3. Juni 2009
Viele Gartenbesitzer erfüllen sich den Traum eines eigenen kleinen Teichs, der Tieren und Pflanzen einen Lebensraum und dem Menschen ein optisch reizvolles Highlight auf dem eigenen Grundstück bietet. Damit ein Gartenteich diese Zwecke über einen langen Zeitraum erfüllen kann, muss er vor Baubeginn gut geplant werden. Dabei müssen unter anderem das Material, die Größe und der Standort berücksichtigt werden.
Die meisten Gartenteiche werden aus speziellen Teichfolien gefertigt. Diese sind nicht nur langlebig, sie ermöglichen auch eine individuelle Formgebung des Wasserbeckens. Teichfolie gibt es im Fachhandel in verschiedenen Stärken zu kaufen. Je größer der Teich ist, desto dicker sollte die Folie sein. Eine qualitativ gute Folie kann bei richtiger Verlegung eine Lebensdauer von weit über 20 Jahren erreichen.
Eine Alternative zum Folienteich sind Kunststoffbecken, die in die Erde gesetzt werden. Sie sind besonders für kleine Gartenteiche geeignet und können wie Folienteiche selbst im Garten angelegt werden.
Die Größe des Teichs ist abhängig von der Gartengröße. Ein Teich sollte nie zu klein sein, damit er als Biotop für Tiere und Pflanzen dienen kann und sich selbst reinigt. Daher sollten Teiche möglichst eine Mindesttiefe von 80 cm und eine Wasserfläche von 15 Quadratmetern haben. Je größer ein Teich ist, desto besser ist auch sein biologisches Gleichgewicht. Das wiederum bedeutet, dass der Pflegeaufwand weniger intensiv ist.
Auch die Standortwahl spielt bei der Planung eines Gartenteichs eine wichtige Rolle.
Besonders zur Geltung kommt ein Teich dann, wenn er in der Mitte des Gartens auf flacher Ebene geplant wird. Optimal ist eine Sonnenbestrahlung von 4-5 Stunden pro Tag. Ein paar Bäume oder Sträucher sollten vorhanden sein, um an sehr heißen Tagen Schatten zu spenden. Allerdings empfiehlt es sich, beim Teichbau etwas Distanz zu den Bäumen zu bewahren, damit zum einen die Wurzeln nicht die Folie beschädigen und zum anderen das Laub der Bäume nicht direkt auf die Wasseroberfläche fällt.
Hat man sich auf Standort, Größe und Material festgelegt, kann mit den Detailplanungen begonnen werden. Die Uferböschungen sollten nicht zu steil angelegt werden, um die Folie nicht zu strapazieren. Zudem sollten sich im Loch keine Steine oder andere spitze Dinge befinden, die die Folie beschädigen könnten. Bevor die Folie schließlich ausgelegt werden kann, empfiehlt sich eine Art Polsterung des Loches durch einfachen Bausand oder Vlies. Anschließend kann die Folie von der Rolle abgerollt, ausgebreitet und zurecht geschnitten werden. Im nächsten Schritt beginnt die individuelle Gestaltung, das Einlassen des Wassers und das Ansiedeln von Tieren und Pflanzen.
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