Atmosphäre. Auch das China-Schilf wächst bis zu zwei Meter hoch, benötigt aber keine Feuchtzone als Lebensraum. Vorsicht beim Froschlöffel, der sich gern schnell ausbreitet, wenn Sie die Blüten vor der Samenbildung nicht kappen. Die Pflanze hat es Liebhabern vor allem wegen ihrer zarten Blüten angetan, die dem Schleierkraut ähneln. Zu den weiteren beliebten Uferpflanzen zählen unter anderem Simse, Schachtelhalm, Schwertlilie oder Prachtspiere.
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